Die Verkäufer-Bucht im Netz
09.08.2001 (29.10.2001)
Pro:
gute Umstäze
Kontra:
zu kurze Angebotszeit von 10 Tagen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Navigation / Übersichtlichkeit:
Umfang des Angebots:
Aktualität der Website:
Strukturierung der Angebote:
Vertrauenswürdigkeit des Anbieters:
mehr
 Magistix
Über sich:
"Glück bleibt, wo es sich wohlfühlt" .:|:. Ich lese gerne persönliche Erfahrungen, die sic...
Mitglied seit:26.07.2001
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Vertrauende:258
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 56 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ach wie schön wäre es, könnte man doch alles, wie neu, immer billiger bekommen, von denen die sich etwas einmal gekauft haben, es aber weder brauchen noch benutzen... Wäre das nicht toll? ____________________________________________________ .:| Grundsätzliches |:.
eBay (zu Deutsch in etwa so etwas wie "elektronische Bucht") ist ein behagliches Plätzchen, um Dinge zu verkaufen - genauer, um sie zu versteigern und natürlich um sie auch zu ersteigern! Versteigern, das klingt zunächst einmal wie etwas, was Reiche tun, wenn Sie wieder einmal Geld brauchen, oder wie ein Glücksspiele ähnlich wie Roulette. Das Prinzip bei eBay ist jedoch, da es sich wegen der technischen Umsetzung nicht an den vorgegebenen Ablauf einer "realen Versteigerung" halten kann, ein wenig abgeändert. Das große Manko bei einer digitalen Online-Auktion ist es nämlich, dass man die "Ware" nicht vor sich sieht und begutachten kann - unter Umständen kauft man also die "Katze im Sack". Deswegen ist es absolut unerlässlich, bei dem Entschluss zu einer Auktion insbesondere darauf zu achten, dass man als Verkäufer seine Ware ehrlich und möglichst umfassend beschreibt und umgekehrt, dass man als Käufer auch wirklich verlässliche Informationen zu der angebotenen Ware erhält.
Wichtig ist auch bei eBay, dass ihr darüber Bescheid wisst, wer da überhaupt wie und was tut. Deswegen erhält jedes Mitglied eine Markierung, wie hier die Community-Punkte. Man kann „hinter“ jedem Namen eine Person ausmachen – so lässt sich stets nach verfolgen, was ersteigert und versteigert wurde. Kommentare über den Ablauf von anderen Mitgliedern zu Euch sind ebenfalls nachzulesen. Das sehr kurz ladende Design und übersichtliche Layout der Seite präsentiert sich sehr funktionell. Mittels einer sehr guten Suche, übersichtlichen Kategorien und detaillierten Hilfe-Funktionen findet man sich schnell zurecht. Leicht erschließt sich, die obere, persönliche Navigation, die zwischen Angeboten und Geboten von Dir unterscheidet. Schnell lässt sich nachsehen, wie es wo steht, ohne mühsam in die einzelnen Unterbereiche zu gehen. Kontostände und Ähnliches sind einfach und sicher zu verwalten! ____________________________________________________
.:| Zum zweiten und... – verkauft! |:. Doch lieber einmal von vorne: Der Verkauf oder besser gesagt das Versteigern von ihrem Produkt, nehmen wir konkret eine alte Kommode, sollten Sie kurz planen, bevor Sie loslegen. Zunächst einmal sollte bedacht werden, in welche der unzähligen Kategorien bei eBay das Produkt, in unserem Fall die Kommode, passt. Sollten evt. auch mehrere Kategorien zutreffen, so sollten Sie sich beide notieren und merken.
Haben wir unsere Kommode also eingestuft (in die Kategorien "Kunst & Antiquitäten -> Mobiliar" sowie in "Hobby, Heim & Garten -> Möbel und Einrichtungen") müssen wir als nächsten Schritt uns einen Annonce-Text ausdenken, der unsere Kommode am Besten beschreibt. Natürlich sollten wichtige Informationen, wie beispielsweise das Material, die Ausmaße, der zustand, die Aufteilung der Schubladen, etc. sehr genau und auch korrekt sein. Wichtig ist jedoch auch, dass man etwas "persönliches" dazu schreibt - beispielsweise "die Kommode wirkt vor sanftgelbem Anstrich sehr gut. Strahlt die Sonne dann auf den glänzenden Lack, der vor 40 Jahren verwendet wurde, denkt man, die Sonne ginge auch im Haus auf". Zwar klingt ein solcher Text zunächst einmal "seltsam", skurril und deplaziert, doch bewirkt es beim Bietenden eine Identifikation und eine erhöhte Aufmerksamkeit. Offensichtlich hat die vorher spröde Ware, lebendige Züge erhalten - sie strahlt etwas aus! Mit Hilfe dieses Tipps lassen sich bereits weitaus höhere Angebote erzielen, als mittels einer einfachen Artikelbeschreibung. Deswegen bedenken Sie ihre Worte genau, die Sie zu ihrem Objekt abgeben.
Der nächste Schritt ist die Überlegung, ob ein Foto hilfreich wäre, um den Erlös sicherzustellen und zu maximieren. eBay handhabt es so, dass zusätzliche Angaben, wie die Einstellung in mehreren Kategorien (s.o.) mehr Kosten verursachen, als eine Einmalnennung. Konkret heißt dies 35 Pfennig Aufpreis für eine 2-te Kategorie sowie 1 Dm für das eventuelle Foto. Weitere Aufpreise kommen hinzu, wenn man seine Anzeige hervorheben möchte -> dazu später mehr. Zurück zum Foto: Bei unserer Kommode ist es sicherlich hilfreich, wenn man ein Foto hat, da man so auch schnell und einfach sieht, was man zuvor nur berichtet bekommen hat. Ein Foto vermittelt gerade bei teureren Auktionen Sicherheit und erhöht die Glaubwürdigkeit des Anbieters -> er traut sich / erlaubt sich sogar das Produkt zu zeigen, also wird es auch in Ordnung sein, so der Gedanke derer, die es sehen. Hat man sich für (oder auch gegen)das Foto entschieden sollte man natürlich auch das Foto in Datenform auf dem PC bereithaben, also gescannt haben, damit man es auch zu eBay hochladen und anzeigen lassen kann.
Nach der Entscheidung zum Foto folgt als nächster Schritt die Überlegung zu der Höhe des Startpreises. Diese Überlegung kann man in dreierlei Hinsicht treffen: 1) Man setzt einen niedrigen Startwert an (1 DM) und bezahlt somit wenig Gebühren (diese sind auch vom Startwert anhängig) und macht die Ware sehr attraktiv und billig. Schnell werden sich Bieter finden, doch es ist nicht sicher, wie hoch der Preis geht. Diese Variante ist also sehr risikobehaftet. 2) Man setzt einen Mindestbetrag fest, den man beispielsweise von einem Bekannten bereits einmal geboten bekommen hat, oder unter dem man die Kommode nicht verkaufen möchte. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand bietet bzw. das sich mehrere Bieter übersteigern fällt mit Höher des Startwertes. Schwierig ist es, bei hohem Startwert überhaupt einen Bieter zu finden. Je höher der Startwert, desto riskanter und fraglicher die Bereitschaft bei anderen, mitzusteigern.
3) Man stellt einen Mindestbetrag ein und nennt in dem Anbietertext, dass das Gebot als Aufschlag zu dem Fixpreis X ist. Somit weiß man sobald der Erste bietet, das man X bereits sicher hat und man bezahlt weniger Gebühren. Außerdem sieht es für die Bietenden zunächst einmal so aus, es sei ein unheimliches Schnäppchen. Man bedenke, man sieht eine Kommode für 20 DM und übersieht im ersten Moment im Text die Angabe, dass dies der Aufschlag auf 100DM sei und bietet 125m,- Sie sehen selbst, diese Methode ist raffiniert und sollte fair angewendet werden, birgt aber nennenswerte Vorteile. Als nächsten Punkt kann man sich überlegen, ob man seine Auktion hervorheben möchte. Dazu bietet eBay diverse Möglichkeiten an: Man kann sich farblich unterlegen lassen und dafür teuer bezahlen, man kann sich eine fettgedruckte Anzeige erkaufen und sogar als Tipp (selbst auf der Startseite) kann man erscheinen, wenn man bereit ist entsprechende zu zahlen. Mein Tipp dazu: Bei eBay finden sich eigentlich immer Interessierte zu allen Themen. Wer länger dabei ist, durchsucht stets das gesamte Angebot und missachtet die hervorgehobenen Felder sogar, da dort oftmals zu teure Waren verkauft werden sollen bzw. dort nur "Schund" verhökert wird. Also sparen Sie sich das Geld für teure Sonderformen bei eBay!
Dann sind sie eigentlich fertig und sollten alle Überlegungen, Notizen bei eBay eingeben können und die Auktion beginnen lassen. Weitere Anmerkungen: -> eBay-Verkäufer müssen sich zunächst registrieren -> eBay-Verkäufer tragen die Kosten für die Auktion, es sei denn, sie erwähnen es explizit in der Warenbeschreibung -> jede Zusatzoption kostet extra -> Achtung: Gegen Ende erhöhen sich die Gebote schneller - nicht nervös werden! -> Folgende Regel ist richtig: JE höher der Warenwert, DESTO mehr lohnen sich Doppelteintragungen und Hervorhebungen! ____________________________________________________
.:| Ein Klick und ich mach mit – das Ersteigern! |:. Das Ersteigern verläuft sehr simpel. Erst sucht man sich entweder über die Suchfunktion oder mittels der Menüs das Wunschprodukt aus, schaut dann in die verschiedenen Angebote und überlegt sich, was das ist und was es mir wert wäre... Achtet vor dem Kauf unbedingt auf genaue Erklärungen. Nehmt bei teuren Dingen unbedingt eMail-Kontakt auf und fragt nach kleineren Mängeln (am Besten so, als seien die Euch eh egal, ihr wolltet es UNBEDINGT, so rücken viele mit Mankos heraus, denken sie doch, dass es ja nichts mehr schadet, wenn ihr es eh wollt). Klickt Euch durch alle Auktionen und ergleicht was, wie viel kostet. Schaut, wie der Verkäufer bereits bewertet wurde und überlegt Euch, ob das Angebot seriös und der Verkäufer ehrlich ist!
Habt Ihr Euch für einen Artikel entschieden, so braucht Ihr nur den von Euch gesetzten Höchstbetrag unter dem Artikel in ein Feld eingeben und hoffen, nicht überboten zu werden. Man kann immer wieder ein neues Gebot abgeben! Das Bieten geschieht in Ein-Mark-Schritten, so lange, bis jemand nicht mehr überboten wird. Für den Fall, dass ihr nicht dauernd nachschauen wollt, gibt es noch einen Biet-Assistenten, dem ihr euer Höchstgebot nennt, und der dann automatisch den nächsten Bieter überbietet, auch wenn ihr offline seid. Der Assistent sichert Euch also im Zweifelsfall den Zuschlag, vorrausgesetzt Euer Höchstgebot ist eben das Höchste! Nach der Auktion, setzt ihr Euch mit dem Verkäufer in Verbindung – meist kommt dieser auch Euch zu! Dann sollte unbedingt vereinbart werden, was nun mit der Ware passiert (Abholung, Schicken, ...) und wie und wann gezahlt werden soll! Bisher habe ich immer die Ware zugesendet bekommen, das Geld überwiesen (nachher!).
Grundsätzlich kostet Euch das Bieten gar nichts! Was die Kosten angeht scheint es jedoch üblich zu sein, dass man bei Höchstgebot die Portokosten selber tragen muss. Schaut diesbezüglich unbedingt in die Artikelbeschreibung. Auch was die Versteigerungsgebühren betrifft, sieht man es oft, dass die Gebühren auf den Käufer umgelegt werden – also genau nachlesen, ob der Käufer oder der Verkäufer für die Ebay-Gebühren und das Porto aufkommt. ____________________________________________________ .:| Fazit: Macht mit und entrümpelt Euren Speicher! |:.
Versteigern macht Spaß und es ist ein Zockergefühl, wenn man zuschaut, was das Angebot plötzlich wert ist. Es macht Spaß zuzusehen, wie sich andere übersteigern, doch dauert dies im Gegensatz zu einer "richtigen Auktion" nicht ein paar Minuten, sondern mitunter zwischen 3 und 10 Tagen! Umgekehrt ist es süchtig machend, wenn man mitbietet und vielleicht ein richtig gutes Schnäppchen erzielen kann. Gerade in Fachbereichen, wie Musikzubehör, Edel-HiFi oder Gartenzubehör bin ich stets billig weggekommen.
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20.09.2009 11:00
Hat bei mir schwer nachgelassen. Liebe Grüße, Elena
05.12.2002 11:52
Also, das mit dem Startpreis bei 1€ plus Fixbetrag im Anzeigentext klappt nicht, wie auch, die Bieter sind auch nicht blöd.
14.06.2002 12:06
Ein sehr schön strukturierter Bericht. EBay scheint aber auch beliebt zu sein, wenn da nicht die hohen Gebühren wären...