Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
realistische Fahrphysik, stabiler Netzcode, sehr viele Setupmöglichkeiten |
| Kontra: |
wenig lizenzierte Fahrzeuge |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Liebe Spielerinnen und Spieler,
die Renn Simulation rFactor kennen sicher nicht alle PC Spieler. Doch rFactor ist eines der besten Rennsport Simulationen, die es für den PC gibt.
Das Spiel rFactor ist nicht für den Massenmarkt der Gelegenheits- Racer gedacht. Wer im Arcade Stil um die Kurven driften will, oder ohne Training alle Rennen gewinnen möchte, wird wenig Freude mit dem Game haben.
Die Rennserie rFactor setzt knallhart auf Realismus. Jeder Rennwagen hat eine andere Fahrphysik. Mit einem Kodi kann ich prima durch die Kurven driften, ein BMW bricht gerne beim harten Anbremsen vor einer Kurve aus.
Wer will, kann ein komplettes Rennwochenende spielen. Mit Training, Qualifikation und dem Rennen.
Wer hat rFactor entwickelt?Entwickler: Koch Media
Publisher: Koch Media
Preis
30 Euro
Hardware AnforderungenIntel Core 2 Duo E6600 processor
Windows XP
2048 MB RAM
Geforce 7900 GT oder Radeon X1900 GT
256 MB video RAM
DirectX 9.0c 2.0 GB frei auf der Festplatte
Internet Verbindung für online Rennen
Installation
Einfach die DVD ins DVD-Laufwerk legen, beim Setup ein Festplatten Laufwerk auswählen und fertig.
Es gibt einige Patches zu rFactor. Diese sollten unbedingt installiert werden.
der Solo ModusIm Solo Spiel kann ich einen Karrieremodus spielen. Dabei wird eine Rennserie auf verschiedenen Rennstrecken gefahren. Durch Siege in den Rennen verdient man Geld. Mit dem Geld kann man neue und bessere Tuningteile für den Rennwagen kaufen. Mit guten Platzierungen im Karriere Modus schaltet man nach und nach neue Fahrzeuge und Strecken frei.
Die ersten Rennen sollte man mit zuschaltbaren Fahrhilfen fahren. Mit ABS, Brems- und Lenkhilfen sind die ersten Siege kein Problem. Zusätzlich lassen sich die Fahrstärke und Aggressivität der KI Gegner anpassen. Das Schadensmodell der Wagen kann auch von Unverwundbar bis Realistisch eingestellt werden.
Doch das richtige Rennerlebnis kommt nur auf, wenn ich alle Fahrhilfen deaktiviere.
Ein Force Feedback-Lenkrad ist dann aber Pflicht. Mit der PC Tastatur zu fahren ist fast unmöglich. Mit einem Game Pad und viel Übung geht es vielleicht. Aber richtiges Rennfeeling kommt nur mit einem Lenkrad auf.
Die Länge des Rennens kann ich über Rundenzahl oder die Rennzeit einstellen. Es ist sogar möglich, 24 Stunden Rennen mit Tag und Nachtwechsel, zu fahren.
Tuning
Nur wer das Auto optimal auf die verschiedenen Rennstrecken und an seinen Fahrstil anpasst, wird auf dem Siegertreppchen stehen.
Jeder Rennwagen hat seine eigene Fahrphysik und jeder Wagen fährt sich auch anders. Um das richtige Setup für jeden Wagentyp einzustellen, braucht man schon einige Testrunden.
An einem Rennwochenende dienen die Trainingstage dazu, das richtige Setup für den Rennwagen zu finden. Bei rFactor kann extrem viel am Auto verändert werden. Die Einstellung der Heckflügel, der Dämpfer, Bremsen und Getriebeübersetzung, alles wirkt sich sofort spürbar auf das Fahrverhalten aus.
Durch Rennsiege verdient man Geld und damit kann ich bessere Tuningteile für meinen Wagen kaufen. Zum Beispiel einen stärkeren Motor oder einen Heckflügel, der mehr Einstellmöglichkeiten zulässt. So werden die Rundenzeiten gleich ein paar Zehntel schneller.
der online Modus
Das fahren gegen die Computergegner ist mir auf die Dauer zu langweilig geworden.
Den größten Spaß bietet rFactor im online Modus.
Die große Community von rFactor betreibt unzählige Server im Internet. Allerdings werden hier selten die Standard Strecken von der DVD gefahren.
Auf den Servern werden überwiegend modifizierte Rennstrecken und Wagen der Community gefahren.
Ohne den entsprechenden Mod kann ich an den Rennen nicht Teilnehmen.
Diese Rennkurse und Rennserien können auf der Internetseite „www.rfactorcentral.com” heruntergeladen werden. Nur eine Anmeldung auf der Internetseite ist dafür nötig. Belohnt wird man mit einer riesigen Auswahl an Autos, Rennstrecken und sonstiger Tools und das ganze ist kostenlos.
Sehr beliebte Mods sind zu Beispiel:
die legendäre Nordschleife, Monte Carlo, Le Mans, Monza, Sepang GP4, Hockenheimring oder IndyCar Strecken.
Rennwagen:
Renault Super Clio, Porsche Fabcar, Zonda, Legends Cars, WTCC BMW E90 oder auch Trucks.
Sind die nötigen Modifikationen installiert, steht dem online Rennvergnügen nichts mehr im Wege.
Der Netzwerkcode von rFactor ist sehr stabil und die Rennen sind überwiegend Lagfrei. Lag kommt aus dem englischen und heißt auf Deutsch Verzögerung. Bei einem online Rennen können Lags sehr störend sein. Durch Lags kann es passieren, das ich 100m hinter einem Gegner fahre und plötzlich ist er vor mir. Dann kracht es natürlich und das Rennen ist kaputt.
Ein Starterfeld von über 30 Fahrern auf den Servern ist keine Seltenheit. Die Rennen verlaufen überwiegend Fair und keiner fährt einem mit Absicht ins Heck. Störenfriede, die nur andere Fahrer von der Strecke schießen wollen, werden sehr schnell erkannt und vom Server gebannt.
Vor dem Rennen wird die Qualifikation gefahren. Die gefahrene Zeit entscheidet über den Startplatz. Auch bei den online Rennen zählt die Realität. Zu schnelles fahren in der Boxengasse wird genau so bestraft, wie das überfahren der roten Ampel am Boxenausgang. Also bitte immer nur bei grün Gas geben.
Wer nicht an den Start geht, kann im TV-Kanal zuschauen und beobachten, was die Konkurrenz macht.
Fazit
Das Spiel lebt durch die große Community. Unzählige Mods sind von der Community erstellt worden und im Netz kostenlos verfügbar. Wenn ich die DTM, den Porsche Cup oder Formel 1 fahren will, für alles gibt entsprechende Mods.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich mal auf der Internetseite „www.rfactorcentral.com” umzusehen. Das Angebot lässt das Rennfahrerherz höher schlagen. Und die Downloads sind legal und kostenlos.
Nur eine Internetverbindung muss man haben, sonst bleibt der Fahrspaß leider auf der Strecke.
Allzeit gute Fahrt!