... Vorbemerkungen
Ich schreibe hier als erster über domeus.de, möchte aber darauf hinweisen, dass dieser Dienst früher unter ecircle.de zu finden war und dass in der entsprechenden ciao-Kategorie weitere Berichte zu finden sind.
Mein Bericht nun handelt von Domeus und ausdrücklich nicht ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Levay über domeus.de 25.12.2003
Produktbewertung des Autors:
Bedienung
gut
Design
schlecht
Pro:
sehr leichte Handhabung, kostenlos, recht zuverlässig
Kontra:
nur hinreichender Funktionsumfang und eben nicht 100% - ig zuverlässig
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
0. Vorbemerkungen
Ich schreibe hier als erster über domeus.de, möchte aber darauf hinweisen, dass dieser Dienst früher unter ecircle.de zu finden war und dass in der entsprechenden ciao-Kategorie weitere Berichte zu finden sind.
Mein Bericht nun handelt von Domeus und ausdrücklich nicht von den dort eingerichteten Newslettern und Mailinglisten. Deren Qualität mag sehr unterschiedlich sein, Gegenstand meiner Ausführungen ist aber nur Domeus selbst, also gewissermaßen die technische Seite, die die Betreiberfirma auch selbst zu verantworten hat (im Gegensatz eben zu den Newslettern und Mailinglisten).
Ich möchte auch nicht unerwähnt erlassen, dass ich schon seit Jahren einen Newsletter bei Domeus betreibe und ebenso über mehrere Jahre eine Mailingliste, die ich erst vor kurzem abgegeben habe.
1. Begrifflichkeiten
Um zu verstehen, was Domeus ist und bietet, müssen zunächst einmal zwei Begrifflichkeiten geklärt werden.
a) Newsletter
Bei einem Newsletter handelt es sich gewissermaßen um eine Art „elektronische Zeitung“. Wer über eine E-Mail-Adresse verfügt, kann Newsletter abonnieren; die Herausgeber dieser Newsletter verschicken dann E-Mails, die allen, die den Newsletter abonniert haben, zugestellt werden.
Die Themenvielfalt der Newsletter ist mannigfaltig. So informieren etwa Firmen ihre Kunden via Newsletter über neuste Angebote, Computerzeitschriften berichten von technischen Innovationen, und ich selbst betreibe einen privaten Newsletter, in dem sich jeder, der es denn nun interessant findet, über das Neuste aus meinem privaten Leben informieren lassen kann. (Ich selbst würde diesen sog. Chrissi Newsletter ja niemals bestellen, aber einige haben es doch getan, und nun müssen sie da durch…; sie wollen dies offenkundig auch, sonst würden sie ihn ja alle wieder abbestellen)
b) Mailinglisten
Mailinglisten funktionieren im Grunde wie Newsletter, auch sie werden abonniert. Der Unterschied zum Newsletter ist, dass bei einer Mailingliste jeder Abonnent Nachrichten an die anderen Abonnenten schicken kann. Wer etwas zu sagen (schreiben) hat, schickt also eine Mail an die Liste, und ohne, dass er die einzelnen Abonnenten auch nur kennen muss, wird die Mail ihnen allen zugestellt. In seltenen Fällen sind Mailinglisten so konfiguriert, dass ein Moderator die einzelnen Mails erst liest und freigibt, bevor sie zugestellt werden.
Mailinglisten eignen sich also besonders gut für den Austausch zu einem bestimmten Thema. Ich selbst war etwa Mitglied einer großen Mailingliste, in der sich Jurastudenten über alles rund um das Thema Recht und Studium unterhalten konnten. Meine eigene Mailingliste hatte als Thema „Phantom der Oper“ und war ergo für all jene gedacht, die dieses wunderbare Musical mochten und sich darüber austauschen wollten.
c) Gruppen
Domeus gibt den Wörtern „Newsletter“ und „Mailingliste“ den Oberbegriff „Gruppe“, sodass im Folgenden von „Gruppe“ gesprochen wird, wenn beides gemeint ist.
2. Grundfunktion von Domeus
Einen Newsletter kann man notfalls noch selbst am heimischen PC installieren, indem man in seinem Mailclient Kontaktgruppen anlegt und an diese Gruppen E-Mails schickt. Wesentlich komfortabler ist es aber mit einem entsprechenden Internetservice, und bei Mailinglisten kommt man ohne gar nicht aus. Und genau so einen Internetservice stellt Domeus dar.
Der Dienst bietet also die Möglichkeit, Gruppen ins Leben zu rufen, und er bietet denknotwendigerweise dann auch die Möglichkeit, sich für Gruppen anzumelden.
Egal, welche Aktivität man bei Domeus hat, ob man also einen Newsletter oder eine Mailingliste besitzt oder lediglich eine(n) abonniert hat: Man ist mit seiner Mailadresse dort gespeichert und kann sich über ein Passwort, das die meisten vielleicht nicht mal kennen, das man aber jederzeit unter Angabe seiner E-Mail-Adresse anfordern kann, auf der Internetseite von Domeus einloggen.
Dort erhält man sodann eine Übersicht über die abonnierten oder selbst gegründeten Gruppen und kann jederzeit eine eigene Gruppe ins Leben rufen.
3. Eigene Gruppen
a) Gründung
Für oder gegen Domeus als Dienst entscheidet sich im Großen und Ganzen nur, wer selbst einen Newsletter oder eine Mailingliste gründen will, denn alle, die sie nur abonnieren wollen, sind ja an die Entscheidung des Gründers gebunden. Deswegen wird Domeus im Folgenden namentlich aus Sicht von Gruppenbesitzern erläutert, es ergibt sich daraus aber auch stets, wie Abonnenten den Dienst verwenden können.
Das Gründen einer Gruppe ist erfreulich einfach: Entsprechende Schaltfläche drücken, Funktion (also Newsletter oder Mailingliste) anwählen, dem Kind einen Namen geben, ein paar optionale Einstellungen vornehmen (oder belassen, wie sie sind), fertig. Die neue Gruppe ist theoretisch sofort einsatzbereit.
b) Mitglieder
Im nächsten Schritt kommt es nun darauf an, Mitglieder für die Gruppe zu gewinnen. Hierfür gibt es zunächst einmal die Möglichkeit, E-Mail-Adressen von interessierten Freunden und Bekannten oder Kunden einzugeben. Diese erhalten dann eine von Domeus erzeugte E-Mail und können die Einladung annehmen oder auch ablehnen. Wer eine ganze Liste von E-Mail-Adressen hat und sicher weiß, dass ihre Besitzer damit einverstanden sind, kann die Liste auch von Domeus hochladen lassen; automatisiert ist der Vorgang nicht, er ist aber als Serviceleistung vorgesehen.
Die wohl wichtigste Möglichkeit, neue Mitglieder für Gruppen zu gewinnen, ist die Einrichtung von Anmeldeboxen auf Homepages. Den Chrissi Newsletter etwa kann man auf meiner privaten Homepage abonnieren, und für die Phantom-Mailingliste gab es dereinst ebenfalls eine eigene Homepage. Auch die Jura-Mailingliste funktioniert so.
Die Anmeldeboxen bestehen aus einem Feld, in das der Besucher der Homepage seine E-Mail-Adresse eingeben kann, um sich so anzumelden. Wieder muss er, um Missbrauch zu vermeiden, eine von Domeus automatisch erzeugte Mail bestätigen, was übrigens durch einfaches Zurückschicken der Mail oder durch Anklicken eines Hyperlinks in der Mail funktioniert, mit anderen Worten also idiotensicher ist.
Die Installation der Anmeldeboxen ist schon für Menschen mit geringen HTML-Kenntnissen ein Kinderspiel. Es stehen mehrere frei anpassbare Vorlagen zur Verfügung, die einfach per Copy & Paste in den eigenen Webeditor übernommen werden können. Bei mir war das früher Frontpage 2000 und jetzt Frontpage 2002, und es hat damit niemals irgendwelche Schwierigkeiten gegeben.
Die letzte Möglichkeit, sich für eine Group anzumelden, ist, eine (leere) E-Mail an eine bestimmte von Domeus vorgegebene Mailadresse zu schicken. Die Mailadresse selbst enthält dann die Information, um welche Gruppe es sich handelt und dass der Interessent sich anmelden möchte. Das Format dieser Adresse ist namedergruppe-subscribe@domeus.de.
Auf den ersten Blick erscheint es logisch, dass, wer sich so anmeldet, keine weitere Mail mehr von Domeus erhält, die er dann noch bestätigen muss. Stimmt aber nicht: Die Bitte um eine Bestätigung erhält von Domeus jeder, auch wer bereits unter Verwendung der eigenen Mailadresse die Anmeldung vornimmt. Ich denke, Grund ist wohl die Tatsache, dass man auch Mails mit falscher Absenderkennung verschicken kann, wenn man nur einen entsprechenden Mailserver kennt...
c) Publizieren von Mails
Einen Newsletter zu verschicken, funktioniert ebenso einfach: Die Mail, die allen Abonnenten zugestellt werden soll, wird an eine eigens dafür vorgesehene Mailadresse verschickt, ihr Format ist namedergruppe@domeus.de. Nicht anders geht auch das Mitglied einer Mailingliste vor, das den anderen etwas mitzuteilen hat.
Im Regelfall wird die Mail binnen Sekunden allen Abonnenten zugestellt. Selten kommt es bei Domeus zu Verzögerungen, und noch seltener werden Mails gänzlich verschluckt und landen im digitalen Nirwana, vor allem solche, die große Anhänge mit sich tragen. Ob andere Anbieter zuverlässiger sind als Domeus, weiß ich nicht. Möglich erscheint es mir allemal, allerdings halten sich solche Verzögerungen und Ausfälle auch wirklich im Rahmen.
d) Verwalten von Gruppen
Das Verwalten von Gruppen ist ebenfalls ein Kinderspiel, gleich ob es sich um eigene oder lediglich abonnierte Gruppen handelt.
Die nur abonnierten Gruppen bieten freilich nicht sehr viele Konfigurationsmöglichkeiten. Immerhin kann man sich von der Gruppe abmelden oder festlegen, ob man wirklich Mails erhalten oder die einzelnen Beiträge lieber im Archiv auf der Internetseite von Domeus nachlesen möchte.
Die Gruppenbesitzer können einiges mehr einstellen, etwa ob sich jeder für eine Gruppe anmelden darf oder ob die Anmeldung der eigenen Bestätigung von Gruppenbesitzers Gnaden bedarf, sie können auch einen Passwortschutz festlegen, Attachements erlauben oder verbieten und einiges mehr. Die Funktionalität ist nicht überwältigend, aber hinreichend.
Auch Statistiken stehen Gruppenbesitzern im geringen Umfang zur Verfügung. Sie berichten davon, wie viele Mitglieder sich wann an- oder abgemeldet haben und wie viele Mails nicht zugestellt werden konnten und warum.
Natürlich steht dem Gruppenbesitzer auch ein Verzeichnis der Mitglieder und der bisher verschickten Nachrichten der Gruppe zur Verfügung. Das Mitgliederverzeichnis kann für die Mitglieder zur Einsicht freigegeben werden, das Nachrichtenarchiv auf Wunsch sogar für alle Besucher der Homepage von Domeus.
4. Sonstiges
a) Kosten und Werbung
Weder für Gruppenbesitzer, noch für reine Abonnenten entstehen irgendwelche Kosten. Domeus finanziert sich ausschließlich über Werbung und scheint die Betreiber von ganz besonders erfolgreichen Gruppen sogar für den Verbleib bei Domeus zu bezahlen (zumindest habe ich mir das von einem der Gründer einer sehr großen Gruppe einmal erzählen lassen).
Die Werbung besteht aus einem kleinen Banner, das automatisch an alle Mails angehängt wird, die über eine Gruppe verschickt werden. Ich selbst hänge deswegen am Ende immer noch 20 oder 30 Leerzeilen an, um das Banner so nach hinten zu schieben. Da die letzten Leerzeichen und Leerzeilen einfach automatisch entfernt werden, setze ich hinter meine Leerzeilen noch einen Punkt. Funktioniert gut.
Manchmal verschickt Domeus auch Werbemails an Mitglieder von Domeus. Das kommt so selten vor, dass ich darin absolut kein Problem sehe.
b) Verzeichnis
Leider bietet Domeus zwar die Möglichkeit, nach Gruppen unter Angabe eines Stichwortes zu suchen; ein thematisches Verzeichnis gibt es aber schon seit einiger Zeit nicht mehr. Verstehen kann ich das nicht, und es wäre sicher interessant, sich auf diese Weise einen Eindruck vom Angebot zu verschaffen, und man würde vermutlich viele Gruppen bestellen, auf die man nicht stößt, wenn man sie nur mit dem richtigen Suchbegriff findet.
5. Fazit
Ich habe gerade vor ein paar Tagen einen neuen (öffentlich nicht einsehbaren) Newsletter ins Leben gerufen und habe dies bei Domeus getan. Ich bin mit dem Dienst also offenkundig zufrieden. Überragend ist der Service nicht, doch überzeugt er durch einfachste Handhabung und recht hohe Zuverlässigkeit.
Pro: kostenloses Newslettersystem Kontra: Support eingestellt, viel Werbung, zahlreiche Bugs
Da der andere Bericht ja schon 5 Jahre alt ist, hier ein kurzes Update mit einigen Erfahrungswerten.
Auch ich betreibe bei Domeus seit über 5 Jahren einen Newsletter mit einer deutlich vierstelligen Abonnentenschar. Anfangs lief alles noch ganz gut, da ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Bedienung
Design
sehr hilfreich
31.10.2008
Kurzbewertung zu domeus.de Bewertung für domeus.devon
gerd321
Domeus.de bombadiert mich mit spam, der nicht abzubestellen ist. Ein Fall für die Datenschutzbehörden!In dem Abmeldelink bleicbt man hoffnungslos hängen
Note - 6 - (genauer 7)
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich
Pro: Kostenlose Rundschreiben ("Newsletter") für Interessengruppen, etc. Kontra: AGBs beinhalten Berichtigung zum Adressenverkauf und Spamming.
Domeus.de bietet einen Dienst an, der es Gruppen / Interessengemeinschaften / Vereinen etc. gestattet, unkompliziert und kostenlos Rundschreiben ("Newsletter") per E-Mail an ihre Mitglieder zu versenden. Hinter domeus.de steht die Firma eCircle AG. Zur Nu ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich
Bedienung
Design
weniger hilfreich
24.05.2009
(07.06.2009)
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