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EIKB = KBFM: Kunden Bezahlen für Meinungen

1  21.12.2005

Pro:
Hübsch designte Seite

Kontra:
Astroturft in Userforen, Scheinbar Briefkastenfirma, Anzeichen von Unseriosität

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Navigation / Übersichtlichkeit:

Informationsgehalt

Aktualität der Website:

Höhe des Verdienstes:

Wahrscheinlichkeit der Auszahlung:


Arminator

Über sich: Wurde '74 geboren. Bin jetzt endlich wieder "e Pälzer". Ansonsten geht es mir gut. Manchm...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 58 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Kürzlich bekam meine Freundin eine e-Mail, mit der sie die Teilnahme beim Europäischen Institut für Konsumenten Befragung (EIKB) bestätigt bekommt.
Da sich das ganze recht interessant anhörte, habe ich mich auch mal auf www.eikb.com beworben.

Laut Website bekommt man Warenproben zugesandt, die man ausgiebig testet, und dann dazu Beurteilungen schreibt. Danach darf man das Produkt behalten.

Ich schien Glück zu haben. Bei meiner Antwortmail hieß es, daß ich gerade noch so in einen der letzten freien Plätze gerutscht wäre (O-Ton: "Vielen Dank für Ihre Bewerbung als Produkttester. Ihre Bewerbung wurde gerade von mir bearbeitet und es freut mich Ihnen mitteilen zu dürfen, dass wir kurzfristig noch einen freien Platz für Sie gefunden haben.")
Zusätzlich zur Mail meiner Freundin (die auch gerade noch so ganz knapp aufgenommen wurde) wies die Mail nun auf AGBs und Häufig gestellte Fragen hin.

Da mich der Unterschied stutzig machte, habe ich mir die Seiten mal angesehen, da bei meiner Anmeldung auf der Seite keine AGB und keine Fragen verlinkt waren. (Wer's wissen will: Google Cache vom 6.12.2005 ansehen oder die Screenshots betrachten)

In einem Wust von Fragen steht da, daß man nach Zusendung seines Zertifikats bis zu 25 Euro pro Warenprobe bezahlen soll, damit einem die Ware zugeschickt wird.

Man überlege: Man meldet sich an, hat mit Erhalt der Bestätigungsmail 14 Tage Zeit von der Mitgliedschaft zurückzutreten, bekommt aber frühestens erst nach 4-6 Wochen das erste Paket.

Stutzig darüber, daß ich bei der Anmeldung darüber nichts gefunden habe, habe ich mal gegoogelt und bin auch in einem Forum fündig geworden, wo die ersten Leute schon gleich bei Erhalt des Zertifikats 49 Euro berappen sollten, um die ersten Lieferungen zu erhalten.

Man muß also quasi die Katze im Sack kaufen. Man erfährt nie, was man bekommt. So hat ein Forenschreiber geschrieben, er hätte nach einem Inkassobescheid für eine 20 Gramm Sekundenkleber-Probe bezahlen dürfen.

Leider wurde per Unterlassungsklage dieser Thread Forum gelöscht.

Verblüffenderweise erschien aber auch eine positive Nachricht, von jemandem, der angeblich schon 2 Monate beim EIKB wäre, und Waren im Wert von über 200 Euro erhalten hat, wie z.B. "Parfüm [...] (Was neues von Chanel wohl), eine Computermaus (Logi), elektrische Zahnbürste, ein Keramikmesser, elektrischen Tellerwärmer, Infrarotfön boaahhh und der Rest..." fiele ihm nicht mehr ein.
Die Nachricht hat er am 13.12.2005 ins Forum gestellt.
Ein WHOIS-Lookup zeigt, daß die Domain erst am "19 Oct 2005 22:33:03 EST" angemeldet wurde.

Auch hier bei Ciao gibt es zwei Berichte, die überwiegend Gutes über EIKB zu berichten wissen.
Diese Berichte wurden kurz nach den ersten schlechten Kritiken von Usern erstellt, die sich gerade angemeldet haben und bisher nur diesen einen Bericht geschrieben haben.
Seither gibt es keine weiteren Berichte und Fragen im Gästebuch werden auch nicht beantwortet.
Ich vermute auch hier einen Fall von Astroturfing.

Seltsam ist auch, daß eine Europäisch agierende Organisation eine Hotmail Adresse beim erstellen der EIKB.com Domain benutzt.

Ich habe einfach mal meinem Bauchgefühl vertraut, und mich innerhalb der 14 Tage Kündigungsfrist ausgetragen, und mir die Kündigung schriftlich per Mail bestätigen lassen.
Das hat erfreulicherweise bei mir sofort und ohne Probleme geklappt. Meine Freundin mußte eine zweite Mail schreiben, in der sie Sich die Kündigung schriftlich bestätigen ließ.

Die Antwort-Mail kam von einem Deutschen Mailserver im Strato Netzwerk.

Ich fasse mal kurz zusammen:
Ein Europäisches Inistitut, was eine deutsche Abkürzung in seiner Domain benutzt (EIKB = Europäisches institut für KonsumentenBefragung - obwohl das Institut den Hauptsitz in London hat), registriert über einen Australischen billig-Anbieter von Domains mit einer kostenlosen Hotmail-Adresse, hat einen Sitz im 2. Stock eines Londoner Gebäudes und verschickt über Strato seine e-Mails aus Deutschland.

Fast so skurril wie ein schwedisches Möbelhaus, was in Deutschland chinesische Eßstäbchen verkauft, die Made in Spain sind.

Irgendwie ist nach meiner Auffassung die Seriosität dieses Instituts arg in Frage gestellt.

Ich sage nicht, daß das da Betrügereien ablaufen. Auch will ich obige Forum-Posts nicht als bare Münze nehmen (egal ob positiv oder negativ).
Aber Fakt sind die Seltsamkeiten der Domain, die für ein Europäisches Institut einfach zu unprofessionell wirken.

Auch stößt mir sauer auf, daß man Geld im Voraus bezahlt, ohne genau zu wissen wofür.

Mein Fazit:
Navigation: wird anscheinend schritt für Schritt erweitert, je nachdem wie sich die Leute beschweren. (siehe Screenshot aus Google Cache und aktueller Screenshot mit AGB).

Informationsgehalt: Bezüglich dessen was das Institut anbietet gleich Null. Aber viel Marketing geblubber. Man erfährt nicht, welche Firmen Produkte testen lassen wollen, oder welches Screening man vornimmt, damit z.B. nicht plötzlich ein 50 jähriger Mann ein Damenepiliergerät bekommt.
Lediglich in den AGB ist in der Mitte versteckt, daß der Dienst
"maximal EUR 24,90 pro versendetem Paket" für den Versand/Beschaffung/Durchführung der Produkttests verlangt.

Außerdem ist keine echte Telefonnummer im Impressum mit der man die Firma kontakten kann. Beide Nummern im Impressum sind deutsche 0180-5 Nummern. Auch die Nach Großbritannien.
Und diese Nummern sind laut Forum Postings nicht wirklcih erreichbar.

Höhe des Verdienstes: Naja, ich bekomme angeblich Zeug zum Testen, was ich behalten darf. Aber ich frag mich, wer wohl verdient, wenn ich 25 Euro bezahle, und 20 Gramm Sekundenkleber behalten darf?

Bilder von eikb.com
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Aktuelle Site vom EIKB vom 21.12.2005 mit AGB Link
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
emgi

emgi

17.07.2006 15:44

Danke für den Hinweis. LG Michael

John_Philipp_Krois

John_Philipp_Krois

05.07.2006 02:49

Das ist ein sehr nützlicher und hilfreicher Kommentar. Habe mich dort zum Glück nicht angemeldet & werde es nicht tun. Es hat mich auch sehr verwundert, daß Google dieses "europäische" Institut nicht kennt. Das Angebot macht von der Aufmachung her einen seriösen Eindruck, aber beim näheren Hingucken scheint das nicht der Fall zu sein (die Bezahlung von mehreren Beträgen im voraus ist natürlich sehr verdächtig und hat mich dann dazu bewogen bei ciao.de Meinungsberichte zu lesen, und dann bin ich zum Glück auf Ihren Kommentar gestoßen).

daniela2116

daniela2116

29.06.2006 02:07

Find ich ja sehr interessant !!! ich habe mich auch beworben bei EIBK Registriert und habe mitlerweile 4 mails geschreiben und nie eine antwort Bekommen

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