Sehr gute Erfahrung mit booklooker
27.07.2010 (02.08.2010)
Pro:
Große Auswahl, unkomplizierte Handhabung, User - freundlich
Kontra:
Bisher ist mir keines untergekommen . . .
Empfehlenswert:
Ja
 16er
Über sich:
Mitglied seit:27.07.2010
Erfahrungsberichte:3
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Schon seit ich in der Lage war zusammenhängende Sätze verstehen zu können, war ich ein Freund von Geschichten. Da ich in den frühen Jahren meines Lebens logischerweise noch nicht des Lesens mächtig war, musste meist mein Vater herhalten und mir die gewünschten Geschichten vorlesen. Was ihm aber damals auch sichtlich wenig Unbehagen bereitet hat… Als ich selbst begann in Büchern zu schmökern, war es keine Seltenheit, dass frischer Lesestoff schnell zur Mangelware wurde. Damals hat mir in der Regel die städtische Bibliothek aus der Klemme geholfen. Während des Studiums musste ich jedoch derart häufig die Bibliothek aufsuchen, dass mir die Freude an dieser Einrichtung mehr und mehr verleidet wurde. Mein Hunger nach neuem Schriftgut zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt. So kam ich dazu, mir günstige Bücher zuzulegen, meist aus Antiquariaten. Da der Mensch aber von Natur aus faul ist (da bilde ich keine Ausnahme…), suchte ich im Internet nach einer Möglichkeit, mich ohne großen Aufwand mit günstiger Literatur zu versorgen. Und ich fand booklooker, dem ich auf diesem Wege eine Würdigung schreiben möchte.
Booklooker: Was ist das?
Booklooker ist ein Internetportal, über welches entgegen dem Namen nicht nur Bücher, sondern auch Hörbücher, Filme, Musik und Spiele (sowohl Brett- als auch Karten- und Computerspiele) erworben und verkauft werden können. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang das Wort „über“, denn booklooker selbst vertreibt keine Ware, sondern vermittelt nur zwischen Anbietern und Interessenten. Sein Geld verdient booklooker einzig und allein durch Provisionen. Das Schöne daran ist, dass offensichtlich auch genug Geld damit verdient wird, denn Werbung wird auf der Seite nicht geschalten. Sehr erfrischend. Aber auf die Provisionen komme ich später zu sprechen. Booklooker wurde 1999 als Bücherflohmarkt für Studenten gegründet und mit den Jahren um die oben bereits erwähnten Produkte erweitert. Mittlerweile sind über 600.000 Nutzer registriert (Stand 2010), täglich sollen etwa 700 neu dazu kommen. Das Team von booklooker besteht aus nur sieben Mitarbeitern. Sofern das Über uns-Tool aktuell ist.
Wie sieht sie Seite von booklooker aus?
Um sich ein genaues Bild des Portals zu machen gibt es nur eine Lösung: Man tippt die Internetadresse www.booklooker.de
in seinen Internetbrowser ein und verschafft sich selbst einen Überblick. Hier wird schnell deutlich, dass es sich bei booklooker um ein sehr übersichtliches Angebot handelt. Mitten auf der Startseite kann man sich gleich einen Überblick über die aktuelle Angebotspalette machen. Und da bei Ciao ja Wert aufs Detail gelegt wird, will ich natürlich auch ungefähr angeben, wie viele Artikel auf booklooker einen Käufer erwarten: 18,6 Mio. Bücher, 30.200 Hörbücher, 85.000 Filme, 3,1 Mio. Tonträger und 18.300 Spiele. Ebenfalls auf der Startseite findet sich eine Suchmaske, mit der man gleich beginnen kann, gezielt nach etwas zu suchen. Außerdem befindet sich am oberen Rand eine Navigationsleiste, mit der gleich die verschiedenen Hauptprodukte (Bücher, Hörbücher etc.) angesteuert werden können. Linker Hand befinden sich die Navigation für das eigene Depot und einige Service-Punkte. Und man findet interne Links mit wichtigen Infos zu Kauf und Verkauf, worauf ich gleich eingehen werde. Vor einer Transaktion über booklooker ist aber noch etwas anderes unerlässlich:
Ohne Registrierung geht gar nix!Hat man sich nicht auf booklooker (kostenlos) registriert, kann man weder etwas kaufen noch verkaufen. Schenkt man den Aussagen auf der Website Glauben, soll durch den Registrierungszwang ein Vertrauensverhältnis zwischen Anbieter und Käufer geschaffen werden. Denn jeder Kauf wird bei booklooker wechselseitig bewertet. Im durch die Registrierung geschaffenen persönlichen Bereich werden dann die jeweiligen Bewertungen gespeichert. Durch das Bewertungs-Tool sind User also in der Lage, schwarze Schafe zu brandmarken. Zusätzlich zur eigentlichen Bewertung bekommt man hier noch die Möglichkeit, mit einem kleinen Kommentar seine Bewertung zu begründen. Meiner persönlichen Erfahrung nach funktioniert die Registrierung auf booklooker absolut problemlos, ebenso wie eine spätere Änderung der Liefer- bzw. Rechnungsadresse.
Jetzt wird gekauft
Nachdem man sich auf die Suche nach einem speziellen Posten begeben oder einfach nur gestöbert hat, erstellt booklooker sobald die Suche weit genug eingegrenzt ist eine Liste des verfügbaren Angebots. Diese wiederum kann man sich unter verschiedenen Blickpunkten anzeigen lassen. Ganz besonders hervorzuheben ist, dass booklooker hier nicht nur die Möglichkeit bietet, sich die jeweils günstigsten Preise anzeigen zu lassen, sondern auch die billigsten Angebote inklusive Porto und Versand. Dadurch verschafft man sich einen realistischen Überblick über die tatsächlichen Kosten. Auch wenn das eigentlich keine große Sache ist, bin ich immer wieder von neuem davon begeistert. Wird eine persönliche Vorliebe sein… Um bei booklooker ein spezielles Angebot näher betrachten zu können, genügt ein Klick auf den Titel. Hier finden sich weitere Infos, zum Beispiel zum Format, dem Erscheinungsjahr, dem Einband (also bei Büchern, bei den anderen Produkten finden sich natürlich andere Punkte…) und – am aller wichtigsten – dem Zustand. Bei den Beschreibungen des Zustandes schwingt sicher immer eine recht subjektive Meinung mit, aber bisher habe ich es noch nie erlebt, dass die Zustandsbezeichnung mit meinem persönlichen Empfinden über den Zustand des erhaltenen Buches nicht übereinstimmte. Doch auch wenn ich aus meiner Erfahrung mit booklooker nichts derartiges berichten kann, heißt das nicht, dass es solche Täuschungsversuche nicht gibt. In vielen Fällen steht auf der Detailansicht auch eine Kurzinfo, die oftmals sehr hilfreich ist.
Gefällt einem der ausgewählte Artikel, kann er einfach in den Warenkorb verschoben werden. Was man in den Warenkorb verschiebt, ist nicht gleich bestellt. Im Warenkorb muss man jeden einzelnen Artikel definitiv bestellen. So kann jeder noch einmal genau überlegen, ob er tatsächlich kaufen will oder nicht. Alle interessanten Artikel werden gesammelt und man kann entspannt weiter stöbern. Mit der Schaltfläche Sofort bestellen unter der Artikelbeschreibung kann man sich den Umweg über den Warenkorb aber auch sparen. Übrigens muss auch nicht erst die Detailansicht aufgerufen werden um einen Artikel in den Warenkorb legen zu können. Das geht auch von der Übersichtsseite aus ohne Probleme. Bei einer Bestellung benachrichtigt booklooker den jeweiligen Verkäufer, der sich dann mit einem in Verbindung setzt um die weiteren Modalitäten zu klären. Meiner booklooker Erfahrung nach, geht das immer recht schnell und freundlich über die Bühne. Ich habe bisher weder eine schlechte Bewertung bekommen noch vergeben müssen. Sogar als mein Online-Banking einmal versagte und ich mit der Zahlung etwa zwei Wochen in Verzug geriet, genügte eine kurze Info an den Verkäufer, in der ich erklärte wo das Problem liegt und dass ich selbst nichts daran ändern kann. Natürlich bekam ich auch erst nach dem Zahlungseingang meine Ware, aber trotzdem ist so etwas ja eine Unannehmlichkeit für den Verkäufer. Eine schlechte Bewertung bekam ich trotzdem nicht, das war eine tolle Erfahrung. Es ist auch möglich, sich vor der Bestellung mit dem Verkäufer in Verbindung zu setzen, wenn man eine Frage hat. Dafür gibt es extra eine Schaltfläche Anfragen.
In der Regel laufen die Transaktionen über booklooker per Vorauskasse (Überweisung), allerdings kann man sich auch beispielsweise eine Rechnung beilegen lassen. In manchen Fällen ist auch eine Selbstabholung mit Barzahlung möglich. Antiquariate ermöglichen teilweise auch eine Zahlung mit Kreditkarte oder PayPal.
Alles muss raus!
Der Verkauf über booklooker läuft meiner Erfahrung nach sehr zuverlässig und einfach. Wie oben bereits angesprochen, musste ich noch nie eine schlechte Bewertung vergeben. Ein eigenes Angebot einzustellen, ist ebenfalls kinderleicht. Zu allererst: Angebote können bei booklooker absolut kostenlos eingestellt werden. Erst wenn ein Artikel verkauft wird, ist eine Provision von 6,9 Prozent zuzüglich der Mehrwertsteuer von 19 Prozent fällig. Um dies an einem Rechenbeispiel zu verdeutlichen, zitiere ich jetzt einfach mal das Exempel von booklooker selbst:
„Bei einem Verkaufspreis von 10 EUR beträgt die Provision 0,69 EUR. Dazu kommen 19% Mwst. von 0,69 EUR, das ergibt eine Gesamtprovision von 0,82 EUR." Optional kann man sein Verkaufsangebot auch farblich hervorheben lassen, dafür erhöht sich die Verkaufsprovision allerdings auf zehn Prozent.
Um ein Angebot bei booklooker einzustellen zu können, muss zu allererst die Schaltfläche Verkaufen anklicken. Danach kann gewählt werden, aus welcher Sparte ein Angebot eingestellt werden soll. Absolut hilfreich ist es dabei, dass über eine Suchmaske die ISBN-Nummer (oder EAN-Nummer bei Tonträgern und Filmen, bei Spielen existiert diese Hilfe nicht) des Artikels eingegeben werden kann. Ist die entsprechende Nummer bereits in der Datenbank von booklooker vorhanden, füllt sich die Eingabemaske für das Angebot zu einem großen Teil selbst aus. Sehr hilfreich, wie ich finde. Kann man keine ISBN-Nummer angeben oder ist diese in der Datenbank nicht vorhanden, müssen die Angaben eben per Hand eingetragen werden. Pflichtfelder sind nur der Titel, der Zustand und der Preis (mindestens 0,25 Euro). Alles andere kann freiwillig angegeben werden. Jedoch empfiehlt es sich meiner Erfahrung bei booklooker nach, möglichst viele Felder auszufüllen. Besonders die Zusatzangaben unter Weitere Infos (diese gelten ab 300 Zeichen als ausführlich) werten das Angebot deutlich auf. Angegeben werden kann: Autor, Sprache, Gewicht (für die Versandkosten wichtig), Einbandart, Verlag, Erscheinungsjahr, ISBN, Bestellnummer, Stichwörter, Erscheinungsort, Auflage, Seitenzahl und Format. Wer möchte, kann auch ein Bild des Einbands hochladen. Meiner booklooker Erfahrung nach, ist ein Bild beim Verkauf auch sehr hilfreich.
Jetzt muss das Angebot nur noch in eine Untersparte eingeordnet werden. Als erstes wird die Obersparte gewählt. Hier tauchen Kategorien wie Drama/Lyrik, Geschichte/Politik oder Romane/Erzählungen auf. Entscheidet man sich jetzt beispielsweise für Romane/Erzählungen, muss noch die Unterkategorie gewählt werden: Etwa Detektiv-Roman, Fantasy, Klassiker oder Historischer Roman. Sowohl in Ober- als auch in Unterkategorie sind die Auswahlmöglichkeiten sehr vielfältig. Für den Verkäufer ist die korrekte Einordnung sehr wichtig, da alle potenziellen Kunden, die nicht nach einem speziellen Buch suchen, sich durch die Kategorien auf booklooker „stöbern“. Wenn ein Benutzer einen der angebotenen Artikel bestellt, nimmt booklooker das Angebot automatisch aus der Liste und benachrichtigt den Verkäufer per E-Mail. Jetzt muss man nur noch mit dem Käufer Kontakt aufnehmen und den Handel abwickeln. Hier greift booklooker nur noch ein, wenn gravierende Probleme auftreten. Meiner Erfahrung nach war das aber noch nie der Fall.
Nicht vergessen zu bewerten Nach einer Transaktion sollten sich beide Parteien gegenseitig bewerten. Diese Bewertungen sind sehr wichtig, denn nur auf diese Weise können unzuverlässige Händler ausgesiebt werden. Die Bewertungen können von allen Benutzern eingesehen werden, deshalb sollte immer eine gerechte Einschätzung abgegeben werden. Also auch wenn man sich über einen Handelspartner geärgert hat, sollte die Bewertung meiner Ansicht nach differenziert ausfallen. Im Zweifelsfall also lieber ein paar Tage warten und nicht gleich im Eifer eine schlechte Bewertung vergeben. Bewertungen können im Nachhinein aber auch immer wieder geändert werden.
Bewerten kann man bei booklooker zwischen einem Stern (nie wieder) und vier Sternen (perfekt). Dazu lässt sich auch immer ein kurzer Kommentar verfassen, indem die Bewertung begründet wird.
Urlaubs-FunktionZu guter Letzt möchte ich noch auf eine tolle Funktion von booklooker zu sprechen kommen – den Urlaubs-Service. Für die Urlaubszeit, in der man keine Verkäufe abwickeln kann, können die eigenen Angebote aus der Datenbank genommen werden. Man trägt einfach nur den Zeitraum, an welchem man nicht erreichbar ist, ein und kann entspannt verreisen. Angst vor schlechten Bewertungen durch lange Lieferfristen braucht man so keine mehr zu haben. Alternativ können die Angebote auch in der Datenbank von booklooker stehen bleiben, für den angegebenen Zeitraum ist jedoch keine Bestellung möglich.
Meine persönliche booklooker Erfahrung
Insgesamt ist booklooker meiner Erfahrung nach absolut empfehlenswert. Alles funktioniert einwandfrei und die Bedienung ist einfach und problemlos möglich. Auf booklooker findet sich so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Egal in welcher Sparte, egal ob gebraucht oder neu. Über einen längeren Zeitraum war auch schön zu beobachten gewesen, dass booklooker immer weiter ausgebaut (beispielsweise die Angebotserweiterung) und optimiert (Urlaubs-Service etc.) wird. Da ich eher als Käufer denn Verkäufer über booklooker agiere, kann ich nicht beurteilen, wie lukrativ Geschäfte über booklooker sind. Reich wird man wahrscheinlich kaum. Aber das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Geschichte. Für Käufer ist booklooker meiner Erfahrung nach absolut zu empfehlen: Bisher habe ich alles gefunden, das ich erstehen wollte. Ich kann nur sagen: Seht es euch an. Mich hat das Konzept über Jahre hinweg begeistert.
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07.10.2010 22:51
super für einen Erstbericht, da war ich ja wesentlich schlechter, sehr gut gemacht, dafür gern BH, lg..
30.09.2010 18:53
Sehr gelungener Einstieg
30.09.2010 17:56
Das ist ja nun wirklich ein Klasse Einstand. Respekt