Literaturverwaltung first-class?

5  27.03.2010

Pro:
Flexibel, Übersichtlichkeit, leicht zu lernen, bestes Produkt auf dem Markt

Kontra:
Anschaffungskosten

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Benutzerfreundlichkeit

Stabilität:

mehr


nalo123

Über sich:

Mitglied seit:27.03.2010

Erfahrungsberichte:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ob Studium oder Dissertation, ob Buch Recherche oder einfach nur die Erfassung meiner Literatur, jeder steht vermutlich oft genug vor dem Problem, eine möglichst effektive und effiziente Lösung für das "Literaturproblem" zu finden. Ich nenne es hier "Literaturproblem" obwohl es natürlich grundsätzlich keines ist, aber das Wort ist hoffentlich eingängig genug, um diese Problematik zusammen zu fassen.

Unter dieser Zielsetzung wird der Beitrag in die Kategorien:

- Literaturverwaltung
- Wissensorganisation
- Arbeiten mit Citavi
- Fazit

gegliedert

+++Literaturverwaltung+++
Hinsichtlich der Erfassung der Literatur bietet das Programm nach Kategorien der jeweiligen Literatur (von Zeitschriftenartikeln, über Monographien bis hin zu Internetseiten und Interviews usw.) verschiedene Möglichkeiten der Erfassung, die sich nicht zuletzt an der Art der Literatur orientieren. Das schönste sind wohl Bücher, da hier beispielsweise die wunderbare Funktion der ISBN Suche zur Verfügung steht. Ansonsten ist vieles aber auch tatsächlich weiterhin Handarbeit.

Was viel Zeit erspart, gerade wenn Internetdokumente und PDF´s aufgenommen werden sollen, ist der sog. "Picker", er ermöglicht eine Aufnahme über einen Rechtsklick der Maus und schon kann das Dokument zitierfähig übernommen werden.

Weiterhin hervorzuheben, ist meiner Meinung nach, die Möglichkeit der Stichworte und der Kategorien. Dieser Punkt zählt zwar schon ein wenig in den Bereich der Wissensorganisation rein, aber ich finde ihn hier trotzdem besser aufgehoben. Was ist so toll daran? Nun, jeder der schon einmal eine Doktorarbeit / Diplomarbeit / Masterarbeit / etc. geschrieben hat, kennt das Phänomen, das man Ordner voller Literatur besitzt und diese auch alle mal angelesen hat und dann zu einem späteren Zeitpunkt evtl. wieder brauchen könnte, man weiß aber nicht mehr so recht, welches Dokument nun welchen Inhalt zu welchem Gebiet hatte. Händische Option ist hier das kleben verschiedenfarbiger Zettel, aber das System ist (aus eigener Erfahrung) schnell an seinen Grenzen angelangt und wenn Zettel von den Dokumenten abfliegen ist der Unmut groß. Citavi hat die sinnvolle und gute Option der Stichworte. Nach dem Erfassen und kurzem Überfliegen, einfach eigene Stichworte an die Literatur vergeben und das Problem ist gelöst und wird die Arbeit beschleunigen.
Das Kategoriesystem arbeitet ähnlich. Hier nur soviel, dass aus einer Textverarbeitung bspw. das Inhaltsverzeichnis als Kategoriensystem direkt importiert werden kann und die Literatur kann diesen ebenfalls direkt zugewiesen werden, aber es kommt noch besser....., dazu gleich mehr.

Das Programm bietet noch viele Feinheiten mehr, aber das sollte dann ggf. jeder selbst herausfinden.


+++Wissensorganisation+++
Stichwort Kategoriensystem! Was meinte ich mit mehr? Nun, wenn man Literatur durcharbeitet, ist es äußerst schade, wenn man wichtige Stellen nicht erfasst, sondern sich im Dunkeln später daran erinnern muss, da war doch was.... Aber das Kategoriensystem macht es möglich, dass eine Gliederung die entweder Importiert wird, ggf. in Citavi weiterentwickelt wird und später wieder exportiert wird, als Kategoriensystem für Gedanken und Zitate verwendbar wird. Was soll das genau heißen? Habe ich eine grobe Vorstellung wie die Arbeit strukturiert sein soll, lade ich die Gliederung als Kategoriensystem und lese dann beispielsweise das erste Buch für einen Unterpunkt meiner Gliederung, welches ich per ISBN erfasst habe. Nun komme ich an die erste Stelle, die mir wichtig erscheint, ich werde sie evtl. später noch mal brauchen, vielleicht als Zitat, also sollte das auch alles zusammen erfasst werden. Ich gehe in mein geladenes Kategoriensystem, sage Zitat erfassen, Citavi fragt mich zu welchem Buch (macht er anschließend nicht mehr jedes mal, das Programm ist "schlau"), ich erfasse Seite und dann wörtlich oder sinngemäß und fertig. Nun habe ich das Kapitel durchgelesen habe verschiedene Zitate erfasst und im Kategoriensystem verteilt. Ich habe einen Gedanken, der evtl. sehr wichtig ist, also erfasse ich diesen ebenfalls für eine Kategorie oder auch übergreifend. Was wichtig zu sehen ist, ist das Citavi einem bei konsequenter Nutzung, das doppelt und dreifach lesen, sowie das Gefühl gewisse Sachen nie wieder zu finden, einfach erspart.


+++Arbeiten mit Citavi+++
Wie vorher schon beschrieben, muss Citavi konsequent eingesetzt werden, dann erleichtert es einem am Ende Unmengen an Arbeit und trägt wirklich konsequent zur Qualität der Arbeit bei.
Was ist eigentlich noch ganz wichtig? Mir fallen 3 Punkte in, die der Erwähnung noch bedürfen.

1. Zitationsstile
Citavi bietet die Möglichkeit, da es in sehr vielen Hochschulen verwendet wird, einen Import der spezifischen Hochschuloptionen durchzuführen, dazu kann auch ein Zitationsstil gehören. Ansonsten ist es, mit 1-2 Std. Muße möglich, einen eigenen Stil zu entwickeln. Der Zitationsstil kann einfach mit einem Baukastensystem zusammengesetzt werden, bzw. vom Standardstil oder vielen anderen, also dem der am nächstem am gewollten Resultat dran ist, abgewandelt werden. Die 1-2 Std. Muße sind notwendig um sich in das System des Zusammensetzens und des sich aufeinanderbeziehens einzuarbeiten, es ist aber recht leicht zu begreifen.

2. Zitieren
Zitieren funktioniert auch recht einfach. Es wird der so genannte Publikationsassistent aufgerufen und man kann fleißig während des Schreibens gleich die Zitate einfügen lassen. Der Publikationsassistent ist dabei ein kleines Fenster, das alle erfasste Literatur bereitstellt und diese mittels einiger Optionen dann im Dokument als Zitate hilft zu erfassen.

3. Literaturverzeichnis
Was ist eine der mit Abstand nervigsten und eigentlich unsinnigsten Arbeiten, die es beim Schreiben geben kann. Nun, jeder kennt es, am Ende muss die Literatur in einem Literaturverzeichnis erfasst werden. Was das bedeutet, ist klar, alles was zitiert wurde muss im Literaturverzeichnis stehen und umgekehrt darf nur das im Literaturverzeichnis stehen was auch zitiert wurde. Das bedeutet eine doppelte Kontrolle ist notwendig und vor allem anstrengend. Citavi macht das alles mit einem click. Publikation formatieren und das Literaturverzeichnis wird anhand der Zitate die vorgenommen wurden einfach fertig erstellt. Wunderbar!

+++Fazit+++
Das Programm ist meiner Meinung nach das Beste was es auf dem Markt gibt. Die herausragende Stärke liegt in der Wissensverwaltung, diese ist einfach unschlagbar einfach. Ich habe viele Programme ausprobiert für die Wissensverwaltung, aber am Ende siegte das Citaviprinzip, es ist leicht zu verstehen, leicht anzuwenden und leicht zu strukturieren. Hinsichtlich der reinen Literaturerfassung denke ich, dass das Programm dieses genauso gut wie andere auf dem Markt kann und Stichworte sind dort evtl. auch noch zu vergeben, aber wenn es dann um die dynamische Verknüpfung der Inhalte der Bücher etc. geht und dieses alles auf eine recht intuitive Weise, dann schlägt Citavi alle anderen Programme um ein vielfaches.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Yolante

Yolante

28.03.2010 10:32

Weiter so ! LG Yo

WC_Erpel

WC_Erpel

27.03.2010 20:31

Gratulation zum Erstbereicht!

jansdarling2002

jansdarling2002

27.03.2010 20:23

Wirklich ein gelungerner Einstand, WIllkommen und weiterhin viel Spaß, lG Chrissy

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