betreut.de aus Sicht eines Hundesitters/Nachhilfelehrers
08.07.2010
Pro:
viele Aufträge, kostenlos für Betreuer
Kontra:
kostenpflichtig für Betreuungssuchende, die meisten Bewerbungen werden nicht gelesen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Navigation / Übersichtlichkeit:
Informationsgehalt
Aktualität der Website:
Ladezeit der Website:
Nutzwert der angebotenen Leistung:
 Unilein
Über sich:
Ich bin 26 Jahre alt und studiere Französisch und Deutsch in Dresden. Ich interessiere mich sehr für...
Mitglied seit:18.06.2010
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Heute möchte ich nach 5 Wochen Mitgliedschaft als Hundesitter und Nachhilfelehrer bei betreut.de ein erstes Fazit ziehen.
Der AnfangDa ich mich mit Hunden sehr gut auskenne und meine Hündin gerne einen Spielgefährten unterwegs hätte und ich zudem etwas Geld gebrauchen könnte, machte ich mich auf die Suche nach Seiten im Internet, auf denen man als angehender Hundesitter Aufträge finden könnte.
Unter anderem stieß ich dabei auf die Seite betreut.de. Hier sollen Betreuer jeglicher Art vermittelt werden: Babysitter, Hundesitter, Nachhilfelehrer, Seniorenbetreuer, Haushaltshilfen. Da ich auch Nachhilfe anbieten möchte, war dies anscheinend die geeignete Seite für mich. Schon bei der Anmeldung scheiterte ich an der ersten Hürde: Ich legte meinen Account als Tierbesitzer an (denn ich bin ja einer) anstatt als Tierbetreuer. Ich merkte zwar nach einigen Schritten, dass ich die falsche Möglichkeit gewählt hatte, ging aber davon aus, dass ich diese Einstellung nach der Anmeldung noch korrigieren könnte. Dies war aber nicht der Fall. Möchte man also Betreuung suchen und finden gleichzeitig, braucht man zwei Accounts.
Profile
Nachdem ich also meinen Account wieder gelöscht und als Betreuer neu angelegt hatte, begann mein Abenteuer Tierbetreuer. Zunächst füllte ich mein Profil aus. Man hat die Möglichkeit, in Textform verschiedene Informationen zu hinterlegen und einige Angaben kann man auch im Fragebogen-Stil durch Ankreuzen von Ja/Nein-Fragen machen. Man kann seine Identität durch Einsenden einer Ausweis-Kopie überprüfen lassen, frühere Arbeitgeber als Referenzen angeben und sich Bewertungen seiner Kunden geben lassen. All dies wird im eigenen Profil angezeigt und verbessert tendenziell die Vermittlungschancen. Erfreulich ist, dass ich als Nachhilfelehrer keinen neuen Account anlegen musste, sondern meinen bestehenden einfach um ein Nachhilfe-Profil erweitern konnte. Sinnvoller Weise werden hier im Profil andere Angaben abgefragt als im Tierbetreuer-Profil. So kann der betreuungssuchende Tierhalter erfahren, ob ich mich mit aggressiven Hunden auskenne, während die besorgte Mutter nachliest, ob ich Erfahrung mit ADHS oder Dyskalkulie habe.
Die Aufträge
Die Aufträge werden in Textform abgegeben und der Auftraggeber kann noch angeben, ab welchem Alter und zu welchem Stundenlohn er Betreuer sucht. Insgesamt enthielten die Aufträge meist alle wichtigen Informationen, um abwägen zu können, ob eine Bewerbung sinnvoll wäre oder nicht. In seltenen Fällen wurde allerdings im Text eine leicht abweichende Postleitzahl angegeben als in der von betreut.de generierten Überschrift. Über die Antworten von anderen Betreuern erhält man keine Information, weder über die Anzahl der Bewerbungen noch die angebotenen Stundenlöhne. Die Kommunikation läuft hier komplett über persönliche Nachrichten. Es ist also nicht angedacht, dass sich die Betreuer in ihren Stundenlöhnen gegenseitig unterbieten.
Auftragsdichte in der Tierbetreuung
In meinem Postleitzahlbereich (Dresden) gab es einige Gesuche im Bereich Tiersitting und während der vergangenen Wochen wurden regelmäßig neue Aufträge eingestellt, vielleicht 3 pro Woche. Bundesweit erscheinen auf der Seite täglich sehr viele neue Aufträge.
Auftragsdichte bei der NachhilfeDünn gesät waren hingegen die Aufträge im Bereich Nachhilfe. In den gesamten 5 Wochen wurde in Dresden nicht ein neuer Auftrag eingestellt. Natürlich kann das an der Jahreszeit liegen. Zu Beginn des neuen Schuljahres ändert sich die Situation womöglich. Während die Tierbetreuer in der Ferienzeit Hochkonjunktur haben, herrscht bei den Nachhilfelehrern verständlicher Weise eher Flaute.
Kosten
Als Betreuer entstehen bei betreut.de keine Kosten, es besteht jedoch die Möglichkeit, einen Premium-Account als "Top-Anbieter" zu erwerben, der 4,99€ monatlich kostet. Als Top-Anbieter wird man gegenüber normalen Anbietern farblich hervorgehoben und kann einsehen, wer das eigene Profil angesehen hat. Ein Betreuungssuchender hat die Möglichkeit, selbst einen Auftrag auszuschreiben oder gezielt nach Betreuern zu suchen und diese persönlich anzuschreiben. Wenn man nach Betreuern sucht, werden diese standardmäßig wie folgt sortiert: Zuerst die Top-Anbieter, dann die geprüften Mitglieder und schließlich die restlichen Mitglieder. Innerhalb dieser Gruppen wird nach dem letzten Log-In sortiert.
Als Betreuungssuchender ist der Service von betreut.de kostenpflichtig. Man hat zwar die Möglichkeit, kostenlos einen Auftrag aufzugeben und sich auch die zur Verfügung stehenden Betreuer anzusehen, sobald man jedoch jemanden kontaktieren will, benötigt man einen Premium-Account, der eine Zahlung von mindestens 10€ voraussetzt.
ErgebnisseIn den besagten 5 Wochen habe ich mich insgesamt auf 8 Aufträge beworben. Von diesen 8 Bewerbungen erhielt ich genau eine Antwort. Hier hat sich auch tatsächlich ein Auftrag ergeben. Dieser liegt zwar noch in der Zukunft, aber das erste Treffen verlief sehr positiv. Wie mir der Auftraggeber mitteilte, war die Resonanz auf seinen Auftrag sehr hoch, bei den anderen hätte es jedoch wegen der Zeit oder der Entfernung nicht geklappt.
Der große Haken
Von den 7 Auftraggebern, die sich auf meine Bewerbung nicht zurückgemeldet haben, haben ganze 5 (!) meine Bewerbung gar nicht erst gelesen (was ich in meinem Postausgang nachprüfen kann). Dies liegt eindeutig an der Zahlpolitik von betreut.de. Obwohl aus der Tatsache, dass betreut.de für Betreuungssuchende kostenpflichtig ist, kein Geheimnis gemacht wird, ist diese Information für den modernen Internet-Nutzer, der sich überall im Schnelldurchlauf anmeldet und seine Zeit nicht mit dem Lesen von AGB's verbringt, offensichtlich zu schwer zu erkennen. Wenn man hier bei ciao.de die Erfahrungsberichte querliest, war dies für einige eine unangenehme Überraschung. Der typische betreut.de-Neuling scheint sich dort anzumelden, einen Auftrag aufzugeben und dann den Account wieder auf Eis zu legen, wenn er merkt, dass er die Bewerbungen auf sein Gesuch gar nicht lesen kann. Dies bedeutet für mich als Betreuungsanbieter natürlich eine Menge vergeudete Zeit, wenn ich Bewerbungen schreibe, die dann sowieso nicht gelesen werden. Hier muss man wohl mit Copy&Paste arbeiten und darf nicht allzu viel Liebe in seine Antworten stecken.
Empfehlung
Empfehlen kann ich betreut.de allen Betreuungssuchenden, die bereit sind, 10€ auszugeben, um eine gute Betreuung zu finden. Ich kann dort kostenlos meinen Auftrag aufgeben, mir anzeigen lassen, wie viele Bewerbungen eingegangen sind und mich dann erst entscheiden, ein 1-Wochen-Abo zu bezahlen. Dafür kann ich dann eine Woche lang alle in Frage kommenden Bewerber anschreiben und auch selbst Anbieter aus der Datenbank kontaktieren. Nicht empfehlen würde ich betreut.de jenen, die kostenlos einen Betreuer suchen.
Empfehlen kann ich diese Seite auch Betreuern, da sie für diese kostenlos ist. Sie sollte jedoch damit leben können, dass nur ein Drittel ihrer Bewerbungen überhaupt gelesen werden.
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19.06.2011 01:07
1 Woche Paket funktioniert nicht wirklich, weil die Kündigung per e-Mail ignoriert wird.
01.05.2011 11:06
recht einseitig.
09.07.2010 13:35
Guter Tipp... Liebe Grüße Edith und Claus