Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Viel Arbeit aber sehr lohnenswert . |
| Kontra: |
Für mich keins |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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***1. Vorgeplänkel:***
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Seit vor 6 Jahren die "Veränderte Schuleingangsphase" auch in unsere Grundschulen Einzug hielt, gab es auch ne Menge Neues für mich zu lernen. Ich ging damals zu einer Weiterbildung und musste am Ende der 2 Tage feststellen, he so neu ist das doch gar nicht. Die meisten Lehrer unterrichten doch schon so oder auch ähnlich. Einige der Kolleginnen stöhnten allerdings, ich konnte dies nicht begreifen.
Wir erhielten aber auch viele Hinweise und Tipps. Hier erhielten wir auch Vorlagen, die uns zeigten, wie man einen Laufzettel gestalten kann. Kam es da doch gerade recht, dass ich eine 1. Klasse übernehmen sollte und dies mit einem super Spannemann. Wir besprachen in der Vorbereitungswoche viele wichtige Dinge und nahmen die Sache sehr ernst. So mussten wir Bilder für die einzelnen Stationen herstellen, die wir bis Klasse 4 verwenden wollten. Im Nachhinein hat sich dies sehr bewährt. Wir legten einen Werkstatthefter an, mussten viel malen, Aufgaben ausdenken u.u.u. Vor einem Jahr übernahm ich wieder eine 1.Klasse und der Werkstatthefter erleichtert uns enorm die Arbeit, wenn wir auch nicht alles wie vor 4 Jahren machen, ist doch jede Klasse anders.
***2. Zur Sache:***
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Heute möchte ich euch unsere 2. Werkstatt in Klasse 2 etwas näher vorstellen.
In Klasse 1 standen uns glücklicher Weise 4 Zimmer und auch 4 Lehrer für unsere 2 Werkstattstunden zur Verfügung, die immer an einem Freitag stattfand zur Verfügung. In Klasse 2 sind wir nur noch 2 Lehrerinnen mit 2 Klassenzimmern und einem kleineren Raum, der eigentlich für uns Lehrer gedacht ist, 4 Computer hat und noch 12 sonstige Plätze. Da wir beide die Klassenlehrerinnen sind und jeweils in der anderen Klasse Mathematik unterrichten ist dies ideal. In dieser Werkstatt verzichten wir aber auf den Matheteil.
Unsere Werkstatt lief unter "2. Werkstatt - Herbst". Wir beiden Lehrerinnen profitieren zum Glück immer von unseren sorgsam geführten Heftern. Wir setzen uns meist 3-4 Tage vorher zusammen und beraten, wie und was wir machen wollen. Meine Kollegin bereitet dann meist den Laufzettel vor und dann gehts ans Kopieren. Soll doch alles an den entsprechenden Freitagen fix und fertig sein..
Unsere 2. Werkstatt sollte an 2 Freitagen stattfinden. Zuerst verteilen wir einzeln in unseren Klassen immer den Laufzettel, dann gehen wir gemeinsam in die einzelnen Zimmer und erläutern die Arbeitsaufgaben. Danach geht es direkt los. Da unsere Kinder dies schon von der 2. Unterrichtswoche in Klasse 1 kennen , hat sich alles eingespielt. So nehmen sie die entsprechenden Dinge mit und verteilen sich auf die einzelnen Zimmer. Da arbeiten auch schon oft Kinder aus den 2 Klassen zusammen. Da wir nur noch 2 Lehrer sind ist dies nicht ganz einfach. Sind die Kinder im 3. Zimmer doch auf sich alleingestellt. So pendeln wir beiden Lehrerinnen schon manchmal ganz schön hin und her. Es ist zwar anstrengend aber lohnt sich auch sehr.
***3. Der Laufzettel:***
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Wie schon gesagt erhalten die Kinder einen Laufzettel. Darauf entnehmen sie die Stationen, hier sind es Elefant, Nilpferd, Löwe und Sternchen( Zusatzaufgabe). An jeder Station findet sich eine laminierte Klappkarte mit dem entsprechenden Bild wieder.Sie schreiben als Erstes ihren Namen darauf und warten dann auf unsere Erläuterungen dazu. In der 2. Spalte erfahren sie was sie an Arbeitsmitteln brauchen und dann traben sie los. Wir steuern das Ganze schon ein bissel. Sollen doch überall Kinder arbeiten. Haben die Kinder eine Aufgabe erfüllt kommen sie an den Lehrertisch, legen ihre Arbeit vor und erhalten von uns eine Bewertung
in Form eines Stempels oder einer kurzen Einschätzung, dies ist besonder wichtig für die Eltern und auch von diesen gewünscht.
***4. Zu den Stationen und eigene Meinung:***
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1. Elefant:
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Hier konnte man sich zwischen 2 Aufgaben , wie auch bei den anderen entscheiden.
a) Drachengeschichten
Hier bekamen unsere Schüler ein Linienblatt. Sie mussten die einzelnen Sätze in die richtige Reihenfolge bringen, mit Nummern versehen und dann abschreiben. Sie durften ihre Leistungen am Ende selbst kontrollieren .
Ich kann hier sagen, dass die meisten Kinder sehr ehrlich sind und nicht vorher spicken.
oder
b) Sie erhielten ein farbiges laminiertes Blatt und mussten aus den aufgeschriebenen Wörtern eine Geschichte aufschreiben.
Beim Abschreiben legen wir auch viel auf das fehlerfreie Arbeiten und schicken die Kinder auch nochmal zurück um ihr Geschriebenes zu überprüfen. Da gibt es kaum Gemurre.
2. Nilpferd:
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Hier gab es auch wieder 2 Aufgaben.
a) Eine Herbstgeschichte lesen und ergänzen oder
b) eine Herbstgeschichte lesen und dazu schreiben
(Arbeitsblätter per Bild folgen)
3. Löwe:
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Schon anspruchsvoll
a) Eine Tabelle in Einzahl und Mehrzahl nach der Reimwortsuche ausfüllen, die gefundenen Wörter in eine Tabelle einsetzen und dann auch noch mindestens 4 Wörter im Wörterbuch aufsuchen und Seite und Spalte notieren.
b) Eine Herbstgeschichte lesen und selbständig entsprechende Wörter einsetzen( hier brauchten die Kinder doch bissel Hilfe, fehlt es doch einigen noch an Fantasie).
4. Sternchen:
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Diese Aufgabe darf erst dann erfüllt werden, wenn alle anderen erfüllt wurden.
a) eine Rätselaufgabe
b) noch eine Rätselaufgabe
Beide haben einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad.
***5. Fazit:***
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Ich bin total begeistert von unserem Werkstattunterricht. Erhalten doch auch die Eltern nach dem Ende alle Auswertungen im Deutschhefter, unterschreiben den Laufzettel und können so nachvollziehen was ihr Kind kann. Bei auftretenden Problemen können sie sofort mit uns ins Gespräch kommen.
Leider gibt es an vielen Schulen nicht diesen Werkstattunterricht,ist es doch mit viel Arbeit verbunden. An manchen Schulen wird dies auch anders praktiziert. Man muss schon sehr dahinter stehen. Das beste Lob erhielten wir vor fast 2 Jahren, wir waren an unserer Mittelschule eingeladen und wurden erstmals dafür gelobt wie unsere Kinder Arbeiten selbständig übernahmen und gut ausführten.
Ihr seht schon, ich spreche hierfür eine volle Empfehlung aus. Für uns ist es doch ne Menge Mehrarbeit was alleine schon mal die Auswertung betrifft. Ein Pausenklingeln während der 2 Stunden gilt zwar für die Schüler. Sie können etwas essen, trinken oder die Toilette aufsuchen. Die meisten Kinder arbeiten allerdings durch und dies heißt für uns auch keine Pause machen. Die Schüler erfuhren auch, dass einige in der darauffolgenden Woche ihre Texte auf Zensur vorlesen sollten und gaben sich noch mehr Mühe.
Freue mich schon auf eure Kommentare, Meinungen und Anfragen.