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Besser "Leben" und Sekt schlürfen als abwarten und Tee trinken… - ein Motto, das ich gerade auf love.at gelesen hab. Sagt doch schon einiges über den Profilinhaber aus. Oder? Wer sich auf love.at registriert, sollte in seinem Profil ein Motto angeben. Wie die Einzelnen mit dieser Aufgabe ... Bericht lesen





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Meine Suche nach Mr. Right
Erfahrungsbericht von pinkdawn über love.at
03.07.2008


Produktbewertung des Autors:   

Navigation / Übersichtlichkeit: gut 
Informationsgehalt informativ 
Aktualität der Website: so gut wie täglich 
Anzahl der Anzeigen: sehr viele 
Seriosität des Anbieters: hoch 

Pro: Man/frau kann hier leicht interessante Kontakte knüpfen
Kontra: Im Profil haben nur 5 Fotos Platz, öffentliche "Freundesliste" ist unnötig

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Besser "Leben" und Sekt schlürfen als abwarten und Tee trinken… - ein Motto, das ich gerade auf love.at gelesen hab. Sagt doch schon einiges über den Profilinhaber aus. Oder?

Wer sich auf love.at registriert, sollte in seinem Profil ein Motto angeben. Wie die Einzelnen mit dieser Aufgabe umgehen oder z. B. auf die Frage, was ihnen wichtig im Leben ist oder welche 3 Dinge sie auf "die Insel" mitnehmen würden, ist oft sehr aufschlussreich. Es zeigt, ob jemand Humor hat, Fantasie oder einfallslos, konventionell und gehemmt ist.

Wer sich im Internet auf Partnersuche begibt, kann alles finden - vom Kuschelbären bis zum Draufgänger, vom Topmanager über den Adeligen bis zum Sozialfall. Ich hab Männer aus allen diesen Kategorien getroffen, hab mit arroganten Alphatypen genauso Kaffee getrunken und geplaudert wie mit Fabriksarbeitern. Das Spannende daran: Man/frau trifft Menschen, die man sonst wohl kaum kennen gelernt hätte und erweitert seinen Horizont, wenn man/frau kommunikativ und prinzipiell an Menschen interessiert ist. Am Anfang ist es amüsant, mit der Zeit können sich allerdings gewisse resignative Ermüdungserscheinungen einstellen… Dann ist eine Pause bei der Suche anzuraten.

Was bisher geschah

Nach meinem Bericht über meine negativen Erfahrungen mit Parship fragen sich sicher viele meiner zahlreichen LeserInnen, wie es wohl weitergegangen ist mit meiner Suche nach "Mr. Right". Also - noch einmal kurz zur Erinnerung, was bisher geschah: Nach der Trennung von meinem langjährigen Lebensgefährten hab ich erst einmal einige Zeit gebraucht, um die Trennung aufzuarbeiten und bereit zu werden für eine neue Beziehung, denn das Leben als - unfreiwilliger - Single hat mir gezeigt, dass es doch viel schöner zu zweit ist. Da der Traumprinz aber kaum an meiner Wohnungstür klingeln würde, wie ich leider Gottes bald einsah, musste ich wohl selbst aktiv werden. Diverse (seriöse) Single-Freizeitrunden und Ähnliches erwiesen sich als völlig ungeeignet für meine Partnersuche. Parship hat mir auch fast ausschließlich negative Erlebnisse gebracht.

Heute bewundere ich meine damalige Kraft und meinen Mut, "weiterzumachen" und trotz der schlechten Erfahrungen mit Parship noch eine weitere Partnerbörse auszuprobieren. Diesmal war es love.at. Diese Singleplattform war mir schon durch ihr originell und witzig gestaltetes Design gleich sympathisch. Anders als bei Parship wirkt hier alles bunt, persönlich - und nicht so tierisch ernst.

Wie ich pinkdawn wurde

Man/frau kann sich hier auch einen User-Namen geben. Ob "andi284", "kuschelbär11", "casanova69", "wobistdu", "BlueMoon" oder "topgun" - der Nickname zeigt oft bereits, ob man es mit einem Langweiler, einem Intellektuellen, einem Sexmaniac, Romantiker, Draufgänger, (gewollt) Originellen oder witzigen, einfallsreichen Typ zu tun hat.

Natürlich muss man/frau sich auch selbst einen Namen aussuchen, der den andern eine erste Botschaft über sich selbst geben wird. Da ich mir schmeichle, mich weder zur Kategorie der Langweiler noch der Sexmaniacs noch der um jeden Preis urig-lustig sein Wollenden zu zählen, entschloss ich mich für einen eher romantischen Namen.

Viele haben mich gefragt, warum ich mich ausgerechnet pinkdawn (Morgenröte) nannte. Die Antwort mag für sie desillusionierend gewesen sein: Ich verwendete damals gerade einen Nagellack mit diesem stimmungsvollen Namen.

Partnersuche ist Schwerarbeit

Um es vorauszuschicken: Partnersuche ist - wie Stellensuche - Schwerarbeit. Je mehr Gestaltungsfreiheit eine Partnerbörse ihren UserInnen gewährt, um so mehr muss man das richtige "Marketing" für sich betreiben, um die gewünschte Zielgruppe anzusprechen. Ich weiß, Freunde, das klingt schrecklich unromantisch. Aber wer sich gut vermarktet, hat eben mehr Erfolg.

Dazu gehören auch gute Fotos, die der eigenen Persönlichkeit gerecht werden und positives Lebensgefühl ausstrahlen. Denn wer will schon eine Trauerweide?

Ich bin leider oder Gott sei Dank sehr anspruchsvoll bei meiner Partnerwahl. Auch das galt es für mich, bereits in der Gestaltung des Profils entsprechend "rüberzubringen", um jene abzuschrecken, die ich nicht ansprechen wollte.

Wie gestalte ich ein erfolgreiches Profil?

Wer schreiben kann, witzig und charmant ist und außerdem auch noch einigermaßen gut aussieht, etwas Niveau und die Fähigkeit hat, auf den andern einzugehn, hat in den Partnerbörsen alle Trümpfe in der Hand und kann sozusagen "aus dem Vollen" schöpfen.

Auf love.at kann man 5 Fotos von sich ins Profil stellen. Nach den entmutigenden Erfahrungen bei Parship war ich überrascht, wie viel Anklang ich plötzlich fand. Viele Herren der Schöpfung kontaktierten mich aufgrund meiner Fotos. Die Chance, mich gleich mit einem Foto zu präsentieren, hatte ich ja bei Parship nicht gehabt. Nun merkte ich den gewaltigen Unterschied, was es ausmacht, sich gleich mit einem Bild vorstellen zu können.

Ich war anfangs sehr angenehm überrascht über die vielen Zuschriften und Grüße, die ich bekam. Das hat sich allerdings bald geändert, nachdem ich begann, diese Männer zu treffen und sich herausstellte, dass ihre Fotos z. B. teilweise so alt waren, dass ich die Betreffenden beim first date gar nicht erkannte!

Achtung, hier wird gelogen!

Mit Lügen muss man/frau immer rechnen. Geschwindelt wird vor allem beim Alter, beim Gewicht und beim Beruf. So haben sich Sozialfälle, die nicht einmal das Geld hatten, mit mir in ein Café zu gehn (ich hätt ohnehin für mich selbst bezahlt), als Inhaber interessanter Tätigkeiten vorgestellt, Gebundene als "allein lebend" und einigen, die angeblich eine feste Beziehung wollten, ging es ganz offensichtlich nur um Sex.

Am besten ist es, das Ganze als Spiel zu betrachten. Das ist natürlich leicht gesagt. Denn auch ich bin sehr bald in die Romantik-Falle getappt, vor der wohl kaum jemand gefeit ist.

Vorsicht vor der Romantik-Falle!

Er hieß Seppi, nennen wir ihn mal so, und hatte gerade eine Scheidung hinter sich und schrieb in seinem Profil, dass er eigentlich selber noch gar nicht wisse, ob er überhaupt schon bereit für eine neue Beziehung sei. Der Appell ans Mitgefühl hat natürlich bei eurer pinkdawn mitten ins Herz getroffen. Endlich kein pseudolebensfroher "Carpe diem"- oder "no risk no fun"-Typ oder einer, der gleich mit Fotos von seinem besten Stück punkten will…!

Ein Foto, das er mir bald schickte, tat ein Übriges - das Porträt zeigte einen sehr sensiblen, attraktiven Mann mit großen, etwas traurigen Augen und einem scheuen Lächeln. Naja. Er wusste sicher genau, was er mir da geschickt hatte - kein Wunder, schließlich war er ein erfolgreicher Profifotograf...

Was folgte, waren Mails, viele Mails, den ganzen Tag lang. Er war sehr besitzergreifend und legte Wert darauf, dass wir ständig in Kontakt waren und er immer wusste, was ich gerade tat. Ich legte das als "Liebe" aus, beendete alle meine andern Kontakte - wozu sollte ich die denn auch noch weiterpflegen? Ich glaubte ja, gefunden zu haben, was ich suchte.

Seppi wohnte in einer kleinen Stadt vor den Toren Wiens, arbeitete aber in Wien. Umso mehr wunderte und kränkte es mich, dass er einem persönlichen Treffen mit mir immer aus dem Weg ging, obwohl er mir täglich das Gefühl vermittelte, dass wir "ein Paar" seien. Heute weiß ich, dass immer die Alarmglocken läuten sollten, wenn sich einer nicht bald treffen möchte. Aber damals war ich gefangen in der Illusion von Gefühlen, der sich gerade jemand, der lang einsam war, nur allzu leicht hingibt.

Das gefährliche Spiel mit der Illusion

So verbrachte ich fast einen ganzen Sommer virtuell mit "meinem" Seppi - wir waren längst dazu übergegangen, jeden Abend lang miteinander zu telefonieren. Er erzählte mir alles, was er so erlebt hatte, teilte seine großen und kleinen Sorgen mit mir, wir blödelten und lachten auch viel miteinander - mit einem Wort, wir verstanden uns sehr, sehr gut.

Irgendwann nach zwei, drei Monaten wollte er mich dann endlich doch persönlich kennen lernen. Er hatte bei mir in der Nähe zu tun und wollte mich besuchen. Normalerweise bevorzuge ich bei einem first date ein relativ "neutrales" Lokal, aber bei Seppi machte ich eine Ausnahme, weil ich ihn ja schon soo lang und soo gut kannte.

Da war also dann der große Moment gekommen, wo es an der Türe klingelte und eine sehr nervöse pinkdawn öffnete. Mein Schwarm sah zwar in Wirklichkeit nicht ganz so gut aus wie auf dem Foto, aber er hatte durch die vielen Mails und Telefonate schon so viel Werbung für sich gemacht, dass mir das Äußere gar nicht mehr so wichtig war.

Bald darauf saßen wir beim Kaffee in meinem Wohnzimmer und plauderten - anfangs ein wenig befangen, dann immer angeregter und etwas später tauschten wir sogar schon sehr innige Küsse aus. Aber plötzlich sprang mein Besuch auf und lief unter dem Vorwand, er müsse jetzt sofort irgendwelche Medikamente für sein - trennungsgeschädigtes - Herz nehmen, aus meiner Wohnung und ließ mich ziemlich verwirrt zurück.

Einen Tag später bekam ich eine Mail, in der er mir schrieb, es täte ihm leid, es sei nicht meine Schuld, ich sei eine tolle Frau, aber er habe bemerkt, er sei noch lang nicht bereit für eine neue Beziehung und alles, was er mir derzeit anbieten könne, wäre, dass wir einander gelegentlich Mails schicken. Das war natürlich eine Ohrfeige für mich. Ich war sehr traurig und bildete mir sofort ein, ich hätte ihm nicht gefallen. Aber hätte er dann wohl herumgeschmust mit mir?

Nicht die feine englische Art

Sein Profil bei love.at hat er kurz darauf gelöscht. Ich glaub, er hat mir wirklich die Wahrheit geschrieben. Dass er mit meinen Gefühlen gespielt und mich sozusagen nur "benutzt" hat, um seine Einsamkeit besser ertragen zu können, war trotzdem nicht die feine, englische Art.

Aber love.at ist ja voller Männer und täglich kommen neue dazu. Ich begann mich also wieder voll ins Geschehen zu stürzen, vereinbarte ein first date nach dem andern, um mein etwas angeknackstes Selbstwertgefühl aufzumöbeln. love.at bzw. die Kontakte, die ich dort fand, wurden fast eine Art Lebensinhalt für mich. Ich begann, meine first dates zu zählen, um mir zu beweisen: Soo viele Männer wollen sich mit dir treffen und finden dich begehrenswert… Es entstand beinahe eine Art Sucht nach dieser "Anerkennung".

Ein neuer Mailfreund

Die ganze Zeit über war ich dabei mit einem Mann in Kontakt, der sich "BlueMoon" nannte und einfach tolle Mails schrieb: intelligent, witzig, fantasievoll, mitfühlend, bewundernd - einfach alles, was sich eine Frau nur wünschen kann. Oft mailten wir halbe Nächte miteinander, ich erzählte ihm von meinen first dates, er machte dazu seine lustigen, manchmal auch eifersüchtigen Kommentare… Wir schrieben einander auch meist mehrmals täglich. Er war bald mein Berater, zu dem ich mit allen Problemen und Problemchen kommen konnte. Er wohnte ebenfalls in der Nähe von Wien in einem wunderschönen Haus, von dem er mir einmal ein Foto schickte, und arbeitete in Wien, wenn er nicht gerade als Techniker auf Dienstreise war oder seinem Hobby, dem Fliegen, nachging.

In seinem Profil stand "ein paar kg zu viel", was normalerweise das Kürzel für "dick" ist. Außerdem hatte er angegeben, graue Haare zu haben. Ich dachte: ein lieber Freund, aber äußerlich nicht mein Typ… Irgendwann schickte er mir auch ein Foto, das ihn auf einer Baustelle zeigte. Auf dem Bild war er kaum zu erkennen, sah aber nicht besonders vorteilhaft aus.

Nach ca. 3 Monaten enger Mailfreundschaft nebst ein paar Ansichtskarten von seinen Reisen zu seinen Baustellen, ergab es sich an einem warmen Tag im September, dass wir spontan beschlossen, in ein Bad zu fahren. Natürlich war ich aufgeregt, als ich die Haustür öffnete und wusste - nun würde ich endlich "meiner Nr. 34" persönlich gegenüberstehn…

Die Überraschung ist perfekt

Ich erlebte, was ich bisher noch nie und auch danach nie wieder bei Internetbekanntschaften erlebt hatte: Das erwartete "Dickerl" mit den "grauen Haaren" war ein ausgesprochen gut aussehender Mann mit dichten dunklen Haaren - ja, vielleicht war vereinzelt das eine oder andere leicht angegraute darunter… Er war stilsicher gekleidet, hatte eine sportliche, durchtrainierte Figur, eine ruhige, sanfte, angenehme Stimme und wunderschöne, große, dunkle, traurige Augen…

Na bumm. Mit allem hatte ich gerechnet, nur nicht damit, dass mir dieser Typ gleich auf den ersten Blick so gut gefiel!

Wir verbrachten einen sehr schönen Tag im Bad, fanden sofort eine gute Gesprächsbasis, redeten über Gott und die Welt, kicherten, machten Witze… Ich spürte es förmlich knistern zwischen uns. Am Abend brach er das Ganze aber fast fluchtartig, wie mir schien, unter dem Vorwand, seine Tochter von irgendwo abholen zu müssen, ab. Er brachte mich mit seinem Wagen nach Haus und sagte, wenn ich wolle, könnten wir ja bald einmal gemeinsam eine kleine Wanderung unternehmen… Es gab ein süßes, kleines Abschiedsküsschen im Auto, bevor ich ausstieg.

Da das mit der Wanderung aber nichts zu werden schien, ich seinen Mails jedoch weiterhin entnahm, dass er mich sehr attraktiv und begehrenswert fand, überwand ich meine Befangenheit und ging in die Offensive. Ich schrieb ihm, dass er mir von allen, die ich bisher getroffen hatte, am besten gefiel. Daraufhin zog er sich lange Zeit zurück, kontaktierte mich dann wieder und ließ nach und nach durchblicken, dass er gebunden sei - offenbar in einer unglücklichen Beziehung. Er gab sich da immer sehr geheimnisvoll. Zwei-, dreimal im Jahr schreiben wir uns noch - zu Weihnachten, Ostern, seinem und meinem Geburtstag.

Immerhin hat er mir nie "Hoffnungen" gemacht - in seinem Profil stand ja von Anfang an, er suche nur Freizeitbeziehung und Mailfreundschaft.

Sammelplatz für gestörte Menschen

Warum ich diese beiden Kontakte so ausführlich beschrieben hab? Weil sie mir typisch erscheinen für Kontakte in Singlebörsen. Das Internet verleiht Menschen, die introvertiert sind, eine Plattform. Und gerade in Singlebörsen versammeln sich halt eben auch jede Menge gestörte Typen, die an Trennungen oder einfach am Leben zerbrochen sind, was nicht heißt, dass das nicht durchaus interessante, liebenswerte Menschen sein können - so lange man sich nicht in sie verliebt.

Aber pinkdawns haben nun einmal einen fatalen Hang zu geheimnisvollen, schwierigen, interessanten Männern. Seltsamerweise fand ich gerade von dieser Sorte sehr viele in love.at. Und so war love.at eigentlich immer meine Lieblingssinglebörse.

Die Kosten sind meiner Meinung nach auch erschwinglich. Für einen Monat Mitgliedschaft zahlt man 14,99 Euro, für 3 Monate 10 Euro, für 6 Monate 7,50 Euro und für 12 Monate 5,83 Euro.

Ich nahm mir ein Jahresabo, da ich realistischerweise nicht damit rechnete, "Mr. Right" so schnell zu finden. Das Abo endet übrigens ohne automatische Verlängerung, was heute leider keine Selbstverständlichkeit ist - man denke nur an Parship!

Als Premiummitglied bekam ich eine eigene Mailadresse, ein Gästebuch, konnte sehn, wer alles mein Profils besucht hat, konnte Fotos in Großformat besichtigen, Anzeigen für Dates aufgeben und eine erweiterte Suchfunktion benutzen.

Wer kein Premiummitglied ist, also nicht bezahlt, kann zwar ein Profil gestalten, aber nur Grüße verschicken oder in die Gästebücher zahlender Mitglieder schreiben.

Ich habe sehr oft auch selbst Männer angeschrieben - meist auf eine humorvolle Art und immer mit persönlichem Bezug auf ihr Profil. Dabei hab ich stets Männer bevorzugt, die keine zahlenden Mitglieder waren, also selber nicht aktiv suchen konnten und keine Frauen in ihrer "Freundesliste" hatten - vorausgesetzt natürlich, sie erschienen mir aufgrund ihres Profils interessant.

Männer, die viele Userinnen in ihrer "Freundesliste" hatten, mochte ich eigentlich nie. Diese "Freundesliste" halte ich überhaupt für eine entbehrliche Funktion. Wozu soll sie denn dienen? Manche verwenden sie offenbar nur, um anzugeben, wie viele "Freundinnen" sie erobern können. Die Damen, die da mitspielen und sich in so einem "Harem" wohl fühlen, hab ich nie verstehn können.

Für wen ist love.at geeignet?

Um zum Ende zu kommen: love.at kann ich all jenen empfehlen, die einer Partnersuche im Internet prinzipiell positiv gegenüberstehn, wenn man/frau einige Grundregeln berücksichtigt. Dazu gehört z. B. misstrauisch zu werden, wenn ein Kontakt lange Zeit einem persönlichen Treffen aus dem Weg geht. Leute, die ein interessantes Profil mit guten Fotos gestaltet haben und sich nicht scheuen, auch selbst die Initiative zu ergreifen und jemandem zu schreiben, haben natürlich mehr Chancen.

Profile mit anstössigem Inhalt kann man melden - sie werden dann gelöscht. Manchen, die keine zahlenden User sind, gelingt es, ihre (codierte) E-Mail-Adresse im Profil zu verstecken, um kontaktiert werden zu können. Das verstösst natürlich gegen die AGB und wird auch sofort gelöscht, wenn die Betreiber der Page draufkommen.

Für mich ergaben sich, wie gesagt, sehr interessante Kontakte üb er love.at. Derzeit bin ich kein zahlendes Mitglied mehr, weil ich das Service von love.at glücklicherweise nicht mehr brauch. Sollte ich aber wieder einmal Bedarf an Kontakten haben, was ich nicht hoffe, werd ich sicher auf love.at zurückgreifen. Die Such- und Vorschlagsfunktionen funktionieren sehr gut, Kontaktmails können bezahlende UserInnen rasch und problemlos im eigenen Mailprogramm erhalten und versenden, dazu gibt's für Schreibfaule oder Schüchterne die Möglichkeit, durch Grüße mit verschiedenen Botschaften von "Ich will mit dir anbandeln" bis zu "Ich lade dich auf einen Drink ein" auf sich aufmerksam zu machen. Die Grüße kann man auch durch mehrere vorgefertigte Antworten umgehend beantworten. Der "Postillion d'Amour" verständigt einen, wenn ein Profil auftaucht, das besonders gut zu den Suchkriterien passt, die man definiert hat. Diesen Suchkriterien altersmäßig entsprechende "Neuzugänge" findet man gleich beim Einsteigen auf die Site in der oberen Zeile mit Foto - falls im jeweiligen Profil vorhanden.

Welche Funktionen bietet love.at?

An Funktionen bietet love.at für zahlende Mitglieder mehr als die meisten Singlebörsen, die ich kenne: eigene Mailadresse, mobile Messages, Gästebuch, Date-Anzeiger, Profil-Besucher-Anzeige, Gruß-Service, Großansicht von Fotos, erweiterte Suchfunktion, keine automatische Vertragsverlängerung; UserInnen können Favoriten und Freunde speichern, es gibt auch die Möglichkeit, zu chatten - die ich allerdings nie genutzt hab.

Positiv für Frauen: Die männlichen Mitglieder überwiegen. Und es gibt sehr viele Mitglieder aus allen sozialen Schichten und Altersgruppen. Man/Frau kann mit ein bisschen gutem Willen hier wirklich leicht Kontakte knüpfen - auch wenn es nur darum geht, am Samstagabend nicht allein daheim sitzen zu müssen.

Wenn manche behaupten, auf love.at würden sich hauptsächlich jene herumtreiben, die nur Sex suchen, kann ich das nicht bestätigen. Sicher gibt es die auch - aber das ist eine andere Geschichte.

© DMK 7/2008   
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