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Ebay-Pilotprojekt - Die Odyssey beginnt...

2  03.12.2011 (17.01.2012)

Pro:
Derzeit  nichts

Kontra:
Mangelnder Support, Pilotprojekt ein Reinfall

Details:

Navigation / Übersichtlichkeit:

Umfang des Angebots:

Aktualität der Website:

Strukturierung der Angebote:

Vertrauenswürdigkeit des Anbieters:

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Athenae

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hi,

ich möchte heute mal meine ersten Erfahrungen zu dem Pilotprojekt kund tun, welches derzeit bei Ebay erprobt wird. Das Pilotprojekt hat den Sinn und Zweck, den Käuferschutz auf Ebay zu verbessern, soweit die Theorie, die Praxis sieht leider ernüchtern anders aus, wie ich erfahren durfte. Am Pilotprojekt sollen bzw. können vor allem neue Verkäufer teilnehmen, dabei werden die Verkäufer von Ebay unterstützt. In dem Fall dient Ebay als Treuhänder, der Käufer zahlt den Betrag für den erworbenen Artikel an Ebay und Ebay wiederum informiert den Verkäufer darüber, das bzw. wann der Betrag bezahlt wurde. Der Verkäufer braucht dann nichts weiter zu tun, als den Artikel zu versenden und erhält dann von Ebay sein Geld.

Soweit die Theorie, die Praxis sieht aber anders aus bzw. kann dieses anders aussehen, wenn man an einen Verkäufer gerät, der den Sinn dieses Pilotprojektes nicht verstanden hat, obwohl dieser dem Pilotprojekt zugestimmt hat bzw. an diesem teil nimmt.

Nun denn, ich habe auf Ebay einen Artikel gesucht und gefunden, habe den gewünschten Artikel erwerben können und habe mich dann nach dem Auktionsende umgehend um die Bezahlung gekümmert. Die Bezahlung lief etwas anders als gewohnt ab, da ich nun den Betrag an Ebay direkt bezahlen sollte, in Verbindung mit dem Pilotprojekt, das fand ich für meinen Teil in Ordnung und ich dachte mir nichts böses dabei. 1-2 Tage später wurde der Artikel vom Verkäufer auch als versendet markiert, soweit schien die Ebay-Welt also noch in Ordnung zu sein. Tage später kam der Artikel noch nicht an, da ich langsame Paketdienste gewohnt bin, war das für mich noch kein Grund zur Unruhe. Die Überraschung kam dann allerdings in Form einer Mitteilung vom Verkäufer, dieser wollte wissen, ob der Artikel bezahlt wurde und ob ich den Betrag an Ebay überwiesen hätte. Ich erklärte ihm die Situation, die ihm ja selbst eigentlich bekannt sein sollte, in Verbindung mit dem Pilotprojekt, das Ende der Geschichte bis dahin war, das sich der Verkäufer strikt weigert, den Artikel zu versenden, bevor er das Geld nicht auf seinem Konto hat. Eine Zwickmühle, sieht doch das Pilotprojekt vor, das der Betrag 14 Tage nach dem Versenden des gekauften Artikel ausbezahlt wird, sollte der Artikel allerdings nicht als Versendet markiert werden, wird der Betrag erst nach bis zu 28 Tagen ausbezahlt.

Für mich war der Fall damit klar, der Verkäufer weigert sich zu versenden, obwohl der Artikel bezahlt ist, Ebay hat den Verkäufer schließlich darüber informiert, der Verkäufer kommt so seiner Verpflichtung nicht nach, also sah ich mich genötigt, einen Fall zu eröffnen, um dieses Problem zu klären.

Jetzt folgt der nächste Akt dieses mittlerweile noch überschaubaren Ebay-Theaterstückes. Ich versuchte nun einen Fall zu eröffnen, ich betone mal "versuchte", denn beim Versuch ist es geblieben. Ich folgte den Ebay-Anweisungen zum Fall mit einem nicht versendeten Artikel, die folgenden Schritte verliefen dann in einer Sackgasse, denn jetzt kommt wieder der Teufel im Detail des Pilotprojektes zum Vorschein. Ich wurde nun von Ebay zu PayPal verwiesen und sollte dort einen Konflikt melden, da ich ja anscheinend als PayPal-Gast die Überweisung an Ebay getätigt hätte. Ich habe mich nun umgehend an den Ebay-Support gewendet und das Problem geschildert. Die Antwort des Ebay-Support hat mir gezeigt, das diese scheinbar selbst Support brauchen, denn den Antwort war alles andere als kompetent. Wir wurde einfach nur geraten, ich sollte doch ein PayPal-Konto eröffnen, um diesen Konflikt melden zu können.

Zähneknirschend habe ich mich nun dazu entschlossen, ein PayPal-Konto zu eröffnen, um dieses Problem lösen zu können bzw. den Artikel oder mein Geld zu erhalten. Aber wie sollte es auch anders kommen, der nächste Akt dieses mittlerweile konfusen Theaterstückes geht nun auf der PayPal-Bühne weiter. Um einen Konflikt melden zu können, soll ich eine Transaktionsnummer angeben, da ich mir diese Transaktionsnummer schlecht aus den Fingern saugen kann, Ebay es auch nicht für nötig gehalten hat, mir als PayPal-Gast diese zukommen zu lassen, darf ich nun hinter dieser ominösen Transaktionsnummer her jagen, um einen Konflikt zu melden, der mittlerweile konfuse Dimensionen annimmt.

Hier endet erst einmal die vorläufige Odyssey mit noch unbekannten Ausgang, über die weitere Irrfahrt werde ich natürlich berichten, sollte sich etwas tun.

Mein derzeitiges Fazit und damit stehe ich wohl nicht allein da (den Negativmeldungen der Ebay-Community zu folge), dieses Pilotprojekt von Ebay ist ein Fehlschuss, der seinen Sinn und Zweck bisher scheinbar gnadenlos verfehlt hat. Die Idee die dahinter steckt, mag ja gut gewesen sein, die Umsetzung allerdings kann man nur noch als Mangelhaft bescheinigen.

-------------------- NACHTRAG --------------------

Mittlerweile wurde das Problem aus der Welt geschafft, zumindest aus dem finaziellen Gesichtspunkt. Ich habe den euneinsichtigen Ebay-Verkäufer noch ein paar Tage im Auge behalten und durfte das sehen, das dieser den von mir ersteigerten Artikel erneut einstellte und nochmals verkaufen konnte. Da war mir dann auch endgültig klar, dieser Verkäufer bleibt uneinsichtig und ist nicht an einer Lösung interessiert. Da ich auch nicht wollte das dieser Verkäufer auch noch von Ebay dafür belohnt wird und nach 30 Tagen den Betrag überwiesen bekommt ohne den Artikel verschickt zu haben, habe ich mich dann nochmals an PayPal gewandt, diesmal allerdings telefonisch.

Also 0180er Servicenummer rausgesucht und angerufen, der erste telefonische Kontakt zu PayPal führte mich auch gleich mal zu einem Sprachcomputer, der erst einmal vorab einige Dinge quasi vorsortieren wollte, bevor ich dann zum nächsten freien Mitarbeiter durchgestellt werden sollte. Nach 8 Minuten Warteschlage in denen ich mir 4 klassische Musikstücke anhören durfte, wurde ich endlich zu einem Mitarbeiter gelotst, dem ich dann auch den Sachverhalt der Lage geschildert habe. Dieser hat mich an einen weiteren Mitarbeiter weitergeleitet, dem ich dann ebenfalls die Sachlage geschildert habe. Nachdem die Lage klar war und ich noch zur Identifikationsüberprüfung einige Daten durchgegeben habe, wurde die Zahlung von PayPal gestoppt und dem Verkäufer eine Frist gesetzt, sich dazu zu äußern. Vom Verkäufer kam scheinbar nichts mehr, es dürfte dem auch schwer gefallen sein, eine plausible Erklärung abzuliefern.

Nun ja, das Gespräch mit PayPal hat gute 22 Minuten gedauert, bei einer 0180er Servicenummer von 14 cent pro Minute nicht unbedingt der Knaller. Mir wurde aber nach der Frist mein Geld wieder erstattet, das war dann auch das einzig gute an der Geschichte, schließlich habe ich am Ende noch drauf gezahlt.

Fazit die Zweite:

Der Ebay-Käuferschutz mag in diesem Fall in gewissem Maße gewirkt haben, aber ich als Kunde habe dafür bezahlen müssen und bin am Ende um eine weitere Erfahrung und ein teures Telefongespräch reicher...

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Flo_Grundmann

Flo_Grundmann

03.12.2011 12:20

Pilotprojekt schön und gut. Aber über die Site an sich erfahre ich so gut wie gar nichts...

lehnin

lehnin

03.12.2011 01:56

Zumindest brauchst Du aber als Käufer keine Gebühren an PayPal zahlen. Das macht sich beim internationalen Einkauf besonders gut. Als Verkäufer, sieht es da schon etwas anders aus. Denn hier wird leider mehrfach abkassiert. Übrigens: es gibt auch andere Plattformen, da kannst Du sogar FSK18 Titel verkaufen.

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