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Gesamtbewertung (1970): Gesamtbewertung yopi.de

 

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viel besser wie hier war es auch nicht

4  08.02.2001

Pro:
immer noch ein gutes vergütungssystem

Kontra:
schlechte organisation der website

Empfehlenswert: Nein 

mozarteum

Über sich: Altes Ciao: Technikstümperei. Neues Ciao: grösseres Chaos mit neuen Herren ...Klicker unerwünscht! ....

Mitglied seit:27.12.2000

Erfahrungsberichte:70

Vertrauende:320

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 228 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

"Wo bin ich zu Hause" hatte ich vor einiger Zeit einmal gefragt und viel Zeit in eine Gegenüberstellung von drei Meinungsforen investiert.

Jetzt ist es mal wieder passiert: eine Vergütungsänderung!

Vorab kurz die Details:
- Keine Vergütung mehr für das Schreiben von Meinungen!
- Für jede Meinung kann man nach wie vor 10 andere Meinungen bewerten und erhält dafür insgesamt 40 Points (vorher 50).
- Im Durchschnitt mit "nicht nützlich" und "geht so" bewertete Meinungen werden generell nicht mehr vergütet.
- Die Vergütung von "nützlichen" und "sehr nützlichen" Meinungen erfolgt nach der Anzahl der Lesungen:
- sehr nützlich mit mehr als 10 Bewertungen: 8 Points pro Bewertung
- sehr nützlich mit 1 bis 10 Bewertungen: 6 Points pro Bewertung
- nützlich mit mehr als 10 Bewertungen: 4 Points pro Bewertung
- nützlich mit 1 bis 10 Bewertungen: 3 Point pro Lesung

So ganz unter uns: das ist immer noch eine verdammt gute Bezahlung!

Also habe ich mich einmal in der Meinungsflut zu diesem Thema bei YOPI umgesehen:

Der erste Gedanke bei vielen Meinungen, die ich bis jetzt zu diesem Thema gelesen habe, ranken sich, wie könnte es anders sein, um?s liebe Geld.

Ist einmal die Panik vor der Schreiberpleite verflogen, fängt bei vielen der Kopf wieder an, normal zu denken.

In diesem Zusammenhang fiel mir die Geschichte mit den zwei Wahrheiten wieder ein (oder auch der Spruch von der Freude des einen und dem Leid des Anderen):
Somit ergeben sich 4 Punkte, die nun im einzelnen zu betrachten sind.

Vorab sei jedoch einmal auf die allgemeine Art der Vorgehens eingegangen:
Abstossend ist mit grosser Sicherheit für viele, die nach der Ciao-Katastrophe geflüchtet sind, die Art und Weise der Bekanntmachung - und hierfür gibt es keine Entschuldigung. Die Ausrede, die User nicht verunsichern zu wollen, ist einfach dumm-dreist. Jeder, der sich in den Revieren der Meinungsforen einmal umgesehen hat, musste sich darüber im klaren sein, dass YOPI nicht bis in alle Ewigkeit bei dieser Vergütungsform bleiben konnte. Letztendlich, und das ist für mich das wesentliche Kriterium, geht es hier um den Austausch von Informationen, das Auseinandersetzen mit anderen Ansichten und Erfahrungen. Wer nur dem Geld nachläuft, soll dies weiter tun und in seinem Opportunismus beim naechsten, mehr zahlenden, Meinungsforum wieder auf die Nase fallen - es geschieht ihm recht! Und uns soll es auch recht sein, weil ich habe absolut keinen Bock mehr darauf, meine Zeit damit zu verbringen, mehr oder weniger intelligente Ansammlungen von 400 Zeichen irgendwie zu verstehen.
Keiner hat etwas zu verschenken.

1. Punkt - Negative Veränderungen für die Mitglieder:
Sicher, und hier gebe ich vielen recht, die sich darüber beklagen, tut es weh, wenn das Schreiben - der wirklich kreative Akt - nicht mehr vergütet wird, jedenfalls nicht direkt. Hier wäre es sicher wünschenswert gewesen, die Anzahl der Möglichen Meinungsbewertungen zu erhöhen, oder sie zumindest bei 5 Punkten zu belassen. Im Vergleich mit allen anderen (qualitativ erwaehnenswerten) Foren ist dies jedoch schon eine fuerstliche Entlohnung.
Problematisch ist hier auch die Durchschnittsbewertung der Meinung anzusehen. Das, was ich bisher (nicht nur hier) an Willkürbewertungen entdeckt habe, ist sicher nicht dazu angetan, dieser Regelung mit Freude entgegenzusehen.
Dennoch bin ich überzeugt, dass die Vernunft siegt und die Unvernünftigen bald woanders ihrem Reichtum hinterherjagen.
An dieser Stelle sei auf eine Eigenart hingewiesen, die mir bei YOPI am stärksten aufgefallen ist:
Nicht nur ein guter Artikel ist wichtig, sondern die richtige Zeit, zu dem er veröffentlicht wird. Passiert dies zur falschen Zeit, wird ein Artikel nicht gelesen und hat auch langfristig keine Chance mehr, häufiger gelesen und bewertet zu werden.

2. Punkt - Positive Veränderungen für die Mitglieder:
Bei der Durchsicht des Kontos ist mir zu allerst aufgefallen, dass die Differenzpunkte zur alten Vergütung separat aufgeführt werden. Desweiteren wurden alle veröffentlichten Meinungen dem neuen System entsprechend bewertet.
Hier gibt es nun wirklich eine gute Chance, durch sachliche, gut formulierte und interessante Meinungen, seine Vergütung zu verdienen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man seine Bewertungslizenzen nicht mehr unbedingt an den Zeichenmüll zu verschwenden braucht.
Generell ist zu sagen, dass alle negativen Aspekte auch sehr leicht in Positive umzuwandeln sind.

3. Punkt - Negative Veränderungen für YOPI:
Sicher der groesste Faktor ist die Tatsache, dass jetzt gerade nach der Bewertungsänderung die Community nun noch die Schreihälse, solange sie nach Sympatisanten haben, bezahlen muss, denn sie werden auf Teufel komm raus schreiben und abkassieren.
Der Verlust an Mitgliedern (- ist das wirklich ein Verlust-)
Schlimm in diesem Zusammenhang ist sicher der Vertrauenseinbruch durch die arrogante Informationspolitik. Ja, es ist bekannt, dass Ankündigungen von Veränderungen, Befürchtungen hervorruft, doch diese kann man reduzieren, wenn man sich kommunikativ verhält und - welch Revolutionärer Gedanke - vielleicht sogar die Mitglieder in diesen Prozess mit einbezieht.
Der Fairnis halber sei erwähnt, dass immerhin jedes Mitglied am 6.2. (also dem 1. Tag der Änderung) eine e-Mail erhalten hat, in der - sehr fundiert - dieses neue Vergütungssystem erläutert wurde. Dennoch, es gibt so einfache System zu Meinungsumfragen, in denen man Alternativen anbieten und auswählen lassen kann.

4. Punkt - Positive Veränderungen für YOPI:

Rein sachlich kann die finanzielle Entlastung für das Unternehmen nur im Sinne aller User sein, denn das sichert auf jeden Fall langfristig die Existenz, dieses, sicher noch nicht ganz ausgereiften Meinungsforums. Was nutzt es uns allen, wenn wir irgendwann wieder vor einem Ciao stehen und nicht wissen, wie uns geschieht.
Hoffentlich spart YOPI soviele Mittel ein, dass die dringend erforderliche Ausweitung des Kategoriensystems, der Menueführung und des Kundenservice ausgebaut und die Einrichtung eines Freundeskreises forciert werden kann, sonst war die Mühe aller Schreiber umsonst, weil dann auch die Interessierten und guten Mitglieder weglaufen.
Wichtig ist die Qualität der Meinungen und das Engagement der Mitglieder ? und zwar der Mitglieder, die ein berechtigtes (kein ausschliesslich finanzielles) Interesse am Schreiben, informieren, lesen und gelesen werden haben.

Ach, wie ist es doch schön, woanders.
Kein Geschrei um Pfennige!
Ich glaube, wir wissen gar nicht, wie gut es uns dort geht!

Mag sein, dass ich ein Exote bin und lieber für exotische und virtuelle Webmiles schreibe - wie schon beschrieben, ist DOOYOO mein zuhause - und mich über ehrliche Kommentare oder auch Kritik freue.

Zum Abschluss möchte ich nun noch einen kleinen Schriftwechsel aufnehmen:
Mail von Yopi:
*************************************************************************
Guten Tag Herr ...

ich bin ein Mitarbeiter der Firma 3S media consult und mitverantwortlich
für die Umstellung des YOPI Bewertungssystems.

Ihre Meinung zur neuen Bewertungsystem von Yopi ist qualitativ und
quantitativ ein positiv hervorstechendes Beispiel, wie dieses
aufgenommen wurde.
Ein Aspekt ist mir immer wieder aufgefallen: Die Informationspolitik
wäre zu überstürzt gewesen und es sähe nach einer Nacht- und Nebelaktion
aus.
Die meisten Internetnutzer können sich jedoch nicht vorstellen, wie
schwer es ist, eine mehrere zehntausend Mitglieder umfassende Community
steuern oder zufriedenstellen zu können. Viele Mitglieder bringen viele
Gedanken und Erwartungen ein, und das macht es schwer, es allen recht zu
tun.
Wenn wir in den letzten Tagen irgendwelche Ankündigungen bezüglich einer
Bewertungsumstellung getätigt hätten, wäre es zu schwer kontrollierbaren
Zuständen gekommen.
Das sensible System des Verhaltens einer großen Community ist ganz
schnell aus dem Gleichgewicht zu bringen (siehe CIAO 01.01.) und daher
sind Änderungen und Ankündigungen von Änderungen immer ein enormes
Risiko.

Das wollte ich Ihnen nur mitteilen, für mich stellvertretend an die
Community. Daher können Sie auch Teile oder den kompletten Text ins
Forum posten, Ihre Ausdrucksweise ist jedenfalls so gut, dass ich der
Meinung bin, dass dieser Text gut bei Ihnen aufgehoben ist.

Mit freundlichen Grüßen
**************************************************************************
Meine Antwort:
**************************************************************************
N'Abend Herr Schmidt,
neben meinem Dank für Ihre Mail, möchte ich mit meiner Antwort schon noch
etwas klarstellen:
Von einer Nacht und Nebelaktion kann nicht die Rede sein und Ihre
Informationspolitik als überstürzt zu bezeichnen, würde an Realitätsverlust
grenzen.
Ihre Informationspolitik hat gar nicht stattgefunden.
Zu Ihren Argumenten zur Vorgehensweise:
Niemand hat geglaubt, dass Ihnen die Idee für das neue System über Nacht
eingefallen ist, das war ein langer Weg bis dorthin!
Die quadratur des Kreises verlangt auch niemand - sie können es nicht allen
recht machen!
Nur - wenn die Idee und das Geschäft eines Unternehmens auf guten und
intelligenten Meinungen und Berichten aufbaut, dann sollten Sie Ihre
Mitglieder nicht für dumm halten.
Mitglieder einbeziehen in einen Enntscheidungsprozess, heisst, sie ernst zu
nehmen!
Mitglieder, die sich respektiert fühlen, verstehen besser, warum etwas
passieren muss.
Könnte es nicht vielmehr sein, dass sie den Start Ihrer genialen Idee
vielleicht um einige Wochen verschoben haben und die Angst vor der eigenen
Courage im Vordergrund stand - könnte man diese Situation den Ciao-Effekt
nennen?
Vor welchen unkontrollierbaren Zuständen haben sie den Angst gehabt:
- dass die, die Sie treffen wollen schon vorher das weite suchen?
- dass sie nicht die richtign Argumente hatten?
Ein weiterer Punkt hätte Ihnen mit Sicherheit auch weitere Pluspunkte und
sogar neue Mitglieder bringen können:
Verbessern sie zuerst Ihre Organisation, erweitern Sie Ihre Kategorien,
ordnen Sie Ihre Kategorien und fassen Sie doppelte Produkte aus
verschiedenen Kategorien zusammen, installieren Sie einen Freundeskreis und
sorgen Sie dafür, dass immer ein Pool an neuen Meinungen bereitsteht (zu
Beispiel immer die letzten 10 neuen Meinungen), damit Beiträge auch eine
Chance haben, gelesen zu werden.
Geben Sie Nicht-Mitgliedern eine Chance zu lesen und lockern Sie diesen
internen Klickzirkel auf!

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum ich Ihnen aus Ihrer Sicht nichts
Neues erzähle?
Wenn es so ist - wovor haben Sie denn dann Angst gehabt?

Es würde mich persönlich freuen, wenn ich hierzu etwas von Ihnen erfahren
könnte.
Viele Grüsse
**************************************************************************
Wird fortgesetzt ...

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MaeusleXXL

MaeusleXXL

08.05.2012 05:55

Da bin ich auch angemeldet aber ich mache dort gar nichts mehr. Mir gefällt Ciao besser...

manuelmama

manuelmama

13.02.2012 12:10

Nen yopi-Account hab ich auch. Aber keine Zeit für 2 Meinungsforen. LG Sabine

Frkruemel

Frkruemel

06.02.2012 15:57

Ich binzwar auch bei yopi angemeldet, aber am Anfang schafft man wirklich nur eine Plattform ;-)

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