geheime Fenster, Das (2004)

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geheime Fenster, Das (2004)

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Der Mann wird alt...

2  06.05.2004

Pro:
am Anfang ein bißchen Spannung, zwischendurch ein oder zwei (leichte) Schockeffekte

Kontra:
Unlogische / unglaubwürdige Story, flache Figuren, zuwenig Handlung

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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Greenie71

Über sich: Ein Erdenmensch. Glaube ich zumindest. Bin mir aber nicht immer so sicher, könnte auch Betageuze ode...

Mitglied seit:02.03.2001

Erfahrungsberichte:13

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 48 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

...und hatte ja in der Vergangenheit eher selten Glück mit der filmischen Umsetzung seiner Werke.

In den letzten Jahren habe ich mir meistens die Mühe erspart, Kings' literarische Ergüsse über mich ergehen zu lassen. Leider habe ich das Gefühl, dass der Mann zunehmend einfallsloser wird. Und so bewerte ich den Film ohne das Buch/die Geschichte zu kennen.

Kurz zur Story:
--------------------
Es geht um einen Schriftsteller der seine Frau "in Flagranti" erwischt, sich nun im Scheidungsverfahren befindet und allein in einer Berghütte lebt. Irgendwie scheint er wohl mitten in einer Schaffenskrise zu stecken (ist wohl nicht der einzige, haha...), als ein netter Herr mit dem einfallsreichen Nachnamen "Shooter" ihn des Plagiats bezichtigt. Unser Schriftsteller soll nämlich eine Kurzgeschichte fälschlicherweise unter seinem eigenen Namen veröffentlicht haben.

Nachdem unser Schreiberling Shooter nicht so ganz ernst nimmt, werden dessen Methoden zunehmend rabiater und reichen von Brandschatzen bis hin zu Mord.

Wer der Bösewicht ist, scheint also recht eindeutig. Allerdings zeigt sich am Ende, dass eben nichts so einfach ist, wie es zu Anfang scheint...

So, das sollte reichen, den Rest seht euch im Kino an. Aber nur falls ihr wirklich gar nix anderes zu tun habt...


Meine Kommentar:
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Das ganze hört sich ja nun nicht wirklich interessant an und man fragt sich: Ist das schon alles? Mein Antwort: Im Großen und Ganzen ja.
Leider fehlt es dem Film an so ziemlich allem, was in früheren Zeiten eine (gute) King-Verfilmung ausmachte. Die Personen sind überzeichnet (was Klischees angeht) andererseits aber ziemlich eindimensional, es fehlt sowohl an Logik und ausgefeilter Story als auch an Spannung.

Wieder einmal glänzen stereotype Persönlichkeiten. Zwar nicht ganz so schlimm wie in "Dreamcatcher", dafür passiert dieses mal aber noch weniger. Da gibt es den von seiner Frau enttäuschten Ehemann und physisch zum Kämpfen absolut ungeeigneten Schriftsteller, den tumben Dorfsheriff und den ebenso bösen wie gewissenlosen Fremden...

Anstatt den Zuschauer zu gruseln beschränkt sich der Film auf Andeutungen hinsichtlich einer nicht ganz astreinen Vergangenheit des Schriftstellers, was aber nicht wirklich aufgeklärt wird. Das soll wohl irgendwie unheimlich sein, langweilt aber bloss, weil man eben nicht weiss, was da eigentlich angedeutet werden soll. Lediglich ein paar wenige Szenen, in denen der Schriftsteller im Haus auf die Jagd nach dem Bösewicht geht, verbreiten zumindest ein klein wenig Spannung.

Nicht dass des Schreiberlings Handlungen in irgend einer Weise von Logik bestimmt wären. Nein, im Gegenteil hilft er Shooter auch noch bei der Beseitigung der Leichen. Und warum tut er nicht das einzig vernünftige, nämlich Shooter das Magazin zu zeigen, durch das die Plagiatsvorwürfe entkräftet werden könnten? Noch dazu, da Shooter mehrmals klarmacht, dass er seine Aktionen aufgeben werde, sobald der Beweis vorliegt? Statt dessen lässt unser lieber Schriftsteller den Bösewicht munter weiter vor sich hin meucheln...

Und was schließlich die "blutigen" Szenen angeht, die empfand ich als arg bemüht. Irgendwie machen sie weder im Verlauf der Handlung und erst recht nicht nach der Auflösung richtig Sinn.

Noch anzumerken wäre, dass mich gerade die Auflösung des Rätsels und das dämliche Ende des Films richtiggehend geärgert haben. Da gibts dann Mord und Totschlag und ganz zum Schluss wird irgend was vom perfekten Ende einer Story gefaselt, was (zumindest für mich) in keinerlei Zusammenhang mit den ursprünglichen Ereignissen steht.

Aber vielleicht sind ja amerikanische Dorfpolizisten tatsächlich zu dämlich, ein paar dilletantisch beiseite geschaffte Leichen zu finden, selbst wenn ein recht konkreter Verdacht besteht. Und vielleicht fällt King ausser einem durchgeknallten Psychopathen wirklich nix besseres mehr ein...

Fazit:
--------
Sorry, aber das war wohl nix.

Ich nehme mal an, dass da wieder mal eine Kurzgeschichte zu einem abendfüllenden Film gestreckt werden sollte, was ja zum Beispiel auch schon bei "Nachtschicht" reichlich schief gegangen ist. Statt spannender Handlung erwartet einen eher eine sich wie Kaugummi hinziehende Geschichte mit unglaubwürdigen Figuren, kaum Überraschungen und vielen ziemlich flach gezeichneten, farblosen Figuren die orientierungslos in der Gegend rumlaufen bis endlich das hirnrissige Ende erreicht ist.

PS: OK, nur der Vollständigkeit (und Fairness) halber noch was zu den schauspielerischen Leistungen: Sowohl Johnny Depp als auch John Turturro machen ihre Sache gar nicht mal so schlecht. Fans des ersteren könnten also durchaus interessiert sein ;-)
Trotzdem rettet das die hanebüchene Story meiner Meinung nach nicht.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Tomatensalatmitei

Tomatensalatmitei

09.11.2004 14:05

Jo, das waa nicht nur nichts, sondern soga gaanix. Ich habs gerade auf DVD geguckt. In den Extras erzählt der Regisseur, was sie sich ales so gedacht haben bei dem Film. Dann versteht man auch manche Ungereimtheit. Leider kommt von dem "Gedachten" so gut wie nichts rüber. Ist halt sehr subtil. Oder anders gesagt: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. VG Tom

RengerT

RengerT

01.10.2004 15:09

HAbe ich vor geraumer Zeit in einer Sneak gesehen. King ist eben schwere Kost ob als Buch oder als Film. Gruß Thomas

geschmacksneutral

geschmacksneutral

09.05.2004 15:06

Er versucht doch aber ihm das Magazin zu zeigen. Beim ersten Mal verbrennt es (gut, er traut sich nicht, dass Mahazin aus dem Haus zu holen) und beim zweiten Mal fehlen die Seiten.

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