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So verschwendet man heute seine Zeit

3  16.02.2002

Pro:
gutes Konzept, zahlt immer aus

Kontra:
zu geringer Verdienst, "gläserner" Verbraucher

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Navigation / Übersichtlichkeit:

Informationsgehalt

Aktualität der Website:

Höhe des Verdienstes:

Wahrscheinlichkeit der Auszahlung:


Esemaugir

Über sich: Das 9. Semester hat grad begonnen. Damit gehts so langsam wieder in die Vollen...

Mitglied seit:16.03.2000

Erfahrungsberichte:57

Vertrauende:18

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 80 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Viele von Euch habe sich sicherlich bei verschiedenen Unternehmen im Internet angemeldet, um mehr oder weniger viel Geld zu verdienen. Eines bei dem man theoretisch viel Geld verdienen könnte ist promionet. Blöderweise ist der gesamte Anmeldeprozess bei diesem Programm recht langwierig, so dass man schon viel Zeit investieren muss bevor es mit dem Verdienen losgehen kann.

Zuerst möchte ich erst einmal erklären, worum es bei promionet überhaupt geht. Es ist im großen und ganzen eine Werbecommunity, in der man durch verschiedene Aktionen Geld verdienen kann.
Die Anmeldung selbst verläuft relativ harmlos, da man nur die üblichen Daten eingeben muss, seine Accountdaten zugeschickt bekommt und schon ist man Mitglied und hat den ersten Euro verdient. Jetzt erst geht die eigentliche Prozedur los. Man muss jetzt nämlich einen Basisfragebogen und danach, um Aussicht auf einen gewissen Verdienst zu haben, einen Profiler ausfüllen. Beim Fragebogen werden typische Dinge abgefragt, die ein Unternehmen dieser Art so wissen muss. Dazu gehören beispielsweise Online-Shopping, Internet, Auto, Gerätebesitz, Wohnsituation usw.. Das Ausfüllen dürfte etwa eine Stunde Zeit in Anspruch nehmen. Mit dem profiler beginnt aber erst die richtige Hammerarbeit. Im wesentlichen muss alles bloß noch einmal verfeinert werden. In den verschiedenen Kategorien wird ständig der Fortschritt angezeigt. Wenn überall hundert Prozent steht, ist man endlich fertig, was sicher mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen dürfte. Genau hier liegt das Problem. Im Vergleich zum voraussichtlichen Verdienst ist diese Arbeit meiner Meinung nach umsonst. Das bisschen Geld kann man anderweitig schneller verdienen. Jetzt komme ich aber erst einmal dazu, womit man überhaupt Geld verdienen kann.

Zum ersten wären da die ganz normalen Werbemails, die durchaus mal mehr als die üblichen drei bis fünf Cent bringen können (z.B. 25).
Weiterhin stehen ein opinion lab, ad lab und ein producht lab zur Verfügung. Diese Varianten erklären sich im Prinzip von allein. Man kann Geld durch Meinungsumfragen, testen von Produkten bzw. Werbung verdienen. Die Geldbeträge hierfür können sehr unterschiedlich sein. Theoretisch sind auch mehrere hundert Euro pro Test möglich, aber wer’s glaubt wird selig. Außerdem gibt es für jeden geworbenen Freund 50 Cent. Wenn man mal ein paar Kröten zusammen hat, kann man sich diese natürlich auszahlen lassen. Dies geschieht mehrmals im Jahr, egal wie hoch der Kontostand ist. Selbst zehn Cent werden überwiesen, sofern man ein Bankkonto angegeben hat. Hier liegt wiederum der große Vorteil des Systems. Während man beispielsweise bei emailverdienst mehrere Jahre bis zur Auszahlungsgrenze benötigt, bekommt man sein Geld hier auf jeden Fall regelmäßig ausbezahlt.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage nach dem tatsächliche Verdienst, denn was nutzt es wenn man zwar andauernd alles ausbezahlt bekommt, es aber immer nur ein paar Cent sind. Genau hier liegt die Diskrepanz zwischen Aufwand und Nutzem. Für Werbemails bekommt man zwar überdurchschnittlich viel pro Mail, dafür gibt’s die aber sehr selten (bei mir keine zehn Stück im Jahr). Umfragen werden auch nur mit weniger als einem Euro vergütet und standen bei mir höchstens zwei- oder dreimal im Jahr zur Verfügung. Dazu kommt noch etwas Bewertung von Werbung, was man nicht extra erwähnen muss (war bisher nicht viel zu holen). Das Vergnügen ein Produkt zu testen, hatte ich bisher noch überhaupt nicht. Damit liegt mein Verdienst seit weit über einem Jahr gerade mal bei 6 Euro, die ich immerhin bekommen habe. Wenn man sich jetzt aber mal den Aufwand der Registrierung ansieht, dann kann man mit Fug und Recht behaupten, die sechs Euro hätte man sich auch sparen können. In den vielen Stunden, die man allein damit verbracht hat, hätte man wesentlich mehr verdienen können. Dazu kommt natürlich noch die Zeit, die man für die Umfragen selbst investieren muss. Alles in allem hat sich dieser Aufwand wirklich nicht gelohnt.

Hinzu kommt noch der Punkt der vollständigen Eingabe aller Daten. Im Prinzip weiß promionet vielleicht besser über jeden bescheid, der sich anmeldet, als dessen reale Freunde. Hier steht mal wieder das Schlagwort des gläsernen Verbrauchers im Mittelpunkt. Immerhin hat promionet damit ein großes Kapital. Für Adressen in Verbindung mit solchen Daten zahlen viele Unternehmen einen Haufen Kohle. Ich befürchte sogar, dass der eine oder andere Werbebrief, der in meinem realen sowie virtuellen Postkasten landet auf das Konto von promionet gehen könnte. Wer das verhindern möchte, sollte unbedingt die Finger von Anbietern wie promionet lassen. Beweisen kann wahrscheinlich niemand etwas, aber irgendwoher müssen irgendwelche dubiose Firmen ja unsere ganzen Adressen haben und können zielgerichtet Werbung abschicken.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass promionet von Zeit zu Zeit ein Gewinnspiel veranstaltet, bei dem es Preise im Gesamtwert von 5000 Euro zu gewinnen gibt. Dieses scheint sogar zu funktionieren, da es in der Tat Leute gibt, die gewonnen haben wollen.

Fazit:
Das Konzept des Anbieters finde ich persönlich sehr gut. Die tatsächliche Ausbeute, sprich Geld ist eher gering. Sechs Euro in weit mehr als einem Jahr sind gerade im Hinblick auf den Aufwand bei der Registrierung einfach zu wenig. Deswegen kann ich promionet nicht generell weiterempfehlen. Jeder, der eine Flatrate sein eigen nennt und bei solch einer Datenweitergabe keine Gewissensbisse bekommt sowie vor allem genügend Zeit hat, kann sein Glück ohne nennenswerte Verluste führen. Allen anderen von Euch, lieben Lesern, kann ich nur raten: Finger weg. Aufwand und Gefahr lohnen sich hier einfach nicht.

Esemaugir 2002
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Dr.Claudia

Dr.Claudia

30.06.2004 21:27

Der Aufwand lohnt sich wirklich nicht. Ich habe inzwischen meine Mitgliedschaft gekündigt ... LG Claudia

Herthaner2

Herthaner2

30.06.2002 02:50

ES scheint jetzt besser zu laufen, da ich bereits 4,40€ in nur 1,5 monaten verdient habe.

Jamirokai

Jamirokai

23.06.2002 04:57

Ja! Auf das große geld wartet man hier vergebens. Opinion lab oder ad lab klingt zwar gut, was nützt es aber, wenn es ja doch nie zur verfügung steht.

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