diAx (Mobilfunk)

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SUNRISE - der Preisbrecher mit Sinn für Humor
Erfahrungsbericht von AndreasBL über diAx (Mobilfunk)
21.09.2004


Produktbewertung des Autors:   

Netzabdeckung Ballungszentren: ausgezeichnet 
Netzabdeckung Land: gut 
Klang gut 
Service gut 

Pro: günstigster und trotzdem guter Mobilfunkanbieter in der Schweiz
Kontra: einige Funklöcher in Bergregionen

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Mein bisheriger Bericht stammte vom September 2004.
Da dachte ich mir, nach drei Jahren täte ein Auffrischung desselben sicher ganz gut, zumal sich ein paar kleine Sachen inzwischen geändert haben.


Es heißt SUNRISE!!!
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Es ist wirklich nicht zu fassen: schon vor drei Jahren schrieb ich an dieser Stelle, dass es den in dieser Kategorie genannten Mobilfunkanbieter diAx nicht mehr gibt, und zwar schon seit dem Jahre 2001!
Der einstige schweizer Anbieter von Festnetz- und Mobiltelefonie hatte seinerzeit mit dem damaligen Konkurrenten Sunrise fusioniert. Die Konkurrenz bestand jedoch nur im Bereich Festnetztelefonie und Internetzugang. Mobilfunk bot Sunrise zu jener Zeit nicht an.
Im Ergebnis der Fusion dann verschwand die Marke diAx, das neue Unternehmen wurde unter dem Namen Sunrise weitergeführt.

Unter diesem Namen jedoch findet man bei ciao.com auch heute, sechs Jahre später, immer noch keinen Mobilfunkanbieter.

Die Fusion hatte seinerzeit Auswirkungen auf die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in der Schweiz, denn statt vier Anbietern standen auf einmal nur noch drei im Rennen, so dass aufgrund der zu vergebenden Anzahl an Lizenzen gar kein Bieterkampf mehr stattfand. Jene astronomischen Summen wie in Deutschland konnte der Bund in der Schweiz also nicht einheimsen.

Gegründet wurden sowohl diAx als auch Sunrise im Jahre 1996. Während diAx ein Gemeinschaftsunternehmen der sechs größten schweizer Energielieferanten war, wurde Sunrise von den Schweizer Bundesbahnen, der Großbank UBS und dem Großverteiler MIGROS aus der Taufe gehoben.
Ein Jahr später gesellten sich zu diesem recht heterogenen Sunrise-Grüppchen dann mit British Telecom und Tele Danmark zwei Gesellschaften, die bereits im Telefongeschäft Erfahrung hatten.

Die Dänen waren es dann auch, die im Jahre 2000 die Aktienmehrheiten bei diAx und Sunrise übernahmen und die Fusionierung einleiteten. Der heutige Betreiber Sunrise firmiert übrigens unter dem Namen TDC Switzerland AG. Kein Wunder, ist doch « Tele Danmark » inzwischen alleiniger Eigentümer von Sunrise.


Ein wenig über die Vergangenheit
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diAx hatte in der Schweiz übrigens jene Rolle inne, die in Deutschland im Mobilfunksektor Eplus zukam und im Festnetzsektor Mobilcom inne hatte.
So war Anfang 1999 diAx als zweiter Mobilfunknetzbetreiber in der Schweiz gestartet und hat mit deutlich günstigeren Preisen auf sich aufmerksam gemacht. Es gab bis dahin nur SWISSCOM mobil in der Schweiz als Mobilfunkanbieter.
Natürlich hatte diAx zunächst mit Netzabdeckungsproblemen zu kämpfen.
Im Festnetzgeschäft hat sich diAx ebenfalls sehr gut gegen die SWISSCOM behaupten können. Ebenso wie Mobilcom in Deutschland hat man in der Schweiz sehr geschickt Öffentlichkeitsarbeit betrieben und alle Rechtswege beschritten, wenn der Ex-Monopolist durch Müßiggang versuchte, gewisse Entwicklungen zu blockieren.

So war es zunächst nicht möglich, zwischen den Mobilnetzen von SWISSCOM und diAx Kurznachrichten zu verschicken. Man schob sich den schwarzen Peter gegenseitig zu, bis diAx dann vorpreschte und den Versand zu SWISSCOM-Handys ermöglichte. Knapp zwei Monate gings dann auf einmal auch in die andere Richtung.

diAx hatte seinerzeit auch jene Minutenkontingente in der Schweiz eingeführt, die bei Eplus als "Time&More" bekannt wurden - und inzwischen auch bei den D-Netzen in Deutschland Standard sind. Auch wurde dieses Tarifmodell von den Mitbewerbern übernommen.


Meine Entscheidung für Sunrise
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Im Jahre 2002 hatte ich mir aufgrund meines neuen Wohnsitzes eine schweizer SIM-Karte zulegen wollen. Da ich zunächst nur auf Guthabenbasis telefonieren wollte, war die Auswahl schonmal etwas eingeschränkt. Und bei Preisen zwischen 90 und 123 Rappen pro Minute bei Swisscom Natel easy und 90 Rappen bei Orange Prepay fiel dann die Wahl ganz klar auf Sunrise pronto: 69 Rappen pro Minute in alle schweizer Netze!

Diese Tarife blieben dann auch einige Zeit unverändert, bis im Jahre 2005 die Tarifdiscounter auch den Schweizer Mobilfunkmarkt ein wenig aufgemischt haben.
Seither heißt die Guthabenkarte von Sunrise « relax pronto », Anrufe kosten seither 49 Rappen pro Minute schweizweit. Die Taktung ist übrigens sekundengenau.
Allerdings: wer innerhalb des Sunrise-Netzes oder aber ins Festnetz telefoniert, kann für diese 49 Rappen jedoch eine volle Stunde lang reden! Und ganz kurze Anrufe (bis 5 Sekunden) werden nur mit 5 Rappen berechnet. Hier gibts dann natürlich keinen Sekundentakt, ist ja klar.

Eine SMS schlug 2002 noch mit 20 Rappen zu Buche, egal wohin.
Inzwischen liegt der schweizinterne SMS-Preis bei 15 Rappen, für eine SMS ins Ausland werden 20 Rappen fällig. Fürs Verschicken einer MMS innerhalb der Schweiz werden 50 Rappen fällig, geht die MMS ins Ausland, kostet dies 1 Franken.


Registrierung
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Der Kauf der Pronto-Karte war anno 2002 ohne Formalitäten möglich. Ich ging einfach zu einem Händler, ließ mich ein wenig über die Tarife aufklären und dass im Kaufpreis von 65 Franken bereits 25 Franken Gesprächsguthaben enthalten waren. Dieses hat kein Ablaufdatum im Sinne, wie man es in Deutschland kennt. Man muss einfach nur einmal innerhalb eines Jahres einen kostenpflichtigen Anruf tätigen. Tut man dies nicht, wird die Karte ein Jahr nach dem letzten Anruf deaktiviert, kann aber in den darauffolgenden sechs Monaten wieder reaktiviert werden. Das Guthaben bleibt solange erhalten.

Ich musste seinerzeit keinerlei Registrierung durchführen, das war in der Schweiz absolut nicht üblich. Es konnte sich JEDER eine Mobilfunkkarte kaufen und nutzen. Angeblich ja haben die Terroristen vom 11.September 2001 schweizer SIM-Karten für ihre Kommunikation benutzt...

Damit ist es seit etwa 2003 vorbei.
Beim Kauf jeder Guthabenkarte gilt nun, dass man als Kunde registriert wird.
Die Registrierung der Prepaid-Karten aller schweizer Anbieter ist übrigens für jeden möglich, egal in welchem Land man wohnt. Man muss für die Registrierung lediglich in die Schweiz kommen, entweder zu einem Sunrice-Center oder einer Postfiliale.
Irgendwie hält sich jedoch das Gerücht, dass nur Einwohner der Schweiz eine solche Registrierung vornehmen können. Das ist aber Schwachsinn, denn viele Grenzgänger, die gar keinen Wohnsitz in der Schweiz haben aber auf eine schweizer Rufnummer angewiesen sind, wären so auf einen Schlag benachteiligt worden.
Immerhin kostet die Anschaffung einer pronto-Karte nun statt 65 nur noch 48 Franken.

Die Freischaltung der Karte erfolgt mit dem ersten aktiven Anruf. Zu diesem Zweck rief die Sunrise-Mitarbeiterin mit Hilfe meiner neugekauften Karte einmal kurz das eigene Geschäft an - und fertig.


Umstieg von Guthabenkarte auf Laufzeitvertrag
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Im Jahre 2004 habe ich von pronto auf einen Laufzeitvertrag umgesattelt. Da ich aber nicht allzuviel telefoniere, entschied ich mich seinerzeit für Sunrise 15. Dieser Tarif kostete im Monat 25 Franken und enthielt 15 Gesprächsminuten. Wurden diese nicht genutzt, verfielen sie. Anrufe zur "Voicebox" sind kostenpflichtig und werden entsprechend aufs Kontingent angerechnet.

Gespräche kosteten über das Kontingent hinaus wochentagsüber (7-19 Uhr) in alle Netze 55 Rappen, in der restlichen Zeit 39 Rappen pro Minute. Das war der günstigste Tarif für Fremdnetze. Bei der Swisscom etwa kostete die Gesprächsminute zu Sunrise oder Orange selbst mit dem teuersten Abo 53 Rappen pro Minute!


Ein Einblick in die aktuellen Tarife
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Inzwischen wurden die Tarife bei Sunrise umgestaltet.
So kamen Tarife hinzu, welche vor allem den SMS-Schreibern zugute kamen. Zum Beispiel 100 SMS pro Monat gratis für 10 Franken im Monat, oder 250 SMS für 25 Franken pro Monat. Wer eher telefoniert, hat nun die Wahl zwischen 60 Minuten inklusive für 30 Franken und dem 120-Minuten-Kontingent für 50 Franken im Monat.
Und wer beides in Massen/Maßen tut, kann auf Mix 20 oder Mix 60 setzen. Im ersten Falle gibts 20 Minuten und 20 SMS pro Monat gratis für 20 Franken, im zweiten Falle 60 Minuten und 60 SMS für 40 Franken pro Monat.

Ich hatte mich schließlich für "mix 20" entschieden. Zusätzliche SMS kosten hier 20 Rappen, zusätzliche Minuten 50 Rappen.

Es werden jedoch weder SMS noch Telefonate in ausländische Netze angerechnet.

Damit wäre ich dann auch bei den Preisen für Auslandsgespräche.

Diese sind nach sechs Gruppen tarifiert.
In die Nachbarländer der Schweiz und die größeren (Alt-)EU-Länder sowie nach Nordamerika – Gruppe 1 - sind 70 Rappen pro Minute in die dortigen Festnetze und 90 Rappen pro Minute in die Mobilfunknetze. Ins kleine Nachbarland Liechtenstein kostet es einheitlich 50 Rappen/min.

In alle anderen Gruppen entfällt der Unterschied zwischen Festnetz und Mobilfunk.
Für die Länder der Gruppe 2, welche vor allem die kleineren (Alt-)EU-Länder umfasst aber auch Maltas, Zypern, Andorra, San Marino sowie Australien und Neuseeland, kostet es 90 Rappen/min.

In die meisten ehemaligen Ostblock-Staaten, die im Mai 2004 der EU beigetreten waren, beträgt der Preis dagegen 1.10 Franken pro Minute (Gruppe 3). Da hat man bei Sunrise wohl (immer) noch nicht über eine Harmonisierung im Zuge des EU-Zuwachses nachgedacht, denn all diese Länder werden tariflich in einen Topf geworfen mit den restlichen osteuropäischen Staaten sowie Russland, Japan, Israel, die Türkei und Hongkong

Mit dem Sunrise-Handy kann mittlerweile in fast jedem Land der Welt mobil telefoniert werden. 360 Partnernetze in 180 Ländern stehen offen.
Bekannt ist ja, dass man – sofern eine Auswahl an mehreren Roamingpartner besteht – die Kosten ein wenig beeinflussen kann.
Dies gilt für Sunrise-Handys jedoch nicht mehr.

Sunrise hat die Welt in drei Zonen aufgeteilt. Für jede Zone wurden jeweils die drei Preise « Inlandsgespräch », « Anruf in die Schweiz » und « eingehender Anruf » definiert. Egal, welchen Anbieter man vor Ort wählt, man zahlt immer die gleiche Summe. Dieser Preis lässt sich durch eine zusätzliche Preisoption noch drücken, nur stellt sich dann die Frage, ob sich dies lohnt, da diese Optionen einen zusätzlichen Fixpreis bedeuten.

Wer als Sunrise-Kunde im angrenzenden Ausland unterwegs ist, zahlt für eingehende Anrufe 80 Rappen, für Inlandsgespräche 1.10 Franken/min und für Gespräche innerhalb der Länder der Zone 1 (also auch in die Schweiz) 1.70 Franken/min.

Das Versenden einer SMS im Ausland wird einheitlich mit 50 Rappen in Rechnung gestellt.

Das alles ist zwar einerseits recht übersichtlich, aber ich fühle mich da als Kunde schon sehr bevormundet, wenn nun die hier einstmals bestehenden Möglichkeiten zur Kostenoptimierung verbaut werden. Aber mit dieser Politik steht Sunrise nicht allein da.

Da ja auch die Internetnutzung via Handy inzwischen hoffähig geworden ist, hat auch Sunrise hierfür einige Tarifoptionen entwickelt, damit der Spaß nicht zu teuer wird.
Normalerweise kostet die Übertragung von einem Megabyte 5 Franken.
Für 5 Franken monatlich erhält man unter der Bezeichnung « live package » 5 Megabyte Datenvolumen, welches natürlich nach Ablauf eines Monats ungenutzt verfällt. Wer das Kontingent überschreitet, zahlt 3.50 Franken pro Megabyte.
Wem 5 Megabyte nicht reichen im Monat, kann für 20 Franken 100 Megabyte ordern; 2.50 Franken kosten hier dann die überschrittenen Megabytes.
Und für sehr datenhungrige, etwa die Nutzer des Nokia N95 mit seinem GPS, gibts für 49 Franken im Monat 2 Gigabyte inklusive. Wem das immer noch nicht reicht, muss dann für jedes weitere Megabyte 50 Rappen bezahlen.
Im Vergleich zu Vodafone Deutschland ist das relativ teuer. Vodafone Deutschland bietet derzeit boch bis 31.10.2007 die Option Vodafone live! InternetFlat für 10 Euro im Monat, unbegrenzter Datentransfer inklusive. Allerdings kann bei den Schweizern monatlich gekündigt werden, während man bei Vodafone für zwei Jahre gebunden ist.

Service über das Internetportal
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Sunrise bietet aber auch den Service, per Internet über das Sunrise-Portal SMS und MMS KOSTENLOS zu verschicken. Der Empfänger bemerkt keinen Unterschied, ob per Internet oder Handy gesimst wurde.
Natürlich ist das nicht unbegrenzt möglich: Kunden mit einem Sunrise-Laufzeitvertrag erhalten 100 SMS und 50 MMS pro Monat, pronto-Kunden 60 SMS und 50 MMS pro Monat. Kunden anderer Netzbetreiber erhalten immerhin 20 Gratis-SMS und auch wieder 50 Gratis-MMS im Monat. Nur, wer sich dort registriert, ohne ein Abo anzugeben, muss sich mit 3 Gratis-SMS im Monat begnügen.

Eine Spezialität von Sunrise war die "myZone"-Option für 6 Franken pro Monat, die seit 2002 angeboten wird. Damit konnte man für 12 Rappen pro Minute dann ins Festnetz telefonieren, allerdings nur von einem bestimmten vorher festgelegten Ort aus und in dessen 100-Meter-Umkreis.
Inzwischen wurde daraus « Sunrise Swiss ». Der monatliche Fixpreis liegt weiterhin bei 6 Franken, allerdings kostet ein Festnetzgespräch jetzt nur noch 6 Rappen pro Minute. Es ist auch keine Bindung an einen bestimmten Ort mehr nötig.
Der Festnetzanschluss der Swisscom kostet 25,25 CHF monatlich, die Gesprächskosten liegen zwischen 4 und 8 Rappen pro Minute. Da erscheint es reizvoll, den Festnetzanschluss einzusparen.
Mit „Genion“ von O2-Deutschland kann man das ganze aber nur ansatzweise vergleichen.

Wie sieht es mit dem Kundenservice aus?
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Die Homepage von sunrise war lange Zeit ein Ärgernis da sehr schlecht strukturiert. Man wurde mit allerlei Schnickschnack über Handydownloads zugeschüttet aber wichtige Informationen waren sehr gut versteckt.

Das Problem wurde im Jahre 2003 behoben. Wer etwa nach Informationen über die Telefoniepreise sucht, findet diese detailliert, nachdem man die entsprechende Tarifauswahl getätigt hat.
Mit Hilfe des Vergleichsdienstes comparis.ch hat man auch die Möglichkeit, sich anzeigen zu lassen, ob das eigene Abo wirklich den Telefoniergewohnheiten optimal entspricht. Da wird dann auch auf die Produkte der Konkurrenz hingewiesen!

Ein Anruf bei der Rufnummer 0800 707 707 wird in der Regel auch kompetent beantwortet. Es gibt allerdings keinen Punkt im Auswahlmenü, sich direkt mit einem Mitarbeiter verbinden zu lassen. Stattdessen muss man zum richtigen Menüpunkt durchhangeln.
Der Sinn liegt wohl darin, dass man die Servicemitarbeiter speziell geschult hat und nicht universell. So kann es schon mal vorkommen, dass eine Mitarbeiterin zwar zum Thema „Registrierung von Sunrise pronto“ alles erklären kann, aber zu Tarifen keine Aussagen machen kann. Da heißt es dann, man möge noch mal anrufen und dann diese und jene Tasten drücken, um zum richtigen Mitarbeiter verbunden zu werden.
Naja, hätte man dies nicht auch direkt tun können?

Es gab im Jahre 2006 den Versuch, die bislang kostenlose Rufnummer generell durch eine kostenpflichtige 0844-Nummer zu ersetzen, die bis zu 11 Rappen/min kosten würde und nicht von irgendwelchen Inklusivminuten abgedeckt wird.
Anscheinend gab es hierzu enorme Beschwerden, somit sind zumindestens weiterhin die Punkte Verkauf und Information unter der Gratisnummer erreichbar. Gewisse automatisierte Dienste wie das Zusenden einer Rechnungskopie etwa sind auch weiterhin unter der Gratisnummer möglich.

Aufgrund der Mehrsprachigkeit der Schweiz bietet Sunrise seinen Service konsequent in den Sprachen deutsch, französisch, und italienisch an. Auch auf Englisch sind alle Informationen erhältlich, was bis vor ein paar Jahren jedoch noch nicht selbstverständlich war.


Das Beste aber wie immer ganz zum Schluss – Zum Totlachen!
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Das bisherige Sunrise-Logo, welches in blau-gelb daherkommt und einen Sonnenaufgang stilisieren soll, hat nach Meinung der Sunrise-Chefetage ausgediehnt. Ich habe es mal als Grafik angefügt.
Ein neues Logo sollte her, wo auch der Sonnenaufgang keine Rolle mehr spielen soll. Spielen die Herren von Sunrise vielleicht mit dem Gedanken, den Markennamen Sunrise fallen zu lassen und demnächst den Namen TDC einzuführen? Auf Rechnungen heißt es ja schon seit längerem « Sunrise TDC Switzerland ».

Allerdings: was schließlich bei der Vorstellung des Logos herauskam, ist nun wirklich ein Witz sondergleichen. Es hat eine mehrfach vertikal gestreifte Grafik in den Farben eines Sonnenaufgangs mit verhältnismäßig kleinem Schriftzug; dafür ist der Initialbuchstabe nun groß geschrieben.
Präsentiert wurde das ganze am 9.Juli 2007. Ich habe auch dazu eine Grafik beigefügt.

Nun ja, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Vielerorts regte sich Kritik am neuen Logo. Sunrise habe sich für dumm verkaufen lassen.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, jedoch werden mit dem neuen Logo einige wichtige Grundsätze für Markenzeichen verletzt. Zu viele Farben auf einmal, zu uneinheitliche Strukturierung der Farbbalken, zu kleine Schrift!
Und spätestens dann, wenn so ein Logo mal gefaxt werden muss, wird man sehen, was am Ende dabei herauskommt – nämlich ein gräuliches etwas mit vielleicht noch erahnbarem Schriftzug.

Aber es kam noch besser. Schon einen Tag später munkelte man bereits, woher die Inspiration zur Farbgebung denn hätte kommen können. Und so rollte der Spott in voller Wucht über Sunrise:
vermutlich hatte der Designer eine Zeichentrickfigur namens « Scacciapensieri » im Kopf. Eigentlich steht dieses italienische Wort für « Maultrommel », aber der (horizontal) gestreifte Held der Kurzgeschichten hat diesen Namen wohl durch seine unerschütterlichen Lachattacken wegbekommen.
Und sein Lachen ist ansteckend!!! Er lässt sich durch keine noch so abstruse Situation aus dem Humor bringen.

Wohl wegen des schweren Namens laufen seine Abenteuer auch unter dem Namen « Stripy »
In Deutschland kennt ihn wohl keiner; er ist eine Erfindung des italienschsprachigen Schweizerfernsehens TSI. Wirklich schade, dass er nie in Deutschland lief, denn er hat genau das gleiche Potenzial wie « La Linea ».

Kostprobe gefällig?

http://www.youtube.com/watch?v=PmT9AE3RpAk


Aber Sunrise reagierte recht locker auf die Kritik.
Es sei doch eigentlich sehr positiv, wenn das neue Logo die Menschen in der Schweiz zum Lachen animiere. Ob dann wohl künftig beim Anruf auf Servicelinie erstmal ein Scacciapensieri-Lachen zu hören sein wird bevor man durchgestellt wird?
Na, von mir aus, solange es nicht umgekehrt der Fall ist :-)

Tatsächlich soll das neue Logo nun im Herbst 2007 nach und nach das alte ersetzen. Man wird sehen, ob die Schweiz dadurch in Lachattacken ausbrechen wird. :-)


FAZIT
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Im Großen und Ganzen ist sunrise (ehemals diAx) also die günstigste und wohl auch innovativste Alternative auf dem schweizerischen Mobilfunksektor.
Zwar mag die Swisscom die bunteren Prospekte haben und Orange mit seinen Werbespots etwas edler daherkommen. Preislich aber liegen sie fast immer über Sunrise. Vor allem Gespräche in die Fremdnetze sind stets deutlich teurer. Wirklich punkten kann Orange nur mit seinen Minutenpaketen – wenn es denn gelingt, diese ideal auszunutzen.

Mag sein, dass man mit Sunrise nicht überall erreichbar ist, zum Beispiel in den recht langen Tunnels der Schweiz oder in einigen Bergregionen. Aber mal abgesehen vom Notruf, der über alle Netze hinweg funktioniert, muss man auf der Skihütte ja nicht wirklich erreichbar sein :-)
Wer das doch will, kann natürlich gern zu Swisscom Mobile gehen. Allen anderen sei Sunrise ans Herz gelegt.

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Aktualisierung vom 22.November 2007

Ja, inzwischen ist tatsächlich das neue Erscheinungsbild von Sunrise Wirklichkeit geworden. Allerdings stellte man erst viel zu spät fest, dass das gestreifte Logo eigentlich verkehrt herum benutzt wurde. Es soll ja einen Sonnenaufgang darstellen, analog der immer heller werdenden Farben bei einem Sonnenaufgang bis hin zum Weiß. Aber auf dem Logo, welches auch ich hier hineingesetzt habe, hat man bei konventioneller Sichtweise (von links nach rechts) eher den Eindruck eines Sonnenuntergangs.

Dieses Fehler nun zu korrigieren wird einige Millionen verschlingen.
Aber Sunrise hat es ja anscheind.

Denn parallel zum neuen Erscheinungsbild wurden auch wieder neue, wirklich stark vereinfachte Tarife eingeführt.

Seit Anfang Oktober 2007 gibt es neben dem Guthaben-Tarif "Sunrise go" nun drei Aboverträge mit den Namen "zero", "zero plus" und "max".
Beworben wurden diese ganz groß mit dem Spruch: "SUNRISE SCHAFFT DIE GRUNDGEBÜHR AB!"

Bislang war es ja so, dass mit den monatlichen Basispreisen Inklusivminuten, Inklusiv-SMS etc. bezahlt wurden. Erst, wenn diese Kontingente verbraucht waren, wurde jede weitere Gesprächsminute, SMS etc. in Rechnung gestellt.

Künftig nun gibt es keinen Basispreis mehr. Stattdessen aber muss man einen bestimmten monatlichen Mindestumsatz erreichen. Dieser liegt bei "zero" bei 25 Franken (ca. 16 Euro), bei "zero plus" bei 50 Franken (ca 31 Euro) und bei "max" bei 75 Franken (ca. 47 Euro).

Entscheidend ist dabei nun wieder, wie die Gesprächs- und Datenpreise aussehen und was alles tatsächlich angerechnet wird. Und da ist Sunrise sehr großzügig.
Es werden Gespräche im Inland, Gespräche ins Ausland und auch Gespräche im Ausland angerechnet; das gleiche gilt für SMS in nationale oder internationale Netze; ebenso gilt dies auch für MMS und für Datenverbindung via mobiles Internet.

Skeptiker werden nun natürlich meinen: Ja, vielleicht gabs dann ein paar kleine versteckte Preiserhöhungen bei den Verbindungstarifen.
Aber auch hier hat Sunrise sich nicht lumpen lassen.

OK: bei den "zero"-Tarifen kostet mobiles Internet weiterhin 10 Rappen (ca. 6 Cent) pro 20 kByte; eine MMS national 50 Rappen (31 Cent), eine MMS international 1 Franken (ca. 63 Cent). Auch eine SMS in ausländische Netze schlägt weiterhin mit 20 Rappen (ca. 13 Cent) zu Buche.

Aber: eine nationale SMS kostet jetzt nur noch 10 statt formals 20 Rappen. Eine Gesprächsminute aufs Netznetz und auf Sunriseanschlüsse wurde von 50 auf 25 Rappen (ca.16 Cent) reduziert, die Gesprächsminute in andere nationale Mobilfunknetze von 50 auf 45 Rappen (ca. 28 Cent). Auch die Gespräche ins angrenzende Ausland wurde leicht günstiger, von 90 auf 80 Rappen pro Minute zu Mobilfunkanschlüssen, von 70 auf 60 Rappen auf Festnetzanschlüsse.
Und es bleibt weiterhin beim fairen Sekundentakt - den in Deutschland bei so manchem Anbieter erst nach einer geschlagenen Minute einsetzt.

Wer sich für den "max"-Tarif entscheiden, kann sogar unbegrenzt ins schweizerischer Festznetz und zu Sunrise-Anschlüssen telefonieren. Für die anderen Mobilfunkanschlüsse gibts monatlich 60 Freiminuten und danach werden 30 Rappen (ca. 19 Cent) pro Minute berechnet.

Und noch etwas ist zumindestens ein Novum in der Schweiz: Anrufe auf die Mobilbox sind ab sofort kostenlos - solange sie im Heimatnetz getätigt werden!   

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01.01.1970

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