endlich komplett
29.10.2002
Pro:
gut geschrieben, gute Story
Kontra:
sollte die ersten beiden kennen, langatmig zu beginn
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Stil
Unterhaltungswert
Spannung
mehr
 Apple-G4
Über sich:
Mitglied seit:19.09.2002
Erfahrungsberichte:84
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 52 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
+++ Einleitung +++ ****************** Wie einige von euch ja schon wissen, bin ich von der Geschichte des schwarzen Turms und der Suche von Roland nach diesem regelrecht fasziniert. Nach dem ich die ersten beiden Bände „Schwarz“ und „Drei“ gelesen hatte, musste ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Es war also keine Frage, dass ich mir sofort den dritten Band „Tot“ besorgen musste. Aber eines schon einmal vorweg, dieses Buch sollte man erst lesen, wenn man die anderen beiden bereits gelesen hat. +++ Story +++ ************** Roland hat nun scheinbar seine Gefährten gefunden, jedenfalls dachte ich mir dass. Nach der Prophezeiung sollte Roland drei Gefährten finden. Die hat er in Eddie und der gespaltenen Persönlichkeit Susanna gefunden. Da Susanna aus den Persönlichkeiten Odetta und Detta besteht, wären das die drei Gefährten. Allerdings verschmelzen die beiden zu einer Persönlichkeit, eben Susanna. Die und Eddie verleiben sich in einander und werden ein Paar. Also fehlt doch wieder ein Gefährte.Zu der Zeit, wenn dem Leser dies klar wird, beginnt bei Roland etwas seltsames. Scheinbar kommt Roland mit einem Paradoxem aus den beiden vorhergegangenen Büchern nicht klar. Im ersten Buch trifft er den Jungen Jake, der durch seinen Tod, er wurde ermordet, in Rolands Welt kam. Im zweiten Buch verhindert Roland den Mord an dem Jungen. Er könnte also nie in seine Welt gekommen sein. Was noch zu erwähnen ist, Roland selbst opfert Jake für Informationen zum dunklen Turm. Das weckt in ihm Schuldgefühle. Wenn Jake aber nicht ermordet wurde, konnte er nie in Rolands Welt gelangen und Roland ihn opfern. Das ist das Problem welches Roland hat und das sich mittels Stimmen in seinem Kopf offenbart. Diese beiden Stimmen sagen die ganze Zeit, das der Junge noch lebt und das er Tot sei. Hört sich jetzt alles sehr verwirrend an, aber beim lesen ist es nicht so schlimm. Auch Eddie wird von Visionen geplagt. Die Vision suggeriert ihm, dass er einen Schlüssel schnitzen soll, was er auch tut.Roland, der das Gefühl hat, langsam durchzudrehen, führt die Gefährten zu einem Ort, von wo sie den Balken sehen können. Der Balken ist eine Linie, der direkt zum dunklen Turm führt. Zur gleichen Zeit in unserer Welt. Jake hat die selben Probleme wie Roland. Er kann sich auch an seinen eigenen Tod erinnern und steht auch kurz vor dem Durchdrehen. Um das ganze etwas abzukürzen, Jake soll wieder in Rolands Welt kommen und dies geschieht letztendlich auf sehr dramatische und spannende Weise.Nun sind alle Komplett, Roland hat seine drei Gefährten und die Reise geht weiter dem Balken entlangt. Auf ihrem Weg nähern sie sich einer Stadt, einer richtigen Stadt, so wie wir sie kennen mit Hochhäusern und so weiter. Jake findet auf dem Weg auch noch einen persönlichen Freund, ein Haustier, einen Billy Bumbler, eine Mischung aus Hund, Hamster und Marder.Bevor sie die Stadt erreichen, kommen die Wanderer in ein Dorf, in dem sie von alten Menschen vor der Stadt gewarnt werden. Gleichzeitig bekommen sie Informationen über eine Eisenbahn, die noch fahren soll und ihre Reise extrem erleichtern würde. Sie machen sich also auf in die Stadt. Gleich am Stadtrand wird Jake entführt. In der Stadt kämpfen zwei Gruppierungen gegeneinander. Mit Hilfe des Billy Bumblers, der Jakes Fährte aufnimmt, verfolgt Roland Jake. Eddie und Susanna suchen in der Zwischenzeit die Eisenbahn. Während der Suche müssen die beiden ihre ersten Menschen töten. Nun ja, die Eisenbahn wird gefunden und Roland kann Jake befreien. Alle treffen sich am Bahnhof wieder. Mittlerweile haben Eddie und Susanna herausgefunden, dass der Zug von einem riesigem Computer gesteuert wird. Der kontrolliert auch die Stadt. Jedenfalls ist der Computer in laufe der Zeit verrückt geworden und ihm ist langweilig. Die Gefährten handeln mit dem Computer aus, dass er sie mit nimmt, wenn sie ihm Rätsel stellen. Und so endet der dritte Band. +++ Schreibstil +++ ****************** So wie in den vorangegangenen Büchern ist auch in „Tot“ der Schreibstill von King wieder sehr einfach. Die Sätze sind kurz und nicht verschachtelt. Man kann schnell lesen. Wie ihr aber bestimmt durch meine kurze Zusammenfassung fest stellen konntet, ist alles ein wenig verwirrend, jedenfalls im ersten Teil des Buches, die ganze Sache mit Jake.Und da sehe ich persönlich auch den einzigen Schwachpunkt des Buches. Ich finde, dass sich das Leben von Jake in New York, so wie King es erzählt, sich wie Gummi zieht. Natürlich ist das alles wichtig, aber es zieht sich. Es kann aber auch daran liegen, dass man als Leser wissen möchte, wie die Geschichte von Roland weiter geht. Und da ist die genaue Beschreibung von Jake und von seinem lebend irgend wie störend. Das wird noch dadurch verstärkt, dass King jede Kleinigkeit bis ins Detail genau beschreibt. Man möchte einfach wissen, wie es weitergeht. +++ Fazit +++ ************* Ein gelungenes Buch, dass ist es auf jeden Fall. Es hat allerdings die eben erwähnte Schwäche. Allerdings muss ich jeden warnen, der sich dieses Buch kauft, er sollte zuerst die anderen beiden Bände lesen, da er sonst die Geschichte nicht ganz verstehen wird. Allerdings werden hier einige Fragen, die in den ersten beiden Bänden aufkommen, beantwortet und es werden nicht so viele neue Fragen gestellt, die unbeantwortet bleiben. In meiner Ausgabe, dass ist das gelbe Buch, hat King auch ein Nachwort geschrieben. Darin verweist er auf den vierten Band „Glas“, in dem endlich vieles aus dem früheren Leben von Roland erzählt werden soll.Das gelbe Buch kann man unter der ISBN-Nummer 3-453-05339-7 für 12,95 Euro kaufen. Es gibt aber auch eine Taschenbuchausgabe, die so um die 8 Euro kostet. Ich bin von diesem Buch wie von seinen Vorgängern begeistert. Man sollte sich aber verdeutlichen, dass dies kein Horrorroman, so wie man ihn von King gewöhnt ist, ist. King schafft hier vielmehr eine vollkommen neue und gänzlich unverständliche Welt.Wegen dem kleinen Durchhänger am Anfang ziehe ich hier aber mal einen Punkt ab. Trotzdem ist das Buch jedem zu empfehlen. © Apple-G4
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Taschenbuch, 784 S., Roman, Erschienen: 2003
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31.10.2002 17:25
tot ist eher ein verbindungsroman zwischen drei und glas, so gesehen sehe ich ihn vielleicht nicht ganz so wie in deinem bericht erwähnt...mfg
29.10.2002 17:45
Kann mit King recht wenig anfangen. Dauert immer so, bis er endlich in die Pötte kommt. Die Geschichten selbst sind nicht schlecht, aber der Quark drumherum ...
29.10.2002 12:39
warum "komplett"? was ist mit "Glas"? guter bericht, gute Bücher, wenn auch so gar nicht King-like... LG Anderas