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taberna libraria

5  03.03.2010

Pro:
Großes Angebot, kleine Preise, unkompliziertes Handeln

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

leonardo500

Über sich: " ...Doch jedes Been, das mir geschtellt,das bracht mich weiter uff dr Welt.»Nu grade!«"...

Mitglied seit:24.06.2004

Erfahrungsberichte:56

Vertrauende:73

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"Von Kindheit an war ich ein Freund des Lesens, und das bisschen Geld, das mir in die Hände kam, wurde für gute Bücher ausgegeben."
Benjamin Franklin

Mir erging es ähnlich, und kaum eine Buchhandlung in meiner näheren oder weiteren Umgebung war vor mir sicher. Später dann wurde auch das Medium Internet genutzt, um meine "Lesesucht" zu stillen. Neben Amazon zählte seit nun mehr fünf Jahren das Verkaufsportal Booklooker zu meinem Favoriten. Irgendwann kam ich auf die Idee, einige von mir bereits gelesenen Bücher wieder zu verkaufen. In meinen Bücherregalen ging es recht eng zu, und der Gedanke, Platz für Neues zu schaffen, gefiel mir. Auch dafür erwies sich Booklooker als eine gute Adresse.


Worum geht es?

Wie lässt sich dieses Bücherportal nun am besten beschreiben? Da begeben wir uns mal auf deren übersichtliche Homepage, in dem wir

www.booklooker.de

eingeben und hast du nicht gesehen, sind wir schon mitten drin statt nur dabei und ehe ich hier lange nach den passenden Worten suche übernehme ich doch das, was ein schlauer Mensch in bestem Hochdeutsch da formuliert:

"Hier können Sie neue, gebrauchte & antiquarische Bücher, Hörbücher, Tonträger, Filme und Spiele kaufen und selbst verkaufen - zu fairen Konditionen. Bei uns gibt es jede Menge Schnäppchen zu entdecken."

Aha, also nicht nur Bücher. Seit Oktober 1999, dem Eröffnungsdatum von booklooker sind so nach und nach noch Hörbücher, Tonträger, Filme und Anfang 2009 sogar Spiele hinzugekommen. Und das alles wird gut sortiert in den verschiedensten Sparten angeboten. Weit mehr als 500.000 Nutzer tummeln sich bei booklooker und es werden täglich mehr, die diesen Service nutzen.


Was geht?

Booklooker ist in erster Linie für das Zusammenbringen von Käufer und Verkäufer zuständig. Soll heißen: dieses Portal selbst verkauft nicht, stellt aber zwischen Interessenten und Anbieter einen eMail- Kontakt her, nachdem der kaufwillige Bürger in dem breitgefächerten Angebot das Objekt seiner Begierde herausgefischt hat. Der Käufer erhält eine Kaufbestätigung während der Händler über den Kaufwunsch informiert wird und seinerseits nun dem Kunden seine (individuellen) Zahlungsbedingungen und Versandmodalitäten offeriert. Bei dieser Gelegenheit kann durchaus nachträglich noch ein Rabatt eingeräumt oder an den Versandkosten gefeilt werden.


Anmelden und registrieren

In dem breitgefächertem Angebot stöbern kann jeder, aber um kaufen oder verkaufen zu können steht ganz am Anfang die kostenlose Registrierung ins Haus. Sehr erforderlich, um das Vertrauen aufzubauen (in Form von gegenseitigen Bewertungen) Soll heißen: auch als Käufer ist man dazu genötigt, stellt aber keinen großartigen Aufwand dar.
Man klickt auf Anmelden, sucht sich einen schönen Nutzernamen und ein Passwort, gibt seine Adresse und eMail- Adresse an und schon kann es los gehen.


Das Angebot

Derzeit werden knapp 18.000.000 gebrauchte Bücher, 29.000 Hörbücher, 80.000 Filme, fas 3.000.000 Tonträger und 18.000 gebrauchte Spiele bei Booklooker angepriesen .
Da bedarf es schon einer gut funktionierenden Suchfunktion und einer übersichtlichen Anordnung.

Auf der Startseite findet man zahlreiche Angebote, die zum Anschauen und Schnäppchen machen animieren. So zum Beispiel Taschenbücher unter 1,00 €, Klassiker zum Minipreis, Themenschwerpunkte, gefragte Krimis, Bestseller und die neusten Spiele.
Eigene Aktivitäten werden dir beim nächsten Besuch gleich unter die Nase gerieben in Form von: „Das könnte sie interessieren…“ oder „Das haben sie zuletzt angeschaut…“ um ja nichts dem Zufall zu überlassen.

Die Navigationsleisten bestechen durch eine schlichte Sachlichkeit: oben stehen Bücher, Hörbücher, Filme, Musik und Spiele, links abwärts die verschiedenen Funktionen. Diese Anordnung verändert sich nicht, was ich als sehr nutzerfreundlich empfinde.

Lässt man sich nun über die Stöberfunktion zu den alphabetisch angeordneten Sparten leiten, bekommt man gerade bei den Büchern einen Einblick über die ungeheuere Vielzahl der Angebote.

Praktischer Weise kann man auch direkt die Suchfunktionen nutzen
Allerdings sollte man bei der jeweiligen Eingabe der Titel, Autoren und Interpreten Rechtschreibfehler vermeiden, das erleichtert das Unterfangen ungemein.

Da hätten wir zum Beispiel rechts auf der Startseite die Schnellsuche. Hier gibt man bei Büchern und Hörbüchern lediglich den Autor, den Titel und eventuell ein Stichwort ein, bei Filmen Regisseur/ Darsteller und Titel, bei Musik den Interpreten und Titel usw.
Interessanter gestaltet sich da schon die detaillierte Suche, wo man gerade bei Büchern Autor, Titel, Stichwort, Verlag, ISBN- Nummer, Zeitraum, Sprache , Einband, Preis und sogar den Anbieter (nur Deutschland oder weltweit) angeben kann. Ist hilfreich, wenn man nach einer ganz speziellen Ausgabe eines bestimmten Verlages sucht. Irgendwo macht alles einen Sinn.

Die Liste der Angebote kann man sortieren, z.B. nach Preis, Einstelldatum, Titel usw.
Neuware ist grün gekennzeichnet. Eine Zeile unterhalb des Angebotes informiert darüber, ob der Anbieter privater oder gewerblicher Natur ist.


Kaufen, kaufen, kaufen...

Ist man fündig geworden und hat das Buch, den Film oder was auch immer per Mausklick in den Warenkorb befördert und obendrein den Bestellvorgang abgeschlossen, wird nun mehr oder weniger geduldig auf eine Reaktion des Verkäufers in Form einer eMail gewartet. Meist verlangen private Anbieter Vorkasse, aber auch Zahlung auf beigefügter Rechnung ist möglich. Selten, dass ich auf die Info- Mail länger als zwei Tage gewartet habe. Und auf die bestellte Ware bislang nur ein einziges mal über zwei Wochen, ansonsten lief alles ziemlich problemlos. Für die Vielzahl der Bücher, die ich auf diesem Wege schon erworben habe, eine gute Trefferquote.

Was diese Art des Erwerbens von Lesestoff oder Filmen und CD‘s noch attraktiv macht ist der Preis. Selbstverständlich ärgere ich mich als Anbieter gelegentlich über so manche Schleuderpreise, komme aber nicht umhin zuzugeben, dass ich andererseits auch oft genug davon profitierte. Wo gibt es das schon (außer auf den Flohmarkt): eine gut erhaltene Ausgabe eines Buches von Thomas Mann z.B. für fünfundzwanzig Cent plus einen Euro Versand oder ein Kinderbuch aus alten Zeiten, wo man nur noch den Namen des Titelhelden kennt. Wenn man Glück hat und das Buch über das Stichwort findet, kann man es durchaus für ein kleines Geld erwerben, hat man Pech zählt das gute Stück inzwischen zu den Raritäten und kostet weit über 100 Euro. Aber auch das ist eine der interessanten Funktionen: Wert und Seltenheit eines Buches zu ermitteln. Hier bei Booklooker erscheint mir das wirklichkeitsnaher als beim Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB)


Verkaufen

Einstellen eines Artikels

Um selbst Bücher, Filme oder CD‚s anzubieten, nutzt man die Funktion „biete„.
Bei Büchern gestaltet sich das am einfachsten über die ISBN- Nummer. Da werden die wichtigsten Angaben meist automatisch in die Zeilen eingefügt.
Zustand, Preis, Erscheinungsjahr, Auflage und weitere Infos sollte man dann aber noch hinzufügen.
Die direkte Eingabe ohne ISBN-Nummer ist natürlich auch möglich. Es gibt Pflichtangaben, wichtige Angaben und weitere Angaben.

Zu den Pflichtangaben gehören natürlich Preis, Titel, Autor und Zustand. Der Mindestpreis beträgt 0,25 €, nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt.

Wichtige Angaben sind unter anderen das Gewicht, weil es ja viele Leute gibt, die Bücher nach Kilopreis und nicht wegen des Inhaltes kaufen… Ist natürlich Quatsch, die Gewichtsangabe ist notwendig, wenn man wie ich die Versandkosten automatisch berechnen lässt (kann man aber auch selbst bestimmen). Die umfassen dann die günstigste Versandart plus Verpackung. Bei Büchern bis 500g wären das 1,10 €, bis 1000g 2,00 € und darüber 4,00 € und mehr. Genaueres kann man unter der Rubrik Versand- Infos erfahren. Hier gibt es auch praktische Tipps zur Verpackung wie zum Beispiel von Schallplatten, was sich als nicht unproblematisch erweist.

Doch zurück zur Eingabe eines Artikel:

Ein aktuelles Bild ist von Vorteil, wer kauft schon gern die Katze im Sack. Bei Büchern lässt sich das prima über einen Scanner regeln, was natürlich den Nachteil hat, dass vom eigentlichen Zustand des Buches nicht viel zu sehen ist.

Verlag und Erscheinungsjahr spielen für viele Käufer auch eine nicht zu unterschätzende Rolle, ebenso die Einbandart.

Dann besteht noch die Möglichkeit, den Zustand und den Inhalt des Buches genauer zu umschreiben. Wird's ausführlich (mehr als 300 Worte), ist das auf der Angebotsliste für die Kunden sichtbar und erhöht die Verkaufschancen.

Weitere Angaben sind dann Seitenzahl, Auflage , Erscheinungsjahr und Format.

Da die Suchfunktion auch die Möglichkeit einer Stichwortsuche enthält, sollte man die nutzen und ein oder mehrere Worte, die mit dem Buch in Zusammenhang stehen und nicht im Titel enthalten sind, angeben.

Manchmal wird beim Preis auch das günstigste Angebot von Booklooker mit angezeigt. Das heißt zwar nicht, dass sich das Buch in einem vergleichbaren Zustand befindet, kann aber dennoch hilfreich für die eigene Preisgestaltung sein.

Nun wird man automatisch zur Spartenauswahl weiter geleitet, die unerlässlich für eine übersichtliche Anordnung des Angebotes ist.

Natürlich spielt auch eine Rolle, wie viele Bücher eines Titels auf dem Bücherportal angeboten werden. Wenn man das 398. „Vom Winde verweht“ verkaufen möchte, sind die Chancen eher gering, einen Käufer zu finden. Zumal, wenn man einen angemessenen Preis dafür erzielen möchte.

In der Regel gebe ich in die Suchfunktion das Buch, welches ich verkaufen möchte, ein, sehe dabei, wie viele dieser Bücher angeboten werden und kann, wenn ich es dennoch verkaufen möchte gleich über die Eingabenmaske eines der Angebote gehen. Da gibt es nämlich auch die Funktion: diesen Artikel verkaufen. Ähnlich, wie bei der ISBN- Sache sind da die meisten Angaben schon gemacht, man sollte allerdings vergleichen, ob auch alles seine Richtigkeit hat.

Für das Einstellen der Angebote zahlt man bei Booklooker nichts, allerdings wird beim Verkauf eine Provision von 6,9 % fällig (zzgl. Mehrwertsteuer) Nutzt man beim Anbieten eine farbliche Abhebung des Artikels erhöht sich diese Verkaufsprovision auf 10 Prozent.


Angebot verwalten

In „Mein Depot“ kann man nun seine Angebote verwalten, die Angebotsliste je nach Bedarf nach Autor, Titel, Eingabedatum oder Beliebtheit sortieren. Man sieht, wie oft das Buch angeklickt wurde und kann dementsprechend Schlussfolgerungen ziehen.
Der Button Käufe/ Verkäufe zeigt Aktivitäten der letzten 12 Monate an, auch abgegebene und erhaltene Bewertungen (worauf ich noch näher eingehe) sind hier abrufbar.

Will man zusätzlich zur Versandadresse noch eine seperate Rechnungsadresse angeben, die Versandbedingungen ändern, einen individuellen Text in die Bestellbestätigung oder auf der Angebotsseite posten- alles möglich. Dazu geht man mal eben über die Funktionsleiste zu den persönlichen Daten. Dort kann man auch problemlos einen Persönlichen Shop einrichten, mit Logo und Begrüßungstext.

Verkauft, und dann?

Über einen Verkauf wird man, wie schon erwähnt, per eMail informiert. Die gleiche Information erhält man auch beim Einloggen und hat neuerdings sogar die Möglichkeit, von hier aus mit dem Interessenten direkt in Kontakt zu treten, ihn über die Zahlungsmodalitäten aufzuklären und sich mit ein paar freundlichen Worten für den Kauf zu bedanken.
Ich als privater Anbieter nutze die Zahlung per Vorkasse. Sobald das Geld für den jeweiligen Artikel eingegangen ist, schicke ich ihn an die angegebene Adresse und bewerte den Käufer.


Auch als Verkäufer hatte ich weitestgehend gute Erfahrungen gemacht. Ganz am Anfang kam es allerdings zu einem Missverständnis bezüglich des Zustand eines Buches. Für mich beispielsweise zählen Leseknicke im Buchrücken eines Taschenbuches zu geringen Gebrauchsspuren (die entstehen nun mal beim Lesen, manchmal sogar beim einmaligen Aufschlagen)
Die Käuferin aber war der Meinung, dass das deutliche Abnutzungserscheinungen sind. Nun ja, ich erstattete ihr einen Teil der (schon ziemlich geringen) Kaufsumme und die liebe Seele hatte Ruh!
Seither beschreibe ich die Bücher eben um so genauer, um jeden Ärger von vornherein aus dem Weg zu gehen.


Bewerten

Die Bewertungsfunktion lässt sich über 1 bis 4 Sterne regeln, also vier Sterne für perfekt, drei: alles ok, zwei heißt problematische Angelegenheit und ein Stern: nie wieder.
Zusätzlich kann man auch ein paar erklärende oder freundliche Worte hinzufügen.

Das Bewerten ist meiner Meinung nach schon ziemlich wichtig, wie sonst kann man andere Käufer oder Verkäufer vor schlechten Erfahrungen warnen oder besonders gute Mitglieder lobend erwähnen.


Weitere Funktionen

Dann gibt es da noch die Funktionen Merkzettel, Lieblingsliste, Suchaufträge, Angebote löschen, Offline- Eingabe und Buddy/Black- Liste.Da ich diese Funktionen aber eher selten bis gar nicht nutze, möchte ich darüber keine Wertung abgeben.

Der Urlaubsservice hat mir allerdings schon gute Dienste geleistet. So kann man, wenn man eine Zeit lang nicht zu Hause ist, sein Angebot vorläufig „auf Eis legen“, so dass potentielle Käufer zwar noch schauen, aber nicht bestellen können. Bzw. bestellen ja, aber verschickt wird erst nach dem „Urlaub“ Das lässt sich je nach Wunsch einstellen.

Im Glossar findet man eine Erklärung zu den Begriffen, die den Zustand der Bücher, Tonträger oder Filme beschreiben ebenso zu den gebräuchlichen Abkürzungen und den Formatangaben.

Sicherlich gibt es bei booklooker auch Angebote von professionellen Händlern, denen sich hier ein breites, günstiges Absatzfeld erschließt. Müßig, darauf im Einzelnen einzugehen. Für mich persönlich ist die Möglichkeit selbst Bücher anzubieten und günstig zu kaufen, viel interessanter.

Kurz möchte ich hier auch das Booklooker- Forum eingehen. Gerade als Neuling hat man gelegentlich Fragen bezüglich der Bewertung, bei Problemen mit dem Versand oder einfach nur, um den neusten Tratsch zu erfahren. Auch hierher kommt man bequem über die Funktionsleiste, muss sich allerdings zusätzlich registrieren und anmelden, wenn man „mitreden“ möchte.


Mein Fazit

Bislang waren meine Erfahrungen bei Booklooker sehr zufriedenstellend.
Man findet hier so ziemlich alles zum Thema Buch, Musik, Film und Spiel ob es sich nun um Altertümlichkeiten wie Schallplatten, MC‘s oder VHS- Kassetten handelt oder die neusten Erscheinungen und Bestseller… hier wird man fündig, das Kaufen und Verkaufen hat bei mir bisher weitestgehend problemlos funktioniert.

Es gibt immer wieder etwas Neues, Konzepte werden überarbeitet und verbessert- alles in allem kann ich dieses Portal empfehlen, auch wenn man dabei nicht wirklich reich wird. Gefallen tut mir diese Art, Bücher unters Volk zu bringen und selbst immer wieder günstig etwas zu ergattern.

Booklooker.de ist ein Angebot der cBooks Germany GmbH und hat im vergangenen Jahr einen Umsatzwachstum von 15 % gemeldet. Seit gut einem Jahr habe ich. von Freunden und Familie mit Büchern versorgt, meine Verkaufsaktivitäten gesteigert.Ob es da einen Zusammenhang gibt?


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Powermick

Powermick

25.01.2012 13:17

umfangreicher, aber bestimmt nicht langweiliger Bericht - LG mick

milabie

milabie

07.08.2011 12:59

Das nenne ich informativ. Toll

hubbie

hubbie

04.08.2011 10:04

Gruß aus Wien an die Leseratte...

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