Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
stinkende Sachen riecht man nicht . . . aber dennoch kein Pro ! ! |
| Kontra: |
Ärzte können nicht helfen, man vermisst schöne Gerüche |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Heute habe ich mich mal für einen Erfahrungsbericht aus meinem Leben entschieden. Da ich ja schon in mehreren Berichten & Komentaren erwähnt habe, dass ich meinen Geruchssinn verloren habe, ist es jetzt einmal an der Zeit dies aufzudecken. Denn die meisten von euch fragen mich sowieso immer danach :- )
Die Zeit 1981 – 2002
Eigentlich hatte ich nie Probleme mit meinem Riechorgan. Ich habe früher eigentlich sehr gerne gutriechende Sachen gerochen. Ich weiß noch, als ich ganz klein war, habe ich bei meiner Nachbarin immer alle Gewürzen durchgerochen, weil ich dies so lecker fand. Auch war ich oft in Drogerien und habe die Parfums durchprobiert.
In meiner Kindheit hatte ich sehr oft Schnupfen, was von meinen Ärzten immer mit Nasentropfen behandelt wurde. Ich weiß nicht ob meine Nase dadurch Schaden genommen hatte.
Der Sommer 2002
Wann genau mir zum ersten Mal aufgefallen ist, dass ich weniger rieche, weiß ich nicht mehr. Ich kann nur sagen, dass mein Geruchsinn immer schwächer wurde. Der letzte richtige Geruch an den ich mich erinnern kann ist leider ein sehr widerlicher. Im Sommer 2002 war unser Keller total überschwemmt von den Abwasserrohren. Das hat tierisch gestunken! Noch Wochen später hatte ich diesen Ekelgeruch in der Nase.
Jedenfalls wurde mein Geruchsinn immer schwächer. Während ich anfangs nur schwache Gerüche nicht wahrnahm, konnte ich irgendwann nicht mal mehr Benzin oder Essig riechen. Naja arztfaul wie ich bin, habe ich dies erst mal zur Kenntnis genommen, ohne einen Arzt aufzusuchen
Frühjahr 2003
Nachdem ich immer noch nichts riechen konnte, war es nun wirklich mal an der Zeit einen Termin beim Hals-Nasen-Ohrenarzt zu vereinbaren. Gesagt – Getan! Nur ein paar Tage später war ich in der Praxis unseres HNO. Dieser untersuchte zuerst mal meine Nase. Ich selbst hatte vermutet, dass ich vielleicht Polyppen oder so etwas hatte, die mir das Riechen verwehrten. Doch organisch war mit meiner Nase alles in Ordnung !!! Dann hielt der Arzt ein Fläschchen mit Ameisensäure unter meine Nase. Dies muss wohl sehr in der Nase brennen. Doch ich bemerkte rein gar nichts davon! Der Arzt fragte ob ich mir in der letzten Zeit den Kopf angehaut hatte, doch das war auch nicht der Fall.
Nun wusste auch der HNO nicht weiter und stellte mir eine Überweisung zur Uni Klinik Ulm aus. Er sprach von einer Untersuchung bei der man Feststellen konnte, ob mein Gehirn das Gerochene nicht wahrnehmen kann (diese wurde von der Klinik jedoch niemals gemacht!!!). Er gab mir die Telefon Nummer von einem Herrn Professor irgendwas....
Noch am selben Tag lies ich mir einen Termin dort geben.
Ein paar Tage später...
... war ich gegen 8 Uhr morgens in der Uni Klinik. Ich suchte mich erst mal zur HNO Abteilung und zu Dr. So und so durch. An der Rezeption wurde ich erst mal gefragt ob ich privat versichert bin.... bin ich natürlich nicht !!! Also musste ich sofort in ein anderes Gebäude. Hierbei handelte es sich um einen riesigen Warteraum, der ringsum Türen zu Behandlungsräumen hatte. Nach einer Ewigkeit, durfe ich zu einer Ärztin. Auch diese untersuchte zuerst meine Nase mit irgendeinem Metallteil. Dies war nicht gerade angenehm. Auch sie stellte fest, dass meine Nase nicht irgendwie verstopft war. Gut, das wussten wir ja irgendwie schon....
Nach dieser Untersuchung musste ich zu einem Allergietest so wie einem Geruchs- und Geschmackstest. Beim Geschmackstest hatte ich keinerlei Probleme. Jedoch beim Riechen blieb mir nix als raten übrig !!!
Später musste ich dann wieder zur Ärztin, die mir sagte dass soweit ja alles ok wäre. Sie hat mir dann Cortison verschrieben und meinte ich solle mir beim HNO eine Überweisung zur Kernspintomographie holen... nur zur Sicherheit natürlich.
Zuhause angekommen rief ich erst mal meinen HNO an. Ich wollte wissen ob ich das Cortison wirklich nehmen sollte. Denn Cortison wusste ich, wird normal Krebskranken verschrieben und ist sehr gefährlich. Er versicherte mir jedoch dass es sich um eine sehr geringe Dosis handelte und ich dies ohne Bedenken einnehmen könnte. Mein erster Gedanke war dann nur noch: Ohje... Cortison... da werde ich sicher fett werden....was dann jedoch nicht der Fall war!!!
Irgendwann stand dann wieder ein Besuch beim HNO an. Ich fragte ihn ob er mich bitte zur Kernspin überweisen könnte. Er sagte das sei Aufgabe der Uni Klinik, die würden dies nur nicht machen da eine Kernspin sehr teuer sei. Seine Aufgabe sei dies aber nicht... Auserdem erklärte er mir, dass eine Kernspin eine unnötige Belastung sei, die man sich aufgrund eines wagen Verdachts nicht zumuten müsste
Einige Wochen später...
Das Cortison war aufgebraucht und ich musste wieder in die Uni Klinik zur Nachkontrolle. Nachdem mein Geruchsinn nicht besser wurde, riet ein Arzt mir einfach mal abzuwarten. Innerhalb eines Jahres würde der Geruchsinn schon wieder kommen. Irgendwie wollte mir keiner helfen... Ich fragte ob er mich zur Kernspin überweisen würde. Er meint dies sei Aufgabe des HNO. Ich war wirklich geladen !!! Wollte mich denn keiner überweisen, obwohl es ja wirklich sein konnte dass der Verlust meines Geruchssinns von einem Tumor kam (daran wollte ich aber nicht mal denken!!!). Der Arzte meinte ich solle doch zu meinem Hausarzt gehen und ihn fragen. Ich gab mich geschlagen. Auf dem Nachhauseweg hielt ich bei meinem Hausarzt an. Ich schilderte ihm mein Problem, und dass keiner mich zur Kernspin überweisen wollte. Er erklärte mir, dass eine solche Untersuchung an die 300€ koste und man die Patienten nur dort hinschicken konnte wenn tatsächlich ein Verdacht bestand. Da er aber wusste, dass meine Beschwerden durchaus von einem Tumor kommen konnten, stellte er mir anstandslos eine Überweisung aus. Wie froh war ich da !!!!!!!
Noch eine Woche später...
Saß ich mit meinem Freund im Wartezimmer eines Arztes, der Kernspintomographien durchführte. Mein Freund war wirklich lieb und hat mich begleitet. Er ging sogar mit mir in den Raum, wo die Untersuchung durchgeführt wurde. Ich musste mich in eine Röhre legen und mir wurde ein Kontrastmittel in den Arm gespritzt. Ich hatte am meisten Angst vor dieser Spritze !!! Dann musste ich stillliegen und die Untersuchung begann. Was genau bei einer Kernspin vor sich geht kann ich leider nicht genau sagen. Ich weiß nur, dass irgendwas mit Magneten passiert. Dies ist sehr laut !!!! Deswegen musste ich auch Ohrschützer tragen. Nach ca 30min war die Prozedur zu ende. Wir durften wieder ins Wartezimmer. Und jetzt kam ich echt ins Nachdenken.... was wenn der Arzt mir gleich sagen würde, ich hätte einen Tumor??? Meine Freundin ist ca. 4 Jahre zuvor daran verstorben. Ich wusste also was dies heißen würde. Jedoch habe ich mich sehr bemüht diese Gedanken zu verträngen !!! Dann endlich... der Arzt holte uns zu sich. Und dann die erleichternde Nachricht.... in meinem Kopf war alles in Ordnung!!! Was für ein beruhigendes Gefühl !!!!!!!!
02. August 2004
Seit dieser Untersuchung war ich noch einmal beim HNO. Er konnte nichts mehr für mich tun. Ich solle mich in einem Jahr wieder melden.... sehr wenig Hoffnung schenkte mir das nicht.
Heute ist mein Geruchssinn wieder ein wenig besser. Wenn ich mir z.B. Parfum auf den Arm sprühe, dann merke ich dass da Parfum ist. Jedoch könnte ich nicht sagen um welche Sorte es sich handelt. Dass ich geruchliche Unterschiede wieder feststellen kann, ohne sie genau zu bestimmen ist für mich schon ein Schritt in Richtung Besserung !!!
Warum ich nichts mehr rieche ist bis heute nicht geklärt . Vielleicht habe ich mir doch mal den Kopf angehaut??? Vielleicht kommt es vom Nasenspray??? Vielleicht ist so was vererbbar (mein Papa riecht auch kaum was)????
Ich habe auch im Internet schon Ärzte gefragt was ich tun soll. Die meisten sagte mir, dass man in so einem Fall nichts machen könnte auser Warten. Einer riet mir zu einem Besuch in einem Dresdner Krankenhaus. Aber ich kann auch nicht einfach mal so nach Dresden fahren, wo mir doch eh alle sagen man könne nichts machen
Und was mach ich jetzte??
Ich warte ab !!! Immerhin ist schon eine gewisse Besserung da!!! Im Herbst werde ich wohl nocheinmal zu meinem HNO gehen, aber davon verspreche ich mir rein gar nichts.
Bitte !!!!!
Wenn ihr auser mir so einen Fall kennt, wäre es total nett wenn ihr mir sagen könntet von was so was kommen könnte, und was man vielleicht dagegen tun kann.
Eigentlich lebe ich ganz gut ohne zu riechen, aber ab und zu könnte ich dann doch heulen wenn ich daran denke, wie schön gute Parfums riechen, wie herrlich Blumen duften oder wie super gut mein Schatz riecht
Neue Parfums kaufe ich mir nur noch selten. Ich habe keine Lust mir so teure Sachen zu kaufen, wenn ich nicht mal was davon habe! Beim Kochen muss man mir sagen wenn ich was reinbrennen lasse, ich rieche es ja nicht. Städnig wollen mir irgendwelche Leute sagen: Riech mal... und fast einmal am Tag muss ich den Leuten sagen, sorry aber ich rieche nix.... nichts zu riechen scheint für die meisten nicht ein so großes Manko zu sein, dass man es sich merken müsste
Danke fürs Lesen und Bewerten !!!!!!!!!!
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