Vaude, eines der besten...
07.03.2009
Pro:
Leicht, leichter Aufbau und praktisch ohne schnick schnack
Kontra:
nicht ganz billig
Empfehlenswert:
Ja
 oliverniedzielski
Über sich:
Der Weltumradler! Bei Facebook stelle ich gerade ein paar Bilder hinein!!! :)
Mitglied seit:15.02.2009
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 20 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo In den insgesamt ca. 10 Monaten, die ich in der Natur geschlafen habe, konnte ich drei Zelte testen. Von zweien habe ich schon Berichtet und möchte hier auf mein drittes und letztes Zelt eingehen, dem Vaude „Mark Light 2“.
Fakten Um gleich zu Anfang etwas klarzustellen: Name: Mark 2 Light Packmaß: 52 x etwa 17 cm Stellfläche: 420 x 180 cm Liegefläche: 190 x 140 cm Max. Innenzelthöhe: 115 cm Außenzelt: Silikonisiertes 40 D Ripstop-Nylon, 3000mm Wassersäule Innenzelt: 30 D Ripstop-Polyester Boden: PU-Beschichtet, 40 D Ripstop-Nylon, 5000mm Wassersäule Gestänge: Eloxiertes Aluminium, 7001 T6 Gewicht: 2850 Gramm brutto. Preis: 429,95 Euro Geschichte Jetzt ist es August 2008. Zwei Zelte, das Gossamer und Eureka, konnte ich ausgibig testen und empfand für mich, das es nicht die richtigen Zelte waren. Genauere Gründe führte ich dabei in den vorhergegangenen Berichten an. In der ganzen Zeit konnte ich mir natürlich ausgiebig Gedanken darüber machen, was ich wirklich wollte, oder besser gesagt, was Ich von einem Zelt erwarte. Ich suchte also ein Zelt was zu mir und meiner Zukünftigen Lebensweise passen muss. Eines das Wasserdicht ist, was ein „Vordach“ besitz um an Regnerrischen Tagen trotz dessen bei offener Tür Kochen zu können und wenn Not am Mann ist, sogar im Regen aufzustellen ist. Zudem muss ich die Möglichkeit haben es auf jedem Untergrund errichten zu können ohne, wie bei einem Tunnelzelt, abhängig vom optimalen Untergrund zu sein. Und ich brauche platz für die Fahrradgepäcktaschen. Hört sich eigentlich ja alles gar nicht so Anspruchsvoll an. Außer dem Hilleberg musste es doch auch noch günstigere Angebote geben!? Und tatsächlich in München fand ich den Traum eines Zeltes für mich.
Eigenschaften Das Zelt, Vaude „Mark Light 2“, ist eine einfache Konstruktion, das schon seit über zwanzig Jahren nicht mehr nennenswert verändert worden ist,
Bilder von vauDe Mark II Long
wie mir der Verkäufer versicherte, bis auf die Tatsache, das es mit einer Silikoniesierten Ripstopnylon Hülle ausgerüstet ist. Der Vorteil dabei ist, das es bei Regen einen Gewissen Abperleffekt hat. Es ist um etwa ein Kilogramm leichter als sein Vorgänger, dem Vaude Mark 2, da es aus leichterem und etwas dünnerem material im Innenzelt besteht. Das Außenzelt ist Grün und das Innenzelt ist Gelb. Anders wie bei dem Eureka Zelt, sind die Eingänge bei Vaude nicht an den Seiten sondern vorne und hinten, also am Kopf bzw. Fußende. Man hat die Möglichkeit im Innenraum kleinere leichtere Gegenstände in vier vorgebrachten kleine Taschen zu packen. Die Absiden Belüftungsöffnugen sind individuell einstellbar, bzw. einreißbar anhand eines Reisverschlusses. Das macht das Vaude herrlich auch bei Heißen tagen mit wenig Lüftchen. Durch die Vormontage im Werk ist das Außenzelt mit dem Innenzelt schon verbunden. Verbunden ist das Innenzelt mit Gummizügen an Ösen des Außenzeltes. Leider kann das Innenzelt nicht ohne das Außenzelt stehen. Sinnig die beiden zu trennen besteht nur darin, das eine zu trocknen, während das andere Klitch-Nass ist. Die Gummizüge haben etwa eine länge von 8cm, was bedeute, wenn man das Außenzelt vernünftig abspannt, berühren sich Innen- und Außenzelt nicht miteinander. D.h. selbst bei starken regen kommen sich die beiden wände nicht zunahe und es besteht dadurch kein durchsiffen von Regenwasser.Aufbau Der Aufbau ist in weniger als zehn Minuten erledigt. Wie bei allem gehört dazu natürlich etwas Übung. Aber wenn man etwas geübt hat, kann man es sogar im dunkel, sprich blind auf und abbauen. Ich kann es gar nicht oft genug sagen: befreit den Untergrund von spitzen Gegenständen, wie kleine Steine oder Ästen. Leider habe ich irgendwann wohl etwas übersehen und schwupps ist ein loch im Boden entstanden, trotz PU unterlegplane. Mit einem Isolierband von beiden Seiten beklebt, kann man dieses Loch aber wieder gut beseitigen. Falte nun das Zelt auf den Boden aus. Die Alu-Segment-Stangen sehen aus, wenn sie entfaltet sind wie ein Gerippe von einem Hund. Stellt euch eine lange Stange vor, wo hinten und vorne jeweils links und rechts die Beine abstehen. Es gibt dabei sogar ein kleines „Schwänzchen“ und einen „Hals“, von gleicher länge. Da die Stangen, wie die anderen Zelte die ich beschrieben habe, mit einem Gummizug in sich verbunden sind, ist die Montage der einzelnen Segmente ein leichtes. Es gibt also keine Verwechslung. Nach dem man das „Hunde Gerippe“ nun erbaut hat, sollten „Hälschen und Schwänzchen“ in die Höhe zeigen, oder anders gesagt der Schriftzug auf dem Y Winkelverbindungsstück von Vaude sollte nach oben zeigen. Das hat den Hintergrund das dass „Vordach“ dann stramm und ordnungsgemäß errichtet ist. Legen nun das „Gerippe“ auf das Zelt. Nun kommt der kniffeligste teil gleich zum Anfang. Wenn ihr zu zweit seit, umso besser, aber alleine ist es auch möglich zu schaffen. Also man nehme die rechten Beine und stülpt sie über die stifte, die an den ecken des Zeltes angebracht sind. Zuerst das rechte vordere und dann das rechte hintere Bein. Das Hündchen liegt derweil immer noch auf dem bauch. Nun gehst du zur anderen Seite des Zeltes. Nun richtest du deinen Hund auf, so als ob er Pinkel würde, was die nächste Aktion auch stark daran erinnert. Nämlich musst du nun das eine Bein nach unten biegen um es schließlich in den stift zu stecken. Jetzt hat das Bild eines Pinkelnden Hundes seine Vollkommenheit. Hallte die Stangen mit einer Hand weiter fest, in dem du gleichzeitig zum letzten Bein, was immer noch weit in die Luft ragt, zu gehen. Hole es herunter und biege es ebenfalls sachte in den stift an der vierten Ecke des Zeltes. Nun hast du ein flach auf dem Boden liegendes Zelt und das Hundegerippe, was sich schützend darüber positioniert. Das war´s, mit dem anspruchsvollem teil der Arbeit. An der oberen Zelthaut befinden sich zwei Hacken, eines hinten und eines vorne. Nehme sie und hänge sie einfach an die Querstange, sprich an die Wirbelsäule des Hundes. Das Zelt hat nun den Anschein, als sei es an eine Wäscheleine aufgehängt worden. Weiter an der Zelthaut befinden sich noch weitere kleinere Häckchen und Ösen, die entlang der Beine verlaufen. In den Ösen befindet sich ein reisfestes orangefarbiges Gummiband. Nimm das Band und lege es um das Beine, um es dann an ein Häckchen zu arretieren. Häckchen und Ösen wechseln sich dabei ab. D.h. jeder zweite ist ein Hacken. Diese tust du an allen vier Beinen. Der Effekt liegt darin das Du das Außenzelt an die Beine bindest. Als nächsten schritt kommt die Wirbelsäule, die Querstange. Das ist es das gleich Prinzip wie bei den Beinen. Nun noch mit Heringen sicheren und mit den Abspannseilen am Boden befestigen, und Aufbau ist erledigt. Der Abbau ist selbstverständlich der gleiche Ablauf wie das aufbauen, nur umgekehrt.
Erfahrung Um erstmal bei dem Aufbau zu bleiben; ich bin ein grobmotorrieger, d.h. ich gehe vielleicht nicht immer sachte mit den Materialien um, wie sich die Konstrukteure es immer wünschen. Aber ich muss euch sagen, das Zelt steck jede grobe Handlung ohne irgendwelche Macken gut weg. Es verzeiht mir jegliche grobe Handlung. Und belohnt mich mit weiterer Standhaftigkeit. Natürlich beim extremen „draufschmeißen“ oder brutaler Gewalt geht irgendwann alles kaputt. Das was ich sagen will, ist, es ist sehr robust trotz dieser Leichtigkeit. Ich habe schöne Zeiten bis jetzt mit dem Zelt gehabt, bei sehr heißem, kalten, regnerischen und stürmischen tagen. Aber es hat mich in seiner Funktionalität nicht enttäuscht. Einmal war ich zum Beispiel in Putliz auf eine Festival gewesen, wo tausende junge Leute ihre Zelte aufschlugen, und zwei Dancefloors errichtet worden sind. Fünfzig Meter von den Lautsprechern habe ich mein Zelt aufgebaut. Faul wie ich manchmal so bin lag ich fast drei ganze tage nur in diesem Zelt. Es war brutal heiß. Mitten im Spätsommer August. Dadurch das man die Lüftungskanäle bzw. die Türen optimal nach seinen derzeitigen Bedürfnissen einstellen kann, konnte ich wirklich chillen und derbe gut bei lauem lüftchen entspannen. Das Zelt hat jeden kleinen Luftzug aufgenommen und durch das Zelt geleitet. Anders bei Regen. Wenn du entschieden hast das du wieder losmachen willst hast aber keine Zeit oder Lust darauf hast zu warten das dass Wetter sich bessert, selbst dann kannst du das Zelt abbauen, ohne das es nass wird im inneren, so der Verkäufer damals zu mir. Er hat recht, teilweise. Regenwasser kommt nicht direkt ins Zeltinnere. Aber das Außenzelt berührt unweigerlich das Innenzelt beim zusammenlegen, und dadurch sifft das Wasser durch. Was sich bei dem nächsten Aufbau deutlich auf dem Zelt Boden zeigt. Aber kurz mit nem trockenen Tuch abgewischt, und es kann weiter gehen mit dem einrichten. Eines noch: Durch die guten Lüftungsöffnungen hatte ich kein Kondenswasser jemals im Zelt, also auch keinen Schimmel, gehabt. Trotz dessen von einem Preis für 430 Euro, würde ich mir das Zelt jederzeit wieder kaufen. Fazit Schneller und sehr leichter Auf- und Abbau des Zeltes. Es ist ein Windrobust und regentaugliches Zelt. Für mich auch ein klares 4 Jahreszeiten Zelt. Es gewinnt weiter an punkten durch die Leichtigkeit und die Optik, die das Zelt hat. Kondenswasser hat so gut wie keine Chance, da die Absiden Öffnungen Optimal und sehr individuell einstellbar sind.
Bis demnächst Oliver
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für vauDe Mark II Long
|
|
13.03.2009 14:56
Praxisnahe Eindrücke - Bravo!
07.03.2009 18:42
nicht schlecht, LG
07.03.2009 18:29
Ein sehr schöner Bericht. lg