Ghost Town - Geisterstadt

5  13.04.2006

Pro:
nichts

Kontra:
Kranke Menschen, Tote Menschen, Tote & Kranke Tiere

Empfehlenswert: Ja 

wonurbistdu

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Heute schreibe ich einen Bericht über ein trauriges Ereignis! Es kostete tausenden das Leben und machte wohl Millionen von Menschen Krank und macht noch immer Krank. Zudem Verschlingt dieses Ereignis, das schon 20 Jahre zurück liegt, noch immer hunderte Millionen von Euro.


Ich berichte über den Bericht von der Autorin dieser Homepage:
www.fcdnet.org/chernobyl

Wie man aus der Url herauslesen kann, get es um Tschernobyl. Die Autorin fuhr mit Ihrem Motorrad durch Tschernobyl und dokumentierte dieses Ereignis mit Wort und Bild! Die Seite ist in englischer Sprache gehalten!

Die Autorin ist Elena, sie fährt mit ihrem Motorrad und einem Strahlenmessgerät (Geigerzähler) nach Tschernobyl. Der Normalwert der Gammastrahlung beträgt zirka 0,1 Mikrosievert pro Stunde.
http://www.wien.gv.at/wua/atom/akw/t-situation.htm

20 Jahre nach Tschernobyl, 120 km von Tschernobyl entfernt in Kiev misst Elena einen Wert von 12-16 Mikrosievert (microroengen ) pro Stunde. Sie schreibt, dass der Wert in Europa 10-12 Mikrosievert pro Stunde beträgt. Der Normalwert liegt laut Gemeinde Wien bei 0,1 Mikrosievert pro Stunde. Daher ist der Wert jetzt 20 Jahre danach, 120 km entfernt noch immer um das 100 fache überschritten. Normalwert ist nicht der Grenzwert, sondern einfach der normale Wert, ohne dem Zutun von Menschen mit Atomkraft.

Die ersten Tage nach der Explosion gab es einen Wert von 3000 Sievert (nicht Mikro) pro Stunde. In fünf Stunden, bei einem Wert von 500 pro Stunde sind für den Mensch tödlich laut Elena.

Über dem Atomkraftwerk ist ein großer Sarkofarg, der ständig erneuert werden muss (wohl die nächsten hunderttausende von Jahren) und wegen dem Sarkofarg ist die Strahlung rund um Tschernobyl "relativ" niedrig.


Seite 1
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Man sieht eine Mappe mit der Strahlung. Die Strahlung ist von Messwerten in der Mitte der Strasse, wenn man ein paar Meter von der Strasse in den Wald oder auf die Wiese geht, ist die Strahlung 4-5 mal höher, da die Pflanzen ebenfalls verstahlt sind und die Strahlung dort "anhaftet".


Seite 2
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1960-1970 gab es Euphorie für Atomenergie, Atomenergie ist des Mensches Freund.... bis 1986.
In 300 bis 900 Jahren will die Russische Regierung das Gebiet um Tschernobyl wieder ansiedeln, aber verstrahlt wird es für die nächsten 48.000 Jahre sein.

Meinen eigenen Berechnungen zufolge viel länger, weil Plutonium hat eine Halbwärtszeit von zirka 24000 Jahren, was bedeutet, dass in 48.000 Jahren noch immer rund 25% der Ursprünglichen Plutoniumstrahlen in dem Gebiet sein werden. Ich möchte in 900 Jahren nicht nach Tschernobyl übersiedeln. Wobei die Frage stellt sich für mich zum Glück nicht, weil in 900 Jahren werden nicht einmal meine noch nicht vorhandenen Ur-Enkerl leben. (ich hab ja noch nicht einmal Kinder)

Ein desaster in Elenas Gedanken
Der Vater von Elena sagte, dass es schrecklich ist, wenn es etwas gibt, das man nicht sehen, nicht riechen, nicht spüren und nicht schmecken kann und das tötet.
Elena war 7 Jahre alt im Jahr 1986 wie die Tschernobyl Katastrophe war. Ihr Vater schickte sie zu den Großeltern, die 800 km von Tschernobyl entfernt lebten und hoffte, dass das weit genug weg sein wird. 7-10 Tage später wurde die Bevölkerung informiert und aufgeklärt, es gab auch Angst / Panik.

Elena fotografiert eine Strasse, diese Strasse wird sie entlang in das 120 km entfernte Tschernobyl fahren. Die Strasse ist so gut wie nicht befahren. 86 km vor Tschernobyl, ein großes Ei kennzeichnet die Strasse. Jemand brachte es aus Deutschland mit um zu warnen. Es ist auch die letzte Möglichkeit um zu Tanken und etwas zu Essen zu kaufen.


Seite 3
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Eine Ortschaft zirka 50 km von Tschernobyl entfernt. Noch außerhalb der Sperrzone. Zirka 400 von ursprünglich 3500 leben noch oder schon wieder in dieser Ortschaft. Wenn man sie fragt ob sie keine Angst haben zu sterben, sagen sie, dass sie an der Radioaktivität sterben und andere die nicht so nahe an Tschernobly leben, an anderen Leiden.

Es gibt eindrucksvolle Bilder auf dieser Seite.


Seite 4
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Belorussia, eine kleine Ortschaft, ganz verfallene Häuser, eine ehemalige Busstation. Bilder um zu sehen, dass es dort kein Leben gibt.


Seite 5
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Das Sperrgebiet

Elena erreicht die Sperrzone vor Tschernobyl. Das passieren ist nur mit Genehmigung erlaubt. Elena hat eine Genehmigung vom Nuklearen Forschungszentrum. Wer die Sperrzone verlassen will, erfährt eine Dusche um die Radioaktivität abzuwaschen.

Elena schreibt ihre Gefühle, die Gefühle die sie hat, die "tote Zone" zu betreten. Das sind so schöne Worte, am besten selber lesen.


Seite 6
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Feuerwehrauto, Hubschrauber und Armeeautofriedhof

Hunderte kaputte Armeefahrzeuge, Feuerwehrfahrzeuge, Hubschrauber und auch Schiffe. Sie hat keine Ahnung ob 300000 oder 400000 Leute starben, es ist leichter den wirtschaftlichen Schaden zu schätzen. Für die Region war es der wirtschaftliche Tod.


Seite 7
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Ein kaputtes Feuerwehrauto, eine leere Lagerhalle, ein verkommener Schuppen. Die Feuerwehr glaubte ein normales Feuer zu löschen, niemand wusste die ersten Tage, was das wirklich ist. Niemand sagte es den Feuerwehrleuten und der Armee.


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Eine Herde von wilden Pferden die hier herumlauft. Wie hoch deren Lebenserwartung ist, steht nicht geschrieben, aber vermutlich höher wie die Nutztiere in Europa in den Lebensmittelfabriken.


Seite 9
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Elena kommt nach Tschernobyl. Eine Betontafel mit einem Atomkraftwerk erinnert an Glanzzeiten von Tschernobyl, es ist jetzt noch 18 km nach Tschernobyl Kraftwerk und 22 km in die Geisterstadt. Elena meint, dass das eine Sichere Region ist, hier lebt niemand und hier darf niemand leben. Eine Ausgestorbene Stadt.

Elena verlässt die Hauptstrasse um durch kleinere Ortschaften zu fahren. Es sind wieder tolle Bilder auf der Seite. Auch ein alter kaputter Panzer.


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Verlassene Häuser, kaputte Dächer, Schimmel an den Wänden. Hier möchte ich nicht wohnen. Hier wohnt auch schon seit 20 Jahren niemand mehr.


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Ein entstehender Wald (Wildwuchs), in der Mitte ein Warnschild mit dem Radioaktiv Zeichen. Das Messgerät zeigt 560 Mikrosievert pro Stunde. Laut Elena zeigt es in der Gegend zwischen 500 und 3000. Damals war es 18 Jahre nach Tschernobyl. Hochspannungsleitungen, Eisenbahnschienen und ein Teil das Kraftwerkes. Für mich beieindruckende Bilder.


Seite 12
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Das Messgerät am Bild zeigt 763 Mikrosievert pro Stunde. Die Autorin kann kann nicht mehr nach Tschernobyl fahren, das Gesundheitsrisiko für sie ist zu groß. (wenn ich das richtig übersetzt habe)

Ein Bild von einer verwahrlosten Straße die in die Geisterstadt Tschernobyl führt. Links recht moderne Laternen, am Horizont hohe Plattenbauten (Wohnungen). Ein Polizist (Stadtwache) hält Elena auf und sagt ihr, dass sie die einzige Person in der Stadt ist. Der Polizist sagte, dass einige Touristenbüros Extremtouren nach Tschernobyl machen wollten, sie hätten 1200 (irgendwas) für zwei Stunden gezahlt.


Seite 13
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Leise Stadt! Das Wachhaus (Kontainer) des Polizisten, Betonplattenbau wie auch in den neuen deutschen Bundesländern zu sehen. Jede Wohnung hatte hier einen Balkon, so wie ich es den Bildern entnehmen kann.


Seite 14
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Das Zweiradgeschäft. Ein Preisschild: "motorcycle Chezet, 26hp, 343cc, price 1050 rubles" Ein Traum für alle jungen Leute der ehemaligen Sowjetunion. Das Geschäft ist leer, nur kaputte Holzkästen kugeln herum.


Seite 15
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Das größte Hotel der Stadt (jetzt Geisterstadt). Ein Baum wächst mitten im Zimmer heraus. Ein Kaputter Fernseher,....


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Elena möchte nicht zu viel in die Häuser gehen. Sie sprach vor ihrem Ausflug mit einem Arzt, er meinte, dass es ohne Schutzanzug genau so gefährlich ist durch Häuse in Tschernobyl zu gehen, wie ohne Minenschutz durch ein Minenfeld. Man sieht einen Tisch wo zwei Fotos oben liegen. Die Leute mussten von Fotos bis zum Auto alles zurücklassen. Begannen nach Tschernobyl irgendwo anders, praktisch von null. Mehrere Fotos.


Seite 17
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Ein paar alte Fotos, ein Raum in Tschernobyl, es ist alles hergerichtet für die große Parade am 1. Mai 1986. Doch so weit kam es nicht.....


Seite 18
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Auch beim Postamt ist alles für die 1. Mai Feiern vorbereitet, doch so weit kam es nicht, am 26. April 1986 wurde die Stadt evakuiert und bis jetzt und wohl in den nächsten 900 jahren wird dort auch nichts mehr gefeiert werden. Falls überhaupt in 900 Jahren jemand dort hinziehen möchte....
Ein Geister Cafe hinter Stackendraht.


Seite 19
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Ein Fote der Stadt von 1980 viele rote Rosen und Kinder die am Gehsteig spazieren gehen. Ob die Kinder als Erwachsene jetzt noch leben? Wo sie wohl leben?

Jetzt: Ein verkommener Rummelplatz, das Messgerät zeigt 373 an.


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Wieder der verkommene Rummelplatz, ein altes Bushaltestellenschild, ein Betonplattenbau


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Auf zum Dach des Betonplattenbaus. Die Aufzugtüren sind offen. Die Briefkästen sind ganz verrostet und teilweise offen.


Seite 22
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Eine Wand auf der Steht: "Vovik+Tanya=love"

Ein Kalender, der 26. April ist eingeringelt, Anglerzeug steht noch immer bei der Türe. Vermutlich wollten die Bewohner Fischen gehen. Ein Klavier und viele Fotos.


Seite 23
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Am Dach mit direkten Blick zum Atomkraftwerk. Die Strahlenbelastung ist oben niedriger wie unten.


Seite 24
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Bilder der Geisterstadt. Mobiltelefon funktioniert nicht.


Seite 25
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Verkommenes Schwimmbad, Turnsaal, zerbrochene Schallplatte.


Kindergarten
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Eine alte Gasmaske am Fensterbrett neben Kinderschuhen und einer kaputten Puppe. Kinderfotos an der Wand. Hier sagen Bilder mehr wie tausend Worte.


die letzte Seite
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Im Kindergarten.

Hier sagen Bilder mehr wie tausende Worte

Eine Gasmaske am Boden, daneben eine bis auf die Unterhose ausgezogene Puppe die an Metallgitterstäben lehnt. Verschimmelt und Verschmutzt. Kinderspielzeug und eine weitere Gasmaske bei den Füßen der Puppe.

Bilder an der Wand, wo die Kinder turnen.

Ein Teddybär, verschmutzt, Kinderschuhe, eine Schaufel und Fliessen.


Die Nebenwirkungen eines Atomkraftwerkes!


Fazit
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Elena hätte es nicht besser dokumentieren können, die Nebenwirkungen eines Atomkraftwerkes. Ich kann nur jedem den Besuch der Seite http://www.fcdnet.org/chernobyl/ empfehlen, um einen Eindruck von der Gefahr der Atiomkraft zu bekommen! Es sind wenig Worte auf der Seite. Hauptsächlich Bilder, die sagen alles. Die paar Worte die stehen, sind in englischer Sprache und verständlich.

Man kann sich nich aussuchen, welchen Strom man kauft?

Wer will kann es sich aussuchen. Es gibt den freien Strommarkt, jeder der einen Stromzähler hat, kann den Stromanbieter wechseln.

Das ist zu teuer? Der Wechsel kostet in der Regel nichts, auch beim Strom ist kaum ein Unterschied. Automstrom ist nicht so schlimm? Hochwasser sind mindestens genau so schlimm?

Der Meinung bin ich auch. Desshalb bin ich bei einem Ökostromanbieter, dadurch spare ich der Volkswirtschaft Jährlich mehrere Tausend Euro an Umweltfolgekosten (wie Hochwasser). Jeder kann das! Jeder der einen eigenen Stromzähler hat! Doch wer will es wirklich? Sind nicht doch die Hochwasser besser, denn da erweckt man Aufmerksamkeit und Mitleid?

Wer den Klimawandel verlangsamen will, weil die Hochwasser der letzten 10 Jahre immer schlimmer werden, hier ein paar Möglichkeiten, den CO2 Ausstoss um 100% bei der Stromerzeugung zu reduzieren:

Einige Ökostromanbieter für Deutschland:
www.naturpur-ag.de
www.naturstrom.de
www.greenpeace-energy.de
www.naturenergie.de

und für Österreich:
www.oekostrom.at
www.aae-energy.com

Danke! Unserer Umwelt, Gesundheit und Geld zuliebe!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mozarteum

mozarteum

02.05.2006 23:56

das war eine der grössten katastrophen des letzten jahrhunderts ... :-) .. lg detlef

Gommesz2

Gommesz2

27.04.2006 11:06

Tja, das haben sie nun davon. Wenn man sich auch anschaut mit was für einer verrotteten Technik die dort arbeiten, da kann einen nur bange werden......VG Manfred

Duesselaner

Duesselaner

18.04.2006 13:24

Es gab damals nicht nur Euphorie! Es gab Zweifel und Widderstand von vielen, die sich von der Politik nicht "für dumm verkaufen" ließen. HG Helmut

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