Küsschen. "Gutnacht, Schatz…" Angekuschelt aneinander einschlafen und neben dem geliebten Wesen aufwachen, gemeinsam frühstücken, reden, Pläne machen, die Wochenenden, Feiertage und Urlaube nicht mehr allein verbringen oder sich als "fünftes Rad am Wagen" sozial diskriminiert fühlen müssen… ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von pinkdawn über parship.de 06.06.2008
Produktbewertung des Autors:
Navigation / Übersichtlichkeit:
gut
Informationsgehalt
informativ
Aktualität der Website:
mittelmäßig
Anzahl der Anzeigen:
sehr gering
Seriosität des Anbieters:
sehr gering
Pro:
einige psychologische Tipps fürs erste Date, gegen einsamen Fiertage usw . sind recht gut
Kontra:
keine Fotos in den Profilen; es gibt nur meist unbrauchbare "Vorschläge", keine eigene Suche
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Küsschen. "Gutnacht, Schatz…" Angekuschelt aneinander einschlafen und neben dem geliebten Wesen aufwachen, gemeinsam frühstücken, reden, Pläne machen, die Wochenenden, Feiertage und Urlaube nicht mehr allein verbringen oder sich als "fünftes Rad am Wagen" sozial diskriminiert fühlen müssen… Welcher unfreiwillige Single wünscht sich das nicht? Aber woher den Traumpartner nehmen, wenn man keinen großen Bekanntenkreis hat und auch sonst nicht viel "unter die Leut" kommt?
Da sticht einem das PARSHIP-Plakat ins Auge. Die nette Frau, die triumphierend lächelt: "Ich hab ihn gefunden!" Und ihre Arme besitzergreifend um den glücklich Gefundenen schlingt. Die immer wieder gesehene Botschaft dringt ins Unterbewusstsein, das sich ihrer bereitwillig annimmt. "Das könntest du sein", sagt es. "Du solltest es wenigstens einmal probieren. Was hast du schon zu verlieren?" "Naja, eine Menge Geld", sagt der Hausverstand. "Oh, shut up", sagt dein "Es" - "no risk, no fun!"
Und irgendwann an einem schönen Vorfrühlingstag ist es dann so weit. Die Hormone spielen mit den ersten warmen Sonnenstrahlen verrückt und du klickst dich halt mal auf PARSHIP ein - eh nur, um zu schauen, wie das dort halt so ist. Natürlich reizt dich auch der Psychotest. Den kannst du ja schon einmal machen, denkst du. Du kannst sogar bereits ein Profil in dieser "Online-Partneragentur" (Zitat PARSHIP) posten. Kostenlos. Versteht sich. Aber da bist du auch schon in die PARSHIP-Falle getappt, ohne dass du es noch bemerkt hast. Denn spätestens beim ersten Kontaktansuchen wirst du deine Kreditkarte zücken, weil du einfach neugierig bist, wer dir da geschrieben hat.
Letzte Bedenken des kritischen Hausverstands werden also weggewischt. Schließlich wirbt doch parship immer damit, sooo seriös zu sein und sooo eine hohe Akademikerrate zu haben und wirklich nur Mitglieder zu versammeln, die "echte Singles" und an einer festen Beziehung interessiert sind. Und sogar große, bekannte Zeitschriften und Zeitungen, denen du vertraust, machen gemeinsame Sache mit PARSHIP. Also nichts wie hinein in den viel versprechenden Heiratsmarkt!
Ich melde mich an, drück auf Bezahlen und bin mit einem Klick 179,- Euronen los für ein sogenannte "Kontaktpaket", zu dem mein persönliches "PARSHIP-Gutachten" gehört, das mir helfen soll, "mich selbst und einen Partner zu finden", wie mir versprochen wird. Bald halte ich das elegant in rotes Leinen gebundene Büchlein in Händen. Jetzt werde ich also alles über die Tiefen meiner Psyche erfahren -und das Geheimnis des Erfolgs in der Liebe.
Nun ja, die Aufmachung dieser "Studie" ist pseudowissenschaftlich und mag auf den ersten Blick naive Gemüter beeindrucken. Da gibt's auf ca. 79 kleinen Druckseiten alle möglichen Tabellen und Diagramme, basierend auf dem "Psychotest". Letztlich ist es eine Aneinanderreihung von im Computer gespeicherten Textblöcken, die mir da serviert wird, die mich an Astrologieprogramme erinnert, die genauso funktionieren und daher eigentlich genauso unbrauchbar sind, weil sie so voller Binsenweisheiten und vor allem Divergenzen sind, dass du nach kürzester Zeit geneigt bist, die "Studie" verärgert aus der Hand zu werfen - oder zumindest nur mehr gelangweilt, wenn nicht sogar amüsiert, durchzublättern.
Dass mein Wert für "positives Denken" geringer ist als beim Durchschnitt, ist für mich keine große Neuigkeit. Der großartige Tipp von PARSHIP: Ich soll mich mit einer "optimistischeren Grundhaltung" anfreunden, um "den meisten Männern damit entgegen zu kommen". Zitat: "Das würde Ihre partnerschaftlichen Chancen sicher erhöhen, einfach deswegen, weil Sie dann einer größeren Anzahl von Männern bessern gefallen." Naja. Den Rat hätt mir auch meine Friseurin geben können.
Zuletzt wird sogar die Transaktionsanalyse - zusammengefasst aus ein paar Seiten - strapaziert. Ich lese, dass ich ein "ausgeprägtes unterstützendes Eltern-Ich" habe, sprich: "die Tendenz, in alles einzugreifen, für andere die Kohlen aus dem Feuer zu holen und bei jeder Gelegenheit zu helfen…" Blöderweise verfüg ich - gleich im nächsten Absatz - allerdings auch über ein "sehr ausgeprägtes manipulatives Kindheits-Ich". Demnach "spanne ich gerne andere für mich ein und lasse sie gern die Kohlen für mich aus dem Feuer holen"… Got it? Also hol ich jetzt gern für andere die Kohlen aus dem Feuer oder lass ich lieber gern andere diese für mich holen??? Bevor ich noch darüber zu grübeln beginne, ob ich an einer unheilbar gespaltenen Persönlichkeit leide oder nur der PARSHIP Test ein Schas ist, wende ich mich der Paxis zu: meinen Partnervorschlägen. Diese werden einem vom PARSHIP Computer nach bestimmten Suchkriterien, die man zum Teil selbst bestimmen kann, serviert. Mittels "Spaß-Match" usw. kann man auf sich aufmerksam machen. Aber das Revier, in dem man auf die Pirsch geht, ist sehr eng - und eben beschränkt auf die Vorschläge. Selber suchen gibt's nicht. Und: Alle sind anonyme Nummerncodes. Dabei würde ein Nickname, den man sich selbst gibt, doch schon viel über eine Person aussagen - z. B. ob sich der an mir interessierte Herr als "kuschelbär" oder "casanova69" oder "alpha-gti" bezeichnet…
No names, no pictures… ist das Credo von PARSHIP. Fotos werden nur in total verschwommener Form gezeigt - bis der Betreffende für jeden Kontakt einzeln seine Erlaubnis zur Sichtbarmachung gibt. Die inneren Werte sollen zählen… Als ob nur unattraktive Menschen über solche verfügen…!
Tja, um zum spannenden Teil zu kommen: Ja, meine Freunde, obwohl ich den Eindruck hatte, dass mir viele "Karteileichen" serviert wurden, ist es mir doch tatsächlich gelungen, über PARSHIP richtige Männer aus Fleisch und Blut zu treffen und noch mehr per mail kennen zu lernen. Bald sitze ich im Café einem kleinen, dicken, rotgesichtigen Mann gegenüber, der mir gesteht, dass er schon in Frührente ist, obwohl er sich als "Unternehmer" angepriesen hat. Er hat also mit Größe und Beruf gelogen.
Ich lerne daraus, nur mehr Typen zu daten, die sich per Foto zeigen und vorher vielleicht sogar zu telefonieren.
Die nächsten hoffnungsvollen Kandidaten sind allesamt bärtig und bäuchig. Nun schreib ich in mein "Ich über mich", dass ich mich an normalgewichtige Männer wende… Ein Hinweis, der aber weiterhin geflissentlich ignoriert wird.
Ja, da gab's den Ingenieur mit eigenem Unternehmen - groß, schlank, blond, sportlich, also sicher der Traum vieler Frauen. Nur leider nicht meiner. Aber da er witzige, fantasievolle Mails schreibt, geb ich uns eine Chance. Ein Treffen also. Er lädt mich netterweise zum Essen ein. Kerzenschein, asiatische Küche der besonderen Art - er hat Rücksicht drauf genommen, dass ich vegetarisch bevorzug. Nach dem Essen greift er nach meiner Hand, hält sie für den Rest des Abends fest, streichelt sie und sagt, wie er mich kommen gesehn hat, hätte er sofort sein Herz an mich verloren. Er ist gebildet, höflich, sympathisch, intelligent, aber eben leider… siehe oben… ;-) Ich hab nicht die Kraft, ihm meine Hand zu entziehn, er tut mir irgendwie Leid. Ich empfinde aber nichts für ihn. Und dass er sich nach dem Essen eine Rechnung vom Lokal für seine Steuer ausstellen lässt, find ich auch nicht so ganz comme il faut, wie der Engländer sagt… ;)
Der nächste viel versprechende Kandidat ist ein etwas gehemmter Jurist, der mit einer roten Rose zum Date kommt. Lieb gemeint, aber ich muss das arme Ding nun durch den ganzen Abend schleppen. Auch er ist interessant und hat Niveau. Aber… Sein Alkoholkonsum erscheint mir doch ein bisserl bedenklich. Ich seh die Zeichen an der Wand…
Nach einigen Monaten zieh ich Bilanz. Fazit: Die "PARSHIP-Männer" sind nichts für mich. Die meisten sind nicht sehr attraktiv, dafür aber extrem konservativ und konventionell. Ich kann mit ihnen nicht - und sie können nicht mit mir. Dass hier öffentliche Profilfotos nicht gestattet sind, kommt natürlich Menschen zugute, die nicht sehr attraktiv sind. Ich hab von den Herren, die ich über PARSHIP kennen - und leider nicht lieben - gelernt hab, vielfach gehört, dass die Damen, die sie kontaktiert haben, meist übergewichtig sind und sich vor allem aus Krankenschwestern und Lehrerinnen rekrutieren. Mehrfach hab ich erlebt, dass eines meiner Dates mir gesagt hat: "Endlich einmal eine, die keine Lehrerin oder Krankenschwester und nicht dick ist!!!"
Zeit, um die Segel zu streichen, denk ich. Immerhin hab ich über PARSHIP einen Architekten kennen gelernt, der mich im Chat eingehend über die - mir bisher unbekannten - Vorzüge von Latexkleidung in bestimmten Stunden informiert hat. Auf weitere Kontakte mit diesem Herrn hab ich verzichtet. Aber ich hab bei PARSHIP auch den C. kennen gelernt, mit dem mich eine monatelange kameradschaftliche Freundschaft verbunden hat. Wir haben viel gemeinsam unternommen und nächtelange Gespräche geführt. Aus dem ehemals etwas verwilderten Junggesellen, der mit finsterem Räubervollbart, ausgelatschten Sportschuhen und Rucksack zum first date kam, ist inzwischen ein Mann geworden, der mehr auf sein Äußeres achtet. Der Bart ist ab, er trägt eine attraktivere Brille, hat abgespeckt und vor einem Jahr eine Frau im Internet kennen gelernt, mit der er jetzt recht glücklich zusammenlebt. Über PARSHIP hat er sie allerdings nicht gefunden.
Und eure pinkdawn? Die hat PARSHIP ebenfalls auf nie mehr Wiedersehn verlassen und ist zu match.com, neu.de und love.at "übersiedelt", wo sie dank ihrer Fotos und der Möglichkeit, selbst aktiv nach passenden Partnern zu suchen, viel mehr durchaus interessante Kontakte erzielen konnte. "Gefunden" wurde ich allerdings (wie übrigens mein guter Freund C. auch) im Februar 2007 über die kostenlose Partnerbörse Websingles, die ich nie besonders ernst genommen hab... Zufall - oder höhere Bestimmung?
Von PARSHIP wurde ich irgendwann mal informiert, dass mein Profil gelöscht wurde, weil ich schon soundsolang nicht mehr eingeloggt war. Zahlendes Mitglied bin ich schon lang nicht mehr. Trotzdem krieg ich sehr oft Werbemail - und in letzter Zeit immer mit einem Foto von einem putzigen alten Pärchen - beide grauhaarig und sichtlich über 60… Irgendwann hat mich das so geärgt, dass ich PARSHIP per Mail gefragt hab, warum sie mir immer dieses pic von den beiden oldies schicken, ich fühl mich dadurch diskriminiert. Die Antwort - sinngemäß: "Es tut uns Leid, dass Sie sich von PARSHIP abmelden wollen. Wenn Sie Ihr Profil löschen wollen, folgen Sie bitte diesem Link…" Also eine automatisierte Computerfloskel.
Eure pinkdawn gab aber nicht auf. Zweite Mail an PARSHIP: Freunde, Missverständnis, mein Profil wird doch angeblich eh schon längst nicht mehr angezeigt. Ich fühl mich nur diskriminiert durch diese Werbung von diesem alten Pärchen. Ich weiß, ich bin schon über 20… aber das kränkt mich irgendwie…
Antwort von PARSHIP: "Liebe Frau Soundso, wenn Sie nicht wissen, wie Sie sich abmelden können, kontaktieren Sie uns bitte…"
So viel zum ach so persönlichen Kundenservice von PARSHIP!!! Pinkdawn gab auf - sie hat genug gelesen von PARSHIP…
Und was lernen wir daraus? Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen rate ich allen ab von PARSHIP. Es ist die teuerste und schlechteste Singlebörse, die ich kenne. Von allen Partnerbörsen im Internet hab ich dort die wenigsten Kontakte erhalten und unter diesen Kontakten war keiner, der zu mir gepasst hätte.
Um die 179,- Euro hätt ich mit meinem Freund schon was Schöneres unternehmen können - vielleicht ein Wochenende am Land, mit der Seele in der Wiese baumeln oder relaxenderweise in einem Thermalbad…
Pro: nichts Kontra: Abbuchung von Kreditkarten , teilweise unfreundliche Mitarbeiter am Telefon, lange Wartezeiten auf Antworten auf Mails und nur Standartantworten, Wartezeiten am Telefon
In der Fernsehwerbung, auf Internetplattformen und Zeitungen begegnet man Parship. Dabei soll es sich um eine seriöse Vermittlung von Singles handelt. Ein psychologischer Test muss ausgefüllt werden und danach erhält man Partnervorschläge mit unterschiedl ...
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Pro: Glaube an den Traumpartner Kontra: unseriöse Bauernfängerei
Überall im Internet wirbt dieses Unternehmen: Parship.
Ich beobachte das Treiben von Parship bereits seit vielen Jahren. Es ist zutiefst unseriös und man muss schon sagen, eine Bauernfängerei.
Weshalb das so ist, möchte ich hier schildern:
1.
Es f ...
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Pro: Erscheint in seriösen Blättern Kontra: Ein Lottogewinn ist wahrscheinlicher als bei Parship einen Treffer zu landen
Ich bin nicht so naiv, leichtfertig meine Kreditkarte im Internet einzustellen - und dann feststellen zu müssen, dass sich eine Organision diese Daten auch missbrauchen könnte... Früher hieß so etwas 'Eheanbahnung', heute 'Single-Treff' - geändert hat sic ...
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Pro: Recht gute Auswahl an Partnern, Partner nach System und Gemeinsamkeiten, Erste Nachricht kostenlos Kontra: Fehlende Chatfunktion, Teure Premium-Accounts
Single zu sein ist wirklich nicht immer leicht. Viele suchen schon Jahre auf ihre große Liebe und haben sie bis heute nicht finden können. Ständig sind sie auf der Suche nach neuen Methoden und Ideen. Doch die Anstrengung ist vergeblich. Am Ende bewegen s ...
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Pro: ??? Kontra: Teuer, keine Kontaktversuche oder Photos ohne Bares, man kommt nicht wieder raus, wenig Resonanz
"Parship.de vermittelt seit Jahren erfolgreich Partnerschaften.
Mit dem wissenschaftlichen Persönlichkeitstest. Fassen Sie sich ein Herz, damit es jemand erobern kann.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an."
Gesagt getan... klingt es nicht vielversp ...
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03.10.2006
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