unimut.fsk.uni-heidelberg.de/schwob.html

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... Los geht's: Ich trage in die Adressleiste "http://unimut.fsk.uni-heidelberg.de/schwob.html" (natürlich ohne die Anführungsstriche) ein und rufe damit den Schwobifying Proxy auf. Unter einem kleinen mit "Lüge" betitelten Einführungsabsatz findet sich ein Texteingabefeld und eine Schaltfläche ... Bericht lesen





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(K)EIN Grund zum Schwobifyern
Erfahrungsbericht von doeter über unimut.fsk.uni-heidelberg.de/schwob.html
25.04.2002


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Es ist immer mal schön, alles durch die rosarote Brille zu betrachten  .  .  .
Kontra: .  .  .  aber irgendwann muss man die Brille wieder abnehmen  -  -  -  UPDATE

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Update im April 2008:

Eigentlich hatte ich mich entschlossen, diesen Beitrag löschen zu lassen, weil der hier ursprünglich beschriebene UNiMUT Schwobifying Proxy seit November 2004 nur noch eingeschränkt betrieben wird. Da aber die Ursache für diesen eingeschränkten Betrieb unter dem Weblink zum Schwobifyer nachgelesen werden kann, außerdem auch immer noch Texte in ein Eingabefeld geschrieben und dann "übersetzt" werden können und nicht zuletzt der Schwobifyer die UNiMUT-Homepage immer noch wacker verarbeiten kann, belasse ich es mal bei diesem Update.

Eine schlechte Nachricht und eine gute.

Und das Folgende galt vor November 2004:


Wer kennt sie nicht? Die automatischen Übersetzer, die im Internet von einigen Suchmaschinen angeboten werden, z.B. bei Google oder Altavista. Hin und wieder bin ich sogar bei CIAO über Berichte gestolpert, die offensichtlich aus dem Englischen oder dem Französischen mit solch einer Übersetzungshilfe ins Deutsche übertragen worden waren. Welch seltsame Stilblüten diese Programme produzieren können ist Legende. Und bizarre Text-Beispiele, die durch Übersetzung und Rückübersetzung erzeugt wurden, erheitern die interessierte Gemeinde.

Der UNiMUT Schwobifying Proxy, den ich in diesem Bericht anzupreisen versuche, ist diesen stümperhaften Übersetzungshilfen weit überlegen. Er konzentriert sich vollends auf die Übersetzung aus dem Deutschen ins Schwäbische. Er beschränkt sich nun aber nicht darauf, die Seite zu übersetzen, die man ihm per URL übergibt. Nein, er bietet (wenn die aufgerufenen Seite dies nicht durch technischen Firlefanz verhindert) alle Möglichkeiten der angegebenen Seite: Man kann z.B. über Links weiterklicken. Die damit aufgerufenen Seiten werden wiederum schwobifyt (ins Schwäbische übersetzt).

Vollmundig verspricht die Homepage des Schwobifying Proxy: "Der UNiMUT Schwobifying Proxy übersetzt Webseiten nach Schwäbisch und ermöglicht sogar, das deutschsprachige Web in ein schwäbischsprachiges Web zu verwandeln."

Beeindruckend in dem Zusammenhang ist, dass verblüffend viele auf Web-Seiten verwendete Techniken auch schwobifyt weiterhin funktionieren. Doch dazu einiges mehr, wenn ich zum schwobifyten CIAO komme.


Warum, beim allmächtigen Bob, werdet ihr fragen, sollte IRGENDJEMAND deutschsprachige Seiten des Internets ins Schwäbische übersetzen?

Aus reiner Gaudi, als Balsam für die gepeinigte Seele, als Ersatz fürs Erst-Einmal-Bis-Zehn-Zählen zum Beispiel.


Die Sitten, Kommentare und Gästebucheinträge sind rauher geworden im CIAO-Land. ... Aber vielleicht bilde ich mir das nur ein.

Es gibt immer mehr Berichte auf dieser Plattform, die - lieblos oder unfähig zusammengstoppelt - deutlich den hässlichen Stempel PISA-STUDIE tragen: Eigentlich unlesbar! ... Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.


Alle diese trostlosen Aspekte des Lebens eines CIAOisti können durch den UNiMUT Schwobifying Proxy gemildert werden. Los geht's:

Ich trage in die Adressleiste "http://unimut.fsk.uni-heidelberg.de/schwob.html" (natürlich ohne die Anführungsstriche) ein und rufe damit den Schwobifying Proxy auf.

Unter einem kleinen mit "Lüge" betitelten Einführungsabsatz findet sich ein Texteingabefeld und eine Schaltfläche "Nach Schwaben". In das Texteingabefeld trage ich "http://www.ciao.de" (natürlich ohne die Anführungsstriche) ein und klicke mit der Maus auf die Schaltfläche "Nach Schwaben".

Jetzt sehe ich eigentlich nichts besonderes. Die CIAO-Startseite eben. Doch dann erkenne ich kleine (aber feine) Auffälligkeiten: Da steht eine "Ciao Hidlischde" und daneben der "Akduellschdr Erfahrungsberichd" und einer der "Ciao Audoren" erzählt von sich "Wann immr s gehd bagge i moin Ruggsagg und schaue mir d Weld an."

Anmelden unter "Midgliedr Login" funktioniert nicht. Aber in der Schnellsuche wähle ich aus den Möglichkeiten Produkde, Erfahrungsberichde, Hidlischden, Midglieder und Schdifdung Warendeschd Midglieder und tippe "doeter" ein. Es funktioniert. "doeder" wird gefunden. Per Klick bin ich auf meiner Profil-Seite. Ich habe Berichde gschriabn, Kommendare verfasschd, usw. Meine Berichte haben so seltsame Titel wie "Undr dem Pflaschdr liegd dr Schdrand" oder "Oie guade Nachrichd und oi schlechde Nachrichd".

Kurz gesagt: Ich kann ins Gästebuch springen, in die Berichte, in die Kommentarspalten, zu anderen Mitgliedern. Überall herrscht ein gemütlicher schwäbischer Ton. Anpfiffe, man habe doch auf dieser Plattform nichts zu suchen, verlieren ihre Schärfe, unfreundliche Kommentare lesen sich viel freundlicher.

Und vollkommen uninspirierte Berichte können mir die Tränen in die Augen schießen lassen. Aber jetzt nicht vor lauter Elend. Nein, Lachtränen kullern hemmungslos über meine Wangen.

Natürlich kann man auch andere URLs in das Texteingabefeld des Schwobifying Proxy eintragen. Nur sollte man nie das führende "http://" weglassen, sonst funktioniert das nicht. Zwei empfehlenswerte Einstiegsseiten sind schon per Link fertig schwobifyt vorbereitet: Die Suchmaschine Google und die UNiMUT-Homepage.

UNiMUT ist die Zeitung der Uni Heidelberg und beherbergt auf ihrer Internetpräsenz den Schwobifying Proxy.

Noch ein paar technische Bemerkungen:

Übersetzen ist ein recht hochgegriffener Begriff für das, was der Proxy leistet. Der überzeugend schwäbische Eindruck der Ergebnisse wird durch recht simple Textersetzungsmechanismen erzeugt. Das relativ kurze Stück lex, in dem die Ersetzungsregeln definiert sind, ist als Klartextdatei im mit "Wahrheit" betitelten Abschnitt unter dem Texteingabefeld verlinkt.

Jede schwobifyte Seite hat einen Seitenfuß, der erkennbar macht, dass hier über den UNiMUT schwobifying proxy gesurft wird. Dort steht "Prozessiert vom UNiMUT schwobyfing proxy. SeitenbetreiberInnen: Bitte vorm Abschicken von Drohmails unsere klärenden Worte lesen. Danke." In den klärenden Worten steht ein Verfahren beschrieben, wie SeitenbetreiberInnen technisch verhindern können, dass ihre Seiten schwobifyt werden.

Über diesen Seitenfuss ist durch den Link "Unschwob" stets die Rückkehr zum deutschen Internet möglich. Der Link "UNiMUT schwobifying proxy" verweist auf "http://unimut.fsk.uni-heidelberg.de/unimut/schwob" und die "klärenden Worte" sind auch verlinkt.


Ich kann USP (den UNiMUT Schwobifying Proxy) wärmsten empfehlen. Er ist so eine Art ROSAROTE BRILLE, durch die auch langweilige oder ärgerliche Texte einen ganz eigenen Charme entfalten können.

Gegenanzeigen: Bei Humorlosigkeit ist von einer Verwendung des USP dringend abzuraten.

Als Bonus ein schwobifytes Gedicht aus dem Fundus des Gutenberg-Projekt:

Er ischd's

Eduard Mörike

Frühling läßd soi blaus Band
Wiedr fladderet durch d Lüfde;
Süße, wohlbekannde Düfde
Schdreife ahnungsvoll des Land.
Veille dräume scho,
Wolle bald komme.
- Horch, vo feret oi leisr Harfendo, hajo, so isch des !
Frühling, joo du bischd's, hajo, so isch des !
Di hab i vernomme, hajo, so isch des !   

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Pro: Es macht Spaß! Es regt an!
Kontra: ...vielleicht wissen einige nichts damit anzufangen?

Gut, es ist ja an und für sich kein Geheimnis: das brötchen ist sich selbst nicht immer sicher was er labert – was liegt also näher, als mittels eines „Übersetzungsprogramms“ das Geschwafel noch mehr zu verfremden? Die Anführungszeichen kann man dabei ... Bericht lesen

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04.08.2003
Wr des nedd verschdehd isch selbr schuld
Bewertung für unimut.fsk.uni-heidelberg.de/schwob.html von birgit-judith

Pro: luschdig..
Kontra: farbloses Design..

Ich als aufgewachsene badisch-schwäbische Grenzgängerin und mittlerweile zugezogene, rheinische Frohnatur im Altbierländle stieß und stoße hier immerwieder auf Sprachschwierigkeiten. Ich kann allerdings nicht verstehen, dass die deutsche Bevölkerung mit d ... Bericht lesen

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19.06.2003

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