Prolog
Nun, nach einem kurzen Blick auf die besten 5 Erfahrungsberichte im Bereich der T-online Flatrate für ISDN, fällt einem vor allem eines auf: Kein Bericht, der älter ist als 2001. Wie das sein kann, kann ich mir ehrlich gesagt nicht erklären. Aber das ändert nichts daran, dass auch ich einmal meine Meinung zum Besten geben möchte. Denn die Flatrate von T-online für ISDN ist doch mal was schönes über das man schreiben kann…
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Der Zugang
Selbst heute im wundervollen Jahr 2008 gibt es in unserer Gegend kein DSL. Und soweit wir wissen wird sich das in der nächsten Zeit auch nicht ändern. Wir haben somit ISDN. Und für diesen Anschluss gibt es nicht wirklich nicht viele Flatrates. Eine Flatrate muss sein, denn in unseren Haushalt gibt es vier Personen, die mehr oder weniger regelmäßig ins Internet gehen und ein Minutentarif wäre somit unbezahlbar. Doch, wie es sich so schön trifft gibt es seit ein oder zwei Jahren einen schicken kleinen Tarif von T-online. Dieser Tarif nennt Eco Flat.
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Der Tarif
Eco Flat eignet sich für Analog und ISDN-Besitzer. Diese können mit diesem Tarif so viel ins Internet wie sie wollen. Theoretisch kann man seinen Rechner 24 Stunden am Tag online laufen lassen. Eine Volumenbegrenzung gibt es nicht. Nur eine Verbindungstrennung nach 24 Stunden und eine Trennung nach 15 Minuten, wenn man das Internet nicht nutzt sprich keine Down oder Uploads. Dieses Angebot an sich ist schon mal nicht von schlechten Eltern.
Nur ist das eben eine Flatrate für ISDN und jeder ISDN-Besitzer, der diesen Bericht liest, wird mir zustimmen, dass man sich während des Ladens einer Seite auch mal ne Cola holen kann. Gerne auch aus dem nächsten Supermarkt. Man ist wieder da bevor die Seite zu Ende geladen hat. Und das bessert sich auch nicht. Denn in der heutigen Zeit gehen leider zu viele Seitenbetreiber davon aus, dass man DSL besitzt und kleistern ihre Seiten deshalb mit unnötigem Mist voll, der das Laden unnötig verlängert. Aber das ist ja ein anderes Thema.
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Der Preis
Tja. Der Preis. T-online weiß, dass sie die einzige überregionale anständige ISDN-Flatrate anbieten
Bilder von t-online.de (Flatrate)
und dass es verzweifelte Internet-User gibt, die für einen solchen Luxus auch zahlen. 80 Euro. 80 Euro werden jeden Monat fällig und dieser Betrag ist noch ohne Grundgebühr für den ISDN. Sprich mit Grundgebühr darf man 115 Euro monatlich loswerden. Es gibt Studenten, die von diesem Geld in ner WG zu Recht kommen. Und wenn ich jetzt darüber nachdenke kann ich es einfach nicht glauben, dass wir es solange ausgehalten haben.
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T-online - Warum solange?
Seit 2001 nutzen wir T-online. Zuerst hatten wir den 90-Stundentarif. Also ein fester Betrag monatlich (Ich glaube es waren 40 Euro) für die Onlinezeit von 90 Stunden insgesamt. Als uns das bald nicht mehr reichte, sind wir auf den 120-Stundentarif umgestiegen. Hier gabs dann 50 Euro. Aber auch das reichte uns nicht wirklich. Aber was sollte man tun? DSL gab es ja nicht.
Und so beschäftigte ich mich in unregelmäßigen Abständen immer wieder mit der Suche nach Flatrates, die es vielleicht doch gab, aber erst gefunden werden mussten. Und so stieß ich eines Tages auf die Info, dass T-online einen Tarif einführen wollte, der einem unbegrenztes Internet zur Verfügung stellte. Ein Traum! Und der Preis dafür war ein Albtraum. Aber was solls. Nach langem wehren sind wir doch schwach geworden und sind gewechselt.
Und ab diesem Zeitpunkt war ich raus aus der Suche. Ich akzeptierte den Betrag und genoss die Vorzüge des "Ach ich lass das Internet einfach mal laufen." Und deshalb bemerkte ich auch nicht, dass sich andere Wege des Internet in diese Welt schlichen. Oder wohl eher stürmten. Schlagwörter wie UMTS-Internet drangen wohl irgendwie nicht zu mir durch. Tja, selbst schuld. Die Gründe also? Unaufmerksamkeit und Trägheit würde ich sagen.
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Das Aufwachen
Vor zwei Wochen passierte es dann. Wir waren uns gar nicht bewusst, wie lange wir schon diesen Tarif hatten. Aber das kam uns auch gar nicht in den Sinn, als wir im örtlichen Vodafoneladen das neue Handy von meiner Oma abholten. Denn unsere Handys sind größtenteils von Vodafone, weil der Service und die Preise und natürlich die Verbindung da nicht so schlecht sind. Wir stehen also herum und der liebe Mr. Vodafone macht das Handy von meiner Oma fertig. Ich stehe neben meiner Mutter und habe einen guten Blick auf seinen Bildschirm. Und während er vor sich hin werkelt, erscheint da ein Fenster auf seinem Bildschirm: "Haben Sie Ihren Kunden schon auf Vodafone-DSL angesprochen?"
Als eingefleischter DSL-Besitzer muss ich lachen. Ich drehe mich zu meiner Mutter, zeige auf das Schild und meine "Na das hat wohl keinen Sinn bei uns." Die lacht ebenfalls. Es ist eher ein trauriges Lachen. Doch Mr. Vodafone meint, dass er doch mal kurz nachschauen kann. Wegen UMTS-Internet. Kabellos versteht sich. Uh kabellos. Und zwei Minuten später wissen wir auch schon das, was wir wissen müssen. Kabellose Flatrate, 5 GB Maximalvolumen blabla. Denn im Grunde zählt nur 30 Euro. Nicht 80 Euro, sondern 30 Euro. Unser Hindernis. Die Kündigungsfrist bei T-online.
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Die Kündigung
Also schnell ab nach Hause. Doch auch nach langem Suchen haben wir keine Ahnung, zu welchem Termin wir kündigen können. Weder auf der Internetseite noch in unseren Unterlagen finden wir etwas. Also eine E-mail an die Serviceadresse von T-online. Und schon nach 4 Tagen haben wir die Antwort. Und zwar zählt nicht der Tag an dem wir uns bei T-online angemeldet haben, sondern der, an dem wir zu Eco Flat gewechselt sind. Das war der 25.08.2008. Kündigungsfrist 20 Tage. Aber trotzdem zu spät. D. h. wir müssen ein volles weiteres Jahr zahlen.
Aber da kommt uns auch schon die Idee. Wenn wir nicht bei T-online aussteigen können, dann wechseln wir halt den Tarif. Ging ja früher auch ohne Probleme. Aber nein. T-online ist nicht blöd. Nachdem man den Eco Flat abgeschlossen hat, hat man eine Mindestlaufzeit von 6 Monaten. Kündigt man nicht rechtzeitig, verlängert sich die Mindestlaufzeit um weitere 12 Monate und danach um weitere 12 Monate. Und so weiter und so weiter. Für uns heißt das also weiter brav zahlen, obwohls auch günstiger geht. Nun, was will man machen? Wir werden also schon mal in den nächsten Tagen die Kündigung losschicken und uns nächstes Jahr dann wohl nach etwas umsehen, dass nicht nur die Hälfte kostet sondern gleich noch weniger.
Aber Sorgen um T-online müsst ihr euch nicht machen. Denn neben den 80 Euro für die Flatrate und den 35 Euro Grundgebühr für den ISDN, verdient sich T-online auch noch schön blöd mit Werbeanzeigen, die sie im StartCenter, der Einwahlsoftware von T-online, einblenden. Schon eigenartig, dass die Telekom bei so lukrativen Einnahmen dann 39 Callcenter schließen muss. Keine Sorgen, ich bin keiner ihrer Mitarbeiter, die gekündigt werden und sich hier ein bisschen rächen will. Ich bin nur eine Internetnutzerin, die ihren Tarif nicht wechseln kann :-) Aber da stresse ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich. Denn wie gesagt ist Eco Flat ja eine Zeit wie auch Datenflatrate und die wird von uns bis nächsten August wirklich äußerst intensiv genutzt werden. Denn die 80 Euro müssen wir wieder reinholen wie man so schön sagt.
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Erwähnenswertes
Die Einwahl funktioniert problemlos. Über den Service kann ich leider nichts sagen, außer dass die Antwort auf eine E-mail insgesamt 4 Tage gedauert hat. Die Servicenr. ist das typische "… Und nun verraten sie uns bitte noch, ob es sich um…"
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Die Fakten
Tarif: Eco Flat
Preis: 80 Euro die Flat, 35 Euro die Grundgebühr
Vertragsbindung: Zuerst 6 Monate, danach Verlängerung um jeweils 12 Monate
Kündigungsfrist: 20 Tage (sagte uns die Callcenteragentin)
Besondere Eigenheit: Zeit- und Volumenflatrate
Anbieter: T-Online
Anschluss: ISDN oder Modem (analog)
Laufzeiten: Verbindung wird nach 24 Stunden automatisch getrennt
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Kontakt
Deutsche Telekom AG
T-Online-Allee 1
64295 Darmstadt
Innerdeutsch:
Tel.: 06151 / 6 80-0
Fax: 06151 / 6 80-7 59
Fax Kundenservice : 0180 / 5 35 05 30
(0,14 €/ Min aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG, abweichende Preise für Anrufe aus dem Mobilfunknetz möglich)
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Fazit?
Nun, ich hab viel erzählt, aber bin doch nicht losgeworden, was ich wirklich denke. Ich empfinde den Preis als eine Unverschämtheit. Bis 50 Euro hätte ich genickt und es verstanden, aber darüber? Reine Geldmacherei. Leider haben wir den Tarif trotzdem so lange behalten. Wieso? Nun, weil es für ISDN leider einfach keine anderen anständigen Flatrates gibt. Aber nächstes Jahr werden wir dann auf UMTS umsteigen. Zwar volumenbeschränkt aber dafür günstig.
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Meine Wertung:
Ich gebe insgesamt 2 von 5 Sternen. Abzug gibt es für den Preis, die Tarifbindung und die Werbung im Startcenter.
Zusätzliche Anmerkung: Oh da haben mich wohl einige falsch verstanden. Denn wir haben keineswegs eine Telefonflat. Die 115 Euro sind nur für den Anschluss und das Internet. Das Telefon kostet uns nochmal lustige 40 Euro im Monat *g* T-online ist schon was tolles.
Update: Am 04.01.09 haben wir schon mal vorsorglich unsere Kündigung an T-online weggeschickt. Erst mal ohne Einschreiben. Hoffen, dass die Kündigung auf diesen Weg aufgenommen wird, glauben aber eher an das Gegenteil :-(
Freude - Freude: Haben heute unsere Kündigungsbestätigung bekommen! Sind ab 25.02.09 (Dachten eigentlich August) frei! Super gefühl, endlich wieder mehr Geld zu haben :-)
16.01.2009 00:05
Ein stolzer Preis! Hier bei den Ösis zahl ich 10 Euro für mein Internet -)
13.01.2009 18:38
Was soll denn der Telekom-Schrott. Gibt es denn bei Dir keine Handyflat mit Surfoption. Da bist Du wesentlich mobiler und schneller als die ISDN-Verbindung. In manchen Regionen gibt es auch Internet per Kabel, natürlich nur wenn Kabelfernsehen vorhanden ist.
19.09.2008 17:06
Es ist wirklich ne Frechheit, dass T-online bei ISDN so abzocken muss. Danke für die Warnung und daher bh. lg Peter