Zwitschern und Geld verdienen? Geht, wenn man möchte!
11.02.2009 (12.02.2009)
Pro:
wenn man es richtig angeht, kann Twitter sehr informativ sein und auch Geld / Aufträge einbringen
Kontra:
teilweise viel "blabla" und Selbstdarsteller - diese kann man aber blocken : - )
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienung
Design
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 marcthomalla
Über sich:
www.socialtoday.de (Social Media Magazin) und privat www.thomalla.biz
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Twitter - zu deutsch etwa: "Zwitschern" Twitter ist DER Microblogging-Dienst made in the USA.
Wikipedia sagt zu Twitter: "Twitter ist ein soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging-Dienst. Angemeldete Benutzer können Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen senden und die Nachrichten anderer Benutzer empfangen. Die Nachrichten werden ?Updates? oder ?Tweets? (engl. to tweet, deutsch zwitschern) genannt. Das soziale Netzwerk beruht darauf, dass man anderen Benutzern folgt (engl. ?following?), das heißt die Updates anderer Benutzer abonniert. Benutzer, die den eigenen Updates folgen, nennt man ?Follower?. Auf der Twitter-Startseite kann man Updates eingeben und die Updates der Personen, denen man folgt, nach der Zeit sortiert sehen. Der Absender kann entscheiden, ob er die Updates allen zur Verfügung stellen oder den Zugang auf eine Freundesgruppe beschränken will.
Der Twitter-Dienst steht zudem über eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung, so dass die Updates auf sehr verschiedenen Kanälen eingegeben und abgerufen werden können. Dem Benutzer stehen unter anderem Kommunikationsstrukturen wie SMS (nur USA, Kanada und Indien) oder einfache Eingabehilfen über die Twitter-Homepage (RSS) oder Desktop-Applikationen zur Verfügung. Mittels bestimmter Erweiterungen lassen sich zusätzliche Informationen über den Absender und die Empfängergruppe anzeigen, wie etwa den jeweiligen Standort auf Google Maps."
Der Twitter AccountUm Twitter nutzen zu können, bedarf es eines kostenlosen Accounts. Dieser ist schnell angelegt, aber damit ist es noch längst nicht getan, denn gestalterisch kann man viel damit anfangen und die exotischsten Hintergründe einsetzen - mit eigenen Bildern, wenn man denn möchte. In den Settings sind dann weitere Optionen möglich, wie zum Beispiel einen Real-Name anzugeben. Klar, als Twitterer für nicht-folgende User ist es vielleicht schöner, einen Nick zu verwenden. Aber wer dann eine "Freundschaft" eingeht, der freut sich sicher, seinen Tweetpartner mit echtem Namen ansprechen zu können. Ebenso kann man ein paar Worte zu sich selbst verlieren (nach denen auch gesucht werden kann, also mit Bedacht wählen!), als Sprache steht Englisch und Japanisch zur Verfügung. Eine deutsche Oberfläche gibt es leider -noch- nicht. Wer mag, der kann sich -ähnlich wie in einem Forum- einen Avatar hochladen, also ein Benutzerbild, was bei jedem Tweet erscheint.
Wer Twitter nicht über ein Endgerät wie iPhone oder Blackberry nutzt, sondern dies übers Web macht, dem empfehle ich "Power Twitter", eine Erweiterung für Firefox. Dazu später mehr.
Nützliches zum Account
Wie schon erwähnt: Der Account ist die Visitenkarte. Wer hier etwas Arbeit investiert, bekommt sicher den einen oder anderen Besucher mehr. Ich selber lege nicht ganz so viel Wert auf den Account, lieber sind mir Tweets mit wichtigem Inhalt - da ist der Account dann eher nebensächlich. Aber ich habe mir dennoch für 2009 vorgenommen, mein Design mal anzuhübschen. Wenn man Twitterer nicht leiden kann, so kann man diese blocken - es werden dann keinerlei Tweets mehr von diesem Mitglied angezeigt.
Das Schreiben von TweetsTweets bestehen aus 140 Zeichen - weniger als bei SMS. Also muss man sich kurzfassen und nicht schwafeln. Verpöhnt ist es auch, mehrere Tweets hintereinander weg zu schreiben. Wenn man viele Follower hat ist es doch eher nervig, immer Romane lesen zu müssen. Wer was Wichtiges zu sagen hat fasst sich kurz oder aber bloggt - und fügt dann einen Link ein, der zu seinem Artikel führt. Twitter kürzt die Links automatisch ab, damit die Länge einer URL nicht schon 140 Zeichen einnimmt.
Aber was soll man mitteilen? Bevor man sich Twitter zuwendet sollte man überlegen, wieso man twittern möchte. Bei mir war es zu allererst Neugier. Dann habe ich meinen Mitmenschen mitgeteilt, dass ich in der S-Bahn sitze und Hunger habe. Spannend, nicht wahr? Ich wollte aber mehr - und da ich eine eigene Fotocommunity betreibe und nebenher noch ein Blog, welches sich mit Anwendungen (Apps) für das iPhone / iPod touch führe, habe ich mich verstärkt auf News in diesem Bereich beschränkt. Also Pressenews mitteilen, Testberichte schreiben und darauf hinweisen, andere Twitterer finden, die die gleichen Interessen haben wie ich - und so auch selber News erhalten und ggf. einen "RT" machen. RT steht für ReTweet und ist das Zitieren eines fremden Beitrages - so kann man schnell wichtige Infos in seinem Follower-Netzwerk verbreiten. Manchmal mus man erst nachdenken, bevor man twittert. Manchmal ist es aber auch einfach nur nett, sich mit Leuten zu unterhalten. Wenn es zu lang wird, dann weiche ich gern auf die DM aus, die direkte Nachricht an einen User. Diese kann dann nur er lesen, keine anderen. Somit werden auch die Mitlesenden nicht "belästigt".
Follow me - or let it be"Je mehr einem folgende, desto anerkannter ist man" - das denken zumindest viele, die ich so in den letzten Monaten "kennengelernt" habe. Ich halte das für falsch. Es gibt User mit 2000 Followern - deren Beiträge finde ich langweilig und unspektakulär. Mir ist es sch***egal, ob sie gerade Bahnfahren oder sich in der Pizzeria die Pizza mit Käserand holen. Mittlerweile bin ich soweit und versuche, diese "hohen Tiere" zu ignorieren soweit es geht. Wenn man sich auf ein Gebiet versteift, zu dem man meistens schreibt (wie ich über Digitalkamera-Produkte und Apps aus dem AppStore von Apple), dann bekommt man schon seine Follower. Lieber sind mir 300 Follower die mich gern lesen als 2000, die mich nur Followen, damit ich es ihnen gleich tue. Das mache ich nämlich nicht und gehe damit leider noch gegen einen Trend. Es wird empfohlen: Ich folge dir, dann folge du auch mir. Bullshit! Ich habe pro Stunde mittlerweile über 200 Nachrichten, die ich lesen muss / müsste - und das, wo ich "nur" 229 Leuten folge und davon längst nicht alle sehr aktiv sind. Und nun stellt euch mal vor, euch folgen 2000 Leute und ihr denen - das schafft keiner mehr. Schon jetzt muss ich sondieren.
Man sollte sich also überlegen, ob man immer wirklich re-followen muss oder ob man seiner Linie treu bleibt.
Tools für die Twitter-Nutzung (meine Favoriten)
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und stelle einfach (kurz und knapp!!) meine Tools vor, die ich so meistens nutze (es gibt viele, die ich immer mal wieder nutze, aber richtig "oft" -also mind. 1x am Tag- gibt es nicht ganz so viele): - Power Twitter: Erweiterung für den Firefox. Bohrt twitter.com etwas auf, mehr Möglichkeiten der Ansicht
- Tweetie: Twitter-Client für das iPhone; in meinen Augen der beste Client derzeit - tweet-rank.de: Nette Seite, wo man sehen kann, nach welchen Tweets einen die Leute verlassen oder einem folgen
- Twitter Karma: Man kann sehen, wer einem folgt ohne selber einem zu folgen und umgekehrt. Auch kann man hier via "Bulk" sehr vielen auf einmal die "Freundschaft" kündigen - wenn man sein Netzwerk mal bereinigen möchte ist dies mehr als sinnvoll - TwitterFon: Zweitbester Client; wenn Tweetie mich mal nervt oder nicht richtig läuft, weiche ich auf TwitterFon aus
Geld verdienen mit Twitter?Die FAZ schreibt über Twitter: Die zweite Generation des Onlinemarketings (Link: http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2008/11/23/marketing-im-web-2-0.aspx)
Auszüge aus obigem: "Manchmal muss es die Ochsentour sein. 40 Mitarbeiter hat der Computerkonzern Dell abgestellt, die nichts anderes tun als mit Internetnutzern in Blogs oder Foren über die Produkte des Hauses zu kommunizieren. ?Wir haben realisiert, dass unsere Kunden im Internet über uns und unsere Produkte sprechen, und wir haben die Chance, an dieser Konversation teilzunehmen", sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Sie weiß warum. Allein über den Micro-Blogging-Dienst Twitter habe Dell 500000 Dollar Umsatz generiert. Diese digitale Mundpropaganda hat sich zuerst in den Vereinigten Staaten, nun aber auch in Deutschland zu einem Teil des Marketings entwickelt, der sich nicht mehr ignorieren lässt. 17 Millionen Konsumenten in Deutschland berücksichtigen inzwischen die Kommentare anderer Internetnutzer oder Diskussionsforen in ihrer Produktrecherche, hat die Allensbacher Computer- und Technikanalyse 2008 ergeben."
Ich selber habe über Twitter diverse Fotoaufträge bekommen, unter anderem für 2 Hamburger Stadtportale, für Radio Hamburg und den NDR. Damit finanziere ich mir ein wenig mein Hobby und komme gleichzeitig an die Luft zum fotografieren - mit einem 14 Monate alten Kind zuhause ist dies keine Selbstverständlichkeit mehr. Wer Geld verdienen will muss entweder selber einen Onlineshop haben und den bewerben (evtl mit Aktionen für Twitterer, wie es DELL macht) oder aber die richtigen Leute finden, die widerum Aufträge vergeben; wie in meinem Fall.
Mein Fazit zu TwitterTwitter war zuerst für mich ein Dienst wo ich dachte: "Ok, einmal ansehen und dann tschüss" - dann kam die Phase, wo es mich juckte zu schreiben, was ich gerade mache. Bis ich merkte, dass es mich nicht interessiert, ob andere wie gesagt Bahn fahren oder nicht. Ich entdeckte die Möglichkeit, mich mit anderen über gleiche Interessen auszutauschen und zudem noch Fotoaufträge zu bekommen - und so bin ich noch heute bei Twitter gern dabei - und schreibe immer noch den einen oder anderen unsinnigen Tweet ;-)
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14.04.2009 01:43
@ Nancy Noack: Mit den Fakes sagst Du etwas. Ich persönlich finde es erstaunlich, wie viele Barack Obama-Fakeaccounts es mittlerweile gibt. Zum Glück ist der "echte" sehr leicht davon zu unterscheiden - nicht nur, weil die Fakes zumeist auch als solche gekennzeichnet sind, sondern auch inhaltlich. Ich finde es eine Schande, wenn Menschen versuchen, sich mit fremden Federn bzw. Namen zu schmücken, bloß um Aufmerksamkeit zu bekommen. Mir würde es schließlich auch nicht gefallen, wenn jemand unter meinem Namen einen Fakeacount eröffnen und dann darunter evtl. z. B.Unsinn schreiben würde. Glücklicherweise bin ich nicht berühmt genug, als dass mir das wohl geschehen könnte. ;-)
14.04.2009 01:33
Von einem wirtschaftlichen Standpunkt habe ich das noch gar nicht betrachtet. Für Leute, die es gezielt dafür verwenden wollen, ist dass sicherlich sinnvoll. Ich selbst bin erst seit kurzem dabei und nutze es nur privat. In zwei Punkten pflichte ich Dir insbesondere bei: 1. Auch ich tausche mich dort mit Menschen mit ähnlichen Interessen aus und gebe nur da meinen Senf dazu, wo ich auch wirklich etwas Gescheites (so gescheit, wie es das Thema eben zulässt *lach*) zu sagen habe. 2. Ich folge nur Usern, deren Inhalte mich auch wirklich interessieren. Wenn jemand mir folgt, heißt das noch lange nicht, dass ich ihm auch folgen "muss" (umgekehrt natürlich genauso wenig). Ich muss überhaupt nichts. Bei Leuten, die mir bereits bekannt sind - also auch außerhalb von Twitter und schon eine gewisse Weile - kommt es natürlich vor, bzw. ist die Regel, dass das Followen auf Gegenseitigkeit beruht. Das ist aber auch irgendwo natürlich. LG Karin
28.03.2009 20:48
Ok, ich finde den Sinn von twitter nicht. Trozdem (oder gerade deswegen) bin ich jetzt auch dabei. Nach 3 Jahren bloggen endlich mal kurz fassen müssen. Reizvoll und witzig.