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Mehr Schein als Sein

2  11.07.2012

Pro:
[ .  .  .   ] unter den Blinden ist der Einäugige König !

Kontra:
Der JOYclub bietet NICHTS  -  Alles kann auch gratis anderswo gefunden werden .  .  .

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Navigation / Übersichtlichkeit:

Informationsgehalt

Aktualität der Website:

Anzahl der Anzeigen:

Seriosität des Anbieters:


uriil

Über sich:

Mitglied seit:09.07.2012

Erfahrungsberichte:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo,


wahrlich hanebüchen wie arg die Werbetrommel von manchen hier gerührt wird!

Tacheles meine Herren, wer als Mann dieser Seite mehr als 3 Sterne vergibt, sollte verdächtig erscheinen. Darum möge jeder Interessierte aufmerksam lesen.
Vor allem das wichtigste dabei im Auge behalten – was ist der tatsächliche Gewinn und wer profitiert davon wirklich...

Meine persönlichen Erfahrungen waren allenfalls überaus ambivalent, wenn nicht gar sehr durchwachsen. In 2010 habe ich einer Werbeaktion (war glaube ich leicht ermäßigt, aber ohne Gewähr) folgend, dort den Premium-Account für ein halbes Jahr erworben und war zwei Monate ziemlich aktiv. Bereits nach kurzer Zeit war ich mehr als nur ernüchtert, anschließend lag das Abonnement brach, bis ich es dann im vorgegebenem Zeitrahmen gekündigt habe.

~~> Vorab informieren:

Zunächst einmal lassen sich die aktuellen Informationen allesamt über Google: „Singelboersen-Vergleich“ finden.
(Vorsicht ist jedoch geboten, denn die Seiten sind klare Werbeplattformen für die unterschiedlichen (?)-Börsen Anbieter).
Dennoch ist es nicht schlecht, um sich eine schnellen Überblick über die unterschiedlichen Betreiber zu verschaffen. Besonders lesenswert sind die Preise und noch wichtiger, wie die KÜNDIGUNG vorgenommen wird. Nichts ist ärgerlicher als ein sich erneuerndes Abonnement (was leider die Regel ist).

~~> Allgemeines:

—JOYclub.de sticht zwar aus der Konkurrenz hervor, jedoch weniger durch faktische Qualität, als vielmehr das vollständige Ausbleiben dieser bei der Konkurrenz. Zudem ist die Seite in ‚Deutscher‘-Sprache gehalten, was ihre Popularität im deutschsprachigem Raum erklärt.
—Zudem sollte der Aspekt der Gemeinschaft nicht vergessen werden, allzu viele scheinen den JOYclub mit einer social-network Seite zu verwechseln. Es ist überaus menschlich und gerade in Deutschland (höchste Vereinsdichte weltweit) beliebt unter Gleichgesinnten seine Nische zu finden. Wer also einfach nur Gespräche und Bekanntschaften sucht, wird im JOYclub auf jeden Fall fündig.
—Viele User dort organisieren sich in Stammgruppen und vielfach hat es auch den zweifelhaften Charme von Stammtischkultur, was man nicht immer erleben möchte, damit aber oft genug konfrontiert wird. In dem Zusammenhang ist es mitunter ein Merkmal, dass vor allem viele Herren (Damen nicht ausgenommen), den eigentlichen Grund ihrer Anwesenheit dort vergessen haben und sich nur noch sozial engagieren.
—Während „Kundenbindung“ bei Vielen Anbietern eine Sache der Unmöglichkeit darstellt, entsteht es bei JOYclub nebenher. Interessen verbinden nicht nur, sondern fesseln auch in bestimmter Weise. Nicht zu vergessen sei auch die soziale Anerkennung und/oder die Erfahrung dessen.
(Was mich eigentlich am meisten verwundert, warum viele dort nicht einfach zu „wer-kennt-wen“ wechseln, sondern für das Verkehren in der bevorzugten Peergroup sinnlos bezahlen...)

~~> SEX, SEX und abermals nochmal SEX:

—Jungs definitiv Fehlanzeige!
Entgegen dem ganzen Nonsens, den irgendwelche (älteren) Herrschaften hier und sonst noch quer durchs Netz verbreiten, es geht um SEX. Niemand, der allen Ernstes sich eines gesunden Verstandes rühmt bezahlt einfach eine SEXDATING BÖRSE, weil man paar nette Bekanntschaften finden kann, denn das geht auch gratis.
—Fleischbeschau und Fleischbörse!
Das ist JOYclub... NEIN – das sollte es sein, doch die Börse klingelt nur bei den Betreibern. Abseits der schon ohnehin genannten Gründe, wie Herrenüberschuss, Fakes und Karteileichen gibt es einen einfachen Grund warum es im Regelfall bzw. den meisten Fällen nicht funktioniert: erdrückende Flut von Allem
—Überschuss (oder sollte nicht eher von ‚Überdruss‘ die Rede sein) kann auf sehr Vieles bezogen werden, doch hier geht es um eines.
Jede, ja wirklich jede auch nur ‚durchschnittlich‘ (sprich ab HB 5) aussehende Frau, auch mit rotzigen Profil und allerbilligsten Fotos wird scheinbar 24/7 hofiert.
—Minimal 20 und im Schnitt eher 50 und bei wirklich attraktiven Frauen (HB 7 und höher) bricht der Briefkasten regelrecht durch die Last der Zuschriften zusammen. Selbst unter der Idealbedingung der absoluten Höflichkeit, kann keine Frau darauf reagieren.
—Zudem, das darf nicht vergessen werden, genügend Herren verwechseln den JOYclub mit einem Laufhaus für die schnelle Nummer. Die verbalen Entgleisungen gleichen einem regelrechten Horrorszenarium (eine Bekannte dort, sandte mir gelegentlich Texte zu, wobei sie diskret wie sie war nicht die Missetäter erwähnte). Wer es nicht verstehen sollte, dann mal explizit ausdrückt, direkte Anfrage in Form von „Ey, willst Du ficken!?“ sind leider keine Seltenheit.
—Selbst die besten Nachrichten gehen darum in dem ganzen Spam gnadenlos unter. Damit ihr Euch auch ein Bild in Zahlen machen könnt:
Innerhalb der ersten 6 Wochen Schrieb ich ca. 100 Damen an.
Jede meiner Nachrichten war individuell verfasst und orientierte sich dabei an dem Profil der jeweiligen Dame, ohne dabei gleich von den k.o. versetzenden Shittest ausgesiebt zu werden.
Das Ergebnis war ca. 50-60% wurden direkt gelöscht, teilweise sogar ungelesen.
Weitere ca. 20-30% wurden nach 30 Tagen automatisch vom System gelöscht d.h. entweder waren die Damen inaktiv, oder was auch immer, jedenfalls 30 Tage später sah ich dann, dass die Nachricht gelöscht war.
Die übrigen 10-15% bestanden aus sofortigen Negativantworten, allenfalls einer einmaligen Antwort oder in Einzelfällen sehr kurzen (max. 5*Nachrichtenwechsel) Interaktion.
Lediglich bei 5% war es mehr, sofern man es so überhaupt nennen kann.
In dem Fall führe ich mal aus, ich unterhielt 2-3 Monate langen flüchtigen Kontakt zu paar Damen, die man an einer, ja einer Hand abzählen kann.
Nach ca 10 Wochen war ich bei 200 angeschriebenen Damen, es blieb bei der fraglichen 5% Erfolgsquote.
Demnach war nach bereits zwei Monaten echt bedient, die nächsten zwei war ich nur noch in den Foren tätig oder schrieb hier und dort an die wenigen Kontakte was. Die letzten zwei Monate ließ ich einfach so verstreichen, dann Kündigung und Löschung des Accounts.
—Ob ihr es mir nun glaubt oder nicht, doch lest als Männer nur hinreichend viele Erfahrungsberichten, dann werdet ihr einen gemeinsamen Nenner entdecken – die Frauen, die in JOYclub oder auch gern in anderen Kontaktbörsen aktiv sind, haben meist kein Interesse an sexuellen Kontakten. Wenn überhaupt, dann zieht es sich schier endlos in die Länge. Worum es eher geht, ist einfach EGO-Politur vom allerfeinsten. Selbst der wirklich kaum mehr als unscheinbare Durschnitt von der Ecke nebenan, wenn die Photos auch nur annähernd ansprechend sind, wird Aufmerksamkeit erfahren und mit Anfragen bombardiert.
—Erotik???
Jenseits professioneller Aktaufnahmen, habe ich im JOYclub vergeblich danach gesucht. Viel zu oft, egal ob es sich dabei um Fotos, Bilder oder auch Texte handelte, war das meiste vorsichtig ausgedrückt grenzpornographisch. Nichts gegen Porn! Nur sollte es nicht mit Erotik verwechselt werden. Die Wahrheit ist, die meisten Leute, die in dem Laden was zum Besten gaben lieferten unabhängig von Medium einen Pinkshot ab und wie mir scheint hatten panische Angst, wenn irgendwo etwas nicht explizit seinen Ausdruck fand. Stellenweise musste ich ehrlich staunend Schmunzeln, wenn vor allem Frauen ihre literarischen Ergüsse präsentierten. Es war fast immer von der Zeile an pejorativ & pornographisch. Na ja wie heißt es so schön In dem Lied „The internet is for porn“ ([...] “Why you think the net was born? Porn porn porn“ [...]).

~~> Wer profitiert:

—Vor allem Alle die im professionellen Erotikgeschäft sind und sei es auch nur am Rande:
-Swingerclubbetreiber
-Prostituierte
-Fotografen (teils auch Journalisten)
-Erwachsenenspielzeug Anbieter
-Anbieter erotischer Bekleidung
-Abseits dessen nur noch FRAUEN allgemein, weil sie alles gratis nutzen können.

~~> Kritik:

—Wie auch woanders, MÄNNER ALLEIN BEZAHLEN FAST DIE GANZE ZECHE.
Machen wir uns mal nichts vor, wer als Mann zum Sex kommen will muss so oder so investieren, sei es nun Zeit, Geld oder auch beides.
—Kommerz! – Zu viele Interessensgruppen sind dort und verfolgen einfach nur ihre finanziellen Interessen, wobei teilweise vollkommener Unsinn unter dem Etikett der Authentizität verkauft wird z.B. von Tantra ausgehend Tantramassage und weiter noch Yoni/Lingammassage (sorry mal, aber letzteres kann ein 0815 Freudenmädchen einfach besser und billiger ist es auch noch zudem). Traurig nur, dass die gewerblichen Anbieter nicht entsprechend zur Kasse gebeten werden, sondern nur ein kleines ‚gewerblich‘ Etikett erhalten/erhielten.
—Der Fakeschutz ist nicht übel, nein sogar ziemlich gut, aber auch nicht 100% sicher. Letzteres trifft nur für die VIPs zu, denn die sind auf Authentizität mittels einer Personalausweis Überprüfung verifiziert worden.
—Still oder Qualität behaupte ich mal, sucht man mehr als vergeblich. Groupthink bestimmt den sozialen Konsens, wobei eben die geschilderten finanziellen Interessen im Vordergrund stehen. Die gesamte Plattform ist wenig mehr als ein großes Werbeportal. Auch die Foren dienen vornehmlich der Werbung: Partys, Events, Swingertreffen... etc. pp.
—Falls es noch Jemandem nicht aufgefallen sein sollte von SEX ist in den Erfahrungsberichten allenfalls beiläufig etwas zu lesen, stattdessen wird hier auch auch anderswo im Netz von der Großartigkeit der Community ein Bullcrap sondergleichen verbreitet. Auch das ist ein Teil der Werbung und nichts anders als Werbung allein!
—Sex oder wirkliche Sextreffen, sind abseits der Swinger und ihrer mehr oder minder geschlossenen Zirkel eher Seltenheit und als Mann eine Fantasie, die lediglich die Zahlungsbereitschaft fördert, aber sonst nichts. Dazu eine Anekdote betreffend zwei weiterer männliche Fälle (bei Personen kenne ich real und erfuhr von dem einen erst später und der andere schrieb mich in joyclub an):
-Kumpel A kam mit Freundin im Schlepptau, damit hatte er einige der Paarvergünstigungen mitgenommen, was auch den Anreiz ausmachte warum er blieb und später weiterzahlte. Sein Fazit war: schon als Paar, war er als Mann eher geduldet, denn wirklich erwünscht. Obwohl er mit Freundin kam, war der Erfolg andere Paare (Partnertausch) kennenzulernen eher bescheiden. Hauptsächlich war seine Freundin gefragt ob nun durch Paare, Frauen oder eben auch Männer. Insgesamt war er über zwei Jahre dabei. Nach der Trennung von der Freundin, rutschte die Erfolgsrate von mau zu Null herab.
-Kumpel B – kam solo und machte im Grunde 1:1 die Erfahrungen, wie ich d.h. Nachrichten wurden ignoriert oder gleich noch ungelesen gelöscht. Vielfach ist es den Damen nicht einmal wert ein Profil auch nur zu besuchen; verständlich denn bei der enormen Masse einfach ein Klick zu viel. Er versuchte was nur ging und schließlich kündigte auch er nach weniger als einem halben Jahr. Es kam einfach nichts rum.

~~> Fazit:

Wer es nötig hat für den Dienst eines Community Portals zahlen zu wollen/müssen und dort hin geht, weil es die Stimmung, die Leute und Themen (oder was ein Blödsinn sonst immer) bringt, wird bedient. Man kann dort wunderbar über Gott und die Welt bzw. alles rundum Sex besprechen. Allerdings mehr als chatten und in Foren posten, wird für die allermeisten kaum mehr drin sein.
Viele Leute, genauer männliche Personen, die dort hängenbleiben, haben dort einen Bekanntenkreis und nur für den zahlen sie auch weiterhin (als ob es keine Gratislösungen im Netz gäbe mit Bekannten im Gespräch zu bleiben).
Kurzum wer Interesse hat, einfach nur unverbindlichen Sex zu finden, wird viel eher in einem Bordell zum etwa gleichen Preis (Abhängig von der Region und Größe der Stadt) sein Glück finden.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Micha303

Micha303

31.07.2012 15:54

Guter geschriebener Bericht. Ist aber generell so, das die Erfolgsaussichten gering sind. Preise find ich ok 15 Euro pro Monat für 6 Monate Laufzeit. Schau dir mal Preise für ElitePartner oder parship an. ich Probiere es mal aus, wenn ich 2-3 reale Treffen bekomme, wäre es ok für mich, aber kann man nicht von aussgehen.

Ofenmaus

Ofenmaus

11.07.2012 22:22

Ein super Bericht, weiter so :)

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