Paypalkäuferschutz eine Farce!!!
07.12.2011
Pro:
Nichts !
Kontra:
Alles !
Empfehlenswert:
Nein
 blubbel54
Über sich:
Mitglied seit:07.12.2011
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Von Anfang an. Ich habe einen Prozessor von einer Privatperson bei Ebay ersteigert. Der Prozessor sollte neu und unbenutzt, in versiegelter, ungeöffneter OVP sein. Ich dachte wenn ich den Artikel per Paypal bezahle bin ich auch, falls der Verkäufer gelogen haben sollte, auf der sicheren Seite, da man im Notfall den Paypal-Käuferschutz einschalten kann, um bei abweichender Artikelbeschreibung oder nicht erfolgter Lieferung das Kaufbetrag erstattet zu bekommen. Leider lag ich, wie sich nachher herausstellen sollte, mit dieser Vermutung vollkommen falsch. Als der Prozessor ankam war die OVP bereits geöffnet bzw. das Siegel durchbrochen. Das empfand ich erst mal als nicht weiter schlimm, so lange wenigstens der Prozessor unversehrt sein sollte. Als ich dann diesen ans Tageslicht beförderte, traute ich meinen Augen nicht. Der Prozessor war nicht nur nicht neu, sondern auch an den Seiten der grünen Platine (Trägermaterial mit Kontakten f. Sockel) stark beschädigt. Es sah so aus als wenn dieser angebohrt sein würde. Und das an zwei Seiten. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man einen Prozessor so derartig beschädigen kann ohne massive Gewalt bei der Kühlermontage (bei nicht fachgerechtem angewinkeltem Aufsetzen) aufzubringen oder gar zu versuchen mit einem Schraubenzieher oder sonstigem Werkzeug den Heatspreader abzuhebeln. Ein weiteres und bei diesem Zustand eigentlich überflüssiges Indiz, für die Ingebrauchnahme des Prozessors, lieferte der Anblick eines bereits benutzten, verstaubten Boxedkühlers mit verschmierter Wärmleitpaste. Ich wollte wenigsten noch testen ob der Prozessor überhaupt funktionsfähig ist und baute ihn zu diesem Zweck ein. Der PC startete erst gar nicht. Nach 10-maligem reseten des Bios per CMOS Jumper fuhr er dann endlich hoch. Natürlich stützte er im Betrieb mehrfach ab und quittierte seinen Dienst nach kürzester Zeit mit einem „Bluescreen“. Dieses Verhalten ist wohl der Zerstörung diverser Leiterbahnen geschuldet. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt wirklich den Kaffee auf und schaltete den Paypal-Käuferschutz, in der Hoffnung mein Geld wieder zu erlangen, ein. Ich wurde im Zuge dieses Käuferschutzprogrammes nach ein paar Tagen aufgefordert zusätzliche Informationen einzureichen. Nämlich ein Gutachten von einem Sachverständigem oder einer anderen autorisierten Person. Dieses Gutachten muss einen offiziellen Briefkopf, einen Stempel und eine Unterschrift aufweisen. Ich weiß ganz genau, dass ein Gutachten den Wert (ca. 40 Euro) des ersteigerten Prozessors, um ein Vielfaches übersteigen würde. In der Hoffnung, dass auch ein Gutachten eines Bekannten reichen würde, zog ich dieses in Anbetracht der Unwirtschaftlichkeit vor. Zumal ich in diversen Foren gelesen hatte, dass dies auch ausreichend sein würde. Der Bekannte attestierte mir detailliert in einem Schreiben, den desolaten Zustand des Prozessors. Das Schreiben enthielt seine Unterschrift und einen konformen Briefkopf (Anschrift etc.). Dieses Schreiben lud ich als PDF in meinem Paypalkonto hoch. Noch am selben Tag erhielt ich als Antwort, dass dieses Schreiben nicht ausreichend wäre und ein Gutachter bzw. Sachverständiger aufzusuchen sei. Da der Wert des Gutachtens mit deutlich über 100 Euro, wie oben schon beschrieben, in keiner Weise in Relation zum Kaufwert steht wurde der Fall nach Verstreichen der Antwortfrist geschlossen. Wie man sieht ist der Paypal-Käuferschutz nur eine Farce und dient ausschließlich des Suggerierens einer Sicherheit beim Bezahlen mit Paypal und der Gewinnung von neuen Kunden die in der vermeintlichen Sicherheit meinen einen positiven Aspekt gefunden zu haben. Mit dieser Augenwischerei verdient Paypal schließlich sein tägliches Brot. In der Theorie schein der Käuferschutz ein gutes Argument zu sein, wird man jedoch in der Praxis mit der unangenehmen Situation konfrontiert, auf diesen angewiesen zu sein, bleibt einem bei geringem Warenwert (unter mehreren 100 Euro) nichts anderes übrig als dabei zu zusehen wie der Verkäufer mit dem Geld das Weite sucht, obwohl es ihm eigentlich gar nicht zustehen würde. Als Resümee kann ich nur jedem abraten auf den Käuferschutz zu vertrauen. Er hat absolut bei „kleinen“ Beträgen (unter mehreren hundert Euro) keine Daseinsberechtigung, die ihn dazu legitimieren würde, uns vor Betrügern im Internet effizient zu schützen. Deswegen sage ich nur: “Nie wieder Paypal!!!“
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08.12.2011 07:43
Ich höre immer häufiger negatives
07.12.2011 14:16
Guter Erstbericht! Willkommen bei uns ciao-Schreiberlingen! ;o) LG Thomas
07.12.2011 11:31
Sehr guter Erstbericht und den Nagel au fden Kopf getroffen. bH