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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Technische Universität Berlin, Veranstaltung: Masochismus als literarisches Phänomen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Fragestellung, der ich in dieser Hausarbeit nachgehen werde, kann man wie folgt formulieren: Muss Leopold von Sacher-Masoch zu Recht oder zu Unrecht als Namensgeber für eine psychische Erkrankung namens Masochismus herhalten? Diese Frage werde ich exemplarisch an Sacher-Masochs Roman Venus im Pelz diskutieren, indem ich versuchen werde, den Protagonisten
Severin mit den Begriffen verschiedener psychoanalytischer Masochismus-Theorien zu charakterisieren. Dabei wird sich zeigen, inwieweit diese Begriffe
auf den Romanhelden passen d.h. inwieweit man
Severin als typischen Masochisten bezeichnen kann. Ich werde nicht hinterfragen, ob es sinnvoll ist beim Masochismus überhaupt von einer Krankheit zu sprechen und was diese Bezeichnungimplizit voraussetzt, sondern lediglich überprüfen, ob
Severin im üblichen Sinn des Wortes ein Patient mit der Krankheit Masochismus wäre oder nicht. Zunächst möchte ich die Geschichte des Masochismusbegriffs beleuchten und werde dabei
auf die Theorien von Richard von Krafft-Ebing, Sigmund Freud, sowie Theodor Reik eingehen. Dabei muss ich mich aus Platzgründen
auf wesentliche Aspekte beschränken und kann nicht die größeren Zusammenhänge darstellen, in denen die Theorien jeweils eingebettet sind. Bei der darauf folgenden Charakterisierung
Severins werde ich die Handlung in der Venus im Pelz ebenfalls aus Platzgründen nicht komplett wiedergeben können, sondern lediglich versuchen die drei verschiedenen psychoanalytischen Masochismus-Theorien
auf einen konkreten Fall anzuwenden.Ich werde sie aus Gründen der Übersichtlichkeit nacheinander abarbeiten und dabei feststellen, wie hilfreich sie für die Charakterisierung
Severins sind.Je fruchtbarer die Theorien für die Charakterisierung sind, desto gerechtfertigter ist es, sie masochistisch zu n
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