Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Wirksam und preiswert |
| Kontra: |
Kann die Haut austrocknen |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Vorwort:
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Es ist Sommer! In den vergangenen Wochen habe ich zwei Reportagen im Fernsehen gesehen, die sich mit der Thematik Schwitzen und übermäßige Schweissbildung beschäftigten. Leider waren diese Reportagen zwar teils gut recherchiert, die verschiedenen Methoden und Lösungen wurden aber nur kurz angesprochen und nicht vollständig behandelt.
Es wurde ein Bild geschaffen, als wäre nur ein operativer Eingriff die Möglichkeit gegen übermäßige Schweissbildung.
Ich möchte darum hier einige Informationen und Erfahrungen zu dieser Thematik beisteuern.
Meine Hyperhidrose
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Wir alle schwitzen, bei Angstzuständen, Schock oder vor allem bei körperlicher Belastung.
Die Hyperhidrose ist der Fachbegriff für das übermäßige Schwitzen. In meinen Fall zeigte sich das darin, das ich nur unter der rechten Schulter erheblich schwitzte. Schon morgens nach dem Aufstehen und Waschen, ohne Anlaß und Anstrengung zeigten sich die ersten Schweißspuren am Kleidungsstück, obwohl ich es erst einigen Minuten trug. Während die linke Achsel völlig normal reagierte und trocken blieb, waren unter der rechten Achsel bis zum Mittag unverkennbare Schweissspuren von ca. 20 cm Höhe !!! zu erkennen. Man konnte es fühlen, wie es tropfte und war ständig damit beschäftigt sich zu waschen, zu erfrischen und mit Deos zu arbeiten, damit sich kein unangenehmer Geruch bildete.
Eine Hyperhidrose bedeutet eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität, das könnt ihr mir glauben. Ich habe es damals mit viel Geschick geschafft, meine Krankheit von meinem Umfeld zu verbergen, indem ich stets schwarze Oberteile trug und eine Auswahl an schwarzen Westen zum Überziehen am Arbeitsplatz und im Auto hatte. Ich hatte stets Reinigungstücher in der Hosentasche oder im Socken und war für meine häufigen Toilettengänge zum Händewaschen bekannt (Soll ja auch ein weitverbreitetes Leiden sein!) Abends lief bei mir ständig die Waschmaschine. Helle Oberteile oder Blusen konnte ich nicht tragen, da die Schweissränder zu offensichtlich gewesen wären.
Deos nutzten mir nur zum Frischmachen nach dem Waschen, das Mittel Odaban (siehe zahlreiche Erfahrungsberichte hierzu) kann ich bei Schweißbildung sehr empfehlen, half in meinen Fall auch nicht genügend.
Meine Ärztin und die Fachärzte analysierten mein Umfeld, meine Lebensweise, nahmen einige Untersuchungen vor u.a. der Schilddrüse und stellten die Diagnose.
Ich habe mich dann im Internet über Möglichkeiten informiert und bin auf die Botulinumtoxin-Therapie und die Schweißdrüsenabsaugung gekommen.
Botulinumtoxin-Therapie
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Bei der Botulinumtoxin-Therapie wird ein Nervengift unter die Haut gespritzt, welches die Nervenleitung blockiert. Die Wirkung ist zeitlich auf max. 9 Monate begrenzt und muß dann wieder wiederholt werden. Die Behandlung wird nicht von der Krankenkasse übernommen. Ich habe mich gegen das Nervengift entschieden und hier nicht weiterrecherchiert.
Die Schweißdrüsenabsaugung
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Bei meinen Recherchen im Internet bin ich auf die Klinik im Rot-Kreuz-Zentrum in Nürnberg gestoßen, die wie viele andere Kliniken auch eine Schweißdrüsenabsaugung anbietet und habe dort auch gleich einen Termin zur Beratung vereinbart.
Bei dem operativen Eingriff wird im tieferen Bereich der Lederhaut die sitzenden Schweißdrüsen der Achselhöhlen abgesaugt. Der Eingriff dauert etwa 1 ½ Stunden, nach dem Eingriff erhält man einen Verband und wird die folgenden 2 Tage leichte Scherzen haben. Das Schwitzen ist bei 95% aller Patienten unterbunden und die OP somit erfolgreich.
Die Kosten der Operation wird von der Krankenkasse nicht übernommen. Die Kosten liegen bei knapp 1900 EUR.
Kritisch anzumerken ist hier, das der beratende Arzt wenig auf mich und meine Vorgeschichte eingegangen ist. Er signalisierte mir eine solch große Selbstverständlichkeit zur Entscheidung für die OP, die wenig Vertrauen bei mir erzeugte und konnte mir auch schon bei dieser ersten Beratung meinen OP-Termin nennen. Ich fühlte mich eher als gut zahlender Kunde als als gut beratener Patient.
Ich habe mich dann bereits mit OP-Terminierung und Finanzierung beschäftigt, als mir eine andere Mixtur, das selbsternannte "Wundermittel gegen Schweiß" in die Hände viel.
Aluminiumchlorid
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Die Mixtur kann in jeder Apotheke gemischt werden, die Kosten sollten für 100 g um die 9 EUR betragen und reichte bei mir 1 Jahr. Das Mittel hat eine ähnliche Rezeptur wie Odaban, der Wirkstoff ist Aluminiumchlorid. Dieses Gel halte ich aber für ergiebiger, günstiger und wesentlich wirksamer in der Anwendung als das Spray.
Rezept:
Maximal 20% Aluminiumchlorid (zu empfehlen 15%)
2% Methylcellulose
ad 100 Aqua dest
Vom dünnflüssigen Gel trägt man möglichst viel auf die betroffenen Hautstellen auf und lässt es eintrocknen. Am besten Abends nach dem Waschen vor den Schlafengehen, da man es da weniger ausschwitzt und es besser wirken kann. Die Achseln sollten nicht frisch rasiert sein, aber das Mittel sollte auf gekürzte Achselhaare aufgetragen werden. Bitte keine Kleidungsstücke an das feuchte Gel bringen, da es zu Verfärbungen kommen kann.
Das Mittel kann etwas Brennen und Jucken, bei mir juckte es nur beim ersten Anwenden. Wenn Hautstellen nach der Anwendung austrocknen, sollte man eine Feuchtigkeitscreme anwenden.
Am Morgen wäscht man das Mittel ab und nutzt ein normales Deo.
Nach den ersten 2-4 Anwendungen bemerkt man bereits einen sehr gute Besserung. Nun kann dann das Mittel in größeren Abständen anwenden z. B. einmal die Woche, da es eine aufbauende Wirkung hat.
Das Gel sollte man im Kühlschrank aufbewahren.
Ich hatte nach wenigen Wochen kein Schweiss-Problem mehr und nutze das Gel noch in Abständen von ca. 3 Monaten, wenn ich das Gefühl habe die rechte Achsel fängt wieder an zu nässen.
Nebenwirkungen habe ich nicht festgestellt, außer der Tatsache dass ich nun sehr oft und sehr gerne wieder weiße Oberteile trage.
Ich kann keine Aussagen zu Nebenwirkungen, Folgen machen. Es ist jeden selbst überlassen dieses Mittel zu nutzen oder auch nicht.
Ich finde diese Empfehlung eine interessante Alternative zu Nervengift und operativem Eingriff.
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sehr hilfreich
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sehr hilfreich
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tempoAW
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