Erfahrungsbericht über

Zyxel Prestige 2000W

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Kabel ab: endlich ein WLAN-VoIP-Handy!

3  23.01.2005

Pro:
derzeit konkurrenzlos, läuft gut wenn man es erstmal konfiguriert hat

Kontra:
teuer, schlechte Dokumentation & Konfiguration, Plastikteil

Empfehlenswert: Ja 

bitbuerster

Über sich:

Mitglied seit:24.10.2003

Erfahrungsberichte:6

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Das Zyxel ePhone P2000W ist ein schnurloses WLAN-VoIP-Telefon, das den Anspruch hat, in seiner Art ein Zwischending zwischen einem schnurlosen DECT-Hausapparat und einem „echten“ GSM-Mobiltelefon zu sein.
Technisch gesehen ist es ein SIPv2-fähiges, schnurloses Voice-over-IP-Telefon, das nach dem WLAN-Standard 802.11b funkt.

Die technischen Produkteigenschaften laut Hersteller lesen sich in Kurzform wie folgt:

Produktbeschreibung: ZyXEL ePhone Prestige 2000W
Produkttyp: Drahtloses IP-Telefon
Anzeige: LCD-Anzeige – einfarbig, 112x64 Pixel = 4 Zeilen zu 16 Zeichen
Norm für schnurlose Telefone: IEEE 802.11b (Wi-Fi)
Voice Codecs: G.711, G.729a
VoIP-Protokolle: SIP v2
Servicequalität: IEEE 802.1Q (VLAN)
IP-Adressenzuweisung: DHCP, statisch, PPPoE
Sprachfunktionen: Comfort Noise Generation (CNG), Voice Activity Detection (VAD)
Sicherheit: 128 Bit WEP, 64 Bit WEP, kein WPA!
Abmessungen & Gewicht (Handset): BxTxH = 4.8 x 2 x 13,9 cm, Gewicht 110 g
Telefonmerkmale: abschaltbare Tastensperre, Vibrationsmelder, Hintergrundlicht, diverse Klingeltöne, Lautstärkeregelung
Max. Hörer-Betriebsabstand 75 m
Max. Handgerätentfernung (im Freien) 300 m
Batterie: Lithium-Ionen-Akku, Kapazität 1350 mAh
Laufzeit: Redezeit bis zu 240 Min., standby-Zeit bis zu 24 Std.
Zubehör: Handbuch-CD, gedruckte Kurzanleitung, Gürtelclip, Ladestation, Weitbereichs-Steckernetzteil 100..240V

Bestellt und geliefert wurden mir zwei der Geräte –wobei dabei schon die erste Überraschung auftrat: Dem einen „Schuhkarton“ lag eine deutsche Kurzanleitung bei, dem anderen eine englische (jeweils ca. 30 Seiten). Die beiliegenden Handbuch-CDs enthielten nur englische PDFs, was evtl. ein Problem sein könnte, wenn man diese Sprache nicht beherrscht, denn einige Einstellungen fehlen in der deutschen Kurzbeschreibung (s.u.).
Auch die Telefon-Menüs selber sind in englischer Sprache –mich hat das nicht gestört, aber man sollte es wissen.
Die zweite Überraschung war, dass die beiden Geräte auch ein unterschiedliches Display hatten: Bei einem war das typisch grün-graue LCD-Display mit einer leuchtend blauen Hintergrundbeleuchtung versehen, beim anderen eine eher grünlichen Beleuchtung.

Im Formfaktor und Aussehen gleicht das P2000W einem normalen Mobiltelefon. Es liegt gut in der Hand, die Tasten lassen sich gut bedienen und die Menüführung ist frei von jeglichem Schnickschnack und halbwegs logisch.
Ladeschale und Mobiltelefon selbst sehen vom Design her auf den ersten Blick eigentlich ganz ansprechend aus, die Verarbeitungsqualität macht aber einen billigen Eindruck: Alles einfaches Plastik, der Akkufachdeckel ist ein fürchterliches Gefummel (das man allerdings hoffentlich nur einmal machen muss), der auf das Gerät aufklickbare Gürtelclips ist eine Fehlkonstruktion: Er ist nur ein einfacher Plastiksteg (eine Art „Büroklammer“), der an seiner Spitze keinen Widerhaken hat, so dass das Gerät bei geringstem Stoß von unten vom Gürtel springt.

Oben links seitlich am Gehäuse ist eine Miniklinkenbuchse für den Anschluss eines Headsets (habe ich mangels Headset nicht ausprobiert). Rechts oben ragt etwa 1cm hoch eine kleine Stummelantenne aus dem Gerät heraus, die nur stört, wenn man das ansonsten sehr abgerundete Gerät in der Hosentasche trägt.

Das LCD-Display ist etwas kontrastarm, die Hintergrundbeleuchtung (die auch die Tastatur beleuchtet) aber sehr hell und der Font eher fett, so dass es keine Probleme gibt.

Betätigt man länger als 2min keine Taste, dann schaltet das Gerät automatisch eine Tastatursperre ein, im Display wird dann außer der Feldstärke (mittels einer symbolisierten Antenne und ein paar Balken für die Empfangsfeldstärke links in der ersten Zeile), dem Datum (mittig in der ersten Zeile im ungewohnten Format MM/DD) und dem Akkustand (sehr grob gerastert mit nur drei Balken rechts in der ersten Zeile) auch noch die Uhrzeit angezeigt –letztere in einem fetten Riesenfont über 2/3 der Anzeige hinweg.
Im normalen Bedienzustand erscheint die Uhrzeit stattdessen mittig oben (in klein) in der ersten Zeile (verdrängt dort also das Datum), dann eine Gerätekennung (voreingestellt ist „Zyxel“) in der zweiten Zeile, der Einbuchungszustand im SIP-Netzwerk in der dritten Zeile („registered“ oder „not registered“) und in der 4.Zeile dann die aktuelle Belegung der linken und rechten Menütaste.

Die erwähnte automatische Tastatursperre wird schnell lästig, weil man zum Ausschalten die #-Taste volle 2sec lang drücken muss. Man kann sie zwar abschalten, aber dann nur komplett, das heißt: Man kann die Tastatur danach auch nicht mehr manuell sperren –sehr unschön.

Das Steckernetzteil ist überaus praktisch: Schnucklig klein und vor allem kerzengerade in der Kabelzuführung. Dadurch belegt es in Mehrfachsteckdosen tatsächlich nur eine Dose und verdeckt platzmäßig keine Nachbardosen.

Die Konfiguration des Geräts kann theoretisch über zwei Arten erfolgen: Entweder ausschließlich am Gerät selbst in diversen Menüs und Untermenüs; oder über einen Web-Browser. Letztere Methode geht natürlich erst dann, wenn das Gerät zumindest schon am WLAN mit den korrekten Daten angemeldet ist.
Zyxel empfiehlt deshalb, man solle zunächst am Telefon DHCP einstellen, am eigenen AP die WEP-Verschlüsselung ausschalten, den AP per Scan vom Telefon aus suchen lassen, sich im Telefon die zugeteilte IP-Adresse ansehen und diese dann im Web-Browser angeben: Sicherheitstechnisch gesehen natürlich totaler Unfug, denn bis das Telefon wirklich funktioniert, gehen schnell mehrere Stunden ins Land und schnell ist vergessen, dass man derweil sicherheitstechnisch mit heruntergelassener Hose dasteht...
Außerdem sind dynamische IP-Adressen mit dem Zyxel auch aus anderen Gründen schwierig (s.u.), ich habe deshalb einen anderen Weg beschritten:
Dem Zyxel am Telefon selbst eine feste IP-Adresse zuweisen,
die ESSID des eigenen WLAN-Aps eintragen,
die WEP-Verschlüsselungsart und den WEP-Schlüssel eintragen.

Danach ein paar mal „Back“ drücken, damit die Änderungen aktiv werden („loading“ im Display), vom PC aus ein ping an die gewählte IP-Adresse zur Kontrolle und danach lässt sich das Telefon auch per Web-Browser ansprechen, ohne dass man seine WLAN-Sicherheit auch nur eine Sekunde opfern muss.

Ab hier folgten dann mehrere Stunden Konfigurationsärgernis, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:
Sitzt man mit seinem PC hinter einem Proxy-Server, dann lässt sich das Zyxel nicht per Web-Config konfigurieren: Man kann zwar alle Seiten lesen, aber keinen einzigen Wert verändern.
Das wäre alles nicht so schlimm, weil man ja theoretisch auch die ganzen Eintragungen direkt am Telefon vornehmen kann –nur: Das kann man eben nicht, die wichtigen STUN-Settings lassen sich nämlich nur per Web-Browser einstellen, am Telefon geht das fatalerweise nicht: Das verdient ein dickes „Sechs, setzen, nachbessern!“ an Zyxel.
Schon besser ist, dass Zyxel unter www*zyxeltech*de Beispiel-settings für viele SIP-Netzbetreiber parat hält –nur wie gesagt: Eingeben konnte ich sie erst abends an einem anderen PC, der nicht über einen Proxy angebunden war.

Wichtig ist, dass man eine aktuelle Firmware auf dem Gerät hat (bei mir war das die WJ.00.0f); es schadet aber nichts, selbst die anfangs erst mal auf das Gerät zu flashen, denn obwohl beide meine P2000W die o.g. Firmwareversion anzeigten, hatte das eine im Display die lustige Menü-Nummerierung:
1.Phone Number
2.IP Address
4.MAC ID
4.Firmware Ver

Auch die Verhaltensweise, was die beiden Geräte als „gültige“ Telefonbucheinträge akzeptierten, war unterschiedlich.
Ein nochmaliges Flashen der Firmware und rebooten (linke Menütaste und Einschalttaste während des Einschaltens gedrückt halten) ließ diesen Spuk dann verschwinden (naja, fast: im Menü 6.Setting gibt’s immer noch zwei Einträge mit Nummer 4...)

Zunächst probierte ich deshalb zwei andere Fähigkeiten des 2000W aus, nämlich die „ad-hoc“-Funktionalität und den „IP-Direktruf“.
Ersteres heißt, dass man zwei 2000W als Walkie-Talkies betreiben kann, also ohne irgendeinen zwischengeschalteten Access Point. Das ganze funktioniert ganz prima, wenn man darauf kommt, einige Dinge zu beachten: Der ad-hoc-Modus muss in beiden Telefonen aktiviert sein, beide müssen (unterschiedliche) IP-Adressen haben, beide müssen (identische) Kanalsettings haben und jedes Handy muss die IP-Adresse und den Port 5060 des jeweils anderen Handys im Telefonbuch hinterlegt haben und „P2P“ aktiviert haben.
Der IP-Direktruf funktioniert ähnlich: Hier wird zwar über den WLAN-AP gegangen (beide Geräte müssen also korrekt eingebucht sein), aber wiederum wird von einer fixen IP-Adresse zur anderen telefoniert. Solange dies alles im lokalen Netz bleibt, braucht es natürlich keinen SIP-Gatewaybetreiber. –All dies und die dazugehörigen Einstellungen vermisst man in klarer Form in der mitgelieferten Beschreibung.
Die Sprachqualität bei diesen beiden Betriebsarten war erstklassig und brauchte sich hinter ISDN nicht zu verstecken.

Die dritte und eigentlich interessante Betriebsart ist natürlich die unter Nutzung eines SIP-Gateway-Betreibers; ich habe für meine Tests sipgate verwendet (die Anmeldung war bis zur Freischaltung eine Affäre von weniger als 5 min).
Wie erwähnt war das wegen des Proxy/Web-Config- und STUN-Fehlers bei den Zyxels schwierig einzugeben, ich habe es dann schlichtweg an einem anderen PC gemacht.
Nachdem die „richtigen“ Parameter eingestellt waren, funktionierte das auch sehr gut: Anrufe aus dem Festnetz kamen in brauchbarer Qualität an, in etwa vergleichbar mit GSM-Sprachqualität. Während des Gesprächs hört man ein periodisches leichtes Klicken im Hintergrund, ab und zu fehlen kurze Wortanfänge, aber im Großen und Ganzen ist die Qualität (trotz Netzübergang) gut, es gab keine wahrnehmbaren Echos oder Verzögerungen (getestet über einen normalen DSL1024-Anschluss).
Auch umgekehrt lässt sich telefonieren, z.B. zur sipgate-Testnummer „10000“: Die lässt sich direkt eingeben und wählen; will man solche Nummern auch aus dem Telefonbuch anwählen, so muss dort unter „Display Name“ ein beliebiger Name stehen (z.B. „SIP Testnummer“), unter „User Info“ die eigentliche Rufnummer (z.B. „10000“), unter „Host IP“ das SIP-Gateway (z.B. „sipgate.de“) und unter „Port“ die 5060 –alles Informationen, die man in Zyxels Dokumentation vermisst.
Im stand-by-Modus hält das P2000W ständig Kontakt mit seinem SIP-Gateway (ich sehe das an meinem WLAN-Router, der trotz eingestellter idle-time die Verbindung zum ISP nie getrennt hat –wer keine DSL-Flatrate/Volumentarif hat, sollte also Abstand vom Kauf des Geräts nehmen!!); an reinen Kontakt-Informationen fallen grob geschätzt 50 MB pro Monat an; in welchen Paketgrößen und –abständen dies passiert (d.h.: Wie das nachher vom ISP getaktet abgerechnet wird, können es auch schnell 500MB sein!), kann ich noch nicht sagen.

Richtig ärgerlich ist, dass Zyxel in seiner gesamten Dokumentation verschweigt, welche Ports das Gerät benutzt: Verwendet man einen nicht direkt VoIP-fähigen WLAN-Router (also 99% aller derzeit existierenden Geräte), dann erzählt einem das Zyxel nämlich nur „not registered“, d.h.: Es kann sich nicht beim SIP-Gateway einbuchen und somit weder nach außen telefonieren noch aus dem Telefonnetz erreicht werden.

Hier die Menüstruktur und typische Einträge (für sipgate.de):
1.Information
1.1.Phone Number 1234567 (=meine sipgate-ID)
1.2.IP Address 192.168.1.150
1.3.MAC ID aabbccddeeff
1.4.Firmware Ver WJ.00.0f
2.Call History
2.1.Missed Calls
2.2.Received Calls
2.3.Dialed Calls
2.4.Erase Calls
3.Phone Book
3.1.Search
3.2.Add Entry
3.3.Erase
SIP / 10000 / sipgate.de / 5060
WalkieTalkieIP / 192.168.1.151 / 192.168.1.151 / 5060
4.Net Setting
4.1.Network Mode fixed IP
4.2.IP Address 192.168.1.150
4.3.Subnet Mask 255.255.255.0
4.4.Gateway 192.168.1.1 (=der WLAN/DSL-Router)
5.SIP Setting
5.1.Proxy Server
5.1.1.Proxy IP sipgate.de
5.1.2.Port 5060
5.1.3.Expire Time 300
5.2.OutboundProxy
5.2.1.Proxy IP sipgate.de
5.2.2.Port 5060
5.3.User Account
5.3.1.Phone Number 1234567 (=meine sipgate-ID)
5.3.2.Username 1234567 (=meine sipgate-ID)
5.3.3.User Pwd (=sipgate-Passwort, wie in „meine Daten“ angezeigt)
6.Setting
6.1.Melody default
6.2.Vibrator ring only
6.4.Ring Volume 5 Balken (=sehr laut)
6.4.Time Format 24h
6.5.Time Edit (aktuelle Zeit)
6.6.Date Edit (aktuelles Datum, JJJJ.MM.TT)
6.7.Banner (3.Zeile des Displays, z.B. eigener Name)
6.8.Key Lock off
6.9.Auto Answer off
6.10.Load Default (Finger weg!)
7.Wireless
7.1.Scan (scannt nach WLAN-AP-ESSIDs)
7.2.ESSID (hier kann man seinen AP-Namen auch direkt eingeben)
7.3.Network Mode public
7.4.Channel (egal, das Gerät nimmt im public-Modus eh den des APs)
7.5.Rate automatic
7.6.WEP Select 128bit (oder 64 oder none)
7.7.-7.10. Wep Key die 4 WEP-Keys, bei Hex-Eingabe entgegen der Doku ohne „:“
7.11.Key Select key1 (zu benutzender Key)
8.Restart (zum rebooten)

Zur Menüführung:
Die rote Taste entspricht dem „cancel“ bzw. der „ESC“-Taste beim Menü-Browsen. Muss man wissen, denn gerade bei dem Passwort-Dialog hat man schnell seine bestehenden Eingaben sonst zerschossen.
Die Klingeltöne hört man bei der Auswahl nicht, sondern muss sich dazu erst umständlich selber anrufen, allerdings sind die Melodien auch dermaßen übel, dass man besser gleich die „default“-Einstellung beibehält –zumal dies die einzige Einstellung ist, bei der die Lautstärkeregelung richtig funktioniert. Der Vibrator funktioniert dagegen sehr gut, der weckt sogar Tote auf und lässt sich gut mit dem Klingelton kombinieren (nur Klingelton, nur Vibrator, beides, erst vibrieren dann klingeln).

Sehr schlecht ist, dass die Benennungen im Web-Config von denen des Telefon-Menüs teilweise abweichen.

Information:
Software Version WJ.00.0f (=1.4.)
Bootrom Version B.00.15 (existiert nicht im Telefon-Menü)
Release Date Jul 23 2004 (ex. nicht)

Network:
Get IP Address static / DHCP / PPPoE (=4.1)
Network IP 192.168.1.150 (=4.2)
Network Subnet Mask 255.255.255.0 (=4.3)
Default Gateway 192.168.1.1 (=4.4)
MAC ID aabbccddeeff (=1.3)
DNS Server ID 194.25.2.129 (ex. nicht)
Second DNS Server ID 193.101.111.20 (ex. nicht)
STUN Support enabled (ex. nicht)
STUN Server IP stun.sipgate.net:10000 (ex. nicht)
STUN Interval(sec) 120 (ex. nicht)

Outbound Proxy:
Proxy IP Address sipgate.de (=5.2.1)
Proxy Port 5060 (=5.2.2)

SIP Proxy:
Proxy IP Address sipgate.de (=5.1.1)
Registrar User Name 1234567 (=5.3.2)
Local Name (mein Name, wofür auch immer)
Phone Number 1234567 (=5.3.1)
Registration Status (sollte „registered“ sein, wenn alles stimmt!)

Phonebook: Kombination der unter 3.2 eingegeben Werte, z.B.:
„SIP Testnummer“<sip:10000@sipgate.de:5060> Proxy
“WalkieTalkieIP”<sip:192.168.1.151@192.168.1.151:5060> P2P

DSP-Setting:
Default Voice Codec: G.729 8k (ex. nicht)
Out Volume : 5 (ex. nicht)
In Volume : 5 (ex. nicht)
Receive Buffer: large (ex. nicht)
Voice Frame per Packet: large (ex. nicht)
DTMF Relay: disable (ex. nicht)
DTMF Payload: 0 (ex. nicht)

TOS/Diffserv: 00 (ex. nicht)

Wireless:
Wireless Mode: 802.11b ad-hoc / infrastructure (=7.3)
Essid: (=7.2)
Channel: (=7.4)
Rate: Auto (=7.5)
WEP: 128bits (=7.6)
Key1..Key4: (=7.7-7.10)
Default Key: key1 (=7.11)

System: Hier lassen sich die Accounts für die beiden User verändern
Login username: admin (=Einlog-Name für den read-only-User ins Web-config, ex. im Telefonmenü nicht)
Admin login username: zyxeladmin (=dto., für Administrator)
Time Format: PM (=6.4)
Time Edit: (=6.5)

Update S/W: Hier kann –und sollte man- die aktuellste Firmware einspielen
TFTP IP Address: (ex. nicht), ist beim Update via „select file“ egal
Ignore S/W Identify Function: (ex. nicht), sollte man beim update auf “yes” setzen
Select File: (ex. nicht), hier gibt man das entpackte Firmware-File an

Wie man sieht, fehlen viele Einstellungen im Telefonmenü, die im Web-Config existieren, aber auch umgekehrt. Außerdem lassen sich von den aktuellen Telefoneinstellungen kein Backup machen und schließlich haben einige Parameter in beiden Menüwelten auch noch andere Namen –Software-ergonomisch alles in allem eine Katastrophe.

Am Router habe ich nach einigem Suchen im Internet die UDP-Ports 8000 – 8019, 5004, 10000 – 10012, 5060 – 5062, 30000 – 30001, 3478 – 3479 geöffnet und auf die MAC ID des Zyxels geroutet; das sind sicherlich zu viele Ports, aber so funktioniert es wenigstens: Die Netzeinbuchung geschieht erfreulich schnell, innerhalb von 7sec wechselt das „not registered“ auf „registered“ und das Telefonieren ist möglich.
Wermutstropfen dabei: Aufgrund des nötigen Port-Forwardings kann man nur ein Gerät in seinem internen Netzwerk betreiben bzw. braucht einen von Haus aus VoIP-fähigen Router, der diesen Kunstgriff nicht braucht.

Die versprochenen Akkulaufzeiten hält das Gerät nicht ein, aber nach 1h Dauergespräch sind noch ca. 50% des Akkus da und einen Arbeitstag hält das Gerät schon durch. Dank der praktischen Ladestation sollte das auch kein großes Problem sein –solange man das Gerät als DECT-Ersatz für zuhause einsetzt.
Zyxel bewirbt das Gerät aber auch als „weltweit“ einsetzbares Telefon nach dem Motto: Am Flughafen auspacken und lostelefonieren –und das stimmt so eben nicht: Das funktioniert nur, wenn der WLAN-AP keine besondere Anmeldung verlangt, d.h.: Entweder komplett offen ist oder man nur den WEP-Schlüssel eingeben muss. Das aber wird in den seltensten Fällen so sein.
Auch, wie sich das Gerät verhält, wenn man in größeren Gebäuden mehr als einen AP auf unterschiedlichen Kanälen betreibt, ist noch unklar: Die Doku schweigt sich dazu aus, ob die Geräte sich automatisch umbuchen.

Fazit: Das Zyxel ePhone 2000W ist ein Telefon, das gemischte Gefühle hinterlässt. Die Verarbeitung des Geräts passt nicht zum hohen Preis; der Dokumentation (und Firmware) sieht man an, dass sie mit der heißen Nadel gestrickt ist. Sie erklärt zwar viele Dinge, aber eigentlich nur die, für welche man eh kein Handbuch braucht, während man bei vielen kritischen Installationsdingen im Regen stehen gelassen wird. Das Chaos zwischen Web-Config und Telefonmenüs ist schlichtweg eine Frechheit gegenüber dem Anwender und schreit nach einem Update der Firmware einerseits als auch nach einem netzwerkbewanderten User zum Einrichten andererseits.
Hat man all dies jedoch überwunden, dann funktioniert das Gerät prima und so, wie man es sich vorstellt. Mangels derzeitiger Alternativen am Markt kommt man auch nicht um das Gerät herum: Pulvers IP-Phone ist anscheinend baugleich, Dualphones Gerät ist ein (proprietäres) Skype-Mobiltelefon, das nicht SIP-fähig ist und Cisco & co. spielen in einer komplett anderen Preisklasse.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ikto

ikto

23.01.2005 19:24

sehr exelent,g.

Donline

Donline

23.01.2005 19:03

Ohne Menüstruktur wäre das ganze sicher auch nicht unbrauchbarer. Dein Beitrag wirkt durch viele Dinge, die mit dem Erfahrungsbericht als solchen nichts zu tun haben, sehr überladen. VG, Jörg

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