Nochmal ein Update vom Update ... und wieder aus gegebenem Anlaß (siehe unten. Wer die Meinung schon kennt, darf bedenkenlos scrollen!)
Durch einen Nachbarn wurde ich auf das derzeit wohl bekannteste Online-Versteigerungshaus "E-bay" aufmerksam. Ich hatte zwar die bunte Werbung bei dooyoo schon oft gesehen, aber ich bin ja prizipiell erstmal mißtrauisch - und das nicht ganz zu Unrecht ...
Mein Kuschelbär und ich gehören ja zu der heute nicht mehr ganz so seltenen Tierart der Jäger und Sammler. Das, was wir nach einem Blick über Ritchies Schulter so gesehen haben, hat uns neugierig gemacht: Was die Leute nicht so alles loswerden wollten ... und zu diesen Preisen ... rechnet sich das eigentlich?
Der erste Kontakt
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Zuhause schmiß ich erstmal den Compi ... nein, nicht aus dem Fenster, sondern an, und ließ den Kuschelbären erstmal eine Weile allein mit ihm. Ich bin ja nicht eifersüchtig, aber als aus der Computer-Ecke einige mehr oder weniger spitze Schreie und Stöhnlaute kamen, mußte ich doch mal nach dem Rechten sehen ... richtig, er hatte spürnasenmäßig bereits einige Schnäppchen gefunden.
Die Suchfunktion
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Jetzt erwischte auch mich der Jagdtrieb und ich scheuchte ihn erstmal beiseite. Die Suchfunktion ist schon nicht schlecht, die Möglichkeiten zum Einschränken der Suchbegriffe ist aber noch viel notwendiger: Bei der Suche "May, Karl" gabs über 2000 Angebote, bei "Mercedes" *schluck* mehr als 10.000.
Auch bei der Eingrenzung - jetz wieder bei Karl May - auf bestimmte Verlage und bestimmte Titel war immer noch ganz schön was los auf der Platte. Und ... MIST, da war es! DAS Schnäppchen schlechthin, eine absolute Rarität, und die Auktion läuft in einer Stunde ab ...
Die Gebühren
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Beim Nachbarn, der für mich hätte bieten können, war ständig besetzt, surft wahrscheinlich schon wieder ... also mußte ich mich selber einloggen. Vorher schnell mal bei den AGBs und der Gebührentabelle vorbeigeguckt ... naja, das Übliche. Die normalerweise vom Verkäufer zu zahlenden Einstellpreise mit zwischen 0,35 (Mindestgebot 1 DM) und 2,00 DM (Mindestgebot ab 50 DM) relativ zivil, bei der Verkaufsprovision wird je nach Höhe des Preises zwischen 1,5 % und 4 % von E-bay kassiert.
Eine Besonderheit ist mir mit Seitenblick auf den Kuschelbären noch aufgefallen: Fürs Einstellen eine Automobils wird pauschal 100 DM verlangt ... aber wer ersteigert schon ein Auto, das er nicht vorher gesehen und gestreichelt hat ...
Anmeldung und Registrierung
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Okay, das klang alles recht vernünftig, und E-bay will ja auch von irgendwas leben. Also wollte ich mich anmelden. Immerhin ist mein Schnäppchen in 50 Minuten weg ...
Fein, mein Nick ist noch frei. Abgefragt werden die üblichen Daten ... aber dann kommt, als ich auf "abschicken" drücke, so eine komische Meldung: meine Mail-Adresse sei nicht als sicher anerkannt, da nicht personalisiert? Ich möge entweder eine "sichere" Mail-Adresse, eine Postanschrift oder meine Kreditkarten-Nummer angeben?
WAT SOLL DAT DANN ??
Gerade web.de ist eine sichere Mail-Adresse. Die Bestätigung über die Anmeldung und der Registriercode werden über die Post verschickt, so daß eine Mail-Adresse jederzeit einer (natürlichen) Person zugeordnet werden kann. Ist doch nicht so, daß ich eine Addy von irgendsoeinem zwielichtigen Anbieter angegeben hätte!
Aber dann nehmen wir eben die andere ... was, planet-interkom geht auch nicht? Das kann jetzt aber wohl nicht wahr sein, ich bin doch kein schnöder anonymer Surfer, sondern ordnungsgemäß angemeldet - immerhin krieg ich jeden Monat eine Rechnung von denen und die Mail soll nicht "sicher" sein?
... mal ehrlich, liebes E-bay, Ihr baut hier doch nur drauf, daß Schnäppchen-Jäger wie ich dann freiwillig ihre Kreditkartendaten auf dem Silbertablett präsentieren, nur weil sie DIE Chance wittern und nicht drei Post-Tage auf den Registriercode warten wollen?
AOL und T-Online gelten als sicher, so viel hab ich inzwischen rausgefunden. Was ist denn da der Unterschied zu den anderen? Da sollte E-bay genauere Unterschiede sehen.
Meine Post-Adresse, gut, die könnt Ihr haben. Aber meine Kreditkarten-Daten im Internet? Ich bin doch nicht blöd, nicht mit mir, Jungs!
Mit einem sehnsüchtigen Blick auf das hübsche Büchlein verabschiede ich mich von dem Schnäppchen - und sehe gerade noch rechtzeitig, daß *hihihi* jemand, den ich kenne, schon die Griffel danach ausstreckt. Nee, Freunde sich gegenseitig hochbieten, das hätt ich ja sowieso nicht gemacht. Aber Hauptsache, das nette Bändchen bleibt in der "Familie" (Grüße nach Segeberg!!).
So, drei Tage später hab ich mich dann wieder bei E-bay gemeldet und registriert. Das ging dann eigentlich ganz einfach. Und: Der Kuschelbär stand eh schon in den Startlöchern.
Erstes Geschäft ... der Stolperstein
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Er stöbert und stöbert ... hat schon fast Suchtfaktor, das ganze ... aber - halt, die Online-Rechnung zahl ja ich! Also mal Dampf hinter der Sache machen und Suche weiter eingrenzen.
Bald schon hatte er etwas gefunden. "Haben will!" sagte er. Ein Lenkungs-Stoßdämpfer sollte es sein, für sein bestes Stück ... NEIN, nicht das, was Ihr schon wieder denkt!
Sein bestes Stück steht auf vier Rädern in der Garage, und ein paar Ersatzteile können nie schaden.
Jetzt wurde gesteigert. Der Vermerk "E-bay-Gebühr trägt der Käufer" haben wir akzeptiert, denn da das Teil mit 1 DM Mindestgebot eingestellt war und wir ganz bestimmt nicht mehr als 30 DM zahlen wollten, konnte das ja nicht soo schlimm werden.
Nach drei Tagen kam dann die Mail von E-bay, daß wir in der Auktion erfolgreich waren.
Am nächsten Tag meldete sich auch der Verkäufer:
<br><br>"Sie
haben den Lenkungsstoßdämpfer ersteigert. Überweisen Sie
_20,00 DM (Kaufpreis)
__6,90 DM (Porto)
100,00 DM (E-bay-Gebühr).
Nach Erhalt ..."
HALT MAL ... Wie bitte? Das konnte doch so nicht stimmen?! Wir sollten statt einer erwarteten Gebühr von 35 Pfennig gleich 100 DM zahlen? Nee, nee, nich mit uns!
Erneut stöberte ich durch die Gebührentabelle und fand nach Anklicken eines dortigen Links folgenden verhängnisvollen Satz: "Einstellen eines Artikels in der Kategorie "Auto" Gebühr pauschal 100 DM". PANIK? ... na, mal langsam.
Das stand ja jetzt völlig im Widerspruch zu dem, was auf der Seite vorher stand (zum Vergleich bitte mal nach oben scrollen ... Danke!). Und was stimmt jetzt?
Die Reklamation
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Per Mail machte ich sowohl den Verkäufer als auch E-bay auf den Widerspruch aufmerksam und teilte gleichzeitig mit, daß ich nicht bereit sei, den fünffachen Wert des Ersatzteils als Gebühr zu zahlen.
Der Verkäufer reagierte leicht verwirrt, schickte mir aber die von E-bay erhaltene Rechnung, in der tatsächlich 100 DM stand. E-bay reagierte mit einer Standard-Antwort, daß die Gebühren normalerweise vom Verkäufer zu tragen seien und wir sollten uns doch einigen.
SUUUPER!
Ich schrieb wieder. Der Verkäufer solle sich bei E-bay über die ungerechtfertigte Rechnung beschweren. E-bay sollte sich entscheiden, ob die Gebühr jetzt nach dem ersten oder dem zweiten Satz berechnet würde. E-bay erweiterte daraufhin endlich seine Standard-Antwort um den Satz, daß nur für komplette Autos die Pauschale von 100 DM zu zahlen sei. *puhh!*
Laut Rücksprache war die Rechnung für meinen Verkäufer aber noch immer nicht berichtigt worden.
Wollte E-bay jetzt wirklich die Abzocke? Gut, dann eben mit härteren Bandagen!
Jetzt wendete ich mich mit unserem Problem (inzwischen hatte ich ja den Verkäufer "adoptiert") an vocatus.de, mit Abdruck an meinen Geschäftspartner und E-bay. Und ... siehe da, innerhalb von weiteren 8 Tagen hatte ich eine Mail des Verkäufers, daß E-bay die Rechnung berichtigt hätte ... von E-bay an mich erfolgte aber bis heute keine Reaktion.
Ende gut, alles gut? Ja, aber es hat uns einiges an Zeit und Nerven gekostet.
Fazit:
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E-bay ist für kleinere Sachen zum Ver- und Er-steigern sicher recht nett, bei größeren Sachen würde ich aber auch jetzt nach einigen gelungenen Auktionen noch - Mißtrauen zahlt sich manchmal aus - die Finger davon lassen.
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Gebührenaufschlüsselungen und die Hilfedateien lassen sehr zu wünschen übrig.
Was E-bay auch etwas deutlicher schreiben sollte, ist die Gebührenstaffelung (danke, Papi, jetzt hab ichs kapiert!):
Wenn ich was für 1200 DM verkaufe, bezahle ich Provision 4 % von 100 DM = 4 DM plus 3 % von 900 DM = 27 DM plus 1,5 % von 200 DM = 3 DM, also insgesamt 34 DM.
Daß die eigenen Mitarbeiter sich bei der Gebührenregelung nicht auskennen und sich hinter Standard-Mails verstecken, wundert mich immernoch nicht.
Da ist eine Überarbeitung dringend notwendig.
Navigation
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Die Navigation ist - trotz ständiger Arbeiten an der Site - nicht optimal. Im Schnitt wird man auf jeder dritten Seite nach dem Passwort gefragt ... bei einer "sicheren" Verbindung eigentlich übertrieben und unnötig umständlich. Den Hinweis, daß man sich einmal komplett einloggen kann und dann nicht mehr ständig nach dem Passwort gefragt wird, sieht man erst, wenn man vor dem Anmelden nach unten scrollt. Gut versteckt also.
Ansonsten muß jede Seite wenigstens einmal konkret freigegeben werden.
Bei Notfällen (Hilfe, ich wurde überboten und in zwei Minuten ist die Auktion zuende!) kanns dann schon mal zu spät sein.
Kontakt
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Die Kontakt-Adressen findet man nur mit akribischem Spürsinn und nach endlosem Durchhangeln recht allgemein gehaltener FAQs - kostbare Online-Zeit.
Benachrichtigungs-Mail bei auslaufender Versteigerung:
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Ist im Prinzip eine feine Sache: Ich kann bis zu 20 Artikel, die mich interessieren, unter Beobachtung nehmen und erhalte (so sagt E-bay) wenn die Versteigerung sich dem Ende nähert tags zuvor eine Mail, um mich noch rechtzeitig entscheiden zu können, ob ich steigern will.
Die Wirklichkeit sieht so aus: Ich bekomme die Mail mit Stand 10 Uhr (Sa - Do) bzw. 13 Uhr (Fr) erst am nächsten Tag in mein Postfach geliefert. Für viele Schnäppchen, die nachts auslaufen, ist das einfach zu spät. Die Mail müßte dann schon zumindest abends im Postfach sein, um Sinn zu haben.
Ich suche und finde
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Die Suchfunktionen sind re-la-tiv gut, aber sehr abhängig von der exakten Bezeichnung und Beschreibung der Artikel durch die Verkäufer (Rechtschreibung wär manchmal angebracht!).
Bis zu fünf Suchen (mit Ausschluß bestimmter Worte, usw. allem PiPaPo) kann ich speichern und werde täglich über neu eingestellte Sachen informiert. Auch das ist eine tolle Funktion.
Bei großen Kategorien wäre aber eine weitere Unterteilung angebracht.
Subjektivität
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Anyways ... Bei Versteigerungen, vor allem übers Internet, sollte man sich ein gesundes Mißtrauen bewahren. Immerhin kann ich mir die Sachen nicht persönlich ansehen.
Zustandsbeschreibungen fallen immer subjektiv aus. So habe ich schon eine als sehr gut und wenig benutzt beschriebene Tastatur völlig mit Getränken und Nahrungsmitteln verklebt erhalten, eine als sehr schön beschriebene Pin hatte eine amputierte = stumpfe Spitze. Selbst Bilder kann man ja bearbeiten.
Auch beim Versand und Geldtransfer kann man hier nur auf das Ehrgefühl des Anbieters bauen.
Aber hierfür gibt es dann das
Bewertungssystem
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mit dem man seine Geschäftspartner belohnen oder bestrafen kann. Mit ein paar Worten und einem Pauschal-Urteil (positiv - neutral - negativ) gibt man seinen Senf zu der abgelaufenen Transaktion. Die Bewertungen sind anhand der Zahlen und Sternchen neben den Namen nachzuvollziehen - jede Farbe steht für eine bestimmte Anzahl positiver Bewertungen.
Nochmal Fazit:
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Wir haben bis jetzt schon mehrere Sachen über E-bay ersteigert und waren letztendlich - nach einer guten Portion Hartnäckigkeit - relativ zufrieden. Falls sich bei weiteren Geschäften was neues ergibt, halte ich Euch auf dem Laufenden.
Das wichtigste aber bleibt, sowohl bei Online- als auch bei normalen Versteigerungen: Nerven bewahren, ruhig bleiben, sich nicht zu unüberlegten Handlungen hinreißen lassen.
Und bei Unklarheiten: sich genau informieren, auf Widersprüche hinweisen und standhaft bleiben.
Dann macht Steigern Spaß.
Auf zur fröhlichen Schnäppchen-Jagd!
(c) anya66
P.S. mummy, bist Du jetzt zufrieden? ;-)
1.UPDATE von (glaub ich) 12/2001:
Tja, inzwischen haben mein Kuschelbär und ich einige weitere Sachen über ebay ersteigert - mit wechselndem Erfolg.
Letzthin ersteigerte er einen "Grundkarton" von Märklin. Daß die Lok umgebaut war, stand auch in der Beschreibung drin. Was die Verkäuferin aber augenscheinlich selbst nicht wußte, war, daß die beiden Original-Waggons gegen minderwertigere No-Name-Ware ausgetauscht worden war und daß wahrscheinlich auch Weichen fehlten.
Dieses Mal ging es noch gut: Die Verkäuferin gab ihren Fehler zu, entschuldigte sich und nahm die Ware gegen volle Kostenerstattung zurück.
Ein anderes Mal ersteigerte ich das lange gewünschte Autoradio mit CD-Player für meinen schwarzen Liebling, zu einem gerade noch angemessenen Preis. Was ich erhielt, war ein beim Ausbauen beschädigtes Autoradio (die Spuren ließen eindeutig nicht auf einen Transportschaden, sondern auf unsachgemäße, gewaltsame Behandlung schließen !), das wir nur mit Mühe und Not für einen Test zum Laufen brachten. Der Rahmen sowie die Halterung eines Steuerknopfes waren gebrochen, deutliche Spuren von Schraubenzieher waren zu sehen.
Auf entsprechende Rückfrage beim Verkäufer hieß es, bei ihm sei das Gerät (sogar unter Zeugen !) unbeschädigt eingepackt worden. Ich habe das Gerät bei der Post und bei Fachleuten vorgezeigt: überall die Feststellung: nee, das war beim Ausbauen ...
Nachdem der Verkäufer sich nicht dazu bewegen ließ, das beschädigte Gerät zurückzunehmen, haben wir es notdürftig repariert. Es läuft jetzt zwar, aber meine Freude darüber hält sich in Grenzen.
Als der Kuschelbär bei einer anderen Auktion die ersteigerten neuen Bremsscheiben auspackte, konnte er zum Glück erkennen, daß es sich nicht um die versprochene Markenware handelte, sondern um minderwertige, die nicht einmal zum Auto paßten. Mit weniger Sachverstand hätte er vielleicht diese Teile in sein Auto eingebaut und sich und andere damit gefährdet. Darauf angeschrieben, motzte der Verkäufer noch etwas herum, schickte dann aber doch noch die richtigen Scheiben.
Neuerliches Fazit:
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Lest Euch die Beschreibungen der Artikel gut durch. Fragt rechtzeitig per Mail ("Fragen an den Verkäufer" nach, wenn Euch etwas unklar ist. Die meisten antworten bereitwillig und schnell, sind oft auch dankbar für Hinweise. Seht Euch Eure Päckchen bei der Übergabe genau auf Beschädigungen an und macht den Postboten auf erkannte Macken aufmerksam. Und packt, wenn irgendwie möglich, die ersteigerten Sachen vor Zeugen aus, damit Ihr Beschädigungen oder Falschlieferungen auch bestätigt bekommt.
Viele Leute machen einfach aus Unwissen oder Unachtsamkeit zuwenig oder falsche Angaben. Mit diesen kann man meistens verhandeln - und wenns über einen Preisnachlaß ist.
Die anderen ... nun ja, das ist die Spreu, die vom Weizen getrennt werden sollte.
<br>Nur leider gibt es bei Ebay außer den Bewertungen keine Möglichkeit für den Käufer, sich zu wehren. Und selbst da hat der Verkäufer das letzte Wort - wenn ich eine Bewertung abgebe und der Verkäufer sich dazu äußert, kann ich seiner Äußerung nicht mehr widersprechen.
Was Not täte, wäre eine bessere Qualitätskontrolle durch Ebay (bekommt der Käufer auch das, was der Verkäufer anbietet ??), und eine Möglichkeit für den Käufer, sich gegen falsche oder fehlerhafte Lieferungen abzusichern.
Deshalb kann ich auch nach einem halben Jahr meine Bewertung von Ebay nicht anheben.
wiedermal (c) anya66
Update vom April 2002:
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anya und der kuschelbär wollen was verkaufen
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So, irgendwann war es dann soweit. Wir glaubten, uns genügend als Käufer hervorgetan zu haben, um jetzt endlich auch mal ein bißchen von dem Geraffel, das sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt hat, bei ebay loszuwerden.
Nachdem als erstes ein Auto-Prospekt dran glauben sollte, wollte ich des Kuschelbären Account für den Verkauf rüsten. Mit wenigen Angaben zur Bankverbindung oder Kreditkarte über SSL war ebay zufrieden. Doch dann stellte sich heraus, daß meine bessere (?) Hälfte zur Zeit dank verlegter Bank-Karte keine Konto-Auszüge abrufen konnte und er deshalb sich nicht absichern konnte, ob jemand unberechtigterweise abbucht, und bat mich, seine Bankverbindung bei ebay wieder zu löschen und das Geschäft über meinen Account abzuwickeln. Sollte ja eigentlich kein Problem sein. Dachten wir ...
Bei den Verbindungsdaten fand ich keinen Knopf zum Löschen. Neue Daten könnten einfach drübergeschrieben und neu abgespeichert werden - das wollte ich ja aber nicht. Irgendwo, nach langer Suche (siehe versteckte Kontakt-Adressen, extrem verschachtelte Hilfe-Funktionen, *grummel*) fand ich dann den Hinweis, mit einer Mail könne man seine Bankverbindung löschen lassen. Gesagt, getan. Ich erklärte in einer Mail den Lapsus, bat um Löschung der Konto-Daten und stellte deutlich dar, daß der Kuschelbär weiterhin KAUFEN, aber momentan eben nicht VERKAUFEN wolle.
Immerhin erhielt er noch am selben Tag eine Mail, daß die Bankverbindung gelöscht sei. Allerdings befremdete mich der Halbsatz, daß er somit auf ebay nicht mehr handeln könne, daß sein Account gesperrt sei. Tatsächlich war er nicht nur für den Verkauf, sondern auch für das Bieten gesperrt. Es war nur noch möglich, zu suchen und Artikel unter Beobachtung zu stellen.
Auf eine leicht genervte Mail, warum auch das Bieten nicht möglich sei, reagierte ebay unwirsch: es sei doch logisch, wenn keine Bankverbindung gespeichert sei, daß ein Handeln nicht erlaubt sei.
Unter "HANDELN" versteht man im deutschen Sprachgebrauch das Kaufen UND Verkaufen ... bei ebay ist es nicht zwingend notwendig, für einen Account die Bankverbindung anzugeben, solange man nicht verkaufen will und ebay-Gebühren anfallen.
Dies erklärten wir in einer neuen Mail an ebay, wieder mit dem Hinweis, daß der Kuschelbär nur KAUFEN will ...
Jetzt kam man bei ebay auf einen neuen Dreh: In der Antwort hieß es, der Account sei gesperrt, weil angefallene Gebühren nicht eingezogen werden könnten, da die Bankverbindung gelöscht sei ... WIE BITTE ???
Ich hangelte mich zu seinen Online-Rechnungen bei ebay durch ... und tatsächlich, dort, wo nix stehen dürfte, weil er ja keine kostenpflichtigen Dienste in Anspruch genommen hatte, standen sage und schreibe 0,02 DM, sprich 0,01 Euro in ekelhaft roten Zahlen ...
Auf die erste Mail mit der Bitte um Klärung wurde von ebay nicht reagiert. Erst die zweite Mail, in der wir dann ein paar rechtliche Grundlagen anführten, die AGB von ebay ein bißchen zerpflückten und ein wenig Dampf abließen, zeigte Wirkung:
Drei Tage später, gerade als ich mir überlegte, noch mehr Druck (ggf. mit Anwalt)zu machen, landete eine Mail im Kuschelbären-Postfach, der Account sei wieder freigeschaltet. Nix Entschuldigung, nix Erklärung, nix Danke für den Hinweis ...
Es mag sein, daß Ihr den Aufwand für übertrieben haltet, wegen einem Cent so einen Aufstand zu machen, da läßt man den Account eben gehen und eröffnet einen neuen ...
Aber wenn ebay an die Schufa meldet, Herr Kuschelbär komme seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, ist es denen wurscht, ob es da um einen Cent oder um mehr geht, und ob es sich um einen Fehler der Firma handelt, auch.
Immerhin sind ebay Namen und Adressen der Händler bekannt, und ich sag da immer: mit wenig fängts an, mit viel gehts weiter ... ein guter Ruf ist viel zu schnell ruiniert.
Meine ebay-Bewertung hat somit wiedermal einen Stich nach unten erhalten.
Das Auto-Prospekt hab ich übrigens recht gut verkauft ... habe auch weitere Sachen schon fotografiert fürs Einstellen. Aber ich werde trotz allem immer vorsichtig bleiben.
Für die allgemeine Bewertung (siehe unten) würde ich mir noch ein Auswahlfeld für "Service" wünschen ... ebay ist in dieser Beziehung bei uns unten durch.
UPDATE VOM 12.08.2002:
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So, und so langsam reichts jetzt.
anya hat in den letzten Urlauben immermal wieder gerne türkische Musik gehört. Der Name, der mir da im Gedächtnis blieb, war Tarkan. Nichts lag da näher, als mal bei ebay zu stöbern: da gibts doch sicher gebrauchte CDs von dem Typen ...
Nach einiger Zeit fand ich heraus, daß die Preise noch immer durchwegs hoch waren. Aber Geduld zahlt sich aus, ich fand einen Anbieter, der die CD "Simarik" für relativ wenig Geld anbot, einen guten Zustand versprach und NICHT wie alle anderen bis in jenseitige Sphären hochgeboten wurde.
Nach einigen Klicks und ein bißchen Warten war die CD mein.
Der Verkäufer zierte sich ein wenig. Obwohl ich ihn nach einem Tag anschrieb, meldete er sich erst nach fast einer Woche, entschuldigte sich, er sei unterwegs gewesen. Okay, kann vorkommen.
Ich überwies das Geld auf das angegebene Konto, teilte dem Verkäufer die Transaktion per Mail mit und wartete.
Nach einer Woche Warten schrieb ich wieder eine Mail - ob er das Geld erhalten habe und ob die CD schon unterwegs sei. Immerhin kommts ja ab und zu vor, daß bei den gelben Kollegen was abhanden kommt.
Nach wieder einer Woche und zwei weiteren Mails (ohne Reaktion) hatte ich aber endlich einen Umschlag mit der Adresse des Verkäufers in der Hand. Doch als ich auspackte, entdeckte ich
a) ein total verkratztes und an einer Stelle gebrochenes Cover
b) statt der versprochenen CD eine Maxi-Single mit einem einzigen Lied in vier Versionen drauf
c) besagte Maxi in völlig verkratztem Zustand.
Anhören konnte ich die Maxi - aber eigentlich hatte ich die CD ersteigert.
Wieder per Mail machte ich den Verkäufer auf seinen Irrtum (Irrtum? Betrug! Aber ich wollte ja erstmal höflich bleiben) aufmerksam. Ich bot ihm an, daß er die Maxi zurücknehmen könne (gegen Kostenerstattung bzw. Nachnahme) oder mir einen angemessenen Teil meines Kaufpreises zurücküberweisen könne. Ohne Reaktion.
Von meiner dienstlichen Adresse, bei der ich eine Empfangsmeldung schalten kann, einen weiteren Versuch. Wieder keine Reaktion.
Jetzt wühlte ich mich wiedermal durch die ebay-Hilfe- und Kontakt- Seiten, bis ich glaubte, endlich das Richtige gefunden zu haben, und schilderte mein Problem.
Zunächst erhielt ich wiedermal nur maschinelle Antwort-Mails, wir mögen uns doch gütlich einigen uswusw. Diese Mails schickte ich so lange wieder zurück (ellenlange Re-Betreffs zur Folge), bis ich ENDLICH einen Menschen hinter den Worten spürte.
Die Dame schickte dann auch gleich eine Mahn-Mail an den Verkäufer (mit Abdruck an mich zur Kenntnis), mit der Aufforderung, sich bei mir zu melden. Keine Reaktion.
Nach zehn Tagen nochmal das gleiche Spiel, diesmal etwas abgekürzt, weil ich ja schon eine Ansprechpartnerin kannte. Nochmals eine Mahn-Mail an den "Gegner", diesmal mit der Drohung der Sperrung.
Ich stellte nun, absolut genervt, eine negative Bewertung in sein Profil, worauf er mir ebenfalls eine verpaßte - meine allererste negative Beurteilung!! Ich reagierte sofort 1. mit einem Kommentar mit einer Richtigstellung, 2. mit einer weiteren Mail an ebay.
Jetzt, endlich, aber erst kurz vor Ultimo, meldete sich der Typ, erklärte sich bereit, mir einen Teil zurückzuüberweisen und bat um meine Bankverbindung. Die schickte ich ihm umgehend (mit Empfangsbestätigung).
Zwei Tage später meldete er sich nochmals, stellte sich doof, behauptete, meine Bankverbindung noch nicht zu haben und verlangte die Kontonummer nochmals ("... wenn nicht bis ... Uhr, dann betrachte ich die Sache als erledigt"), worauf ich ihm selbstverständlich umgehend nochmals die Nummern schickte.
Eine Überweisung? Habe ich bis heute nicht bekommen. Dies habe ich auch der netten Dame bei ebay geschrieben. Der Account meines Gegners ist inzwischen gesperrt - was ja nicht heißen muß, daß er nicht unter neuem Namen weiter Lügen verbreitet.
Was bleibt mir? Einige graue Haare mehr, etwas Geld weniger, neue Erfahrungen und eine negative Bewertung in meinem ansonsten sauberen Profil. Denn auch bei gesperrten Accounts bleiben die Bewertungen stehen.
Finde ich das gut?
Nein, keineswegs. Nachdem mir aber kaum noch Sterne zum Abziehen bleiben, laß ichs bei der aktuellen Bewertung.
In diesem Sinne ...
wiedermal (c) anya66
03.11.2002 23:30
Ich mische auch seit gut zwei Jahren bei Ebay mit. Etwa zu gleichen Teilen als Käufer und Verkäufer. Ich habe in der Zeit etwa 300 Transaktionen gehabt, die zu einem ganz überwiegenden Teil positiv verlaufen sind. Leider hatte auch ich einige Male Pech mit schwarzen Schafen, aber letztendlich überwiegt das Positive deutlich. Ich finde Ebay klasse und würde Dir raten nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Kaufe lieber nur bei Leuten, die eine deutlich positive Bewertungsstruktur aufweisen, dann sind Enttäuschungen selten.
16.08.2002 19:32
Ich habe da gerade als Verkäufer ein Problem. Ein Käufer zahlt nicht und ich bleibe auf den Gebühren sitzen *grummel*
16.08.2002 11:12
Wie gut, dass ich bei ebay nichts mache. Aber was ich von snderen weiß, ist, dass das durchaus öfters vorkommt. Lieber Gruß, Christa (die Dich jetzt hier entdeckt hat) :-)