...gspz.de kam mir auch eher der Zufall zu Hilfe. Eigentlich war ich auf der Suche nach Erlebnisberichten von Auswanderern. Bei Ciao wird kaum über das Thema geschrieben. Wahrscheinlich weil man dafür keine Inhaltsstoffe von der Packung abschreiben kann ... aber ich schweife ab. Ich suchte also ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Cryotank über gspz.de 19. Oktober 2001
Produktbewertung des Autors:
Navigation / Übersichtlichkeit:
gut
Informationsgehalt:
informativ
Aktualität der Website:
recht häufig
Design:
gut
Ladezeit der Website:
langsam
Pro:
witzige Seite
Kontra:
die Laaaadezeiten !
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ja, ich schmunzle gern einmal. Und über richtig guten Humor kann ich sogar herzhaft lachen. aber dreckig musser schon sein. Für einen Schenkelklopfer Marke „kommt ne Frau beim Arzt“ strenge ich meinen musculus orbicularis oris gar nicht erst an. Bis auf einige wenige Seiten habe ich im Netz bisher aber noch keine wirklichen Brüller aufgespürt. Bei www.gspz.de kam mir auch eher der Zufall zu Hilfe. Eigentlich war ich auf der Suche nach Erlebnisberichten von Auswanderern. Bei Ciao wird kaum über das Thema geschrieben. Wahrscheinlich weil man dafür keine Inhaltsstoffe von der Packung abschreiben kann ... aber ich schweife ab. Ich suchte also Stories über Deutsche, die es in die USA verschlagen hat. Dass ich dabei auf einen Mann mit offensichtlich - im positiven Sinne – krankem Hirn und einem Nachnamen wie ein Magen-Darm Virus stoße, hätte ich nicht gedacht.
Aber wer issn der Mann nun und was soll an der Seite so toll sein? Hinter www.gspz.de verbirgt sich die Internetseite von Oliver Gaspirtz, einem Aachener Cartoonisten, der seit etlichen Jahren in New York wohnt. Zu seinen „albernen Bildchen“ scheint der gute Mann wohl zufällig gekommen zu sein; jedenfalls lese ich das aus seinem Lebenslauf heraus. Mittlerweile hat sich Olivers dreckiger Humor sowohl in den Staaten als auch hier in Deutschland etabliert. Er schreibt Bücher ( kritzelt? zeichnet?! Ich hatte leider noch keines zur Hand ), stellt seine Werke auf Kunstausstellungen zur Schau, zeichnet Bilder für Kalender und veröffentlicht seine Schweinereien in diversen Zeitschriften wie den „Eulenspiegel“. Wer weiß, vielleicht habt ihr einen Comic von ihm mal in dem Käseblatt „Neue Post“ gesehen? ICH würde mir so eine Hausfrauenzeitschrift ja NIE durchblättern ;-) Okay, Humor ist nicht gleich Humor und die Bücher mancher Leute kann man höchstens für das wackelnde Bein des Esstischs benutzen – wie beispielsweise das neue Kochbuch von Naddel.
Aber der Mann ist witzisch, wirklisch! Noch ganz betäubt von seiner humorvollen und interessanten Kolumne über einen Aachener in New York ( vier Jahre älter als ich und doppelt so viel erlebt ) war ich einfach gezwungen, weiterklicken. Über Design, Navigation und Ähnliches will ich mich hier nicht weiter auslassen, um den Beitrag nicht künstlich zu strecken. Doch eins ist mir aufgefallen: auf den Seiten von Oliver finde ich wesentlich mehr Fremdwerbung als die ständige Aufforderung, doch nun endlich mal einen Original-Gaspirtz fürs Gäste WC zu kaufen. DAS nenne ich Bescheidenheit! Wo wir grad bei „bescheiden“ sind: die Ladezeiten der Bilder sind’s leider auch. Mit meinem 56 KB bauen sich die Comics so langsam auf, dass ich in der Zwischenzeit einen Holzschuhtanz einstudieren könnte. Natürlich ist es auch immer ein wenig von der Uhrzeit abhängig, zu der man sich auf der Seite befindet.
Die Wartezeiten für die Comics und Cartoons lohnen sich aber. Olivers Humor ist teilweise so bitterböse, dass ich mir einmal sogar einen virtuellen Rüffel eingefangen habe, als ich einer etwas zartbesaiteten Freundin einen falschen Comic von ihm schickte. Allerdings findet man auch „harmlosere“ Cartoons vor, so dass eigentlich für viele Leute etwas dabei sein dürfte. Ich persönlich habe den Comic „Krankenhaus-Humor“ und den Cartoon „Amputations-Diät“ zu meinen Lieblingen auserkoren – welche das sind, müsst ihr selbst herausfinden.
Neben den Zeichnungen kann man auch andere Dinge bestaunen, die der Meister draufhat. Oliver designt Seiten, entwirft Banner, Poster, Logos und Maskottchen für diverse Firmen. Der Künstler lässt uns sogar per Video Clip ein wenig an seinem Privatleben teilhaben – aber nur wirklich kranke Leute wollen dabei zusehen, wie er von seinen Hunden fast zu Boden geknutscht wird. ;-) Neben ein paar links ( unter anderem zu seiner englischsprachigen Seite, auf der es manchmal sogar andere Dinge als auf der deutschen zu sehen gibt ) gibt es zwei interessante Möglichkeiten für angehende Gaspirtz-Jünger. Zum einen kann man sich kostenlose Bildschirmschoner downloaden und, und zum anderen gibt es eine mailingliste, in die man sich eintragen kann. Dort wird man nicht mit langweiligen news versorgt, sondern bekommt in unregelmäßigen Abständen Comics, Cartoons oder links zu lustigen Seiten in die Mailbox geliefert. Im Moment scheint der Meister etwas eingespannt zu sein; die letzte mail liegt schon ein paar Wochen zurück. Wenn er keine Lust hat kann ich ihn aber auch verstehen; er wohnt nicht unweit von dem Ort entfernt, an dem mal das World Trade Center stand.
Trotz der teilweise sehr nervigen Ladezeiten sach ich „thumbs up“ zu Olivers Seite. Für Leute mit Sinn für schwarzen Humor ( manchmal haarscharf über der Gürtellinie ) genau das richtige für zwischendurch.
Pro: Preisgekrönte Cartoons und Comics, interessante Artikel über New Zork. Kontra: Läd manchmal ein wenig zu langsam.
Pünktlich zur Ferienzeit präsentiert sich www.gspz.de mit den Erlebnissen und Reisetipps eines deutschen Auswanderers in New York.
Seit 1993 lebt der aachener Künstler Oliver Gaspirtz in New York. Seitdem waren seine Cartoons in allen großen amerikanischen Zeitschriften und Illustrierten, in über 20 Büchern, und in zahlreichen internationalen Ausstellungen zu sehen. Nur in seiner alten Heimat sind seine Zeichnungen noch recht unbekannt - was sich ... ...New Yorker Alltags sind auf www.gspz.de zahlreiche von seinen preisgekrönten Cartoons, Comics, und Animationen zu sehen. Vorsicht: schwarzer Humor!
Außerdem gibt's hier einige lustige Bildschirmschoner, die man kostenlos downloaden und auf dem eigenen Computer installieren kann. Da die Schoner Freeware sind, darf man sie auch an Freunde und Bekannte weitergeben. ...
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