Datenschutz hahahaha SELBER zu WEHR setzen

5  25.12.2000

Pro:
Selbstschutz ist angesagt

Kontra:
Man muss sich selber darum kümmern

Empfehlenswert: Ja 

tristar01

Über sich:

Mitglied seit:16.04.2000

Erfahrungsberichte:10

Vertrauende:19

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Leser

Also, durch die verteilte, internationale Struktur des Internets
kann es im Einzelfall schwierig sein, verleumderische Informationen über die eigenen Produkte, Person oder Unternehmen überhaupt zu finden. Oft wird man erst durch Zufall darauf gestoßen und ist dann sehr überrascht.
Das ist dann doch nicht so berauschend, wenn man dann damit konfontiert wird, oder?

Die Massnahmen dagegen wären?
Es ist notwendig, einen Überblick über Systeme zu erhalten, die solche Informationen möglicherweise verbreiten. Je nach Zielsetzung, Unternehmen, Produkt, usw. können hierfür die unterschiedlichsten Quellen sinnvoll sein. So können z.B. zunächst wichtige Shop-Systeme überprüft werden. Die Produktbeschreibungen können geprüft und ggf. in Zusammenarbeit mit dem Betreiber berichtigt werden.

Um im gesamten Internet Beiträge zu finden sollten folgende Bereiche systematisch überprüft werden:

Suchmaschinen (Spider und Verzeichnis-Dienste, Meta-Suchmaschinen)
Newsgroups
Meinungsbildner (Konsumenten-Diskussionsforen, Versteigerungen, Preis-orientierte Sites, Shops)
Customer Relationship Management (CRM) aller Kontakte
Auswertung der Log-Datei (Links von anderen Sites)


Die einfachste Maßnahme - "Nichts tun" - kann möglicherweise die beste Lösung sein, da durch umfangreiche Gegendarstellungen die Diskussion oft nur unnötig angeheizt wird.

Sollte es sich um eine berechtigte Kritik, z.B. einen Produktmangel handeln, so sollte angemessen reagiert werden. Verbesserungen der eigenen Produkte, Kontaktaufnahme mit dem Kunden usw. können hier helfen. Es kann versucht werden, den Kunden zu einer Gegendarstellung zu motivieren, wenn der Mangel behoben ist.

Bei einigen Quellen können Informationen gelöscht werden, z.B. viele Diskussionsforen, Newsgroups, usw. Hierfür kann der Betreiber oder Webmaster kontaktiert werden. Durch eine kooperative Zusammenarbeit kann so möglicherweise unbürokratisch und schnell weiterer Schaden abgewendet werden.

Oftmals kann auch versucht werden, durch eine Gegendarstellung einen Sachverhalt zu klären. Eines solche Darstellung sollte aber nicht den eigenen Ärger über die Falschmeldung enthalten, sondern eine starke Kundenorientierung des Unternehmens vermitteln. Also weniger "Wir verwahren uns gegen,... usw." sondern mehr "Wir haben den dargestellten Mangel durch eigene Mitarbeiter und spezialisierte Organisationen (z.B. TÜV) umfassend prüfen lassen und haben festgestellt, dass... usw.".

Sollten alle kooperativen Maßnahmen scheitern, kann möglicherweise juristisch ein Ergebnis erzielt werden. Die unklare Rechtslage im Internet sollte hierbei jedoch berücksichtig werden. Zwar gibt es bereits einige entsprechende Gesetze und Präzedenzfälle, einige Bereiche sind jedoch noch relativ unklar. Ein Rechtsanwalt kann die individuelle Situation beurteilen und geeignete Maßnahmen vorschlagen.

Je nach Situation kann es sinnvoll sein, einen Anwalt möglichst frühzeitig zu befragen. So kann sichergestellt werden, dass auch kooperative Maßnahmen, ohne das der Anwalt im Außenverhältnis explizit auftritt, "rechtssicher" durchgeführt werden können.

Zeitmanagement

Je nach Ausmaß der Situation gibt es verschiedene Dringlichkeiten für eine Reaktion. Möglicherweise muss sofort - oder erst in einigen Tagen (wenn überhaupt) reagiert werden. Vorteilhaft ist es, wenn man hierfür ein "Trouble-Shooting-Team" bereits zusammengestellt hat. Dieses kann im Ernstfall sofort mit der Arbeit beginnen, gemäß eines angemessenen Zeithorizonts reagieren und Maßnahmen vorschlagen.

Fazit

Ignorieren hilft nicht!

Wie umfassend die Suche und Analyse nach Informationen, Meinungen und Gerüchten über eigene Produkte und Dienstleistungen durchgeführt werden muss, hängt von der jeweiligen Situation ab. Der mögliche Nutzen muss hierbei dem Aufwand gegenübergestellt werden.

Wenn ein erheblicher Schaden denkbar ist, sollte ein geeignetes System zu Analyse und Reaktion aufgebaut werden.

So konnte ich mich auch dagegen sinnvoll wehren!

Euer Frank


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mozarteum

mozarteum

27.12.2006 23:53

mich würde auch interessieren, aus welchem grund dieser bericht entstand! wichtig ist vor allem, sachlich zu bleiben und nicht mit unterstellungen oder mit drohungen oder anderen saktionen vorzugehen. wie du richtig schreibst ist ein kooperativer umgang mit den beschwerdeführern immer noch der effektivste weg! lg mozarteum

katl7

katl7

26.04.2005 20:56

interessant.... datenschutz, was ist das ????gibt´s doch gar nicht mehr.. lg katrin

Uleyq

Uleyq

22.04.2005 02:22

Ja, interessant und sehr hilfreich. Lieben Gruss Ulli

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