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Netbeat ist der Teufel *UPDDATE 3/2003*

1  15.08.2002 (15.03.2003)

Pro:
ultrabillig

Kontra:
stark unseriöses geschäftsgebahren, technik mangelhaft

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Häufigkeit der Nutzung

Ladezeit der Website:

Bedienung

Design

Nutzwert


tailland

Über sich:

Mitglied seit:01.12.2001

Erfahrungsberichte:13

Vertrauende:3

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 56 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Bitte verzeiht mir diese Überschrift, aber jeder potentielle Kunde sollte diesen Artikel lesen.

Aus aktuellem Anlass (,auf den ich später noch konkret eingehen werde,)schreibe ich nun eine Bewertung zum Provider Netbeat.

Netbeat startete 1999 mit unglaublich günsten Hostingangeboten, das kleinste Startpaket gab es für 50Pfennige pro Monat. Also hab ich damals mehrere Domains dort registrieren lassen.
Ein krasser Fehler, wie sich herausstellen sollte.

1. Die Registierung
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Die Bestellung der Domains ging relativ unproblematisch vonstatten, jedoch war die Domain erst nach über 2 Wochen erhaeltlich. Eine Verzögerung, die zum damaligen Zeitpunkt bedeuten konnte, dass ein attraktiver Domainname von einem anderen Besteller (, der über einen schnelleren Provider bestellt,) weggeschnappt werden konnte.

2. Technik
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Als die Domain nun endlich erhaeltlich war, konnte ich sie zumindest teilweise verwalten. Die Anzahl der Konfigurationsmoeglichkeiten waren gering; Dinge wie z.B. die "Wildcard-Weiterleitung" für Emails (d.h. dass alle Mails, die auf eine Domain ankommen, auf einen bestimmten Account weitergeleitet werden), Subdomains oder geschützte Verzeichnisse waren nicht einzurichten. Bei anderen Providern ist dies seit vielen Jahren absoluter Standard.
Die Erreichbarkeit der Server war mässig, denn öfter habe ich Emails oder Anrufe von Bekannten/Freunden bekommen, dass meine Domains mal wieder nicht erreichbar seien, was sich auch jedesmal als wahr herausstellte.

3. Admin-C & Nameserver
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Netbeat erlaubte sich zu diesem Zeitpunkt schon einige Frechheiten. Zum einen wurde der "Admin-C" bei der Denic auf Netbeat und NICHT auf den Kunden eingetragen, was bedeutet, dass Netbeat als Ansprechpartner für alle administrativen (nicht technischen!) Fragen zuständig war und nach Belieben über die Domain verfügen konnte. Zumindest wies Netbeat darauf hin, dass es dem Kunden möglich sei, ein eigenes RIPE-Handle zu beantragen, um selber den Admin-C-Status bei der Denic zu bekommen. Ein solcher Vorgang ist allerdings für unbedarfte Kunden eine Zumutung, zumal man es im Durchschnitt nicht bemerkt, wenn man nicht die Denic-Einträge aufruft.

Desweiteren bekam man den versprochenen Nameserver (auch einzusehen bei der Denic) nicht. Als Nameserver wurden die Netbeatserver eingesetzt.

4. Support
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Habe ich Support gesagt? Email-Support war faktisch nur für Rechnungsfragen möglich. Die angebotene Alternative war ein Chat (!), der zu bestimmten (späten) Uhrzeiten durchgeführt wurde. Später wurde eine Hotline eingerichtet, die ihren Sitz in Rumänien hatte. Neben den enormen Kosten für einen Telefonanruf nach Rumänien hatten die Mitarbeiter der Hotline auch keinerlei Zugriff auf die Technik der Webserver, so dass eine rasche Hilfe absolut unmöglich war.


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Weg von Netbeat
Irgendwann hatte ich mich entschieden, zu einem echten Provider zu wechseln und begab mich auf den Weg zu Puretec. Nun ging der Ärger richtig los.

5. KK-Antrag
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Um die Domains, die ich bisher bei Netbeat hatte hosten lassen, zu übernehmen, musste ich einen sogenannten KK-Antrag stellen, der von mir als Domaineigner initiiert und vom bisherigen Hoster bestätigt werden musste, damit die Domains von der Denic aus nun zu Puretec "umgeleitet" würden. Von meiner Seite aus brachte ich alle schriftlichen Dokumente auf den Weg, nur wurde die Domain bei Puretec nicht eingerichtet. Auf meine telefonische Nachfrage bei Puretec teilte man mir mit, dass Netbeat die positive Bestätigung auf den Antrag verweigert haette, was ich auch durch die Denic telefonisch bestätigt bekam.

Natürlich habe ich sofort zum Telefon gegriffen und bei Netbeat angerufen, warum sie die Bestätigung verweigert hatten. Dort sagte man mir, dass man keine solche Anfrage bekommen hätte und ich es noch einmal probieren sollte. Dies war offensichtlich gelogen, denn der sog. "NACK" (Negative Acknoledgemente), der mir durch die Denic bestätigt wurde, ist ein AKTIVES Ablehnen des KK-Antrags, kein blosses Nichttätigwerden des bisherigen Providers). Da schwante mir bereits, dass Netbeat mich zwingen wollte, Kunde zu bleiben.
Also blieb mir nichts anderes, als alles via Einschreiben zu regeln, die Rechtsabteilung der Denic über den Vorfall zu informieren und um Hilfe zu bitten.

Nach einem schier endlosen Hick-Hack wurden die Domains nun zu Puretec übernommen. Und zu diesem Zeitpunkt habe ich dann die Einträge bei der Denic überprüft und festgestellt, dass sich Netbeat wieder als Admin-C eingetragen hatte (siehe oben), wohl als letztes nerviges Abschiedsgeschenk für mich. Dies konnte ich dann allerdings sehr schnell rückgängig machen, die die komplette Herrschaft der Domain nun bei mir (bzw. Puretec) lag und die Denic auf das Verhalten von Netbeat aufmerksam geworden war. Der Kampf war vorrüber.

6. fingierte Rechnungen/Mahnungen
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Seit diesem Tag des Wechsels bekomme ich in unregelmässigen Abständen Rechnungen & Mahnungen über angeblich bei denen gehostete Domains, zusammen mit Zahlungsaufforderungen und wilden Drohgebärden bzgl. Rechtsanwalt und Abschaltung der Domains, alles offensichtlich unbegründet. Nachdem ich Netbeat unter Druck gesetzt hatte, indem ich meinerseits mit negativer Festellungsklage und Anzeige wegen versuchten Betruges gedroht hatte, bekam ich eine kriecherische Entschuldigungs-Email, die mir bestätigte, dass ich keinerlei Verbindlichkeiten bei Netbeat habe und die ganzen "Missverständnisse" durch einen "Skriptfehler" in der Buchhaltung entstanden sei. Mein Grinsen über eine solch lächerliche Ausrede könnt ihr euch vorstellen. Das war im November 2001.

Und gerade -heute- habe ich wieder dieselbe Mahnung bekommen, die mich dazu auffordert, umgehend einen nicht nachvollziehbaren Betrag für das Hosting einer Domain zu zahlen, die seit Jahr und Tag nicht mehr bei Netbeat gehostet wird.

Da ich sämtlichen Schriftverkehr (inkl. Emails mit Server-ID) festgehalten habe, werde ich nun die Schritte sorgsam vorbereiten, die ich denen bereits vor 9 Monaten angedroht hatte. Den Teufel kann man nur mit Feuer vertreiben.

Fazit & Empfehlung:
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Für jeden, der nicht so streitlustig ist wie ich .. für jeden, der technische Ansprüche an sein Hosting stellt .. für jeden, der zeitweilig Support für sein Hosting braucht ... also für jeden vernünftigen Menschen ist Netbeat eine >> Katastrophe <<. Hände weg.

Das Fehlverhalten von Netbeat ist ausreichend dokumentiert und kein Einzelfall (siehe http://www.heise.de/ct/99/26/156/ ). Netbeat IST de facto der die schlechteste Providerwahl in diesem Land.


UPDATE OKT/2002:
erneut hat netbeat eine fingierte rechnung gestellt,
mit miesesten drohgebaerden versuchen sie, mich zur zahlung einer fingierten rechnung zu bewegen...

wortlaut:
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bedauerlicherweise blieb der unter "Betreff" erwähnte Vorgang trotz dreifacher
Mahnung unbezahlt.

Hiermit kündigen wir nachstehende Maßnahmen ohne weitere Aufforderung an:

1.)   Domainsperre
Eine Verfügbarkeit wird in Kürze nicht mehr gegeben sein

2.)   KK-Sperre
(Unterbindung von Providerwechsel)
Hiermit machen wir von unserem Eigentumsvorbehalt Gebrauch, auf der Grundlage zahlreicher Gerichtsentscheide, wie z. B. Az: 150 148/96 LG Hamburg, Az: 150 148/97 LG Berlin, Az: 404 0 135/96 LG Hamburg, u. s. w..

3.)   Strafantrag
Auf der Grundlage einer Anwaltsanzeige wird die Staatsanwaltschaft mit der Klärung des Sachverhaltes beauftragt.

4.)   Zivilklage
Die verhältnismäßig geringen Gebühren, werden durch die unverhältnismäßig hohen Anwalts- und Gerichtskosten um ein Vielfaches überschritten.

5.)   Abspeicherung auf der "schwarzen Liste"
Durch die Veröffentlichung beim Providerverband dürfte es äußerst schwer werden nochmals einen Provider zu annehmbaren Konditionen zu finden.
 

Wir fordern Sie letztmals auf, unverzüglich die Außenstände zu begleichen. Eine Nichtzahlung ist um so verwerflicher, da wir als drittgrößter Webhoster zum einen der Garant für hohe Zuverlässigkeit in Zeiten des Providersterbens sind, zum anderen wir der mit Abstand günstigste Provider sind. Darüber hinaus bieten wir ja eine Vielzahl Zusatzleistungen ohne Berechnung an, wie z. B. keine 0190er Supportnummern.

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wortlaut ende.

*update NOV2002:
an alle geschaedigten:
bitte mal unter diverses@taillandier.de melden, ich bereite ernste schritte gg netbeat vor und brauche dabei unterstuetzung..also: mut zusammen, melden.

*update MAR2003:
habe vorgestern einen anruf von der polizei regensburg bekommen, die von der staatsanwaltschaft mit einigen ermittlungen betraut worden ist. ohne zuviel zu sagen: netbeat ist denen wohlbekannt und seit geraumer zeit im fadenkreuz der ermittlungen der staatsanwaltschaft...

**** HÄNDE WEG VON NETBEAT ****

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
sumselkawumsel

sumselkawumsel

25.04.2012 23:01

Die beschriebene Mahnungs-Email habe ich die Tage auch erhalten, allerdings ist der Text heutzutage deutlich gekürzt. Die ersten zwei Punkte sind drin, danach ist Ende. Das liest sich deutlich weniger schockierend. Ich habe nicht schlecht gestaunt als ich las was sich die Kollegen von Netbeat früher geleistet haben. Auch der Admin-C ist ganz brav und wie erwartet auf mich geschrieben worden. Eine Email an die Buchhaltung wurde innerhalb 24 Stunden prima beantwortet. Hat sich vielleicht ja was getan seitdem.

moeri87

moeri87

19.03.2006 23:39

Deine Erlebnisse sind ja wirklich Zeugen einer Katastrophe! Danke für den ausführlichen Bericht und die Warnung! Von mir ein BH! Liebe Grüße, Miriam

IT-POPE

IT-POPE

13.09.2005 00:09

ich ärgere mich bei Netbeat besonders darüber, dass die dieses Jahr das Konto in Dornbirn aufgegeben habe und man die Gebühren nach Österreich schicken muss. Und meine Bank nimmt dafür 1,50 Schaltergebühr, weil das per EDV nicht läuft. Sowieso blöd, dass die nicht abbuchen. So kommt man schnell mal in die Verlegenheit, etwas zu vergessen und der Ärger kann schnell kommen. Netbeat hat schon eine meiner Domains verloren und den Rest ziehe ich in Kürze ab, sofern die dann raffen was eine Kündigung ist. Die haben allenernstes nachgefragt, was ich mit Kündigung meine, obwohl ich klar gesagt habe, Schluß zum Vertragsende und KK-Antrag folgt. Netbeat - billig, einfach nur billig.

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