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Während es die meisten Leute aufgrund Videos in der Google-Suche auf YouTube verschlägt, gibt es auch einige Leute die dort bereits seit geraumer Zeit selbst aktiv sind. Ich bin einer von denen, die schon seit Ende 2006 die YouTube Experience mitmachen und dies ist nicht nur auf das Anschauen ... Bericht lesen





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1-6 von 17 Erfahrungsberichten    
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YouTube - mehr als nur Videos gucken
Erfahrungsbericht von PandaSven über youtube.com
15.02.2009


Produktbewertung des Autors:   


Pro: hoher Publikumfaktor, 16 : 9 Format, exzellente HQ - Qualität, HD Qualität, macht kreativ
Kontra: viel Mist, Hater, Trolle, schlechte Standard - Bildqualität, kann zur Sucht werden

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Während es die meisten Leute aufgrund Videos in der Google-Suche auf YouTube verschlägt, gibt es auch einige Leute die dort bereits seit geraumer Zeit selbst aktiv sind. Ich bin einer von denen, die schon seit Ende 2006 die YouTube Experience mitmachen und dies ist nicht nur auf das Anschauen auf Videos begrenzt.

WAS IST YOUTUBE
YouTube ist eine Video Sharing Website, das heißt man erstellt zu Hause am PC ein Video und lädt dieses Video auf seinem Kanal hoch. Das Video wird dann in globaler Öffentlichkeit ausgestrahlt, oder wenn man will auch privat nur für bestimmte Freunde die ebenfalls auf YouTube registriert sein müssen. Es gibt quasi nichts, was es nicht auf YouTube gibt, es sei denn es ist durch die Community Guidelines oder Terms of Use verboten. Da es laut Wikipedia täglich ca. 65.000 neue Videos gibt, können allerdings auch mal pornografische und Videos mit Gewalt durchschlüpfen, die jedoch gemeldet werden können und in der Regel vom YouTube-Team kurzfristig gelöscht werden.

Das aller erste Video wurde am 23. April 2005 durch den User jawed hochgeladen. Jawed Karim war zusammen mit seinen beiden ehemaligen PayPal-Kollegen Steven Chen und Chad Hurley der Mitbegründer der YouTube-Website. Von der Idee im Februar 2005 bis zum Aufkauf für 1,65 Milliarden US-Dollar durch den Internet-Riesen Google im November 2006 hat sich YouTube in dieser Branche als Pionier schnell nach ganz vorne bewegt.

Der Erfolg blieb natürlich nicht unbemerkt an Neider und Inhabern von Urheberrechte, so daß es abzuwarten gilt, ob beispielsweise die Milliarden Dollar Klage von VIACOM (MTV, Paramount,...) irgendwann über kurz oder lang bedeuted, daß der Service aufgrund dieser Problematik geschlossen wird. Gerne erinnert man sich noch an Napster welches ebenfalls durch die illegale Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material die Schotten dicht machen mußte.

WIE KAM ICH ZU YOUTUBE
Ursprünglich hatte ich nach diversen Musikvideos gegoogelt und bin teils auf Google-Video gesprungen und auch auf YouTube. Der Service hatte mir aber nicht viel gesagt, auch wenn mir sowas wie MyVideo und Clipfish hierzulande schon ein Begriff war. Irgendwann bin ich bei YouTube stecken geblieben und habe dann irgendwann auch bemerkt, daß da noch weitaus mehr Videos sind als einfach nur Musikvideos. Und im Gegensatz zu MyVideo und Clipfish wo man zigmal die selbe Werbung oder TV-Total Mitschnitt findet, so war es hier von den Nutzern etwas genauer genommen was die Kategorien betraf. Auch fand ich erstklassige Videos von Privatleuten, die über gewisse Dinge sprechen (im Fachchinesisch: vloggen) und Sketche spielen.

Dies hatte mich im November 2006 dann dazu bewogen, mir dort auch ein Konto einzurichten und kurze Zeit später habe ich schon damit angefangen, auch Videos zu erstellen - die wenn ich heute zurückschaue eher peinlich sind, vorallem mein Englisch von damals.

Was viele Leute nicht wissen, der Service war grundlegend englisch. Natürlich gab es auch die Möglichkeit gewisse Videos auf Sprachen bestimmte Sprachen zu schalten, aber es gab so weit kein wirkliches deutsches YouTube. Die deutsche Seite mit kompletter Sprach-Unterstützung gab es erst im November 2008 und die Anzahl deutscher Videos hat seitdem drastisch zugenommen. So weit, daß sogar das Vloggen auf deutsch auch immer populärer wird. Ich selbst behaupte mich jedoch im internationalen Teil, bedingt durch meine Anfänge auf YouTube bei denen das Publikum in der Regel aus der USA stammte.

Das Vloggen ist übrigens ein Phänomen mit dem die Gründer von YouTube nie gerechnet haben. Die oft gepriesene Community ist meines Erachtens jedoch unterteilt in diverse Grüppchen.

Ein Vlog ist ähnlich wie ein Blog, jedoch statt geschrieben, eben audiovisuell auf Video aufgenommen. Unter einem Blog kann man sich etwas wie ein Video-Tagebuch vorstellen - man erzählt also aus dem Tag heraus.

MEINE NUTZUNG
Selbst nutze ich die Seite rein privat ... ich schaue mir diverse Videos an und von Zeit zu Zeit lade ich auch entsprechende Videos auch selbst hoch. Persönlich verbringe ich mehrere Stunden auf YouTube, welches sich insbesondere morgens nicht immer vorteilhaft auswirken kann und man hie und da mal etwas später als geplant im Geschäft erscheint. Die Nutzung von YouTube kann daher auch schon in die Richtung einer Sucht gehen, je nachdem wie aktiv man am Geschehen auf YouTube teilnimmt.

Als eigene Videos lade ich sehr gerne Diashows zu Automobil-Treffen und diversen Orten hoch, diese werden auch sehr gerne angeschaut und werden auf YouTube insgesamt (bis auf die ein oder andere verwendete Musik) auch sehr positiv aufgenommen. Aber auch habe ich mich schon an diversen Sketchen (selbst mit anderen YouTube-Nutzern aus aller Welt zusammen) probiert und auch hie und da einen Vlog erstellt.

Persönlich möchte ich hier an der Stelle anmerken, daß das Vloggen nicht ganz ungefährlich ist. Schnell gibt man zu viele Daten preis und die Privatsphäre ist offen. Oft erzählt man Unwesentliches und dann doch zu viele Details. Hier könnte es dann auch vorkommen, daß ein Chef der seinen Mitarbeiter dort lästern sieht Angst hat, daß der Mitarbeiter auch irgendwann über seinen Chef dort lästert. Daher ist dieser Bereich mitunter sehr mit Vorsicht zu geniessen. Kann auf der anderen Seite aber jedoch auch die Möglichkeit bieten sein Englisch aufzupeppen (sofern man Videos auf Englisch erstellt). Ich sehe starke Unterschiede zwischen meinen Videos jetzt und am Anfang.

TROLLE UND HATER
Trolle und Hater sind in der Regel Kinder oder unreife Erwachsene, die ihre große Freizeit damit verbringen, ein jedes Video auf YouTube anzuschauen, was es so in den Listen zu finden gibt - völlig unabhängig ob das Thema für die Leute interessant ist oder nicht. So mag es einem nicht verwundern, wenn Trolle vorallem auf den auf der Hauptseite vorgestellten, als auch bei den in der Seite promoteten Videos mit Kommentaren wie "langweilig" zu finden sind. Hater sind hier sehr ähnlich, doch sie versuchen auch gleich persönlich verletzend zu werden und kommen meist wieder, hinterlassen 1 Stern Bewertungen und ähnliches. Manch Hater kann auch zu weit gehen, viele vergessen daß Cyberbullying mittlerweile als Straftat anerkannt ist. YouTube bietet die Möglichkeit solche Leute zu melden, doch ist die Navigation nicht für jedermann einfach und auch YouTube empfiehlt bei Straftaten die Polizei oder den Rechtsbeistand aufzusuchen.

Mit Cyberbullying habe ich glücklicherweise noch keine Erfahrung gemacht, hier und da machen sich ein paar Trolle und vereinzelt Hater bemerkbar. Die beste Offensive gegen diese Leute ist jedoch, daß man diese einfach nicht ernst nimmt. Für jeden Neuling empfehle ich diese Kommentare einfach unbeantwortet zu löschen und aus dem Gedächtnis zu streichen. Ich selbst hatte einmal eine Video-Antwort zu einem Video erstellt, welches kurze Zeit später auf der Hauptseite veröffentlich wurde. Entsprechend groß der Andrang vom Publikum, mitunter auch haufenweise derer die Kommentare wie "du stinkst" oder "langweilig" geschrieben haben. Da mein Video als "Ähnliches Video" ganz oben in der Liste gezeigt wurde, so habe ich eine geballte Ladung abbekommen - anfangs habe ich diese zu Herzen genommen und war kurz davor das Video wieder zu löschen, aber dann habe ich mich entschlossen mir einen Spaß aus deren Erbsenhirn-Gebrabbel zu machen und war danach abgehärtet. Hier wird aber sicher jedes Ego anders reagieren. Ich weiß von Leuten die wegen sowas ihr komplettes Nutzerkonto aufgelöst haben.

NAVIGATION
Die Navigation von YouTube ist sehr simpel. Die grundlegenden Funktionen für das eigene Konto sind auf oberster Front zu finden. Da YouTube gerne mal etwas ändert, so kann es sein daß man nach ein paar Monaten jedoch wieder umdenken muß, was dann nicht ganz so vorteilhaft ist. Aber man gewöhnt sich bekanntlich an alles und nicht immer handelt es sich um Verschlimmbesserungen.

Allgemeine Sachen dafür leider ganz unten im "Kleingedruckten" und wird schnell übersehen.Die Wissensdatenbank in den Help Resources sind sehr umfassend, auch was den Bereich Copyright betrifft. Allerdings verschlägt es die meisten Leute bei der Navigation dann eher ins Forum und findet dort immer wieder die selben Fragen die eigentlich so nachgelesen werden können.

DAS FORUM
Das Forum selbst scheint jedoch eher ein User-hilft-User Forum zu sein. Von den offiziellen Mitarbeitern sieht man dort nicht viel und es ist alles auf Englisch. Zudem wird eine Google-Registrierung verlangt, die YouTube-Registrierung reicht bei der Teilnahme am Forum nicht aus.

Die Forensoftware ist recht dürftig in Sachen Funktionen, aber da hier ohnehin meist irgendwelche Beschwerden von Leuten kommen, deren Video wegen der unautorisierten Nutzung von Musik gelöscht oder stumm geschalten worden sind, so ist das Forum auch eher Nebensache und eher zur Problemlösung gedacht. Hat also weniger mit persönlichem Austausch zu tun, oder daß man auf seinen Kanal aufmerksam macht.

REGISTRIERUNG
Die Registrierung ist völlig kostenlos und geht schnell. Es werden jedoch nicht alle Mail-Adressen akzeptiert (eine Trash-Mail-Adresse wurde von mir zur Registrierung nicht anerkannt), was auch in Bezug auf Fake-Adressen dann eher positiv zu werten ist.

Wer später Videos hochladen will, muß seine eMail-Adresse jedoch nochmals verifizieren und erhält einen Link zur Bestätigung. Ohne Verifizierung ist die Nutzung sehr begrenzt.

LADEZEIT
Mit meinem T-DSL 16000 Zugang habe ich in Sachen Ladezeit keinerlei Probleme, jedoch zu den Stoßzeiten (abends) ist feststellbar daß es langsamer ist und die Videos desöfteren pausiert werden müssen um diese später ohne Unterbrechung ansehen zu können. Dies kann aber durchaus auch ein Problem vom Provider oder der T-Com-Leitungen liegen, da ich in einer Wohngegend mit ein paar großen Häusern wohne so daß die Anbindung zum nächsten Knoten hier ein wenig Bandbreite abzieht. Insgesamt habe ich bei Videos in Hoher Qualität keinerlei Probleme, sogar zu meinem Verdutzen weniger oft Ladeprobleme als bei Standard Qualität (meine Vermutung liegt nahe, daß die Standard-Server überlastet sind, da die meisten Leute nicht auf Hohe Qualität wechseln). Bei Videos in HD-Qualität komme ich ohne Pause nur selten voran. Alles in allem ist die Ladezeit aber schnell.

Beim Upload von Videos habe ich festgestellt, daß der Standard-Uploade mit nur 0,2 MBit/s recht langsam ist, mit dem Multi File Uploader (oder Beta Uploader) kann ich die Upload-Geschwindigkeit jedoch auf knapp 0,5 MBit/s mehr als verdoppeln. Je nach Tageszeit kann es aber durchaus differerien, es ist also auch abhängig wie aktiv gerade auf YouTube Videos hochgeladen werden. Im Schnitt sollen es laut Wikipedia rund 65.000 Videos/Tag sein, also eine ganze Menge.

VIDEOQUALITÄT
Oft wird die Bildqualität der Videos auf YouTube kritisiert. Die Kritik kann ich jedoch nur in kleinem Maße teilen, denn oftmals machen die Video-Uploader Fehler beim Video-Editing, welches zu Qualitätseinbußen führt. Was viele vergessen: Die Videos auf YouTube stehen nicht im Original-Format zur Verfügung, sondern werden auf spezielle vorgegebene Werte in das FLV-Format (Flash Video) konvertiert.

In der Vergangenheit hatte YouTube öfters einmal an den Einstellungen für die Videos herum gespielt, insbesondere bei der Umstellung auf H.264-Videos um die Videos auch für iPhones verfügbar zu machen, hat die Bildqualität deutlich reduziert. Hier hatte YouTube aber ein paar Wochen später (ich glaube Frühjahr 2008) jedoch die High Quality View eingeführt. Zunächst klickte man auf ein Symbol und nun als Link direkt unter dem Video um zwischen der Standard und HQ View umzuschalten. Die Videos in Hoher Qualität sind im großen und ganzen frei von Kompressionsfehlern wie man sie in der Standardview hat. Erfordern aber auch eine schnellere Internetverbindung.

Wer Videos im 4:3 Format erstellt, sollte daher statt den empfohlenen 640x480 Pixel besser 800x600 Pixel verwenden. Dies hinterläßt eine spürbar bessere Bildqualität in der Hochauflösung.

Im November 2008 hat YouTube Widescreen mit 16:9 Format eingeführt. Frühere Videos die mit Letterbox aufgenommen wurden, erscheinen nun mit 4 Balken rund um das ganze Video was etwas schade ist. Hier hätte ich mir einen auf die Auflösung anpassenden Player gewünscht. Dennoch hat das neue Format auch etwas Gutes. Mit dem Widescreen wurde zusätzlich die HD-View eingeführt. Diese steht jedoch nur für Videos mit echten HD-Auflösungen (HDV1 / 720p / 1280 x 720 px) zur Verfügung. Diese Videos sind sogar im Vollbildmodus super scharf. Allerdings braucht man dann schon einen guten Computer mit mächtig Hauptspeicher und guter Grafikkarte, ansonsten endet es in ein Rumgeruckel (mit 3GB RAM und 512MB X1900 ATI-Grafikkarte und AMD3800+ rennt es super flüssig - benötigt aber auch entsprechende Ladezeit des Videos).

GRENZEN DER VIDEOS
Während es früher ein 100 MB Limit für Videos gab, so ist es mittlerweile auf 1 GB erhöht worden. Die Länge der Videos sind jedoch auf 10 Minuten begrenzt.

Höhere Grenzen stehen hier jedoch nur Partner und Sponsoren zur Verfügung.

Aus eigener Erfahrung möchte ich jedoch sagen, daß 10 Minuten mehr als genug ist. Bei privaten Videos erhält man unter 5 Minuten deutlich mehr Publikum, weil nicht jeder so lange Zeit vor dem PC gefesselt sein will. Die 1 GB Grenze ist nach meiner Meinung kompletter Humbug und allenfalls nur auszunützen, wenn man eine super schnelle Upload-Verbindung zum Internet hat und auch nur dann wenn das Video so schlechte Lichtverhältnisse hat, daß es bei einem komprimierten Video durch die Umkonvertierung in das FLV-Format zu deutlichem Qualitätsverlust führt.

Alles oberhalb von HDV1 wird runter gerendert auf 1280 x 720 Pixel (laut Wikipedia mit einer Video-Bitrate von 2000 MBit/s). Daher kann man sich die Zeit des Renderns, den Platz auf der Festplatte und die Zeit Uploads sparen die Videos in noch höherer Auflösung und deutlich höheren Bitraten hochzuladen. Das Endergebnis dürfte in sich in den meisten Fällen nicht unterscheiden.

YOUTUBE UND URHEBERRECHT
Jeder der ab und zu die Zeitung liest, dürfte einmal über die Millardenklage von VIACOM wegen Verletzung der Urheberrechte bekannt sein. Seit dem und vermutlich schon früher gab es auch vermehrt vorallem von der Musikindustrie harsche Kritik betreffend des Urheberrechts. Im Gegensatz zu privaten Homepages bei denen man selbst Post von der GEMA zur Einziehung von Lizenz-Gebühren oder sogar ein Abmahnungsschreiben vom Anwalt des Labels bekommt, gibt YouTube bisher keine Nuterdaten weiter, es sei denn es wird richterlich beschlossen. So wendet sich der Inhaber des Urheberrechts direkt an YouTube.

YouTube stellt den Inhabern verschiedene Optionen wie sie mit den Videos mit dem unautorisierten Material handhaben wollen:

- Statistik führen (zur späteren Auswertung)
- Video entfernen lassen
- Video stumm schalten
- Video stehen lassen und Werbung einblenden

Meine Freundin welche ich auch schon öfters gewarnt hatte, wurde auch schon Zeuge wie Videos von ihr gerade wegen Urheberrechtsverletzung entfernt wurden. So bald ein Copyright-Inhaber eine Statistik laufen läßt, dürfte das Video so gut wie entfernt sein, denn nur wenn es sich lohnt lassen sie es online und aktivieren ihre Google SenseAd Werbung für dieses Video.

Generell ist es so, daß der Inhaber des Copyrights selbst eine sogenannte DMCA-Anzeige an YouTube erstellen muß. Ohne Hinweis vom Rechteinhaber tritt YouTube nicht in Aktion. Es wird kein Video wegen Copyright herunter genommen, wenn der Rechteinhaber das nicht wünscht. Da also jedes Video einzeln gemeldet werden muß, so gibt es auch das Content ID System, bei dem die Materialien auch automatisch gelöscht werden können.

Leider wird das Copyright von vielen Leuten nicht ernst genommen und nicht verstanden, so daß sich viele genau deswegen bei YouTube beschweren, obwohl die Folgen (Strafen können laut DMCA auf bis zu $ 100.000 pro verwendetem Stück ausfallen) mit dem Verlust des Videos wirklich sehr human ist. Auf einer privaten Homepage könnte dies ein teures Unterfangen sein. Auch die GEMA-Gebühren sind nicht günstig wenn man es legal auf eine nicht-kommerzielle Webseite benutzen will (habe ich schon einmal bei der GEMA angefragt).

Hier kann ich nur jedem zu Herzen legen, nur eigenes Material zu verwenden oder sich auf Musik von Hobby-Musikern zu wenden, natürlich auch unter Berücksichtigung derer Urheberrechte und Lizenzen. Niemand weiß, ab wann ein Gericht entscheiden wird, daß jeder YouTube-Nutzer direkt haftbar ist ... und dann wirds teuer!

Also Finger weg von (C) ALL RIGHTS RESERVED Material, es sei denn ihr habt die Lizenzen bei der GEMA für die Video-Produktion berappt. YouTube selbst bezahlt zwar auch Gebühren an die GEMA, aber nur zur Ausstrahlung wie ein Sender. Für das Produzieren gelten Tarife wie für Studios. Wenn man keinen Profit mit seinem Video machen will, kostet dies dennoch Geld wie ich bei der GEMA erfahren habe. Lohnt sich für einen Privatmann ehrlich gesagt nicht (Rockefellers unter uns ausgeschlossen)!

Das DMCA erlaubt zwar auch den "Fair Use", doch ist im amerikanischen US-Copyright-Gesetz das Ganze sehr schwammig beschrieben, so daß es eine absolute Grauzone ist, auf die man sich nicht verlassen kann, sondern trotz allem eine Erlaubnis vom Inhaber des Copyrights einholen sollte (im Übrigen auch Empfehlung des US Copyright Office).

Es gibt übrigens die Möglichkeit das Video in Sachen Musik im Nachhinein zu editieren. Dazu einfach auf die Audio-Swap Option klicken und es gibt eine Auswahl von diverser Musik (z. B. auch Evanessence). Nachteil ist nur, daß dann das komplette Audio ersetzt ist und Werbebanner beim Video erscheinen.

BEKANNT WERDEN
Generell gibt es kein Geheimrezept um auf YouTube bekannt zu werden. Es gibt diverse Methoden die aber meines Erachtens wenig Sinn machen:

- überall Werbung zu seinem Kanal machen
- Sub4Sub (ich abonniere deinen Kanal und du meinen)

Diese führen aber meistens ins Nichts und Letzteres meist nur eine temporäre Erscheinung denn nach kurzer Zeit löschen die Leute ihr Abo wieder und man hat niemanden gefunden, der auch die Videos anschaut und konstruktivie Kritik ausübt.

Im Grunde muß man einfach nur kreativ sein, gute Videos erstellen, dann geht das auch von selbst. Wenn man einen YouTube-Editor beeindruckt hat, kann es auch gut sein, daß die eigenen Videos promotet oder vorgestellt werden. Dies hat aber auch nicht immer nur Vorteile und es ist sehr schwer einen Editor zu beeindrucken und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Es kann aber auch passieren, daß man mit irgendwelchem Unsinn berühmt wird wie beispielsweise der Numa-Numa-Guy der zu "Dragostea Din Tei" vor der Webcam die Lippen bewegt hat oder auch Chris Crocker mit seinem "Leave Britney Alone"-Geweine.

YouTube wird daher auch gerne von Privatleuten genutzt um auch erstklassige Videos hoch zu laden, aber auch mit Vlogs haben Leute wie renetto, Blunty3000 und viele andere schon beeindruckende Zahlen von Abonnenten vorgelegt. Für Hollywood wurden diese Leute jedoch nicht oder sehr selten ausgewählt. Der Nutzen auf YouTube berühmt zu sein, ist daher nicht gleichbedeutend mit TV, Film oder Radio. Es ist aber wie gesagt auch abhängig vom Talent (was ich eher weniger habe .... aber meine Videos werden auch nicht unter diesem Gesichtspunkt hochgeladen). Es gibt auch Leute die meinen mit Dramas auf YouTube bekannt zu werden und so gibt es teilweise regelrechte Hetzjagden auf YouTube die weniger nett sind.

PERSÖNLICHE ERFAHRUNG
Nach nun ca. 2 1/2 Jahren kann ich eine eigentlich tolle Bilanz vorlegen. Am Anfang hatte ich nie gedacht, daß Leute meine Videos überhaupt ansehen. Aktuell habe ich über 680 Kanal-Abonnenten, wobei nur ein kleiner Teil von 20-40 Leuten die Videos ständig anschauen und kommentieren.

Hier haben sich durchaus schon tolle internationale Freundschaften mit Gleichgesinnten ergeben und das ist es wirklich wert! Auch darf ich mit Stolz sagen, daß ich meine Freundin auf YouTube kennengelernt habe. Wir haben uns jedoch aus Gründen der Privatsphäre entschlossen nicht mehr so viele Details über unser Leben auf YouTube preis zu geben, so daß auch bei mir das Vlogging keinen hohen Stellenwert mehr hat und ich wieder zurück zu einer kreativeren Ebene wandern will.

Ich habe jedoch weder Ambitionen, noch das wirkliche Können auf Hollywood oder Babelsberg berühmt zu werden und versuche dies auch nicht. Statt dessen macht es mir Spaß auch diverse Techniken auszuprobieren und man stellt fest, daß viele Hollywood-Tricks in manch Editing-Software schon enthalten ist. Und vorallem der Punkt mit den Freundschaften ist einfach ganz oben.

Doch kann man auch diverse Enttäuschungen von Leuten erleben ... insbesondere dann wenn Leute plötzlich ihre vierstelligen Abonnenten-Zahlen präsentieren und auf einen herab schauen und nicht mehr kennen. Alles leider schon erlebt, sogar schon Arschkriecherei wo sich jemand eine höhere Bekanntheit durch mich erhofft hatte. Dabei sind dies alles nur unbedeutende Zahlen und man sollte dies auch als Zahl ansehen.

Mit dem Service an sich gab es hier und da Änderungen, mal positiv, mal weniger positiv. Wirklich unzufrieden war ich jedoch noch nie. Seit Dezember bin ich auch im dortigen Forum aktiv. Sehr oft fallen dort jedoch immer wieder die selben Fragen von User. Hier finde ich es schade, daß das YouTube-Personal nur selten zu sehen ist.

Ich möchte YouTube jedenfalls nicht mehr missen, mußte jedoch auch schon einen Querstrich treiben, damit YouTube nicht das komplette Leben und den Tag bestimmt, sondern ich auch einmal Sachen mache, wo die Kamera mal nicht dabei ist und mal wieder geraume Zeit bis zum nächsten Video weg bleibt. Man kriegt hier nämlich auch schnell ein Burnout-Syndrom weil man sich selbst zwingt immer ein neues Video machen zu müssen, weil die Zuschauerzahlen zurück gehen.

FAZIT
Da ich hier meist nur Berichte über Leute finde, die über YouTube nur als Zuschauer besuchen, so hoffe ich euch hier auch über die andere Seite informativ geholfen zu haben. Ich denke daß die ein oder anderen Hinweise auch manch einem helfen wird, diverse Sachen zu verstehen. Vielleicht hat auch jemand Lust bekommen dort selbst mitzumachen.

Persönlich ist YouTube mittlerweile die bei mir meist verwendetste Seite im Internet. Die Seite hat einfach komplettes Sucht-Potential. Fördert durchaus auch die eigene Kreativität, doch ist dies gerade in Sachen Urheberrecht aber auch anderen Persönlichkeitsrechten sehr streng limitiert.

Man findet jede Art von Video auf YouTube, nicht immer was man auch sehen will. Die neuen Community Richtlinien machen zwar einigem den Aus (z. B. Anleitung wie man eine Rauchbombe bastelt sind nicht erlaubt), doch ist die Durchsetzung auf den User abgewälzt. Wir müssen sagen was nicht hier her gehört (mittels Klick auf die Flagge), da die Webseite inklusive Forum quasi unmoderiert ist.   

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11.07.2011

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