Zeitverschwendung

1  28.05.2008

Pro:
?

Kontra:
Dozenten ohne Lehrerausbildung

Empfehlenswert: Nein 

dvm24

Über sich: auf dem Weg nach Irgendwo im Nirgendwo.

Mitglied seit:24.10.2005

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Vertrauende:6

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 79 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Meine Ausbildung war schulisch und Betrieblich kombiniert. Dabei hieß es über 3 Jahre Schulbank drücken und 2x 1/2 Jahr Praktikum. Die Schulische Ausbildung wurde an einem privaten Bildusinstitut durchgeführt.

Das Fach Englisch wurde an Inlingua outgesourced. Das Lernziel war Fach-/Businessenglisch speziell im IT - Bereich. Normal muss man für die Kurse von Inlingua bezahlen. Hier wurde die Bezahlung durch den ESF (Europäischen Sozial Fond) gefördert durch das Arbeitsamt ehm. Arbeitsagentur mit bezahlt.

=>>>Anbieter<<<=


Inlingua bietet Sprachkurse unterschiedlichster Art für die verschiedensten Sprachen an und ist in nahezu jeder größeren Stadt vertreten.

Neben normalen Kursen werden Auch Firmentrainings und Sprachreisen angeboten. Auch Übersetzungen und Dolmetscher werden geboten.

=>>>Lehrer / Dozenten:<<<=


Sehr positiv ist ,dass Inlingua auf Muttersprachler setzt. Problematisch ist dabei, dass diese teils nur bedingt Deutsch können. Weshalb es in Einzelfragen schwierig sich zu verständigen. Auch sind diese nicht immer ausgebildete Lehrer. Wer eine Sprache lehren will, sollte in dieser auch wirklich Fit sein. Möglichst auch in dem Bereich studiert oder zumindest gelernt. Dies scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein. So kam es mir eher vor, das es langt Muttersprachler zu sein. Da könnte man sich auch irgendeinen deutschen in einem Einkaufszentrum rauspicken und ihn nach Grammatikregeln.

=>>>Praxis<<<=


Der Unterricht begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde, von uns und vom Dozenten. Als nächstes gab es einen kleinen schriftlichen Test. Etwas Grammatik, etwas Vokabeln. Die Primäre Prüfung lag auf Grammatikkenntnissen. Eher niedriges Niveau um den Leistungsstand zu prüfen. Eigentlich ganz gut, wenn der Unterricht anschliessend daran ausgerichtet wird.

Ob es an Inlingua lag oder am Bildungszenter, Lehrmaterialen oder Bücher wurden zunächst keine ausgeteilt. Meist gab es nur Kopien.

Dozent Nummer Eins. Er war Engländer. Sein Zeitgefühl war alles andere als gut. So kam er regelmäßig zu Spät. Nein, nicht etwa 5 Minuten. Ein bis zwei Stunden waren es. Am Anfang kann man es vielleicht noch verzeihen, weg nicht gefunden, oder ähnlichem. Aber über Wochen regelmäßig ist schon erschreckend. Auch war der Dozent alles andere als motiviert. So wurden Kopien ausgeteilt diese manchmal abgearbeitet. Ohne direkt auf Probleme oder Lernthemen ein zu gehen. Sich mit dem Dozenten zu verständigen war nur schwer möglich, immerhin konnte er so gut wie kein Deutsch.

Sicher ist es gut, wenn in einem Englischkurs sich in Englisch unterhalten wird. Bei Fach und Verständnissfragen ist aber schon hilfreicher seine Probleme in der eigenen Muttersprache (Deutsch) klären zu können.

Auf Fragen nach fachliche Fragen konnte er nicht eingehen und klammerte sich nur an das Kopiermaterial. Was nicht in den Kopien stand konnte er auch nicht sagen. Als Höhepunkt sollte jeder eine Kassette mitbringen mit einem englischsprachigen Lied. Ja Kassette, im CD Zeitalter. Ein Schüler hatte dann noch einen CD-Player mit gebracht. Denn der Dozent hatte nur einen Kassettenplayer. Dann sollte jeder sein Lied vorstellen und auch übersetzten. So gut die Idee war, so schlecht wurde sie ausgeführt. Alle saßen nur da und haben Musik gehört.

Die meiste Zeit wurden jedoch irgendwelche Gruppenspiele durchgeführt. Spiele, die nicht wirklich etwas mit Sprachen lernen zu tun haben. Fühlte mich irgendwie in Kindergarten zurück versetzt. Eher eine Beschäftigungsmaßnahme, damit der Dozent seine Ruhe hat.. Es gab keine wirklichen Aufgaben und das Sprachniveau war auch erschreckend niedrig. Gelernt hat dabei keiner etwas. Nach ein paar Wochen kam für einige Tage kein Dozent mehr.

Danach kam eine neue Dozentin, Belgierin und konnte auch deutsch. Didaktisch war sie besser und auch motivierter. Nur musste man seine Fragen und Probleme auch wieder in Englisch vor tragen. Wo einige wieder kapituliert haben und erst gar nicht fragten. Es ging auch wieder bei 0 los. Diesmal etwas mehr Aufgaben und weniger Spiele. Aber auch hier war kein direktes Lernkonzept zu erkennen.

Hausaufgaben oder Tipps was man vertiefen könnte gab es keine.

Zum Abschluss gab es eine Prüfung, wie das Ergebnis war? Keine Ahnung. Immerhin gab es ein Zertifikat als Teilnahmebestätigung. Die Prüfung selbst war auch eher ein Mix aus Textverständniss und Grammatik. Mit einer Prüfung an einer Realschule oder gar einem Gymnasium ist der Test überhaupt nicht vergleichbar. Das Niveau liegt tiefer.

=>>>Fazit:<<<=


Ich kann nicht beurteilen, wie die Kurse welche man direkt bei Inlingua buchen kann sind. Oder ob es Unterschiede zu Schulen in anderen Städten gibt. Glaube aber kaum, dass es dabei große Unterschiede geben wird. Die Qualität ist sehr von den einzelnen Dozenten abhängig, deren Qualität sehr schwankend ist. Die Dozenten bleiben die selben. Dieser Kurs war eine Katastrophe und absolute Zeitverschwendung. Weder einfaches Touristenenglisch noch Businessenglisch wurden überhaupt angekratzt. Das Zertifikat sieht zwar nett aus in den eigenen Unterlagen ist aber Wertlos.

Bei einem Kurs mit Buch und CD aus der Bücherei lernt man mehr. Hätte ich für den Kurs selbst bezahlt wäre ich sofort ausgestiegen und hätte mein Geld per Anwalt zurück geholt.

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Lorin76

Lorin76

07.06.2008 19:11

Ich finde deinen Bericht sehr gut und kann die wh-Bewertung nicht verstehen.

fredbaer

fredbaer

29.05.2008 10:37

Was heisst hier Inlingua abwerten? Der Autor/-in des Berichtes hat hier seine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen wiedergeben. Darum heisst ja auch ERFAHRUNGSBERICHT. Was die "unmotivierten" Dozenten betrifft? Da müsste man mal die Höhe deren Honorare hinterfragen, einen Marktvergleich durchführen und dann das Ganze nach leistungsgesellschaftlichen Gesichtspunkten bewerten. Vielleicht kommen wir dann den Ursachen der Unmotiviertheit näher?

Miamibeach-Mike

Miamibeach-Mike

29.05.2008 06:47

*nach unten schiel* Hier scheint sich jemand nicht im geringsten mit dem CiaoSystem auszukennen, denn Ciao legt nicht für jedes Örtchen ne extra Kat an - das ist nicht Sinn und Zweck der Sache. DU hast DEINE Erfahrungen hier gelassen, so wie es sein soll, wenn da ein Leiter einer Transfergesellschaft meint das darf man nicht, dann gehört sowohl die Bewertung als auch der Kommi Ciao gemeldet und gelöscht *kopfschüttel*

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